17. Januar 2019
Lesezeit ca. 21 Min.

Eine Nackenmassage löst Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, regt die Durchblutung an und schenkt spürbare Entspannung. Ob als wohltuende Wellness-Anwendung, als kurze Selbstmassage am Schreibtisch oder als klassische Schulter-Nacken-Massage beim Partner – mit den richtigen Griffen gelingt sie auch zu Hause. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Nacken richtig massieren, worauf Sie beim Öl achten und wann Sie besser ärztlichen Rat einholen sollten.

Key Facts – Nackenmassage

  • Wirkung: Eine Nackenmassage lockert die verspannte Hals- und Schultermuskulatur, fördert die Durchblutung und unterstützt das allgemeine Wohlbefinden.
  • Anwendungsformen: als klassische Schulter-Nacken-Massage, als Selbstmassage für zwischendurch oder als entspannende Partner-Nackenmassage.
  • Griffe: Ausstreichen, Kneten, kreisende Bewegungen und sanftes Klopfen – immer vorsichtig und von der Wirbelsäule weg nach außen.
  • Öl: Ein hautfreundliches, möglichst neutrales Massageöl sorgt für gleitende Bewegungen und schont die empfindliche Haut.
  • Dauer & Häufigkeit: Schon 10 bis 15 Minuten mehrmals pro Woche tun gut; professionelle Anwendungen dauern oft 30 bis 60 Minuten.
  • Grenzen: Bei starken, anhaltenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder nach einer Verletzung gehört der Nacken zunächst ärztlich abgeklärt – niemals direkt auf die Halswirbelsäule drücken.

Was bringt eine Nackenmassage?

Eine Nackenmassage gehört zu den beliebtesten Wellness-Anwendungen überhaupt – und das aus gutem Grund. Der Schulter-Nacken-Bereich zählt zu den Körperregionen, die im Alltag am stärksten beansprucht werden. Langes Sitzen am Schreibtisch, der ständige Blick aufs Smartphone, einseitige Belastungen und innere Anspannung führen dazu, dass sich die Muskulatur verhärtet. Eine gezielte Massage setzt genau hier an: Sie lockert das verspannte Gewebe, schenkt Entspannung und ein angenehmes Gefühl der Leichtigkeit.

Wer den Nacken massieren lässt oder selbst Hand anlegt, spürt häufig schon nach wenigen Minuten, wie die Anspannung nachlässt. Die sanften Griffe wirken wohltuend auf Haut, Muskeln und Bindegewebe zugleich. Als reine Wellness-Anwendung verfolgt die Nackenmassage dabei kein medizinisches Heilziel, sondern dient dem Wohlbefinden und der Entspannung – ähnlich wie eine wohlige Wärmeanwendung oder ein Bad.

Bei einem muskulär verstärkten Nackenbuckel (Witwenbuckel) kann eine regelmäßige Nackenmassage die verspannte Muskulatur zusätzlich lockern.

Die positiven Effekte einer wohltuenden Nackenmassage lassen sich grob so zusammenfassen:

  • Die verspannte Hals- und Schultermuskulatur wird gelockert und weicher.
  • Die Durchblutung des Gewebes wird angeregt, was ein angenehm warmes Gefühl erzeugt.
  • Verhärtungen und der sprichwörtliche „Knoten im Nacken" fühlen sich nach der Anwendung oft entspannter an.
  • Die Beweglichkeit im Hals-Nacken-Bereich wirkt lockerer und freier.
  • Der Griff über Haut und Muskeln wirkt beruhigend und hilft beim Abschalten nach einem langen Tag.
  • Als gemeinsame Auszeit stärkt eine Partner-Nackenmassage zusätzlich das Wohlbefinden und die Nähe.

Wichtig zu verstehen: Eine Nackenmassage ersetzt keine ärztliche Behandlung. Sie ist eine entspannende, nebenwirkungsarme Wohlfühl-Anwendung, die sich hervorragend eignet, um nach Feierabend abzuschalten oder zwischendurch neue Frische zu tanken. Bei leichten, alltagsbedingten Verspannungen ist sie eine der einfachsten Methoden, sich selbst oder anderen etwas Gutes zu tun.

Ein weiterer Vorteil: Sie brauchen weder viel Ausrüstung noch besondere Vorkenntnisse, um den Nacken zu massieren. Ein ruhiger Moment, warme Hände und ein wenig Massageöl genügen bereits. Gerade weil sich die Anwendung so leicht in den Alltag einbauen lässt, gehört die Nackenmassage zu den beliebtesten Wellness-Ritualen zu Hause. Und sie lässt sich beliebig anpassen – von der kurzen Selbstmassage in der Pause bis zur ausgiebigen, wohltuenden Anwendung am Abend.

Ursachen für Nackenverspannungen – warum der Nacken so oft schmerzt

Bevor Sie zur Massage greifen, lohnt ein kurzer Blick darauf, warum der Nacken überhaupt so anfällig ist. Nackenverspannungen sind beinahe eine Volkskrankheit: Ähnlich wie beim Rücken leidet ein Großteil der Menschen mindestens einmal im Leben unter einem verspannten Nacken. Meist steckt keine ernste Ursache dahinter, sondern schlicht der moderne Alltag.

Der häufigste Auslöser ist eine dauerhafte Fehlhaltung. Wer stundenlang mit vorgeschobenem Kopf auf einen Bildschirm blickt, belastet die Nacken- und Schultermuskulatur einseitig. Die Muskeln bleiben dabei in Daueranspannung, was zu Verhärtungen und einem ziehenden oder brennenden Gefühl führt. Auch der ständige Blick nach unten aufs Smartphone – oft „Handynacken" genannt – zählt zu den typischen Ursachen.

Weitere Faktoren, die eine verspannte Nackenmuskulatur begünstigen, sind Bewegungsmangel, langes Sitzen, kalte Zugluft und eine ungünstige Schlafhaltung. Nicht zuletzt spielt auch die Psyche eine Rolle: Stress und innere Anspannung schlagen buchstäblich auf den Nacken, weil wir die Schultern unbewusst hochziehen. Genau bei diesen alltagsbedingten, muskulären Verspannungen kann eine sanfte Nackenmassage ihre wohltuende Wirkung entfalten.

Frau mit Nackenverspannungen fasst sich an den schmerzenden Nacken

Solange die Beschwerden leicht und vorübergehend sind, spricht nichts gegen eine entspannende Massage. Halten die Schmerzen jedoch an, verstärken sie sich oder kommen weitere Symptome hinzu, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen (siehe Abschnitt „Grenzen & Vorsicht"). Für den gesunden Alltagsgebrauch aber ist die Nackenmassage eine der zugänglichsten Wohlfühl-Methoden – und sie lässt sich mit etwas Anleitung leicht selbst durchführen.

Schulter-Nacken-Massage: Anleitung Schritt für Schritt

Die klassische Schulter-Nacken-Massage ist der Einstieg in die Welt der Nackenentspannung. Sie eignet sich hervorragend, um einer anderen Person – etwa dem Partner oder einem Familienmitglied – etwas Gutes zu tun. Mit der folgenden Schulter-Nacken-Massage-Anleitung gelingen die wichtigsten Griffe auch ohne Vorkenntnisse. Nehmen Sie sich Zeit, arbeiten Sie langsam und achten Sie stets auf die Rückmeldung der massierten Person.

Am angenehmsten ist die Behandlung, wenn die zu massierende Person verkehrt herum auf einem Stuhl sitzt und die Arme locker über die Rückenlehne hängen lässt. Der Kopf ist leicht nach vorne geneigt, sodass Sie die Schulter- und Nackenpartie gut erreichen. Die folgende Massage-Anleitung für den Nacken – mit Bildern zur Orientierung – führt Sie durch die einzelnen Schritte:

  1. Aufwärmen und Ausstreichen: Geben Sie etwas Massageöl in die Hände und verteilen Sie es mit langen, ruhigen Strichen über Nacken und Schultern. Streichen Sie von der Halsbasis nach außen zu den Schultern. So wärmen Sie das Gewebe an und stellen den ersten angenehmen Kontakt her.
  2. Schultern kneten: Legen Sie beide Hände auf die Schultern und kneten Sie die Muskulatur sanft zwischen Daumen und Fingern, ähnlich wie beim Teig. Arbeiten Sie langsam von den Schultern zum Nackenansatz hin und wieder zurück.
  3. Nacken kreisend massieren: Führen Sie mit den Fingerkuppen kleine kreisende Bewegungen entlang der Muskelstränge links und rechts der Wirbelsäule aus. Wichtig: Bleiben Sie immer seitlich neben der Wirbelsäule und drücken Sie niemals direkt auf die Halswirbel.
  4. Trapezmuskel bearbeiten: Der kräftige Muskel zwischen Hals und Schulter ist bei den meisten Menschen besonders verspannt. Kneten und drücken Sie ihn behutsam mit der ganzen Hand und passen Sie den Druck an die Rückmeldung der Person an.
  5. Sanftes Klopfen: Lockern Sie die Muskulatur mit leichten Klopf- oder Hackbewegungen der lockeren Handkanten. Das regt die Durchblutung an und wirkt belebend. Klopfen Sie nur auf den Schultern und dem oberen Rücken, nie auf der Wirbelsäule selbst.
  6. Ausklingen lassen: Beenden Sie die Massage so, wie Sie begonnen haben – mit langen, ruhigen Ausstreichungen. Lassen Sie die Person danach einen Moment nachruhen, damit die Entspannung wirken kann.

Als grober Richtwert eignen sich 10 bis 15 Minuten für eine wohltuende Schulter-Nacken-Massage. Der Grundsatz lautet immer: sanft beginnen, den Druck langsam steigern und bei jedem Unbehagen sofort nachlassen. Der Nacken ist eine empfindliche Region – mit ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen erreichen Sie weit mehr als mit kräftigem Drücken.

Anwendung einer Schulter-Nacken-Massage: Hände massieren den Nacken mit Massageöl

Nacken selbst massieren – Selbstmassage für zwischendurch

Nicht immer ist jemand zur Stelle, der die Massage übernimmt. Die gute Nachricht: Sie können Ihren Nacken auch selbst massieren. Eine Selbstmassage des Nackens ist ideal für zwischendurch – etwa in der Mittagspause, am Schreibtisch oder abends auf dem Sofa. Sie ersetzt zwar keine ausgiebige Anwendung durch eine zweite Person, verschafft aber schnelle, unkomplizierte Entspannung.

Um den Nacken selbst zu massieren, setzen Sie sich aufrecht und entspannt hin. Neigen Sie den Kopf ganz leicht nach vorne, damit die Nackenmuskulatur locker liegt. Für die Selbstmassage des Nackens haben sich diese einfachen Griffe bewährt:

  • Kneten mit einer Hand: Umfassen Sie mit einer Hand die gegenüberliegende Nacken-Schulter-Partie und kneten Sie die Muskulatur sanft zwischen Daumen und Fingern.
  • Kreisende Fingerdruck-Punkte: Tasten Sie mit den Fingerkuppen die verspannten Stellen seitlich der Wirbelsäule ab und massieren Sie sie mit kleinen kreisenden Bewegungen.
  • Ausstreichen zum Schulterblatt: Streichen Sie mit den Fingern vom Haaransatz über den Nacken bis zur Schulter aus – das wirkt lösend und beruhigend zugleich.
  • Wärme nutzen: Ein warmes Kirschkernkissen oder ein Wärmepad vor der Selbstmassage macht das Gewebe geschmeidiger und verstärkt das wohlige Gefühl.

Auch kleine Hilfsmittel können die Selbstmassage des Nackens erleichtern. Ein Massageroller, ein Faszienball oder ein einfaches Nackenmassagegerät bringen die Griffe an schwer erreichbare Stellen. Achten Sie auch hier auf einen sanften, gleichmäßigen Druck. Wenige Minuten reichen bereits aus, um die verspannte Muskulatur spürbar zu lockern und den Kopf wieder frei zu bekommen.

Partner-Nackenmassage – gemeinsame Auszeit für zwei

Besonders schön ist die Nackenmassage beim Partner. Eine Partner-Nackenmassage ist nicht nur wohltuend für die verspannte Muskulatur, sondern auch eine intime, entspannende Auszeit zu zweit. Sie erfordert kein spezielles Vorwissen – ein wenig Zeit, ein ruhiger Raum und die Bereitschaft, aufeinander einzugehen, genügen bereits.

Schaffen Sie zunächst eine angenehme Atmosphäre: gedämpftes Licht, angenehme Wärme und vielleicht ruhige Musik. Wärmen Sie das Massageöl kurz in den Händen an, bevor Sie es auftragen – kaltes Öl auf der Haut wirkt eher unangenehm. Für die Partner-Nackenmassage folgen Sie im Grunde denselben Griffen wie bei der Schulter-Nacken-Massage-Anleitung weiter oben: erst ausstreichen, dann kneten, kreisen und sanft klopfen.

Der wichtigste Grundsatz bei der Nackenmassage beim Partner lautet: Kommunikation. Fragen Sie regelmäßig nach, ob der Druck angenehm ist, und beobachten Sie die Reaktionen. Jeder Mensch empfindet anders – was der einen Person guttut, kann für die andere schon zu kräftig sein. Arbeiten Sie sich langsam heran und bleiben Sie stets im wohligen Bereich. So wird die Partner-Nackenmassage zu einem entspannenden Ritual, das Sie regelmäßig wiederholen können. Und weil beide Seiten profitieren, wenn Sie sich abwechseln, wird aus der wohltuenden Anwendung schnell eine schöne gemeinsame Gewohnheit, die Nähe und Entspannung zugleich schenkt.

Massageöl und Vorbereitung – die richtige Basis

Ob Selbstmassage, Schulter-Nacken-Massage oder Partner-Nackenmassage – die richtige Vorbereitung macht einen spürbaren Unterschied. Herzstück ist ein gutes Massageöl. Es sorgt dafür, dass die Hände geschmeidig über die Haut gleiten, verhindert unangenehmes Ziehen und macht die Bewegungen weich und rhythmisch.

Gut geeignet sind hautfreundliche Öle auf Naturbasis, etwa Mandel-, Jojoba- oder Traubenkernöl. Wer empfindlich reagiert, greift zu einem möglichst neutralen, duftstofffreien Öl. Ein paar Tropfen ätherisches Lavendel- oder Zirbenöl können den Entspannungseffekt zusätzlich unterstreichen – hier gilt jedoch: sparsam dosieren und vorab die Hautverträglichkeit testen. Verwenden Sie nur so viel Öl, dass die Haut leicht glänzt, ohne dass alles verklebt.

Für die richtige Vorbereitung sollten Sie außerdem an diese Punkte denken:

  • Warme Umgebung: In einem angenehm temperierten Raum entspannt die Muskulatur leichter.
  • Wärme vorab: Ein warmes Bad, eine Dusche oder ein Wärmepad machen das Gewebe geschmeidiger und die Massage angenehmer.
  • Bequeme Position: Ob im Sitzen auf einem Stuhl oder liegend – wichtig ist, dass Kopf und Nacken gut abgestützt und entspannt sind.
  • Ruhe und Zeit: Planen Sie die Massage bewusst ein und lassen Sie sich nicht hetzen. Gerade die Entspannung wirkt am besten ohne Zeitdruck.

Ein kleiner, aber wirkungsvoller Tipp zum Ablauf: Streichen Sie immer von der Wirbelsäule weg nach außen zu den Schultern und bewegen Sie sich stets in ruhigem, gleichmäßigem Rhythmus. Massieren Sie den Nacken nie ruckartig oder gegen die Bewegungsrichtung der Person. So bleibt die Anwendung durchgehend angenehm und die Muskulatur kann sich Schritt für Schritt lösen.

Mit dieser einfachen Grundausstattung verwandeln Sie schon wenige Minuten in eine kleine, wohltuende Wellness-Auszeit – zu Hause und ganz ohne großen Aufwand.

Massagegriffe und Hilfsmittel im Überblick

Eine Nackenmassage ist eigentlich keine eigenständige Technik mit festem Konzept, sondern sie bedient sich verschiedener klassischer Massagegriffe, die auf den Nackenbereich übertragen werden. Wer die grundlegenden Bewegungen kennt, kann sie flexibel kombinieren – je nachdem, was gerade guttut. Für eine wohltuende Anwendung reichen einige wenige Griffe vollkommen aus.

Diese Grundgriffe bilden das Fundament jeder entspannenden Nackenmassage:

  • Ausstreichen (Effleurage): Lange, gleitende Bewegungen mit der flachen Hand. Sie eröffnen und beenden jede Massage und verteilen das Öl gleichmäßig.
  • Kneten (Petrissage): Die Muskulatur wird sanft zwischen Daumen und Fingern gehoben und gerollt – ideal für die kräftigen Schulter- und Nackenmuskeln.
  • Kreisen (Friktion): Kleine kreisende Bewegungen mit den Fingerkuppen, die gezielt auf verspannte Stellen seitlich der Wirbelsäule wirken.
  • Klopfen (Tapotement): Leichte, rhythmische Klopf- oder Hackbewegungen der lockeren Handkanten, die die Durchblutung anregen und belebend wirken.

Zusätzlich zu den Händen können verschiedene Hilfsmittel die Nackenmassage ergänzen. Wer regelmäßig unter Verspannungen leidet, greift gerne zu einem Nackenmassagegerät. Solche Geräte übernehmen die kreisenden oder klopfenden Bewegungen automatisch und eignen sich gut für den Hausgebrauch. Beim Kauf lohnt ein Blick auf einige Kriterien:

  • einstellbare Intensitätsstufen für einen sanften Start
  • Zusatzfunktionen wie Wärme oder Vibration, die die Entspannung fördern
  • angenehme Passform und einfache Handhabung, auch bei der Selbstmassage
  • gute Verarbeitung und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Neben elektrischen Geräten leisten auch einfache Hilfsmittel gute Dienste: Ein Faszienball oder ein Massageroller erreicht verspannte Punkte, an die man mit den Händen schwer herankommt. Ein Massagekissen lässt sich bequem gegen die Rückenlehne eines Stuhls positionieren. Wichtig ist bei allen Hilfsmitteln, dass Sie den Druck sanft dosieren und die Anwendung jederzeit angenehm bleibt. Auch hier gilt: Wärme vorab, etwa durch ein Wärmepad, macht das Gewebe geschmeidiger und steigert das Wohlgefühl.

So beugen Sie Nackenverspannungen vor

Eine Nackenmassage tut in dem Moment gut, in dem der Nacken bereits verspannt ist. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, lohnt es sich, die häufigsten Auslöser im Alltag zu entschärfen. Denn die wirksamste Entspannung ist die, die Verspannungen von vornherein vermeidet. Schon kleine Gewohnheiten machen hier einen großen Unterschied.

Besonders wirkungsvoll ist regelmäßige Bewegung als Ausgleich zum vielen Sitzen. Wer immer wieder aufsteht, die Schultern kreisen lässt und den Kopf sanft dehnt, unterbricht die Dauerbelastung der Muskulatur. Diese einfachen Maßnahmen helfen im Alltag, den Nacken locker zu halten:

  • Haltung wechseln: Vermeiden Sie stundenlanges Verharren in einer Position. Stehen Sie regelmäßig auf und bewegen Sie sich zwischendurch.
  • Bildschirm richtig einstellen: Der obere Rand des Monitors sollte etwa auf Augenhöhe liegen, damit der Kopf nicht dauerhaft nach vorne oder unten kippt.
  • Smartphone hochhalten: Heben Sie das Handy eher auf Augenhöhe an, statt den Kopf ständig nach unten zu neigen.
  • Zugluft und Kälte meiden: Ein kalter Luftzug im Nacken kann Verspannungen begünstigen – ein Schal oder eine geschlossene Fensterseite helfen.
  • Schlafhaltung optimieren: Ein gut angepasstes Nackenkissen und eine passende Matratze entlasten die Muskulatur über Nacht.
  • Stress abbauen: Entspannungsübungen, Yoga oder bewusste Atempausen lösen die innere Anspannung, die sich häufig im Nacken staut.

Ergänzend unterstützen eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige leichte Dehnübungen die Nackengesundheit. Die Kombination aus einer entspannenden Nackenmassage und einem bewussten Umgang mit den Alltagsbelastungen ist der beste Weg zu einem lockeren, wohligen Nacken-Schulter-Bereich. So wird aus einer einmaligen Wohltat eine dauerhafte Routine für mehr Wohlbefinden.

Grenzen & Vorsicht – wann Sie besser zum Arzt gehen

So wohltuend eine Nackenmassage auch ist – sie hat klare Grenzen. Der Nacken beherbergt empfindliche Strukturen: die Halswirbelsäule, wichtige Nerven und Blutgefäße. Eine Massage darf deshalb ausschließlich der Entspannung dienen und muss immer sanft bleiben. Drücken Sie niemals direkt und kräftig auf die Wirbelsäule oder die Halswirbel selbst. Bleiben Sie stets seitlich, im Bereich der Muskulatur.

In bestimmten Situationen sollten Sie auf eigenständiges Massieren verzichten und stattdessen ärztlichen Rat einholen. Bitte klären Sie den Nacken zuerst medizinisch ab, wenn eines der folgenden Anzeichen zutrifft:

  • starke, plötzlich auftretende oder über längere Zeit anhaltende Schmerzen
  • Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Kraftverlust in Armen oder Händen
  • Schmerzen nach einem Unfall, Sturz oder einem Schleudertrauma
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Übelkeit im Zusammenhang mit dem Nacken
  • Fieber, Entzündungszeichen oder Hautveränderungen im Massagebereich
  • bekannte Erkrankungen der Wirbelsäule wie ein Bandscheibenvorfall

In all diesen Fällen gehört die Ursache in fachkundige Hände. Eine Massage könnte die Beschwerden sonst verschlimmern. Wenn eine Ärztin oder ein Arzt grünes Licht gegeben hat, spricht in der Regel nichts gegen eine begleitende, entspannende Massage – dann aber behutsam und mit Augenmaß. Für alle leichten, alltagsbedingten Verspannungen gilt: Weniger Druck ist mehr, und im Zweifel lieber einmal zu vorsichtig als zu kräftig.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Der häufigste Fehler bei der Nackenmassage ist zu viel Kraft. Viele glauben, eine Verspannung müsse „weggedrückt" werden – das Gegenteil ist richtig. Der Nacken reagiert auf ruhige, warme, gleichmäßige Griffe viel besser als auf festen Druck. Beginnen Sie immer sanft, lassen Sie sich Zeit beim Ausstreichen und steigern Sie erst dann behutsam. Und bleiben Sie konsequent seitlich der Wirbelsäule – die Wirbel selbst haben bei einer Massage nichts verloren. Wer das beherzigt, holt aus wenigen Minuten das Maximum an Entspannung heraus.

Fazit

Eine Nackenmassage ist eine der einfachsten und wirkungsvollsten Wohlfühl-Anwendungen für den beanspruchten Schulter-Nacken-Bereich. Sie lockert die verspannte Muskulatur, regt die Durchblutung an und schenkt spürbare Entspannung – ob als klassische Schulter-Nacken-Massage, als schnelle Selbstmassage für zwischendurch oder als gemeinsame Auszeit in Form einer Partner-Nackenmassage. Entscheidend sind sanfte, gleichmäßige Griffe, ein gutes Massageöl und ein wenig Ruhe. Beachten Sie dabei stets die Grenzen: Bei starken, anhaltenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder nach Verletzungen gehört der Nacken zuerst ärztlich abgeklärt. Für alle alltagsbedingten Verspannungen aber gilt: Mit der richtigen Anleitung wird die Nackenmassage zu einer wohltuenden Routine, die Sie ganz leicht in Ihren Alltag einbauen können.

Häufige Fragen zur Nackenmassage

Wie massiere ich den Nacken richtig?

Beginnen Sie mit langen, ruhigen Ausstreichungen von der Halsbasis nach außen zu den Schultern. Kneten Sie anschließend die Schulter- und Nackenmuskulatur sanft zwischen Daumen und Fingern und führen Sie kleine kreisende Bewegungen seitlich der Wirbelsäule aus. Wichtig ist ein sanfter, gleichmäßiger Druck – drücken Sie nie direkt auf die Halswirbel selbst.

Kann man eine Nackenmassage selbst machen?

Ja. Eine Selbstmassage des Nackens gelingt gut im Sitzen: Umfassen Sie mit einer Hand die gegenüberliegende Nacken-Schulter-Partie und kneten Sie die Muskulatur, oder tasten Sie mit den Fingerkuppen verspannte Stellen ab und massieren Sie sie kreisend. Hilfsmittel wie ein Faszienball oder ein Nackenmassagegerät erleichtern schwer erreichbare Stellen. Für zwischendurch verschafft das schnelle Entspannung.

Wie macht man eine Schulter-Nacken-Massage?

Die zu massierende Person setzt sich am besten verkehrt herum auf einen Stuhl und lehnt die Arme über die Rückenlehne. Verteilen Sie Öl mit ausstreichenden Bewegungen, kneten Sie dann die Schultern, massieren Sie den Nacken kreisend seitlich der Wirbelsäule, bearbeiten Sie den Trapezmuskel und lockern Sie mit sanftem Klopfen. Beenden Sie die Massage wieder mit ruhigen Ausstreichungen.

Was bringt eine Nackenmassage?

Als Wellness-Anwendung lockert eine Nackenmassage die verspannte Hals- und Schultermuskulatur, regt die Durchblutung an und sorgt für ein angenehmes Gefühl der Entspannung. Sie hilft beim Abschalten nach einem langen Tag und wirkt wohltuend auf den beanspruchten Schulter-Nacken-Bereich. Ein medizinisches Heilversprechen ist damit nicht verbunden.

Wie oft sollte man den Nacken massieren?

Bei leichten, alltagsbedingten Verspannungen spricht nichts gegen eine kurze Massage mehrmals pro Woche. Schon 10 bis 15 Minuten regelmäßig tun der Muskulatur gut. Wichtig ist, dass die Anwendung stets angenehm bleibt und der Druck sanft bleibt – lieber häufiger und behutsam als selten und kräftig.

Wann sollte ich mit Nackenbeschwerden besser zum Arzt?

Bei starken oder über längere Zeit anhaltenden Schmerzen, bei Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Kraftverlust in den Armen, nach Unfällen oder Verletzungen sowie bei Schwindel, Fieber oder bekannten Wirbelsäulenerkrankungen sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen, bevor Sie massieren. Eine Massage darf die Beschwerden nicht verschlimmern.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

Mehr über Ulrich Pötter & die WIP-Akademie →

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Massage – Grundlagen, Techniken und Geschichte
  2. Wikipedia: Nacken – Anatomie der Hals-Nacken-Region
  3. Wikipedia: Muskel – Aufbau und Funktion der Muskulatur
  4. Wikipedia: Wellness – Begriff und Anwendungen
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
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Liane Winzenried
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Micha Friese
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vor einem Monat
Sehr gut, gerne weiter mit WIP machen.
Engel Sandra
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vor einem Monat
Katarzyna Wieczerzak
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vor einem Monat
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vor einem Monat
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Heike Regenberg
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vor einem Monat
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab
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vor 2 Monaten
Vielen Dank für das tolle Webseminar! Die zwei Tage haben mir sehr gut gefallen. Die Inhalte waren äußerst lehrreich und verständlich vermittelt. Ich konnte viel mitnehmen und fühle mich jetzt bestens auf die Prüfung vorbereitet. Vielen Dank auch für die vielen hilfreichen Informationen und Tipps😁
chokthawee s