24. Januar 2024
Lesezeit ca. 16 Min.

Der Heilpraktiker gilt als Profi im Bereich der alternativen Heilkunde. Dies bezieht sich auf zahlreiche Gebiete, angefangen bei der Aromatherapie über Massagen bis hin zu Ausleitungsverfahren. Heilpraktiker arbeiten dabei entweder in der eigenen Praxis oder aber in Gesundheitszentren sowie als Teil eines Unternehmens im Bereich der präventiven und alternativen Anwendungen. Was genau ein Heilpraktiker macht, wie Sie Heilpraktiker werden können und welche Voraussetzungen ein Heilpraktiker erfüllen muss, wir verraten es Ihnen in unserem heutigen Beitrag.

Key Facts – Beruf Heilpraktiker

  • Rechtsgrundlage: Das Heilpraktikergesetz von 1939 regelt die Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation; die Berufsbezeichnung ist geschützt.
  • Zugang: Erforderlich ist eine bestandene Überprüfung beim Gesundheitsamt – es handelt sich um eine Kenntnisprüfung, nicht um einen staatlichen Berufsabschluss.
  • Voraussetzungen: Mindestalter 25 Jahre, mindestens Hauptschulabschluss, Führungszeugnis und gesundheitliche Eignung.
  • Tätigkeit: Anamnese, eigenständige Diagnose und Behandlung mit naturheilkundlichen und alternativen Verfahren.
  • Grenzen: Keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel, keine Geburtshilfe, keine Behandlung meldepflichtiger Infektionskrankheiten; Zahn- und Tierheilkunde erfordern eigene Erlaubnisse.
  • Vorbereitung: Lehrgänge in Präsenz oder als Fernstudium bereiten auf die Überprüfung vor – eine bestimmte Ausbildung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Wichtiges vorab:

  • Der Heilpraktiker ist innerhalb von Deutschland im Bereich der Naturheilkunde sehr gefragt
  • Heilpraktiker ergänzen die klassische Medizin durch alternative Behandlungskonzepte
  • Um Heilpraktiker zu werden, müssen Sie eine amtsärztliche Prüfung beim Gesundheitsamt bestanden haben

Beruf Heilpraktiker – was nun?

Der Beruf Heilpraktiker genießt einen guten Ruf innerhalb von Deutschland. Dabei stellt sich jedoch immer wieder die Frage, was macht ein Heilpraktiker eigentlich? Kurz gesagt bedeutet Heilpraktiker sein, dass Sie in dem heilkundlichen Bereich tätig sind. Das bedeutet, Sie beherrschen die verschiedenen alternativen Methoden, mit denen präventiv, kurativ und rehabilitativ verschiedene Zielgruppen behandelt werden dürfen. Sie stellen im Rahmen Ihrer Heilpraktiker Arbeit Diagnosen und behandeln die unterschiedlichsten Krankheiten. Dafür bedient sich der Heilpraktiker immer den Verfahren aus der Naturheilkunde und der alternativen Medizin. Damit stellt ein Heilpraktiker eine Alternative und eine Ergänzung zum Angebot der klassischen medizinischen Konzepte darin.

Was darf ein Heilpraktiker nicht?  

Die Grenzen des Heilpraktikers sind klar gesetzlich geregelt. Dafür gibt es das Heilpraktikergesetz, welches die Voraussetzungen beinhaltet, um als Heilpraktiker arbeiten und sich Heilpraktiker nennen zu dürfen. Die Berufsbezeichnung ist innerhalb von Deutschland geschützt und darf erst dann getragen werden, wenn Sie eine amtsärztliche Überprüfung absolviert und bestanden haben. Eine solche Heilpraktikerprüfung befähigt Sie im Anschluss, als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen und sich als solcher zu bezeichnen. Heilpraktiker sind dennoch keine Ärzte, das heißt, Sie dürfen nur im Rahmen Ihrer Heilpraktiker Arbeit Diagnosen stellen und nicht allgemein. Auch das Behandeln von Infektionskrankheiten oder schweren Krankheitsbildern ist einem Heilpraktiker strikt untersagt. Ferner gibt es strenge Regeln im Bezug auf die Behandlung von Schwangeren, Sucht-Erkrankten und Personen, die dringend eine ärztliche Therapie benötigen.

Was ist der Tätigkeitsbereich eines Heilpraktikers?

Ein Heilpraktiker darf im Rahmen der alternativen Methoden und der Naturheilkunde aktiv werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Wellness- und Präventionsmassagen
  • Akupunktur/Akupressur
  • Ausleitungsverfahren
  • Diäten und Ernährungs-Umstellungen (zum Beispiel Hildegard von Bingen)
  • Aromatherapie
  • Schröpfen
  • Kneipp-Kuren
  • Phytotherapie
  • Bachblütentherapie
  • Aura-Soma-Therapie
  • TCM
  • Chiropraktik
  • Craniosacral-Therapie
  • Heilfasten
  • Reflexonen-Anwendungen
  • Triggerpunktstimulationen
  • Globuli
  • Homöopathie
  • Hypnose
  • Tai-Chi, Pilates, Qigong oder andere Entspannungsmethoden
  • Meridianlehre
Was macht der Heilpraktiker? – Qigong

Welche Ausbildung braucht der Heilpraktiker?

Die Ausbildung zum Heilpraktiker kann verschieden absolviert werden. Es gibt unterschiedliche Heilpraktikerschulen, welche wechselnde Lehrgangsformen anbieten. So könnten Sie unter Umständen eine Teilzeit-Lehrgang als berufsbegleitende Variante belegen oder Sie entscheiden sich für eine Vollzeitausbildung. Weiterhin gibt es die Wahl zwischen einem Präsenzkurs an einer Heilpraktikerschule, welcher etwa 4-16 Monate dauert oder die flexibel sowie moderne Möglichkeit ein Fernstudium zum Heilpraktiker zu nutzen. Hier lernen Sie bei freier Zeiteinteilung und ortsungebunden alle wesentlichen Inhalte rund um den Beruf Heilpraktiker, um sich auf die finale amtsärztliche Überprüfung beim Gesundheitsamt vorzubereiten. Achten Sie darauf, dass Sie immer einen renommierten Anbieter wählen und sich für ein Bildungsinstitut entscheiden, welches durch positive Rezensionen und Erfahrung überzeugen kann.

Welche Aufgaben hat ein Heilpraktiker?

Die Hauptaufgabe des Heilpraktikers ist eine Behandlung von seelischen und körperlichen Beschwerden mit einem ganzheitlichen Ansatz. Ein Heilpraktiker sieht den Organismus des Menschen dabei als Gesamtsystem aus Körper, Geist und Seele, sodass er sämtliche Leiden und Erkrankungen als Störung dieses System betrachtet und entsprechend therapieren möchte. Um die Dysbalancen zuerkennen und aufzuheben, arbeitet der Heilpraktiker mit einer ausführlichen Anamnese, der dazugehörigen Diagnose für seine eigenen Zwecke und einer individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie. Hier grenzt sich der Heilpraktiker natürlich von einem Mediziner ab, weil er sich ausschließlich der alternativen Heilmethode bedienen darf. Die Arbeit beginnt mit der ersten Untersuchung, in welcher ein Heilpraktiker den Patienten nach seinen Beschwerden, dem Unwohlsein oder auch Vorerkrankungen und den allgemeinen Lebensumständen befragen werden. Die erste Untersuchung beinhaltet wiederum eine allgemeine Befundung, indem der Heilpraktiker den Gesamtzustand des Patienten einordnen möchte. So werden der Bewegungsapparat und die sichtbaren Anzeichen einer potenziellen Erkrankung festgehalten. Auch abhorchen, Blutuntersuchungen oder Reflex-Tests könnten einen ersten Besuch beim Heilpraktiker begleiten. Mit den Erkenntnissen, die der Heilpraktiker sammelt, kann er für sich eine Diagnose stellen und den Patienten eine passende Therapie erarbeiten. Hier beruft er sich auf ein breitgefächertes Spektrum an naturheilkundlichen Konzepten und Behandlungsformen.

Wichtig: Um entsprechende Behandlungen anwenden zu können, müssen Sie in jedem der Bereiche eine Zusatzqualifikation erworben haben. Das bedeutet, es reicht nicht aus, nur eine Heilpraktikerprüfung erfolgreich abzuschließen, um zum Beispiel Kinesiologie oder Chiropraktik einzusetzen. Hier müssen Sie obendrein entsprechende Lehrgänge für jene Methoden belegt und erfolgreich beendet haben, damit Sie eine fachkundige und gewinnbringende Behandlung in Aussicht stellen.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Der Punkt, den ich in Gesprächen am häufigsten erklären muss: Die Grenzen des Berufs sind kein Kleingedrucktes, sondern sein Kern. Wer sie kennt und offen benennt, arbeitet sicherer und gewinnt mehr Vertrauen als jemand, der sie umgeht. In meiner Praxis hat mir noch nie jemand übelgenommen, dass ich ihn weitergeschickt habe — im Gegenteil, genau daraus entstanden die langfristigen Beziehungen.

Wo arbeitet ein Heilpraktiker?

Viele Heilpraktiker sind selbstständig und arbeiten in ihrer eigenen Heilpraktiker Praxis. Hier können sie den eigenen Kundenstamm aufbauen und bestmöglich betreuen. Um sich als Heilpraktiker selbstständig zu machen, sollten Sie allerdings einige Vorkenntnisse im Bereich der Existenzgründung besitzen und mit der notwendigen Planung an die Selbstständigkeit herantreten. Alternativ könnten Sie auch als Angestellter Heilpraktiker in einer bestehenden Praxis arbeiten oder beides miteinander kombinieren. Gerade zu Beginn könnte es sinnvoll sein, sich durch eine Festanstellung als Heilpraktiker eine sichere Einnahmequelle zu schaffen, während Sie zugleich durch die Existenzgründung als Heilpraktiker nach und nach Erfahrungen sammeln und neue Kunden gewinnen, um später ausschließlich in der eigenen Praxis als Heilpraktiker aktiv zu sein. Übrigens, Angestellte müssen nicht immer in einer Heilpraktikerpraxis arbeiten. Es wäre auch denkbar, dass Sie einen artverwandten Beruf, als Kooperationspartner wählen, zum Beispiel Heilpraktiker und Physiotherapeuten oder auch Heilpraktiker und Ärzte als feste Kombination aus beiden Bereichen (alternativ Medizin und klassische Medizin), wodurch die Patienten eine umfassende Betreuung erhalten würden. Weiterhin suchen oftmals verschiedene Praxen im Bereich der Rehabilitation und Prävention nach Personen, die gerne als Angestellter in die Praxis einsteigen möchten.

Wie ist der Rechtsstatus des Heilpraktikers?

Wie bereits erwähnt, ist die rechtliche Grundlage des Heilpraktikers durch das Heilpraktikergesetz fest geregelt. Innerhalb der Gesetzesgrundlage geht es um die Ausübung der Tätigkeit, die eine staatliche Erlaubnis erfordert, welche Sie erst durch das erfolgreiche Bestehen einer amtsärztlichen Prüfung erhalten. Die Heilpraktikerprüfung ist somit Ihre Eintrittskarte, um als Heilpraktiker in Deutschland arbeiten zu dürfen. Dann sind Sie berechtigt, die Naturheilkunde ohne entsprechende Approbation, eine medizinische Ausbildung und einen Doktor, auszuüben. Das Heilpraktikergesetz ist aber nur die Basis Ihrer Arbeit als Heilpraktiker, denn es gibt noch zahlreiche andere Gesetze, die Ihre Befugnisse und die Grenzen des Heilpraktikers festlegen. Dazu zählen zum Beispiel das Infektionsgesetz, bei dem es um die Erkrankungen geht, bei dem ein Heilpraktiker nicht behandeln darf. Das Arzneimittelgesetz, welches Ihnen verbietet, Betäubungsmittel und Medikamente zu verordnen und andere wesentliche Gesetzesgrundlagen.

Hinweis: Heilpraktiker dürfen auch keine Straftaten untersuchen, den Tod nicht feststellen, nicht Röntgen und keine Zahnheilkunde sowie Geburtshilfe leisten.

Welche Berufsaussichten hat der Heilpraktiker?

Als Heilpraktiker arbeiten, gestaltet sich in Deutschland gar nicht so schwierig, denn die Tätigkeit konnte in den letzten Jahren Beliebtheit erhalten. Immer mehr Personen entscheiden sich für einen Besuch beim Heilpraktiker und nehmen die alternativen Konzepte in Anspruch. Weiterhin erweist sich die klassische Medizin fortwährend offener gegenüber den alternativen Heilkunden, was wieder neue berufliche Perspektiven für Heilpraktiker geschaffen hat. Ein Heilpraktiker arbeitet also heutzutage nicht mehr nur in den Rehazentren, Therapiecentren sondern auch in Arztpraxen oder in Kooperationen mit Ärzten sowie Krankenhäusern. Wenngleich viele Heilpraktiker noch immer selbstständig sind, erweisen sich die Berufsaussichten für Heilpraktiker zunehmend positiv zu bewerten. Ein selbstständiger Heilpraktiker muss hierbei natürlich mit der Konkurrenz rechnen und sollte daher immer auf die Wettbewerbsfähigkeit und eine potenzielle Spezialisierung Wert legen, um sich mit bestimmten Behandlungsgebieten intensiv zu beschäftigen und diese in seinem Leistungsspektrum hervorzuheben.

Was macht der Heilpraktiker? – Heilpraktiker Beratung

Was verdient Heilpraktiker?

Selbstständig als Heilpraktiker bedeutet auch, Sie haben kein geregeltes Einkommen, sodass sich hier keine festen Aussagen über Ihre Einkommenshöhe treffen lassen. Im Schnitt verdienen Heilpraktiker rund 2600 brutto monatlich. Die einzelnen Gehälter für jeden Experten sind dabei abhängig von unterschiedlichen Kriterien wie der Berufserfahrung, der Art der Tätigkeit (selbstständig oder angestellt), dem Geschlecht, den Fachkompetenzen ( sind Sie zum Beispiel auf gewisse Bereiche spezialisiert oder bieten Sie eher allgemeine Anwendungen an) oder andere Punkte an.

Wie kann ich Heilpraktiker werden?

Wenn Sie Heilpraktiker werden wollen, brauchen Sie die passenden Grundkenntnisse, um sich gut vorbereitet für die amtsärztliche Prüfung anzumelden. Dieses Wissen erhalten Sie am besten durch eine entsprechende Heilpraktiker Ausbildung.

An der SWAV bieten wir Ihnen Gelegenheit, sich online für die amtsärztliche Prüfung vorzubereiten.  Sie können die Heilpraktiker/in Online-Ausbildung 100% ohne Vorkenntnisse starten, ein beruflicher Abschluss (= Vorberuf) ist nicht notwendig. Sofern Sie jedoch schon aus dem Fitness-, Wellness-, Massage- oder Präventionsbereich kommen, ist die Heilpraktiker/in Ausbildung besonders gut geeignet, weil Sie nun viele Techniken, die Sie vorher nur vorbeugend am Kunden ausgeführt haben, auch therapeutisch am Patienten einsetzen und sogar mit den privaten Krankenkassen (PKV) abrechnen dürften. Selbstverständlich erwartet Sie auch noch nach bestandener MC-Online-Prüfung ein hochwertiges Zertifikat.

Fakten Online-Kurs Heilpraktiker/in bei der SWAV

  • Kurze, kompakte Ausbildungsdauer (Sie lernen, wann Sie wollen)
  • Absolvierbar in mindestens 10 Tagen, maximal 12 Monaten
  • Keine Präsenztage nötig - Ausbildung 100% online (Die amtsärztliche Prüfung muss im Anschluss in Präsenz ausgeführt werden)
  • Hochwertiges Zertifikat zum Abschluss (optimale Anerkennung)
  • Gleiche Wertigkeit & Anerkennung wie unsere Präsenzausbildung
  • Nur 999€ für die gesamte Ausbildung, keine versteckten Kosten
  • Absolut ohne Vorkenntnisse und in jedem Alter starten - los gehts!

Nach der Ausbildung brauchen Sie dann nur noch die amtsärztliche Prüfung beim Gesundheitsamt belegen und bestehen, um endgültig als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen.

Sie sehen schon, der Heilpraktiker Beruf ist vielfältig und eröffnet Ihnen viele unterschiedliche Möglichkeiten, im Bereich der Naturheilkunde aktiv zu werden.

Fazit

Der Heilpraktiker arbeitet eigenverantwortlich in der Heilkunde, ohne Arzt zu sein – und genau daraus ergeben sich Chancen wie Grenzen. Der Zugang führt nicht über einen staatlichen Abschluss, sondern über eine Überprüfung beim Gesundheitsamt, in der Sie nachweisen, dass von Ihrer Tätigkeit keine Gefahr für die Volksgesundheit ausgeht. Wer den Beruf ernsthaft anstrebt, sollte deshalb weniger auf schnelle Wege schauen als auf eine solide Vorbereitung: medizinisches Grundlagenwissen, Kenntnis der rechtlichen Grenzen und praktische Erfahrung in den Verfahren, die Sie später anbieten möchten. Einen strukturierten Einstieg bietet der Vorbereitungslehrgang der SWAV-Akademie.

Häufige Fragen zum Beruf Heilpraktiker

Was macht ein Heilpraktiker?

Ein Heilpraktiker übt Heilkunde aus, ohne Arzt zu sein. Er führt eine ausführliche Anamnese durch, stellt eine eigene Diagnose und behandelt mit naturheilkundlichen und alternativen Verfahren – etwa Phytotherapie, Akupunktur, Ausleitungsverfahren oder manuellen Techniken. Der Ansatz ist ganzheitlich und versteht Beschwerden als Störung des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele.

Was darf ein Heilpraktiker nicht?

Die Grenzen ergeben sich aus mehreren Gesetzen: Verschreibungspflichtige Arzneimittel und Betäubungsmittel sind ihm untersagt, ebenso Geburtshilfe und die Behandlung meldepflichtiger übertragbarer Krankheiten nach dem Infektionsschutzgesetz. Zahnheilkunde und Tierheilkunde erfordern jeweils eigene Erlaubnisse. Auch für Werbeaussagen gilt mit dem Heilmittelwerbegesetz ein enger Rahmen.

Braucht man eine Ausbildung, um Heilpraktiker zu werden?

Gesetzlich ist keine bestimmte Ausbildung vorgeschrieben – entscheidend ist allein die bestandene Überprüfung beim Gesundheitsamt. In der Praxis ist eine fundierte Vorbereitung dennoch unverzichtbar, weil medizinisches Grundlagenwissen und die rechtlichen Grenzen sicher beherrscht werden müssen. Lehrgänge gibt es in Präsenz, berufsbegleitend oder als Fernstudium.

Wie läuft die amtsärztliche Überprüfung ab?

Die Überprüfung findet beim zuständigen Gesundheitsamt statt und besteht in der Regel aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Geprüft wird nicht die Beherrschung einzelner Therapieverfahren, sondern ob von der Tätigkeit eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung ausgeht – Schwerpunkte sind Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Notfallsituationen und die gesetzlichen Grenzen.

Zahlt die Krankenkasse eine Behandlung beim Heilpraktiker?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Heilpraktiker-Leistungen in der Regel nicht. Manche Kassen bezuschussen einzelne Verfahren freiwillig über Bonusprogramme. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif teilweise oder vollständig – maßgeblich ist der jeweilige Vertrag.

Was verdient ein Heilpraktiker?

Die meisten Heilpraktiker arbeiten selbstständig, weshalb es kein festes Gehalt gibt. Das Einkommen hängt von Stundensatz, Auslastung, Spezialisierung und Standort ab. Am Anfang steht in der Regel eine Aufbauphase, in der Praxisräume, Ausstattung und Patientenstamm erst finanziert und entwickelt werden müssen.

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Quellen & weiterführende Informationen

  1. Wikipedia: Heilpraktiker – Berufsbild, Prüfung und rechtliche Stellung
  2. Gesetze im Internet: Heilpraktikergesetz – welche Tätigkeiten der Heilkunde vorbehalten sind
  3. Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET – amtliche Berufsbeschreibungen und Zugangswege
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Heike Regenberg
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