01. Juni 2022
Lesezeit ca. 20 Min.

Das Trainieren der Rotatorenmanschette ist ein wichtiger Bestandteil der körperlichen Fitness und sorgt für ein gesundes Schultergelenk. Deswegen zählt jenes Sportprogramm zu jedem vorbildlichen Fitnesstraining und wird in den unterschiedlichsten Variationen angewandt. Dabei unterschätzen viele das Zusammenspiel der vier Muskeln und deren wichtige Funktion innerhalb des mobilen sowie beschwerdefreien Alltags. Wir verraten Ihnen deshalb in unserem heutigen Beitrag, was genau die Rotatorenmanschette kennzeichnet, warum sie so entscheidend ist und wie Sie sie unkompliziert trainieren können.

Key Facts – Rotatorenmanschette trainieren

  • Vier Muskeln: Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularis bilden gemeinsam die Manschette um das Schultergelenk.
  • Hauptaufgabe: Sie zentriert den Oberarmkopf in der kleinen Gelenkpfanne und sichert damit jede Arm- und Überkopfbewegung.
  • Typische Auslöser: Sitzhaltung am Schreibtisch, Überkopfarbeit, schweres Tragen, einseitiges Training und Bewegungsmangel.
  • Warnzeichen: Schmerz beim Heben des Arms zur Seite, nachlassende Kraft und ein Ausweichen in die Schonhaltung.
  • Trainingsreiz: geringe Widerstände und hohe Wiederholungszahlen – die Rotatoren sind Stabilisatoren, keine Kraftmuskeln.
  • Häufigkeit: Trainierte einmal pro Woche ergänzend, Einsteiger und Beschwerdegeplagte zwei- bis dreimal wöchentlich.
  • Grenze: Akute Schmerzen, Kraftverlust nach einem Sturz oder Verdacht auf eine Ruptur gehören zuerst zur ärztlichen Abklärung.

Was ist die Rotatorenmanschette?

Hinter der Bezeichnung Rotatorenmanschette verbirgt sich eine anatomische Verbindung verschiedener Muskeln, die das Schultergelenk umhüllen. Sie besteht dabei aus vier Muskeln mit unterschiedlichen Aufgaben, nämlich:

  • dem Musculus supraspinatus (Obergrätenmuskel)
  • dem Musculus teres minor (kleiner Rundmuskel)
  • dem Musculus infraspinatus (Untergrätenmuskel)
  • dem Musculus subscapularis (Unterschulterblattmuskel)

die sich als funktionelle Einheit zusammenfügen.

Welche Aufgabe hat die Rotatorenmanschette?

Im Allgemeinen gewährleistet die Rotatorenmanschette demzufolge die Mobilität sowie Stabilität der gesamten Schulterpartie.

Im Gegensatz zu dem Knie- oder Hüftgelenk besitzt die Schulter nur eine winzige Gelenkpfanne, um den Gelenkkopf zu fixieren. Die Rotatorenmanschette fungiert daher als Stabilisator und übernimmt eine Schutzfunktion für das empfindsame Gelenk.

Ihren Namen verdankt sie hingegen einer ihrer zentralen Aufgaben, der Außen- und Innenrotation des Schultergelenks. Weiterhin trägt sie zu der Abduktion von dem Arm bei (d.h. dem seitlichen Anheben des Arms), vollzieht eine Spannung der Gelenkkapsel, damit diese bei Bewegung nicht verklemmt und unterstützt die sichere Ausführung einzelner Bewegungsabläufe. Daraufhin ist die Rotatorenmanschette tagtäglich wiederkehrenden Belastungen ausgesetzt, die auf ihre Funktionstüchtigkeit angewiesen sind.

Schon seit langer Zeit erkannten Forscher darum die Bedeutsamkeit von intakten Muskeln in der Schulterpartie und suchten nach Wegen, diesen Bereich der oberen Extremitäten effektiv zu kräftigen sowie das Gleichgewicht der Kräfte innerhalb des Schultergelenks sicherzustellen. Über die Jahre entstand daraus ein vielversprechendes Sportprogramm, bei dem durch einfache Übungen eine langfristige Optimierung von Stabilität, Kraft und Mobilität der dazugehörigen Muskelgruppe entwickelt wurde. Jenes hat allerdings nicht ausschließlich für die Rotatorenmanschette einen positiven Effekt, da sich eine schwache Schultermuskulatur auf den gesamten Bewegungsapparat negativ auswirken könnte.

Schmerzt das Gelenk oder lässt sich nicht jede Bewegung mühelos ausführen, nimmt der Körper automatisch eine Schonhaltung ein, die wiederum die Wirbelsäule und die Muskeln von Nacken und Rücken übermäßig belastet. Besteht also eine eingeschränkte Beweglichkeit oder Instabilität der Rotatorenmanschette, kann es schnell zu vielen unerwünschten Beschwerden kommen. Obendrein präsentiert sich diese Muskelgruppe als besonders anfällig für die unterschiedlichsten Symptome.

Probleme mit der Rotatorenmanschette

Wie jedes Gelenk ist auch das Schultergelenk oft von Mobilitätsschwierigkeiten, fehlender Stabilität oder anderen Krankheitserscheinungen betroffen. Das liegt an der kontinuierlichen Beanspruchung der jeweiligen Muskeln, die bei allen Gelenken vorherrscht. Die Rotatorenmanschette erweist sich diesbezüglich als sehr sensibel. Gerade Faktoren wie eine konstante Fehlhaltung, übermäßige oder einseitige Belastungen und muskuläre Disharmonien begünstigen dann eine Verengung des Schultergelenks und führen zu:

  • Schmerzen
  • schwachen Muskeln
  • Blockaden
  • Verspannungen
  • einer fehlenden Beweglichkeit
  • krankhaften Veränderungen des Muskels und des Gelenks
  • der inkorrekten Wirbelsäulenhaltung

Meistens treten jene Symptome dabei schleichend auf, sodass sich die krankhafte Veränderung innerhalb des Schultergelenks anfangs kaum bemerkbar macht. Wird sie ernsthaft wahrgenommen, ist es nicht selten schon zu einer chronischen Erkrankung gekommen, die den Betreffenden massiv in seinem alltäglichen Leben einschränkt. In der Fachsprache nennt sich jene Impingement-Syndrom, eine der Volkskrankheiten in Bezug auf die Rotatorenmanschette. Wenn eine solche Diagnose gestellt wird, erfordern die Schulterprobleme dringenden Handlungsbedarf, doch auch als Prävention sollte die Rotatorenmanschette trainiert werden, um derartige Beschwerden zu vermeiden. Grundsätzlich könnte dabei jeder von diesen Symptomen betroffen sein, denn solche Problematiken des Schultergelenks sind nicht auf eine bestimmte Zielgruppe beschränkt. Immerhin gibt es unzählige Kriterien, die eine schwache Muskulatur im Schulterbereich sowie falsche Belastungen zum Vorschein bringen.

Auslöser der instabilen Rotatorenmanschette

Insbesondere eine ungesunde Sitzhaltung am Arbeitsplatz, schweres Tragen, Überkopfbewegungen, Überstreckungen, Stress oder Bewegungsmangel führen unweigerlich zu verhärteten Muskeln in der Schulterpartie. Demzufolge erweisen sich der Job, ein hektischer Familienalltag und lange Phasen vor dem PC als Garant für eine instabile Rotatorenmanschette. Auch Sport kann sie allerdings schädigen, vor allem wenn jener fehlerhaft oder übermäßig betrieben wird.

Hinzu kommen noch Aspekte wie das Alter oder eventuelle Vorerkrankungen, da beides ebenfalls das Risiko für schmerzende Schultergelenke erhöht. Somit sind vitale Personen genauso gefährdet wie inaktive Menschen, Senioren oder Profisportler. Das frühzeitige Training der Rotatorenmanschette sollte aus dem Grund selbstverständlich sein, denn nur wer regelmäßig Übungen in seinen Tagesablauf oder das Sportprogramm einbaut, die auf die Muskelgruppe des Schultergelenks abzielen, verhindert chronische Beschwerden. Auf diese Weise gelingt es auch, die Beweglichkeit zu bewahren und die Muskulatur zu kräftigen.

Rotatorenmanschette trainieren -- Schmerzen

Die Rotatorenmanschette trainieren bedeutet auch, dem gesamten Bewegungsapparat mehr Widerstandskraft zu schenken. In Verbindung damit kann eine entsprechende sportliche Betätigung aber nicht nur vorbeugend in Anspruch genommen werden. Sie wird ebenso bei bereits diagnostizierten Impingement-Syndromen angewandt, um den verengten Bereich unter dem Schulterdach wieder zu verbreitern. Zudem könnte es hilfreich sein, die Rotatorenmanschette als Bestandteil der Reha nach Unfällen oder Operationen zu trainieren. Natürlich setzen die dafür vorgesehenen Übungen stets Fachkompetenz voraus, denn ansonsten käme es womöglich zu weiteren Verschlechterungen der Mobilität. Die Betreuung durch einen Profi ist darum richtungsweisend für jede Sporteinheit. Die SWAV bietet fitnessaffinen Personen im Zuge dessen eine originelle Methode, um zu einem versierten Trainer zu avancieren.

Wo schmerzt die Rotatorenmanschette?

Das eindeutigste Zeichen für Probleme mit der Rotatorenmanschette sind Schmerzen im oberen Schulterbereich. Sie beginnen zunächst nur, wenn die Arme für verschiedene Aktivitäten über Kopf gehoben werden müssen und breiten sich im Verlauf immer weiter aus, bis sich ein permanenter, starker Schmerzreiz bildet. Hinzu kommen dann Beeinträchtigungen der Beweglichkeit, ein Kraftverlust und eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Rotatorenmanschette.

Was kann man gegen Rotatorenschmerzen machen?

Grundsätzlich sollte einem Problem mit der Rotatorenmanschette immer durch regelmäßige Übungen und allgemeine Fitness vorgebeugt werden. Je stabiler die Muskelgruppe, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für ein Rotatorenmanschettensyndrom oder gar keinen Riss der Rotatorenmanschette. Unbehandelt erhöht sich hingegen das Risiko für jene Probleme mit zunehmender Belastung. Wichtig wäre es hierbei, zunächst mit Physiotherapie, Schmerzmitteln und eventuellen Kortison-Injektionen eine Verbesserung der Beschwerden zu erzielen, um die Muskelgruppe wieder belastbarer zu machen. Falls all jene Methoden keinen Erfolg zeigen, ist mitunter ein operativer Eingriff zur Behebung der Ruptur unumgänglich. Dieser wird jedoch nicht bei jeder Zielgruppe durchgeführt, sondern eher bei Personen, die durch eine sportliche Tätigkeit oder den Alltag auf eine absolute Beweglichkeit angewiesen sind. Ferner werden ältere Menschen nur selten operiert.

Rotatorenmanschette trainieren

Die Rotatorenmanschette lässt sich sehr gut vorbeugend oder auch zur Unterstützung bei Beschwerden trainieren. Wir zeigen Ihnen dazu nachfolgend einige Übungen.

Darauf aufbauend gibt es verschiedene Arten von Sportpraktiken, die ein Kunde absolvieren darf. Handelt es sich beispielsweise um einen trainierten Sportler, muss die gesonderte Stabilisierung der Rotatorenmanschette nur einmal pro Woche stattfinden, weil sich schon in das Grundtraining einige passende Übungen integrieren lassen. Personen, die stattdessen ausschließlich diesen Muskelbereich kräftigen wollen oder noch keine großen sportlichen Erfahrungen haben, sollten jedoch zwei bis dreimal wöchentlich trainieren.

Hier spielt die Intensität eine tragende Rolle, weswegen es ratsam wäre, die Aufwärmphase mit langsamen, vorsichtigen und einheitlichen Bewegungsabläufen zu absolvieren. Die eigentliche Trainingseinheit umfasst danach viele Praktiken mit wechselndem Schwierigkeitsgrad, welche von einem versierten Coach gewinnbringend miteinander vereint werden. Hauptsächlich geht es dabei um:

  1. Die Innenrotation
  2. Die Außenrotation
  3. Ruderübungen
  4. Schulterflexionen
  5. Boxbewegungen

Speziell die Rotationsübungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Beweglichkeit des Schultergelenks. Um die Kräftigung zu erzielen, könnte der Kunde die Sporteinheiten daraufhin mit unterschiedlichen Widerständen absolvieren und die Anzahl der Wiederholungen variieren.

Übung 1: Dehnung der Schulter

  • Sichern Sie ein Theraband an einem Gegenstand, der fest steht und sich auf Höhe Ihres ausgestreckten Arms befindet
  • Spannen Sie das Band an und platzieren Sie sich mit dem Gesicht zu dem Befestigungspunkt
  • Greifen Sie das Band mit dem Arm, der nach vorn gestreckt ist und ziehen Sie es mit gestrecktem Ellbogen zurück
  • Achten Sie darauf, dass Sie es gerade ziehen
  • Strecken Sie Ihren Arm so weit es geht nach hinten
  • Nun bringen Sie den Arm vorsichtig mit derselben Haltung in die Ausgangsstellung
  • Wiederholen Sie die Übung mehrere Male

Übung 2: Schulterflexion

  • Positionieren Sie sich wie eben seitlich zu Ihrem Befestigungspunkt, halten Sie den Arm gerade und strecken Sie die Schulter
  • Nun bringen Sie Ihre Schulter in eine komplett gebeugte Lage, Arm gerade halten, Daumen nach oben zeigen
  • Übung mehrere Male wiederholen

Übung 3: Boxübung

  • Begeben Sie sich in seitliche Position zu dem Befestigungspunkt, Arme locker an beiden Seiten, Ellbeugen gebeugt, Schulterblätter sind gegeneinander gepresst
  • Machen Sie nun mehrere Bewegungen nach vorne, als würden Sie boxen, strecken Sie dabei den Ellbogen, beugen Sie Ihre Schulter und schieben Sie das Schulterblatt vorsichtig vor
  • Wiederholen Sie die Übung mehrere Male

Übung 4: Schulterblatt Bewegung in der Ebene

  • Spreizen Sie den Arm seitlich von Ihrem Körper ab
  • Richten Sie den Daumen nach oben auf der Schulterblattebene, der Arm hat eine 90° Beugung
  • Kehren langsam in die Ausgangsposition zurück
  • Wiederholen Sie die Übung mehrere Male

Nachfolgend noch eine Anleitung, wie Sie die Rotatorenmanschette erfolgreich trainieren können.

Fitnesstrainerausbildung

Damit die Rotatorenmanschette korrekt und nachhaltig trainiert wird, genügt es nicht, sich sportlich zu engagieren. Viel eher müssen fachgerechte Übungen praktiziert werden, die sowohl auf die Schulterpartie selbst als auch auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen ausgerichtet sind. Das schafft in der Regel nur ein erfahrener Experte, der weiß, welche Bewegungen für die Rotatorenmanschette sinnvoll sind und auf was die jeweilige Person in puncto Sport besser verzichten sollte. Ein Fitnesstrainerkurs an der SWAV liefert den Interessenten dafür die optimale Plattform, und zwar:

  • zukunftsorientiert
  • auf fairen Konditionen erbaut
  • als verlässlicher Partner für jeden Schüler
  • mit einer stressfreien Lernbasis
  • empathisch
  • auf abwechslungsreiche Art

Aufgeteilt in viele dynamische Unterrichtsabschnitte erlernen die Absolventen hier demzufolge, was es heißt, ein souveräner Sportcoach zu sein und den Beruf mit Leidenschaft sowie Expertise auszuüben. Neben einem Theorieteil, der aktuelle Wissensstandards aus der Fitnessbranche enthält, liegt der Schwerpunkt an jener Akademie auf der Praxis. Ziel ist es, aus jedem Schüler einen kompetenten Trainer zu machen, der eigenständig handeln kann, vorausschauendes Denken beherrscht und sich in regelmäßigen Abständen weiterbildet. Dadurch ergibt sich ein umfangreiches Leistungsspektrum und der Fitnesstrainer kann sämtliche Kunden personenbezogen betreuen.

Da nicht jeder, der gerne als Coach im Sportbereich aktiv werden möchte, die Zeit hat, sich einer erneuten Ausbildung zu stellen, offeriert die SWAV ihr Seminar in zentrierter Variante, die sich problemlos mit dem derzeitigen Berufsfeld oder der privaten Verpflichtung vereinbaren lässt. Genauso flexibel gestaltet sich dann auch die Zertifikatsprüfung, denn sie ist freiwillig und besitzt einen lohnenswerten Benefit in Form von drei Lizenzen, der B-Lizenz, der anspruchsvollen A-Lizenz sowie einer zusätzliche Lizenzierung als Personal Trainer für Medical Fitness. Daher wird den Kursteilnehmern an der renommierten Akademie eine vielfältige Auswahl an Lehrgangsthemen unterbreitet, die weit über eine klassische Schulung hinausgehen. So sind die künftigen Fitnesstrainer auch in den Bereichen Marketing, Berufskunde oder Existenzgründung bestens auf ihren neuen Wirkungskreis vorbereitet.

In Kombination mit den Inhalten, die sich auf die Arbeit des Fitnesstrainers beziehen, bekommen die Schüler dagegen eine intensive Unterweisung in den verschiedensten Trainingsmöglichkeiten, darunter Outdoor-Sport oder Training mit eigenem Gewicht.

Informieren Sie sich gleich hier über die 3 Ausbildungsmöglichkeiten online, Präsenz oder Kombination aus Präsenzphase und Online-Konzept mit staatlicher Anerkennung.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Was ich in über 20 Jahren Praxis immer wieder sehe: Fast alle greifen beim Schultertraining zu viel zu schweren Gewichten – und dann übernimmt der große Deltamuskel die Arbeit, während die Rotatoren genau die Arbeit verweigern, für die man sie eigentlich trainieren wollte. Mein Test in der Praxis: Klemmen Sie ein zusammengerolltes Handtuch zwischen Ellbogen und Rumpf und führen Sie die Außenrotation so aus, dass das Handtuch nicht herausfällt. Fällt es, ist der Widerstand zu hoch. Und trainieren Sie die Schulterblattmuskulatur immer mit – eine gut geführte Skapula nimmt der Rotatorenmanschette einen erheblichen Teil der Last ab.

Fazit

Die Rotatorenmanschette ist der stille Stabilisator der Schulter: Sie hält den Oberarmkopf in einer sehr kleinen Gelenkpfanne und ermöglicht damit überhaupt erst den großen Bewegungsspielraum des Arms. Wer sie regelmäßig mit leichten Widerständen, sauberer Ausführung und hohen Wiederholungszahlen trainiert, beugt Verspannungen, Schonhaltungen und Impingement-Beschwerden wirksam vor – zwei kurze Einheiten pro Woche genügen oft schon. Bei akuten Schmerzen, Kraftverlust oder nach einem Sturz steht allerdings die ärztliche Abklärung am Anfang, denn ein Trainer ist weder Arzt noch Physiotherapeut. Wenn Sie andere Menschen professionell an solche Übungen heranführen und Trainingspläne für empfindliche Gelenke erstellen möchten, ist die Fitnesstrainer-Ausbildung der SWAV-Akademie der passende Einstieg: Sie vermittelt Anatomie, Trainingslehre und Praxis und lässt sich anschließend über die A-Lizenz sowie die Personal-Trainer-Ausbildung Medical Fitness gezielt in Richtung gesundheitsorientiertes Training vertiefen.

Häufige Fragen zu Rotatorenmanschette trainieren

Wie lange dauert es, bis das Training der Rotatorenmanschette wirkt?

Erste Verbesserungen im Bewegungsgefühl und in der Ansteuerung zeigen sich häufig schon nach zwei bis drei Wochen regelmäßigen Übens, weil das Nervensystem schneller lernt als die Muskulatur wächst. Für eine belastbare Kraftsteigerung sollten Sie acht bis zwölf Wochen kontinuierliches Training einplanen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: Zwei kurze Einheiten pro Woche über drei Monate bringen mehr als ein intensiver Block über zwei Wochen.

Darf ich mit Schulterschmerzen überhaupt trainieren?

Ein leichtes Ziehen, das sich im Verlauf der Einheit löst, spricht meist nicht gegen ein vorsichtiges Stabilisationstraining im schmerzfreien Bewegungsbereich. Halten die Schmerzen dagegen an, treten sie nachts auf, strahlen sie in den Arm aus oder sind sie nach einem Sturz entstanden, gehört die Schulter zuerst ärztlich untersucht. Ein Fitnesstrainer ist weder Arzt noch Physiotherapeut und darf keine Diagnose stellen – er trainiert erst, wenn die medizinische Abklärung erfolgt ist.

Welche Übungen sollte ich bei einem Impingement zunächst meiden?

Kritisch sind Bewegungen, die den ohnehin verengten Raum unter dem Schulterdach weiter einengen: Seitheben deutlich über Schulterhöhe, Latzug und Klimmzüge hinter den Nacken, Nackendrücken sowie tiefe Dips. Auch Bankdrücken mit sehr weitem Griff belastet die Struktur stark. Sinnvoller sind Rotationsübungen mit dem Arm nah am Körper, Rudervarianten und Schulterblattarbeit – also genau das, was den Oberarmkopf wieder zentriert.

Wie viel Gewicht oder Widerstand ist für die Rotatoren sinnvoll?

Deutlich weniger, als die meisten vermuten. Die Rotatorenmanschette besteht aus vergleichsweise kleinen Muskeln mit stabilisierender Aufgabe, deshalb arbeiten Sie mit leichten Widerständen und 15 bis 20 sauberen Wiederholungen. Wenn der Ellbogen vom Körper wegwandert, der Oberkörper mitschwingt oder die Schulter nach vorne kippt, ist der Widerstand zu hoch. Qualität der Ausführung schlägt hier jede Gewichtssteigerung.

Kann ich die Rotatorenmanschette auch ohne Theraband trainieren?

Ja. Der Kabelzug im Studio bietet über den gesamten Bewegungsweg einen gleichmäßigen Widerstand und eignet sich besonders gut für Innen- und Außenrotation. Zu Hause funktionieren leichte Kurzhanteln in Seitenlage, eine gefüllte Wasserflasche oder schlicht der eigene Arm gegen den Widerstand der anderen Hand. Das Band hat lediglich den Vorteil, dass es platzsparend ist und der Widerstand mit zunehmender Dehnung ansteigt.

Sollte ich die Rotatoren vor oder nach dem Krafttraining trainieren?

Als Aktivierung vor dem Haupttraining eignen sich wenige lockere Sätze mit sehr leichtem Widerstand – sie verbessern die Ansteuerung, ohne zu ermüden. Das eigentliche Kräftigungstraining der Rotatoren gehört ans Ende der Einheit oder an einen separaten Tag. Ermüdete Stabilisatoren vor schweren Druck- und Zugübungen erhöhen sonst das Risiko, dass die Schulter unsauber geführt wird.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Verspannung und Sehnenriss?

Eine Verspannung fühlt sich diffus und dumpf an, bessert sich durch Wärme und Bewegung und lässt die Kraft weitgehend unberührt. Für einen Riss sprechen dagegen ein plötzliches Ereignis mit Schmerz, ein spürbarer Kraftverlust beim seitlichen Anheben des Arms und ein nächtlicher Ruheschmerz. Diese Unterscheidung lässt sich nicht durch Selbsttest klären – Ultraschall oder MRT beim Arzt geben Sicherheit, bevor wieder trainiert wird.

Wann darf nach einer Schulteroperation wieder trainiert werden?

Den Zeitpunkt und den Umfang gibt ausschließlich der behandelnde Arzt beziehungsweise die Physiotherapie vor, weil er von der Art des Eingriffs und der Heilung des Gewebes abhängt. Häufig folgen auf eine Ruhigstellungsphase zunächst passive und assistierte Bewegungen, erst danach aktive Kräftigung. Ein Fitnesstrainer setzt an dieser Stelle auf der ärztlichen Freigabe auf und baut das Training in Abstimmung mit den therapeutischen Vorgaben behutsam auf.

Hilft Dehnen allein gegen Schulterprobleme?

Dehnen verbessert die Beweglichkeit, ersetzt aber keine Kräftigung. Eine instabile Schulter, die durch Dehnung noch beweglicher wird, verliert unter Umständen zusätzlich an Führung. Sinnvoll ist die Kombination: Mobilisation der Brustwirbelsäule und der Brustmuskulatur, die durch die Sitzhaltung häufig verkürzt ist, plus gezielte Kräftigung der Außenrotatoren und der schulterblattstabilisierenden Muskeln.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Wikipedia: Rotatorenmanschette – Anatomie der vier Muskeln und ihre Funktion
  2. DocCheck Flexikon: Rotatorenmanschette – medizinische Fachdarstellung inkl. typischer Verletzungen
  3. Wikipedia: Sehnenscheidenentzündung – Hintergrund zu Reizzuständen an Sehnen
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

Sicher und bequem bezahlen
Bezahlmethode PayPal
Bezahlmethode Sepa
Bezahlmethode Klarna
Noch Fragen? Unsere E-Mail Adresse
ZFU-Zulassung Nr. 7387521 – Massage-Ausbildung
ZFU-Zulassung Nr. 7387621 – Fitness-Ausbildung

Google Bewertung
4.9

Basierend auf 1353 Bewertungen

WellnessInPerfektion WIP GmbH
4.9
1353 Rezensionen
Profilbild von Selina Siemens
in der letzten Woche
Super Seminar (Einführungsseminar geprüfter Fitnesscoach) 😊 sehr interessant gestaltet, sympathischer kompetenter Trainer 👍 Hat echt Spaß gemacht
Selina Siemens
Profilbild von Steffi Borgmann
in der letzten Woche
Das Webinar war wirklich sehr interessant und überhaupt nicht langweilig. Ich habe viel gelernt und eine Menge hilfreicher Informationen mitgenommen. Besonders toll fand ich, dass mir ein Stück weit die Angst vor der Prüfung genommen wurde, weil ich jetzt viel besser weiß, was ich lernen muss und worauf es ankommt. Ein großes Lob an Ralf! Er erklärt alles super verständlich, sympathisch und praxisnah. Man merkt, dass er weiß, wovon er spricht, und es macht Spaß, ihm zuzuhören. Vielen lieben Dank für das tolle Webinar und die vielen hilfreichen Tipps! 😊 Liebe Grüße aus dem schönen NRW! ❤️ Steffi B.
Steffi Borgmann
Profilbild von Dora “Dorybe” Kalkbrenner
in der letzten Woche
Mega freundliche Leute, sehr gute Aussprache , gut erklärt die Themen .... Mega, danke Euch für schöne Lernstunden!!!
Dora “Dorybe” Kalkbrenner
Profilbild von Natalie Vollmer
in der letzten Woche
Ralle hat alles super erklärt und ist auf alles eingegangen. Kann ich zu 100% weiterempfehlen
Natalie Vollmer
Profilbild von Christina Weiß
in der letzten Woche
Vielen Dank ans Team ! Bin super zufrieden mit der Ausbildung und den online Kursen. Anschaulich erklärt und super auf die Prüfung vorbereitet.
Christina Weiß
Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
Profilbild von Micha Friese
vor 3 Wochen
Live Online Schulung Für Fachpraktiker Massage. Sehr professionell und kurzweilig. Theorie und Praxis wurden sehr gut erklärt. Es wurde auf alle Fragen eingegangen. Freue mich schon auf das Präsenzseminar. Gruss vom Bodensee....
Micha Friese
Profilbild von Andre Stix
vor 2 Monaten
Absolut empfehlenswert – eine tolle Erfahrung! Ich habe hier meine Ausbildung zum Fachpraktiker/in für Massage, Wellness & Prävention absolviert und bin einfach nur begeistert. Schon die Online-Vorbereitung war klasse: Super strukturiert, und alle Inhalte zu den einzelnen Massagen standen vorab perfekt zur Verfügung. ​Die 4 Präsenztage vor Ort in Berlin waren dann das absolute Highlight. Unglaublich informativ, mit ganz viel praktischer Anwendung und direkter Hilfestellung. Ein riesiges Dankeschön an Diana für die tolle Durchführung! Sie hatte wirklich immer ein offenes Ohr für uns und hat uns die besten Tipps und Tricks aus der Praxis gezeigt. Auch an Ulli ein großes Danke für die tolle und reibungslose Vorbereitung der Kurse. ​Ihr seid ein tolles Team, es war eine wunderschöne Zeit und eine großartige Erfahrung für mich. Macht weiter so!
Andre Stix
Profilbild von Heike Regenberg
vor 2 Monaten
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab