Massagen im Sommer - Warum ist eine Sommermassage sinnvoll?

Sommerliche Temperaturen lösen bei den meisten Menschen Urlaubsgefühle aus und sorgen für positive Stimmung. An eine wohltuende Massage denken dagegen die wenigsten Personen, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Schließlich wird eine solche Anwendung für gewöhnlich mit warmen Packungen, einer gemütlichen Atmosphäre in nicht klimatisierten Räumlichkeiten und Ruhephasen, die in Decken gewickelt absolviert werden, verbunden.

Keine optimalen Voraussetzungen im Hochsommer. Jedoch ist eine Massage vielseitig genug, um auch in der heißen Jahreszeit ihre Wirkung zu entfalten und dem Patienten einen Mehrwert zu spenden. Dafür kommt es aber auf die Massagevariante an, die von dem Therapeuten praktiziert wird, weil herkömmliche Techniken bei Hitze eher Nachteile besitzen.

Massage im Sommer – sinnvoll oder unangenehm?

Gerade wenn das Barometer seinen Höhepunkt erreicht, schrecken manche Patienten vor einer Massage zurück und tatsächlich würden Praktiken, die ansonsten in kälteren Jahreszeiten angewandt werden, wenig wirksam sein. Immerhin basiert eine Standardbehandlung auf dem Einsatz von Wärme, um die Muskulatur zu lockern und den Organismus bis in die Tiefe zu entspannen. Praktiziert ein Masseur dieselbe Massageart trotz Hitze, könnte es darum schnell zu Kreislaufproblemen oder Unwohlsein führen.

Die Körpertemperatur steigt, der Blutdruck erhöht sich und der Körper selbst ist einer überhöhten Belastung ausgesetzt. Nicht zu vergessen das subjektive Empfinden des Patienten, der eine entsprechende Technik wohl kaum als erholsam wahrnimmt. Wer möchte schon gerne mitten im Hochsommer in einem geschlossenen Raum massiert werden, wenn er doch draußen im Freien eine Abkühlung im See finden kann? Insbesondere Personen, die ohnehin unter einem instabilen Herz-Kreislauf-System leiden, sollten in jenem Fall dringend Abstand von einer ausgiebigen Massage nehmen. Sie würde mehr Nachteile mit sich bringen, als das der Betroffene eine Wirkung verspürt.

Oftmals wird daher generell von Massagen im Sommer abgeraten, was allerdings nicht zutreffend ist. Viel eher erweist sich die Technik als Ursache der unwirksamen Anwendung. Eine Wellnessbehandlung während der sommerlichen Tage sollte darum gezielt auf die veränderten Bedingungen abgestimmt werden.

Sommermassage – regenerierende Alternative zu gewöhnlichen Techniken

Bei Hitze können Massagen schnell unangenehm sein, gerade dann, wenn der Therapeut sein Konzept nicht auf die warmen Temperaturen ausrichtet. Dabei könnten Massageanwendungen auch im Sommer Wirkung zeigen und den Patienten einen intensiven Erholungsmoment schenken. Hierfür muss lediglich die Praktik verändert werden, denn statt Behandlungen mit Wärme sollte der Fachpraktiker auf kühlende Elemente setzen.

So spendet die Massage eine tiefenwirksame Entspannung, ohne den Organismus unnötig zu belasten. Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren integriert der Therapeut die Hitze in seine Technik und baut darauf eine gänzlich andere Behandlung auf. Demnach stehen nicht länger die Zufuhr von Wärme und die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur im Vordergrund, sondern ein kühlender Effekt für den strapazierten Kreislauf sowie ein belebendes Gefühl für den kraftlosen Bewegungsapparat.

Ziel ist es, für die Person einen Ausgleich zu schaffen, der den Körper im Sommer eher entlastet und revitalisiert. Folglich nutzt die Massage die Thermotherapien nicht mittels Wärmezufuhr wie gewohnt, aber sehr wohl über die Abgabe von Kälte. Deswegen kommt es während der Anwendung auch nicht zu negativen Begleiterscheinungen, die andernfalls durch das Zusammentreffen von Massagen und heißen Temperaturen zu erkennen sind.

Eine solche Sommermassage unterscheidet sich somit deutlich von herkömmlichen Methoden und:

  • kühlt den Organismus, statt ihn zu erwärmen
  • nutzt eine andere Form der Thermotherapie
  • setzt Kälte in den Mittelpunkt
  • verwendet Massageöl oder Packungen in gekühlter Form

Wenngleich eine Behandlung bei Hitze in jener Version wieder zu einem Augenblick der völligen Entspannung führen kann, hat sie trotzdem einige Nachteile. Speziell sensible Personen könnten aufgrund der Kälteeinwirkung Hautirritationen, ein erhöhtes Schmerzempfinden oder Herz-Kreislauf-Probleme verspüren. Ebenso sollte diese Anwendung bei älteren Patienten, Schwangeren, Kindern und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen gar nicht oder nur nach Rücksprache mit einem Arzt zum Einsatz kommen.

Es verhält sich mit einer Sommermassage demnach genauso wie mit Praktiken, die eine Wärmezufuhr beinhalten. Sie sind nur für Patienten sinnvoll, die einen stabilen Organismus haben. Darauf aufbauend wäre es ratsam, die Intensität der kühlenden Anwendung individuell auf den Betroffenen abzustimmen. Die Thermotherapien erfordern äußerste Vorsicht und Achtsamkeit. Selbstverständlich sollte sich der ausübende Fachpraktiker ebenfalls mit der Materie auskennen, damit eine Massage bei Hitze korrekt absolviert wird. Gelingt dies, kann sie mehrere Vorteile nach außen projizieren.

Anwendungsgebiete der Sommermassage – belebende Praktik für wechselnde Symptome

Insofern eine Massage bei Hitze angewandt wird und der Wellnesstherapeut dabei die richtige Methode wählt, spendet die Behandlung ein ganzheitliches Wohlbefinden. Jenes könnte bei heißen Temperaturen dazu beitragen, den strapazierten Organismus wieder in den Einklang zu bringen. Gleichzeitig lassen sich diverse Beschwerden auf natürlichem Weg lindern, damit der Patient während der Sommerzeit energiegeladen sowie motiviert bleibt.

Einige der Vorteile einer Sommermassage sind im Zuge dessen:

  • die Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • die Stimulation der Stoffwechseltätigkeiten
  • eine verbesserte Durchblutung
  • die Anregung des Lymphabflusssystems und des Kreislaufs
  • Freisetzung neuer Energie
  • mehr Konzentration und Leistungsfähigkeit
  • die Entschlackung
  • Straffung von Bindegewebe
  • Therapie bei Sonnenbrand, Prellungen, entzündlichen Prozessen oder Verletzungen

Sommermassage

Außerdem eignet sich eine Massage bei warmen Temperaturen für eine Entspannung, die Körper, Geist und Seele wieder zu ihrem Gleichgewicht verhilft. In Kombination damit regt die Technik die Selbstheilungskräfte an, sodass der Organismus belastbarer ist und sich durch die Hitze nicht unnötig schwer fühlt. Sicherlich kann eine entsprechende Anwendung nicht alleine für diesen Effekt sorgen, denn der Patient muss auch selbst einen Teil dafür leisten.

So empfiehlt es sich, auf kalorienreiche Nahrungsmittel zu verzichten und eher leicht bekömmliche Kost zu bevorzugen. Ferner sollte Sport nur in Maßen oder in den frühen Morgenstunden/späteren Abendstunden betrieben werden, weil die Hitze dann meistens weniger prägnant ist. Die Sommermassage eignet sich daraufhin gut, um ein anspruchsvolles Krafttraining ausklingen zu lassen. Grundsätzlich spielt auch die Technik bei der Ausübung einer Behandlung in der warmen Jahreszeit eine tragende Rolle, denn es gibt spezielle Praktiken, die nur für die Sommermonate entwickelt worden sind.

Massageformen im Sommer – Cold Stone Massage statt Hot Stone Verfahren

Im Allgemeinen lassen sich viele Anwendungen im Sommer so abwandeln, dass sie den Patienten mehr Vitalität verleihen und sich bewusst mit der vorherrschenden Hitze auseinandersetzen. Zugleich wurden aber ebenfalls diverse Praktiken eingeführt, die als eigenständige Behandlungsmethode in Erscheinung treten.

Dazu zählt die Cold Stone Massage, eine sommerliche Variante des traditionellen Hot Stone Verfahrens. Hier sind die Grifftechniken und Abläufe ähnlich wie bei einer Warmsteinmassage, allerdings nutzt der Therapeut keine erhitzten Basaltsteine, sondern kühlende Elemente in Form von weißen Marmorsteinen. Sie werden auf circa minus 10 Grad Celsius temperiert und in verschiedenen Ausführungen angewandt. Wichtig ist hierbei ihre kristallene Struktur, wodurch sie sogenannte winzige Porenräume besitzen. Das macht es ihnen möglich, die Kälte zu speichern und gleichmäßig an den Körper abzugeben. Für gewöhnlich verwenden Fachpraktiker nur Modelle, die geschliffen und mit abgerundeten Kanten ausgestattet sind.

Ähnlich wie bei der Hot Stone Massage sollen die größeren Exemplare als Layoutsteine unter den Körper des Patienten gelegt werden, während andere Ausführungen auch auf der Haut ruhen und eine dritte Gruppe für die eigentliche Massage eingesetzt wird. Die Reflexzonen und das Gesicht erhalten diesbezüglich eine Behandlung mit abgeflachten Marmorsteinen. Die Cold Stone Massage konnte sich über die Jahre als würdige Alternative zur Hot Stone Methodik etablieren und hat im Sommer einen festen Platz als Wellnesspraktik in Spas oder Massagepraxen.

Eine andere Vorgehensweise für die wärmeren Tage ist wiederum eine Fußmassage mit kühlendem Equipment. Dazu wird entweder Latschenkiefernöl oder Franzbranntwein auf die Füße aufgetragen und mit gleichmäßigen Streichungen verrieben. Damit entsteht eine Kombination aus anregender Massage und revitalisierendem Effekt dank der enthaltenen Inhaltsstoffe. Nicht zuletzt bietet sich aber auch eine Praktik an, die explizit die Beine behandelt, da viele Patienten bei Hitze unter einem Schweregefühl leiden. Dann wären ebenso leichte bis mittelstarke Streichungen angenehm, um den Beinen wieder neue Kraft zu verleihen.

Eine gern gesehene Vereinigung ist obendrein der Wechsel zwischen Cold Stone Massage und Hot Stone Konzept. So kann die piezoelektrische Reaktion einsetzen. Sie bewirkt eine tief gehende Entspannung der Muskulatur aufgrund der schnellen Temperaturveränderung. Viele Wellnessmasseure praktizieren zudem klassische Massagen und wandeln sie einfach durch eine veränderte Ausstattung mit kühlenden Elementen ab. Dafür finden sich zahlreiche Möglichkeiten.

Spezielles Massageequipment – kaltes Massageöl als Basis der Erholsamkeit

Während der Sommerzeit sollte eine Massage anderen Ansprüchen gerecht werden als im Winter. Eine simple, aber wirksame Art, die Behandlung zu optimieren, wäre daraufhin kaltes Massageöl. Hierfür nutzt ein erfahrener Masseur immer ein hochwertiges Produkt mit Hautverträglichkeit, besten Rohstoffen und schonender Herstellung.

Somit wird sichergestellt, selbst bei Allergikern oder empfindlichen Patienten keine Irritationen auslöst. Im Idealfall sind es Mandel- oder Weizenkeimöl, die geeignet wären. Wichtig ist dabei, dass das Öl schnell einzieht, nicht übermäßig fettet und für eine große Zielgruppe an Patienten angewandt werden kann.

Im Sommer wird es darauffolgend mit verschiedenen Stoffen vermischt, die eine kühlende oder belebende Wirkung auf den Organismus haben. Insbesondere ätherische Öle sind eine gute Wahl, da ihr Duft die Sinne anregt und neue Energien freisetzt.

Einige der gängigsten Massageöle, die bei Hitze eine positive Wirkung begleitet, sind:

  • Minzöl
  • Zitronenöl
  • Aloe Vera
  • Kamille
  • Limettenöl

Jene werden als Massagezusatz im Sommer nur kalt angewandt. Dafür lagern die Therapeuten ihr Massageöl im Kühlschrank und entnehmen es erst kurz vor der beginnenden Behandlung. Selbstverständlich muss der Fachpraktiker zuvor abklären, ob der Patient mit der Verwendung von kaltem Massageöl einverstanden wäre und dieses auch verträgt. Insofern er sich darauf einlassen möchte, wirkt die Behandlung stimulierend und spendet eine angenehme Erholung bei den hohen Temperaturen.

Massageöl

Ein anderes Equipment, welches bei Sommermassagen gerne genutzt wird, ist hingegen kalte Shea Butter. Sie hat denselben kühlenden Effekt wie ein Massageöl und revitalisiert ebenfalls den Organismus. Die Vorteile einer Massage im Sommer können aber auch noch durch die richtigen Rahmenbedingungen verbessert werden. Gerade erfahrene Masseure bieten ihren Patienten deshalb bei Wärme eine unkonventionelle Massagetherapie, die den positiven Charakter einer Cold Stone Massage unterstützt.

Ergänzende Maßnahmen – auf wirksamem Weg zur Sommermassage

Damit eine Massageanwendung an warmen Tagen nicht zu unangenehmen Nachteilen führt, sollte sie von einem renommierten Profi ausgeübt werden. Allerdings lassen sich auch einige Ideen finden, mit denen der Effekt der Praktik intensiviert wird. So behandeln viele Masseure ihre Patienten bei Hitze nicht etwa in engen, stickigen Räumlichkeiten. Stattdessen laden die Fachkräfte ihre Klientel auf eine erholsame Liege unter freiem Himmel ein.

In Hotels finden sich dafür spezielle Außenbereiche, doch bereits eine kleine Rasenfläche, auf der die mobile Massageliege positioniert wird, kann die Effizienz der Praktik nachhaltig steigern. Nicht nur die angenehmeren Temperaturen oder sogar der seichte Wind können die Wirksamkeit verbessern. Das Symbol der Freiheit, welches eine solche Massage vermittelt, die Naturverbundenheit einer malerischen Kulisse und die Stille sorgen parallel für eine positive Stimmung bei dem Betroffenen. Demzufolge wird ihm ein außergewöhnliches Erlebnis geboten, welches den Begriff Wellness im Sommer neu definiert.

Gleichzeitig können die Patienten ihre Anwendungen mit kühlenden Bädern, Gesichtsmasken oder Körperpackungen bereichern. Genauso sind Fußwickel oder ein Gel mit Kälteeffekt geeignet, damit die Cold Stone Massage noch hilfreicher ist. Sie dürfen vor oder nach der Behandlung in Anspruch genommen werden. Die Dauer der Praktik lässt sich dagegen nicht festlegen und orientiert sich an dem Patienten sowie den vorherrschenden Temperaturen. Mitunter kann es sinnvoll sein, mit kurzen Einheiten zu starten und diese kontinuierlich auszudehnen. 

Eine Sommermassage erweist sich aber in jeglicher Form als hervorragende Abwandlung altbewährter Techniken, die auch bei Hitze einen ganzheitlichen Entspannungsmoment gewährleistet.

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