02. August 2023
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Eine Irisdiagnose setzt, wie der Name bereits sagt, voraus, dass der Heilpraktiker die Iris des Patienten genauestens untersucht. Anhand dort zu findender Dysbalancen in Farbe oder Zeichnung lassen sich verschiedenste körperliche Störungen frühzeitig erkennen und somit entsprechend therapieren. Eine Methodik, die auch auf internationaler Ebene in den Naturheilkundeverfahren einen festen Platz hat. Wie genau jene verläuft, welche Vorteile sie hat und wie Sie sie erfolgreich anwenden können, darüber berichten wir in unserem heutigen Beitrag.

Was ist eine Irisdiagnose?

Bei der Irisdiagnose handelt es sich um ein Konzept aus der Alternativmedizin, welches verschiedene Erkrankungen des Menschen mittels einer Analyse des Iris-Gewebes am Auge ermittelt. Sie wird häufig im Bereich der Heilpraktiker Diagnoseverfahren eingesetzt, konnte aber bislang wissenschaftlich nicht belegt werden. Alternativ ist die Irisdiagnose auch unter der Bezeichnung Iridologie bekannt und erfreut sich einer längeren Bekanntheit innerhalb der alternativmedizinischen Methoden. Ursprünglich gibt es frühe Formen der heute geläufigen Praktik bereits seit vielen hundert Jahren, doch die ersten richtigen Vorlagen für die Iridologie konnten sich erst innerhalb des 19. Jahrhunderts durchsetzen. Seither wurde die Irisdiagnose fortwährend weiterentwickelt und durch immer neue Erkenntnisse sowie Möglichkeiten erweitert.

Welches Prinzip steckt hinter der Irisdiagnose?

Unsere Iris ähnelt unserem Fingerabdruck. Das heißt, sie ist unverwechselbar und stellt den Körper in einer strikt geregelten Ordnung mit all seinen Organen dar. Insofern nun innerhalb des Augenvordergrunds Veränderungen wie Trübungen, Pigmentierungen, Aufhellungen oder Verdunkelungen sowie sehr markante Zeichnungen der Gefäße erkennbar sind, gibt dies Rückschlüsse auf Disharmonien im Organismus, darunter Bindegewebsprobleme, Stoffwechselstörungen oder Entzündungsprozesse sowie Erkrankungen. Ferner ermöglicht eine fundiert durchgeführte Irisdiagnose einen Einblick in die genetische Veranlagung des Menschen und seine Gefahr für erblich-bedingte Grunderkrankungen.

Was sieht man bei einer Irisdiagnose?

Bei einer Irisdiagnose lässt sich die gesamte Iris analysieren. Dabei geht es sowohl um ihre Farbe als auch die Dichtigkeit oder verschiedene, prägende Merkmale sowie Auffälligkeit, die im Rahmen der Untersuchung bekannt werden. Man erkennt eingelagerte Farbpigmente, Striche, Punkte und sämtliche Details, sodass sich die Iris wie eine Art Landkarte unseres Organismus darstellst. Experten können dann anhand der zu sehenden Erkenntnisse schlussfolgern, welche Dysbalancen, Beschwerden und Erkrankungen im Körper vorhanden sein könnten. Hier geht es um zahlreiche Arten von Beschwerden, die sich auf das Organsystem, aber auch den Bewegungsapparat, die Nerven, Muskeln oder das Blut betreffen.

Was sagt die Iris über Erkrankungen aus?

Irisdiagnostiker können anhand der Darstellung einer Iris Rückschlüsse auf Erkrankungen geben. In Verbindung damit geben verschiedene Zeichen einen Aufschluss über potenzielle Dysbalancen im Organismus. Dazu gehören:

  • Aufhellungen oder Verdunkelungen der Iris-Farbe
  • Farbflecken oder Farbschattierungen
  • Gefäßzeichnungen
  • Pigmentierungen

So gilt…

Bei Aufhellungen, Verdunkelungen oder auffälligen Schattierungen/Gefäßzeichnungen könnten Störungen des Stoffwechsels, eine Bindegewebsschwäche oder Entzündungsprozesse vorliegen.

Wenn hingegen braune Pigmentierungen vorliegen, soll ein erhöhtes Risiko für Herz-/Kreislaufschwächen und Bluterkrankungen vorhanden sein.

Blaue oder gräuliche Färbungen deuten wahrscheinlich auf eine höhere Gefahr für Muskel- und/oder Lympherkrankungen hin.

Die grüne oder grün-bräunliche Färbung zeigt angeblich, dass vermehrt Magen- und Leberbeschwerden einsetzen könnten.

Gerade im Bereich der Alternativmedizin gilt die Iris als Spiegelbild unseres Organismus, bei dem sich der Zustand einzelner Organe und des gesamten Körpers darstellen lassen. Hierbei soll die Iris als der farbige Abschnitt unseres Auges, Erkenntnisse über Krankheitssymptome und Dysbalancen geben können. Es geht hierbei um seelische und körperliche Krankheitsbilder, die sich auf diese Weise frühzeitig herausfinden und entsprechend behandeln lassen sollen. Die Irisdiagnose gilt diesbezüglich als eine Art Erstdiagnostik, die es ermöglichen kann, frühe Warnsignale zu erkennen, um Krankheiten bereits dann zu deuten und somit zu therapieren sowie präventiv zu vermeiden, wenn die Anzeichen für andere Diagnosemethoden noch nicht ausgereift genug sind. Dabei beschreibt die Irisdiagnose immer nur eine erste Momentaufnahme des Gesundheitszustands und niemals eine alleinige Diagnostik. Viel eher bauen dann weitere, medizinische Diagnoseverfahren darauf auf, um die klinische Abklärung, Bestätigung oder auch Entkräftung der gefundenen Symptome zu erzielen. Sie kann und darf niemals für sich alleine stehen.

IRISDIAGNOSE -- Irisdiagnose-Tafel

Was bringt eine Irisdiagnostik?

Wie bereits erwähnt, gibt es für die Iridologie bisher keine wissenschaftliche Anerkennung. Allgemein dient das Verfahren aber in der Alternativmedizin, um Erkrankungen zu erkennen oder erste Anzeichen von herannahenden Beschwerden wahrzunehmen. Darauf aufbauend soll eine zielorientierte und gewinnbringende Behandlung stattfinden können.

Einige der Ziele einer Irisdiagnose sind im Zuge dessen:

  • Das Erkennen von Ungereimtheiten im Organsystem
  • Das Aufdecken von Problemen des Bewegungsapparats
  • Das Wahrnehmen von Dysbalancen im Herz-Kreislauf-System
  • Das Erkennen von Stoffwechselstörungen
  • Das Sehen von Stauungen innerhalb unseres Lymphabflusssystems
  • Das Aufdecken von Erkrankungen, die unsere Durchblutung betreffen

Ob und inwieweit die Irisdiagnose all jene Erkrankungen wirklich erkennen kann, lässt sich nicht eindeutig belegen. Darum sollte hier jeder für sich entscheiden, inwieweit er mit dem Konzept übereinstimmt und dies entweder selbst als Heilpraktiker anbieten oder als Patient in Anspruch nehmen möchte. Oft wird die Irisdiagnose auch als Zusatzverfahren genutzt, damit eine bereits laufende Diagnostik bei einem Arzt und/oder Alternativmediziner durch eventuelle weitere Erkenntnisse unterstützt werden kann.

Ist die Irisdiagnose gefährlich?

Die Iridologie selbst ist nicht gefährlich, sehr wohl aber die Interpretation ihrer Aussagen. So kann es gefährlich werden, wenn zum Beispiel jemand ausschließlich auf die Irisdiagnose hört und nicht in Erwägung zieht, einen Facharzt zu Rate zu ziehen. Dies kann zum einen ein Augenarzt sein, um womöglich falsch negative Diagnosen genauer zu ergründen, oder aber auch ein Arzt aus einem anderen Kompetenzbereich, der die gefundenen Ungereimtheiten näher untersucht. So wäre es möglich, dass ernsthafte Erkrankungen nicht erkannt, verharmlost oder fehlinterpretiert werden, würden Sie sich ausschließlich auf die Irisdiagnose verlassen und keine zusätzlichen, fachlich sowie wissenschaftlich anerkannten Methoden in Erwägung ziehen.

Wann wird die Irisdiagnose angewandt?

Demnach bietet sich das Verfahren sowohl in der Prävention als auch bei der frühzeitigen Erkennung von Disharmonien an, die bei einer klinischen Untersuchung oder Befunderhebung noch negativ ausfallen. Die Augendiagnose unterstützt daraufhin eine enge Zusammenarbeit zwischen Heilpraktik und anderen medizinischen Konzepten, da es so möglich wäre, Ursachen oder Verbindungen zwischen Erkrankungen und Veranlagungen herauszufiltern, die sonst nicht entdeckt werden könnten. Dies fördert zielführende weitere Untersuchungsansätze und Therapie-Formen wie Ultraschall-Untersuchungen.

Ersetzt die Irisdiagnose eine Augenuntersuchung?

Nein, eine Irisdiagnose sollte niemals mit einer klassischen Methode aus dem Bereich der Augenheilkunde verglichen werden, sie haben nichts gemeinsam und bei der Irisdiagnose ist die Anamnese sowie die Nutzung weiterer, anerkannter Verfahren zur genauen Abklärung der Erkrankungen unverzichtbar.

Wie viel kostet die Irisdiagnostik?

Die Kosten lassen sich nicht verallgemeinern. Hier kommt es vor allem auf den jeweiligen Heilpraktiker und den Aufwand der Irisdiagnostik an. Da es sich bei den Patienten hauptsächlich um Selbstzahler handelt, wäre es ratsam, im Vorfeld einen Kostenvoranschlag und eine genaue Kalkulation von dem Experten einzuholen. So vermeiden Sie horrende Auslagen, die Sie gar nicht eingeplant haben. Ferner wäre es sinnvoll, auch mehrere Fachkräfte aufzusuchen, um verschiedene Kostenvoranschläge zu vergleichen oder aber alternative Diagnosemethoden in Erwägung zu ziehen.

Wie erlerne ich eine Irisdiagnose?

Die Irisdiagnose lässt sich durch eine passende Weiterbildung erlernen. Sie gilt meist als Aufbaukurs zu einer klassischen Heilpraktiker Ausbildung. Dabei kann sie ohne großen Aufwand auch als Fernstudium absolviert werden. So lernen Sie alle wichtigen Inhalte rund um eine Iridologie bequem von Zuhause aus oder an einem Ort Ihrer Wahl bei freier Zeiteinteilung. Bedenken Sie stets, dass nur die Heilpraktiker Schulung allein Sie nicht dazu befähigt, eine Irisdiagnose anzuwenden. Sie brauchen immer einen ergänzenden Kurs, in welchem Sie die Besonderheiten und Grundlagen rund um die Iridologie erlernen.

IRISDIAGNOSE -- Heilpraktiker

Wer macht eine Irisdiagnose?

Die Irisdiagnose ist, wie schon erwähnt, eine Diagnosemethode aus der Alternativmedizin. Daher finden Sie sie hauptsächlich als Anwendungsmethode bei erfahrenen Heilpraktikern und anderen Fachkräften aus dem Naturheilkundebereich. Wir weisen hier abermals daraufhin, dass die Iridologie lediglich unterstützend oder als Erstanalyse genutzt werden sollte und niemals als alleiniges Diagnostikverfahren.

Die Irisdiagnose ist, wie auch andere Diagnosemethoden der Naturheilkunde, eine traditionelle Praktik, die seit Generationen angewandt wird. Wenngleich es keine wissenschaftlichen Nachweise für die Wirkung des Verfahrens gibt, eignet sich die Iridologie doch gut, um auf risikoarme und ganzheitliche Art, einen ersten und allgemeinen Überblick hinsichtlich des gesundheitlichen Zustands zu erhalten. Dieser kann dann durch fundierte anderweitige Verfahren bestätigt, vertieft oder verändert werden, um am Ende einen nachhaltigen Beitrag zu dem frühzeitigen Erkennen von verschiedensten Erkrankungen zu leisten und so das Wohlbefinden des Einzelnen zu unterstützen.

Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Sehr gut, gerne weiter mit WIP machen.
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vor 3 Monaten
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Marfuli
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vor 6 Monaten
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Laura L.