Hot Stone Massage

Die Hot-Stone-Massage, kurz HSM, ist eine spezielle Massageart, die mittels erhitzter Steine ausgeübt wird. Daher tritt auch häufig die Bezeichnung Warmsteinmassage in Erscheinung. Grundsätzlich gehört diese Technik heutzutage zu den gängigen Massage-Praktiken und konnte bereits eine Vielzahl an Interessenten mit ihrer einzigartigen Wirkungsweise überzeugen. Dabei liegen die Anfänge der Hot-Stone-Massage allerdings schon mehrere Jahrtausende zurück und sind Teil von uralten, traditionellen Heilungsprozessen.

Ursprung einer Hot-Stone-Massage – asiatische Heilverfahren als Basis der Therapie

Die Warmsteinmassage stammt aus dem asiatischen Erdteil und galt dort zu Beginn als unverzichtbares Ritual für alternative Behandlungen. Wenngleich die genauen Herkunftsländer innerhalb der Entwicklungsgeschichte bis heute stetig wechseln, lässt sich durchaus nachweisen, dass die Hot-Stone-Massage damals in den unterschiedlichsten Regionen großen Einfluss hatte und oftmals auch von den Schamanen eingesetzt wurde. Im Allgemeinen fand die Anwendung und Verbreitung darum wohl in vielen Gebieten gleichzeitig statt.

Insbesondere die chinesische Heilkunst nutzte das Zusammenspiel von Wärme und einer gezielten Beanspruchung der Akupressurpunkte daraufhin erstmalig, um den körpereigenen Energiefluss anzuregen und den Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Allerdings hatte die Grundform der Hot-Stone-Massage ebenfalls bei den Indianern große Bedeutung für diverse Zeremonien, die für die Genesung erkrankter Stammes-Mitglieder zelebriert wurden.

Hot Stones

Über die Jahre kamen dann immer neue Erkenntnisse aus dem medizinischen Bereich hinzu und es kristallisierte sich allmählich das heutige Prozedere der Warmsteinmassage heraus. Dies etablierte sich zunehmend im physiotherapeutischen sowie kosmetischen Sektor und gewann explizit durch die Präsenz der Wellness-Behandlungen an Beliebtheit. Dabei verfolgt es stets ein ganz besonderes Wirkprinzip.

Grundlage der Warmsteinmassage – mit effektiven Praktiken zu umfangreichen Erfolgen

Die Hot Stone Massage beruht auf den Theorien der Thermo-Therapie, die seit unzähligen Generationen für die Behandlung von körperlichen Beschwerden eingesetzt wird. Schließlich hat Wärme einen erwiesenen Effekt auf den Organismus und hilft ihm, sich zu entspannen sowie schmerzhafte Blockaden schonend zu lösen.

Weiterhin sorgen die unterschiedlichen Eigenschaften von Wärme und Kälte, die bei einer derartigen Massage verbunden werden, für die Stimulierung des vegetativen Nervensystems. Deshalb kann die Warmsteinmassage bei korrekter Ausführung verschiedene Ziele anstreben, darunter:

  • die Entkrampfung der Muskulatur
  • eine Lockerung von Blockaden
  • ganzheitliche Tiefenentspannung
  • den Ausgleich zu einem intensiven Training
  • einen Abbau von Stress
  • die stärkere Blutzirkulation
  • eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff
  • das Entschlacken des Körpers
  • die Anregung sämtlicher Körpersysteme

Aus diesem Grund ist die Hot-Stone-Massage für eine große Zielgruppe an Patienten vorteilhaft und findet mittlerweile sowohl in Massagepraxen als auch in Wellness-Hotels oder Kosmetikstudios statt. Es gibt jedoch einen kleinen Personenkreis, für den HSM nicht vorteilhaft wäre. Hierzu zählen Schwangere, weil die Wärme eine negative Wirkung auf das ungeborene Kind haben könnte, und Menschen, die an Osteoporose leiden, da die Behandlung das Risiko für Knochenbrüche noch verstärken würde. Allen anderen liefert die Warmsteinmassage aber eine effiziente Möglichkeit, ihrem Körper ein vielfältiges Verwöhnprogramm zu liefern. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich immer die Steine.

Die richtigen Steine für HSM – unverzichtbarer Faktor für jede gelungene Anwendung

Um bei HSM den größtmöglichen Behandlungserfolg hervorzurufen, ohne dass es für den Patienten unangenehm wird, spielt die Wahl der Steine eine entscheidende Rolle. Deswegen kommen bei jener Methodik meistens auch zwei differente Arten von Steinen zur Anwendung. Hauptsächlich sind es sogenannte Basaltsteine. Sie bestehen aus vulkanischem Ergussgestein und zeichnen sich durch ihre erstklassige Wärmespeicherung aus. Zusätzlich punkten sie mit einem optimalen Gewicht, welches bei dem Köperkontakt während der Massage nicht als störend empfunden wird. Für gewöhnlich werden bei einer entsprechenden Technik daher viele Basaltsteine in wechselnden Größen und Formen genutzt. Dies verhilft dem Therapeuten zu einer komplexen Kombination von mehreren Griffen und einer individuelle Abwandlung, die dem Gesundheitszustand des Patienten nachempfunden wurde.

In Ergänzung dazu werden bei der Hot-Stone-Massage ebenfalls Marmorsteine verwendet. Sie fungieren als Gegensatz zu den Basalt-Varianten und sind darum bei der Nutzung eisgekühlt. Dadurch wird die piezoelektrische Reaktion ausgelöst und die Gefäße reagieren schneller.

Hot Stone Massage

Da die Warmsteinmassage obendrein in Asien ihre Wurzeln hat, umgibt die Vereinigung der heißen Basalt-Steine und der kalten Marmor-Versionen auch noch eine weitere Funktion. Sie symbolisieren „Yin und Yang“, die Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen, welches die Energien im Körper in den Einklang bringen soll. Darauf aufbauend unterstützt die Hot-Stone-Massage den gesamten Organismus und kann sich auf physische Beschwerden ebenso auswirken wie auf psychische. In dem Zusammenhang sollte sie aber ausschließlich von fachkundigen Profis praktiziert werden, denn der Umgang mit den heißen Steinen ist nicht ganz ungefährlich.    

Mit Fachwissen zur professionellen Behandlungsmethode

Da bei HSM mit thermischen Kräften gearbeitet wird, ist ein respektvoller sowie routinierter Behandlungsablauf unumgänglich. Andernfalls würde die Massage mit den hohen Temperaturen der Steine dem Patienten womöglich Schaden zufügen. Gerade die ideale Temperierung der Basaltsteine und deren ordnungsgemäße Verwendung sind demzufolge zentrale Werte einer angenehmen Anwendung. Somit muss der Therapeut den gleichmäßigen Wechsel zwischen den Steinen und die fortwährende Bewegung jener auf dem Körper perfekt beherrschen, um Verbrennungen zu vermeiden. Sie entstehen, wenn ein Bereich der Haut zu lange mit den heißen Steinen in Kontakt gerät.

Außerdem wäre es sinnvoll, einen Experten mit der Massage zu beauftragen, der sich in Bezug auf die anatomischen Merkmale und die Funktionen des Körpers auskennt. Immerhin sollte die Fachkraft in der Lage sein, potenzielle Vorerkrankungen bei der Massage-Sitzung zu berücksichtigen und sie gekonnt in die Therapie zu integrieren.

Die versierte Wellness Massage Ausbildung an der SWAV ist dafür das perfekte Grundgerüst, denn dort lernen die Schüler aus den verschiedensten Bereichen alles, was einen vertrauenswürdigen Fachpraktiker für Wellness, Massage uns Prävention ausmacht. In einem ungezwungenen Rahmen mit erfahrenen Dozenten und kleinen Gruppen werden an der renommierten Akademie demnach viele Wissensgebiete und Fachrichtungen behandelt wie auch die Hot-Stone-Massage. Selbst ohne Vorkenntnisse gelingt es dann jedem Teilnehmer, die nötige Expertise zu erwerben und seine künftigen Patienten auf geschulte Art mit einer Warmsteinmassage zu erfreuen. Ganz gleich, ob diese als präventive Maßnahme oder bei vorhandenen Problemen absolviert wird, ein ausgebildeter Fachpraktiker für Wellness, Massage und Prävention kann jeder Person den Weg zu einem entspannten, revitalisierten Körper ebnen. Dies glückt jedoch nur, wenn auch das Vorgehen einem festgesetzten Schema folgt.    

Der Ablauf der Warmsteinmassage – vielschichtiger Prozess mit Mehrwert

Am Anfang der Behandlung müssen die Basaltsteine erwärmt werden. Generell liegt die richtige Temperatur hierzu bei 58-60 Grad Celsius. Die Steine kommen danach auf vielfältige Weise zum Einsatz, was der Praktik ihren Facettenreichtum schenkt. So dienen einige von ihnen als Layoutsteine, werden unter dem Körper platziert und haben die Aufgabe, ihn gleichmäßig zu wärmen. Zudem legt der Masseur weitere Steine auf den Rücken oder positioniert sie direkt neben der Wirbelsäule. Besonders die Exemplare auf der Haut sollten dort lediglich für einen kurzen Zeitraum verweilen, damit keine Brandblasen entstehen.

Eine dritte Gruppe der Basaltsteine wird zudem für die Massage selbst genutzt. Dabei erzielt der Therapeut unterschiedliche Wirkungen, die sich an den jeweiligen Techniken orientieren. Oft lassen sich mit den Steinen so Standardgriffe eingängiger ausüben, die auch sonst zu einer klassischen Massage-Behandlung gehören. Folglich ist die sanfte Reibung, in Fachkreisen Friktion genannt, eine beliebte Praktik innerhalb der Warmsteinmassage. Gerne wird sie noch durch leichte Klopf-Übungen erweitert, bei denen mit einem der heißen Steine vorsichtig die Muskeln angesprochen werden, während ein zweiter der Basaltsteine jenen behutsam anschlägt. Die dadurch entstehende Technik ähnelt einer Vibration und fördert das Wohlbefinden des Patienten.

Daraus resultierend wird die Hot-Stone-Massage von den variablen Anwendungsmöglichkeiten der Steine geprägt, denn ein versierter Fachpraktiker für Wellness, Massage und Prävention ist fähig, die Basaltsteine in ihrer Gesamtheit zu nutzen und somit eine tiefenwirksame Behandlung durchzuführen. Hierbei wird ein Wechsel zwischen einer Massage mit der ganzen Steinfläche und der Verwendung der abgerundeten Steinkanten absolviert. Letztere Technik ist für das Massieren des Schulterblatts sehr effizient. Manchmal kann der Einsatz von anderen Steinformen aber auch dazu beitragen, punktuelle Blockaden zu lösen. Einige der kleinsten Steine sind hingegen für die Region der Zehen gedacht. Im Grunde beabsichtigt die Warmsteinmassage deshalb eine Behandlung des gesamten Körpers unter der Berücksichtigung der vorhandenen Meridiane und mit einer Verbindung aus Wärme und Druck. Sie wird durch die Anwendung der kühlen Marmorsteine abgerundet, die unmittelbar nach den heißen Basaltsteinen eingesetzt werden und das Herz-Kreislauf-System stimulieren.

Hot Stone Behandlung

In Ergänzung dazu wirkt jede Technik, die bei einer Warmsteinmassage ausgeübt wird, langfristig und dringt tief in den Bewegungsapparat ein. Dementsprechend profitiert der Körper selbst nach der direkten Massage von den Nebeneffekten. Des Öfteren werden auch mehrere Therapie-Optionen miteinander kombiniert, um dem Patienten einen zusätzlichen Nutzen zu spenden. Eine Aromatherapie ist hier ein gern gesehener Begleiter der Hot-Stone-Massage. Die wohltuenden Düfte wirken sich auf den Gemütszustand aus und fördern den therapeutischen Mehrwert der Massage. Als Unterstützung wäre es gleichzeitig angebracht, die Behandlung in einer ruhigen Atmosphäre anzuwenden und mit unaufdringlicher Entspannungsmusik ein stimmungsvolles Ambiente zu kreieren, bei dem sich der Patient von seinen trüben Gedanken lösen und für neue Eindrücke öffnen kann.

Unabhängig von den Gründen und der praktizierten Technik wäre es jedoch ebenfalls sinnvoll, eine derartige Massage nicht in einen hektischen Arbeitsalltag einzubauen. Da sie den Organismus auf vielschichtige Art beansprucht, benötigt der Körper anschließend eine ausgiebige Ruhephase. So sollte die Warmsteinmassage besser nach Feierabend oder an einem freien Tag in Anspruch genommen werden, damit sich der Patient danach völlig erholen kann. Dadurch regenerieren sich die körpereigenen Funktionen und die betreffende Person schöpft neue Energie.

Dann zeigt sich, dass die Hot-Stone-Massage eine optimale Methode ist, um die klassischen Massage-Praktiken mit der positiven Wirkung einer Thermo-Therapie zu vereinen und den Organismus nachhaltig zu entspannen.

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