21. Dezember 2016
Lesezeit ca. 5 Min.

Auf der Suche nach der ultimativen Entspannung für Körper und Seele werden immer neue Massagetechniken entwickelt, die sich erfolgreicher Konzepte bedienen und diese modifizieren. Eine solche Technik, die sich auf das fernöstliche Shiatsu zurückbesinnt, ist die Hydrotherapieform Watsu, die die heilende Kraft des Wassers mit klassischen Shiatsu-Techniken in Einklang bringt.

Entwicklung der Watsu-Massage

Die auch als Wasser-Shiatsu bekannte hydrotherapeutische Anwendung ist eine vergleichsweise neue Behandlungstechnik, die sich aus zwei elementaren Bausteinen zusammensetzt. Zum einen aus der japanischen Druckpunktmassage Shiatsu und zum anderen aus dem nassen Element, das dem Masseur die Arbeit erleichtert und zusätzlich für Entspannung sorgt.

Fernöstliche Massagetechnik Made in USA

Entwickelt wurde die Therapieform zu Beginn der 1980er-Jahre durch den US-amerikanischen Dichter und Shiatsu-Meister Harold Dull, der bereits damals mehrere Jahrzehnte fernöstliche Massagen praktizierte und ein Massage- und Ausbildungszentrum im kalifornischen Harbin Hot Springs leitete. Auf der Suche nach einer Massagetherapie, die ein Höchstmaß an Entspannung verspricht und sich auch für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen eignet, entwickelte Dull die Watsu-Technik. Dazu wandelte er die aus dem Shiatsu bekannten Griffe ab und passte sie so an, dass sie im Wasser gut zu praktizieren waren.

Ausbildung in der Watsu-Technik

Nach ersten Erfolgen in den USA schwappte die Watsu-Technik über den Atlantik nach Europa. Auch in Deutschland können Sie sich in der markenrechtlich geschützten Technik ausbilden lassen und im Anschluss als autorisierter Praktiker bei Ihren Klienten anwenden. Grundvoraussetzung ist jedoch die grundlegende Kenntnis über die Shiatsu-Techniken, die Sie an der SWAV-Akademie erwerben können.

Wie funktioniert die Watsu-Massage?

Im Gegensatz zu anderen fernöstlichen Massagetherapien wie Aryuveda ist die Watsu-Massage deutlich aufwändiger, da für die Behandlung ein Wasserbecken benötigt wird. Dementsprechend wird die Watsu-Massage oft außerhalb der Praxis in Therapieeinrichtungen oder Schwimmbädern durchgeführt, die über entsprechend temperierte Becken verfügen.

Damit der Behandlungserfolg eintritt, sind aber nicht nur die Wassertemperatur und das Können des Therapeuten essenziell, auch Ruhe ist ein Schlüsselelement, damit bei den Klienten die vollkommene Entspannung eintreten kann.

Ablauf einer Therapiesitzung

Sowohl bei der therapeutischen Anwendung als auch beim Einsatz im Wellness-Bereich wird die Watsu-Massage in gut 35 Grad Celsius warmem Wasser ausgeführt. Da dies annähernd der Körpertemperatur entspricht, führt diese Wassertemperatur zu einer zusätzlichen Entspannung. Der Therapeut befindet sich dabei in brusthohem Wasser, während der durch den statischen Auftrieb entlastete Klient im Wasser schwebt. In diesem Schwebezustand erfolgt die Dehnung, Streckung und Rotation durch den Therapeuten, wobei der Klient die Augen schließen und sich der entspannenden Behandlung völlig passiv hingeben kann.

Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Klient ist der Schlüssel

Wie bei kaum einer anderen fernöstlichen Massagetechnik ist das Vertrauensverhältnis zum Therapeuten so wichtig wie im Fall der Watsu-Massage. Im Wasser muss sich der Behandelte gänzlich fallen lassen können.

Wirkung der Watsu-Massage

Die Grundlage der entspannenden Wirkung sind die Shiatsu-Griffe. Diese lösen nach der Lehre des Shiatsu Blockaden der Energielinien (Meridiane) sowie der Energiepunkte (Tsubi), die sich durch den Körper ziehen, sodass der ideale Energiefluss im Organismus wieder hergestellt werden kann. Die Behandlung mit Dehnungen, Klopfungen und Streichungen wird in ihrer entspannenden Wirkung durch die gefühlte Schwerelosigkeit im warmen Wasser, das zudem die Durchblutung der Haut fördert, zusätzlich verstärkt. Auch haben Sie als Therapeut die Möglichkeit, die Atmung des Patienten wie bei einer Atemtherapie zu steuern, was ebenfalls entspannend wirkt.

Für wen eignet sich die Massagetechnik?

Die Ausführung im warmen Wasser macht die Watsu-Technik zu einem idealen Instrument für Wellness-Kunden, die tief sitzende Muskelverspannungen lösen möchten. Weiterhin besteht ein großer Nutzen in der therapeutischen Behandlung älterer und gebrechlicher Menschen, für die konventionelle Massagen außerhalb des Wassers nicht infrage kommen.

Ursächlich ist dabei vor allem die Verbesserung der peripheren Durchblutung bei gleichzeitiger Entlastung der Gelenke. Der durch das Wasser erzeugte Auftrieb ermöglicht, dass sich auch körperlich stark beeinträchtigte Menschen sowie Patienten mit einer schweren Adipositas schwerelos fühlen und besser entspannen können. Interessant sind auch erste Ansätze, die der Watsu-Massage aufgrund ihrer tiefenentspannenden Wirkung einen erfolgreichen Einsatz im Bereich der psychosomatischen Rehabilitation voraussagen. Erste Studien, die sich mit der Wirkung im Bezug auf Depressionen und Fibromyalgie beschäftigen, sind bereits in Arbeit.

Kontraindikationen für Watsu

Für die Watsu-Massagen gelten im Grunde genommen die gleichen Kontraindikationen, wie für jede andere Form der Hydrotherapie. Dementsprechend ist es für potenzielle Klienten im Fall bekannter epileptischer Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder im Fall einer Schwangerschaft vor der Durchführung einer Watsu-Sitzung sinnvoll, zunächst den Hausarzt aufzusuchen. In Ihrer Rolle als Therapeut sollten Sie Ihre Klienten im Vorfeld ebenfalls drauf hinweisen und über Kontraindikationen aufklären. In jedem Fall vermieden werden sollte die Watsu Technik jedoch in den folgenden Fällen:

  • Akute fieberhafte Erkrankungen
  • Offene Hautkrankheiten & Ausschläge
  • Vorhandensein frischer Verletzungen
  • Chronische Infektionen
  • Chlorunverträglichkeit (Ausnahme: es wird in einem Salzwasserbecken gearbeitet.)

Fazit & Ausblick

Als besondere Form der Shiatsu-Massage ist die Watsu-Technik ein vielseitig einsetzbares Werkzeug, das sich für die therapeutische Anwendung zur Behandlung körperlicher Beschwerden eignet und gleichzeitig eine harmonisierende Wirkung besitzt. Lernen Sie von den Experten der SWAV-Akademie die Grundlagen des Shiatsu, um bestens für den Einstieg in die Watsu-Therapie gerüstet zu sein.

Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Stella Stahlhofen
vor einer Woche
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Stella Stahlhofen
Profilbild von Marlen Ackermann
vor 3 Wochen
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Marlen Ackermann
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vor einem Monat
Sehr empfehlenswert! Der Seminarraum war sauber und gut ausgestattet (Hanteln, Bänke etc.). Besonders positiv hervorheben möchte ich den Prüfer Ralf Stirpeik: Er war sehr freundlich, hat eine entspannte Atmosphäre geschaffen und alle Inhalte verständlich erklärt. Zudem wurden alle Fragen zur Prüfung in der Gruppe ausführlich besprochen. Insgesamt ein sehr professioneller Ablauf und angenehmer Aufenthalt. Danke dafür 👋🏼
Laura L.
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vor 2 Monaten
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Corinna Baaske
Profilbild von Tagesmutti Schreiber
vor 7 Monaten
Der online Kurs war sehr interessant und informativ. Es wurden alle Fragen sofort und kompetent beantwortet. Der Ablauf war sehr strukturiert und auch die Pausen wurden eingehalten. Die Dozenten haben sich abgewechselt und somit mehr Abwechslung rein zu bringen, was sehr gut gelungen ist. Ich habe sehr viel neues gelernt und es wurde alles sehr anschaulich erklärt und wiederholt.
Tagesmutti Schreiber