28. April 2024
Lesezeit ca. 13 Min.

Asanas sind ein wesentlicher Bestandteil des Yoga. Die Körperhaltungen bilden das Zentrum der dynamischen Ausführungen und ergänzen die anderen Komponenten des Yoga wie Atemübungen oder Meditationen zu einem ganzheitlichen System für mehr Wohlbefinden. Was genau sich hinter dem Begriff Asana verbirgt, wie sie sich zusammensetzen und welche Asanas für Anfänger geeignet sind, wir verraten es Ihnen im heutigen Beitrag.

Key Facts – Asanas für Anfänger im Überblick

  • Asana = Körperhaltung im Yoga: Sanskrit-Begriff für „Sitz" oder „Haltung" – Asanas verbinden Atmung, Konzentration und Körperarbeit zu einem ganzheitlichen System.
  • Für Einsteiger gilt sanft & einfach: Berg, Baum, Kind, Krieger I, Cobra, Hund & Co. – die klassischen Anfänger-Asanas decken alle Bewegungsachsen ab und bauen Vertrauen auf.
  • Atmung schlägt Tiefe: 5 bewusste Atemzüge in einer einfachen Asana sind wertvoller als ein erzwungenes Verbiegen in eine fortgeschrittene Haltung.
  • Frequenz: 2–3 Einheiten pro Woche à 20–30 Minuten reichen für sichtbare Erfolge bei Beweglichkeit, Haltung und Stressbalance.
  • Wann kein Yoga: Akute Verletzungen, hohes Fieber, frische Operationen, fortgeschrittene Schwangerschaft ohne Spezialfreigabe und unkontrollierter Bluthochdruck sind klare Stopp-Signale.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei bestehenden Beschwerden (Bandscheibe, Bluthochdruck, Schwangerschaft, frische Operationen) sprechen Sie vor dem Yoga-Einstieg mit Ihrem Arzt oder einer ausgebildeten Yoga-Lehrkraft.

Was sind Asanas?

Der Begriff "Asana" stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt "Sitz" oder "Haltung". Im Yoga bezieht sich das Wort Asana auf die verschiedenen Körperhaltungen, die im Yoga ausgeübt werden und die sich mit den Atemübungen und Meditationen zu einem ganzheitlichen System aus Sport, Entspannung sowie Spiritualität kombinieren lassen. Die Asanas fördern dabei nicht nur die Flexibilität und Kraft, sondern auch die mentale Ausgeglichenheit.

Welche Asanas für Anfänger?

Für Yoga-Anfänger ist es sehr wichtig, mit sanften und einfachen Asanas zu beginnen. Der Körper musst zunächst an die verschiedenen Yoga Techniken gewöhnt werden. Daher empfehlen sich leichte Asanas für Anfänger, um den Bewegungsapparat zu dehnen, die Muskeln zu stärken und die Grundlagen der Atmung zu erlernen. Die Asanas helfen den Yoga Einsteigern dabei, eine solide Grundlage für die weiterführende Praxis zu schaffen und sich schrittweise im Schwierigkeitsgrad zu steigern.

Welche Voraussetzungen sind bei Yoga Asanas wichtig?

Bevor Sie mit den Asanas für Anfänger beginnen, sollten Sie diverse Voraussetzungen berücksichtigen.

So ist es wichtig, das Warm-up vor dem Yoga Einstieg auszuführen. Außerdem sollten Sie die passende bequeme Kleidung tragen und einen sicheren, festen Untergrund für die Yoga Übungen wählen.

Hören Sie auf Ihren Körper und starten Sie langsam mit wenigen, leichten Asanas, um sich dann Step by Step zu steigern.

Im Idealfall empfiehlt es sich, für die korrekte Ausführung der Asanas, die richtige Yoga Anleitung zu nutzen oder im Vorfeld eine Yoga Ausbildung zu belegen. Diese kann auch bequem online absolviert werden und macht Sie mit den wichtigsten Grundlagen rund um die Yoga Technik sowie den sicheren Einstieg in Yoga vertraut.

Die 10 besten Asanas für Anfänger

Sie gehören zu den Yoga Anfängern und möchten gerne langsam sowie risikoarm mit dem Yoga beginnen? Dann geben wir Ihnen hier zur Inspiration 10 Asana Anleitungen, mit denen Sie beginnen können.

Tadasana (Bergstellung)

  • Stehe aufrecht, die Füße geschlossen.
  • Spanne die Oberschenkel an
  • Hebe nun die Arme langsam über den Kopf
  • Halte den Blick nach vorne und atme tief sowie gleichmäßig ein und aus
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  • Begeben Sie sich zunächst in den Vierfüßlerstand
  • Platziere die Hände unterhalb der Schulter und die Knie unter der Hüfte
  • Stelle jetzt die Zehen auf
  • Schiebe Ihr Gesäß langsam auf die Fersen
  • Rotiere mit den Schulterblättern und bringe sie am Rücken sanft zusammen
  • Strecke die Beine aus und schiebe Ihr Gesäß bewusst nach oben
  • Lasse den Kopf locker hängen, entspanne den Nacken und verharre mit dem Oberkörper in der richtigen Position
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Balasana (Kindhaltung)

  • Knien Sie sich auf die Matte
  • Das Gesäß bleibt auf den Fersen
  • Beugen Sie sich behutsam nach vorne
  • Strecke die Arme langsam aus
  • Lege die Stirn auf den Boden ab
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Halt – bevor Sie in die nächsten Asanas einsteigen, ein kurzer Check-in: Spüren Sie nach den ersten drei Haltungen schon eine spannungslösende Wirkung in Atmung und Schultergurt? Genau das ist das Ziel der Anfänger-Sequenz. Nehmen Sie sich hier ruhig 30 Sekunden Pause in der Kindhaltung, bevor Sie mit den dynamischeren Asanas weitermachen — das Nervensystem braucht den Übergang vom Aufrichten in die Vorbeuge.

Uttanasana (Vorwärtsbeuge):

  • Stehe aufrecht, die Füße sind hüftbreit auseinander platziert
  • Beugen Sie sich jetzt langsam nach vorne
  • Lasse die Hände auf dem Boden ruhen
  • Entspanne den Nacken und halte die Position
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Marjarasana (Katze-Kuh-Haltung):

  • Starte im Vierfüßlerstand
  • Platzieren Sie sich sicher auf Händen und Knien
  • Runde jetzt den Rücken nach oben, als ob Sie einen Katzenbuckel machen (Katze)
  • Dann runde den Rücker wieder nach unten (Kuh).
  • Koordiniere die Bewegungen parallel mit der Atmung
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Virabhadrasana I (Krieger I):

  • Stehe aufrecht, mache einen großen Ausfallschritt nach vorne.
  • Drehe den vorderen Fuß nach außen und senke die Hüfte.
  • Hebe jetzt die Arme über den Kopf und schaue nach vorne.
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  • Setzen Sie sich auf die Matte, die Beine sind gekreuzt.
  • Halte den Rücken gerade, lege die Hände auf die Knie.
  • Schließe die Augen und atme ruhig
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Setu Bandhasana (Brücke)

  • Liege auf dem Rücken, die Knie sind gebeugt.
  • Hebe das Gesäß an und drücke die Hüften vorsichtig nach oben, sodass Sie eine Brücke bilden.
  • Halte die Position und atme gleichmäßig.
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Bhujangasana (Kobra):

  • Liege auf dem Bauch, die Hände unter den Schultern platziert.
  • Hebe den Oberkörper langsam an und strecke die Arme.
  • Schaue nach oben und halte die Position
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Vrikshasana (Baum):

  • Stehe zunächst auf einem Bein
  • Das andere Bein ist gegen das Standbein gelehnt.
  • Bring die Hände vor der Brust oder über dem Kopf zusammen.
  • Halte das Gleichgewicht und atme ruhig ein sowie aus
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Diese Asanas für Anfänger bieten einen sanften Einstieg in die Welt des Yoga. Beginnen Sie langsam, respektieren Sie die Grenzen Ihres Körpers und genießen Sie die Reise zu innerem Gleichgewicht und der körperlichen Stärke.

Ulrich Pötter, SWAV-Akademie
Mein Tipp aus 20+ Jahren Wellness-Praxis

Die größte Hürde im Anfänger-Yoga ist nicht die Beweglichkeit – sondern die Erwartung, gleich „gut auszusehen". Mein Vorschlag: Filmen Sie sich in der ersten Woche nicht ab, sondern fühlen Sie. Konzentrieren Sie sich darauf, wie sich jede Asana von innen anfühlt – wo es zieht, wo es trägt, wo der Atem hängenbleibt. Erst nach 4 Wochen lohnt sich ein kurzes Video, um die Ausrichtung zu prüfen. So entwickeln Sie Körpergefühl statt Spiegelpose – und das ist der Unterschied zwischen jahrelangem Yoga und nur kurzen Versuchen.

Wann kein Yoga?

Obwohl Yoga eine vielseitige und zugängliche Praxis ist, gibt es Situationen, in denen es besser ist, auf das Konzept zu verzichten.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Schwangerschaft im fortgeschrittenen Stadium
  • Schwere Herzprobleme oder hoher Blutdruck
  • Akute Verletzungen oder starke Schmerzen
  • Orthopädische Probleme wie Bandscheibenvorfälle
  • Infektionen oder ernsthafte gesundheitliche Probleme
  • Offene Wunden
  • Fieber und Erkältungen sowie Infektionen
  • Psychosen und instabile Persönlichkeiten
  • Zwangsstörungen
  • Immunschwächen
  • fortgeschrittene Demenz
  • starke Immunschwäche
  • schwerwiegende Depressionen und Angstzustände
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Glaukom
  • Aneurysmen
  • schwere Herzkrankheiten
  • Ateminsuffizienz
  • akuter Rheuma-/ Arthroseschub
  • Entzündungen (ebenfalls in den Zähnen)

Insgesamt sollten Sie immer auf Ihren Körper hören! Gerade Yoga Asanas für Einsteiger müssen langsam und koordiniert ausgeführt werden. Ziel ist es nicht, besonders leistungsstark zu sein, sondern korrekte, saubere Yoga Techniken nachzuahmen, mit denen Sie sich schrittweise steigern können.

Sie möchten noch mehr Yoga Anleitungen sehen? Dann schauen Sie gleich hier auf die Yoga Video Übungen.

So können Sie die Yoga-Übungen für Anfänger zum Beispiel in einem kurzen Home-Workout erlernen. Auch eine kurze Morgen-Routine mit Yoga könnte Anfängern den Start in die Welt des Yoga ermöglichen.

Was ist bei der Ausführung von Asanas zu beachten?

Die korrekte Ausführung der Asanas ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden und die volle Yoga Übung Wirkung zu unterstützen.

Dabei gilt:

  • Achten Sie darauf, gleichmäßig zu atmen. Die Atmung spielt eine zentrale Rolle im Yoga und unterstützt die Bewegungen.
  • Kontrollieren Sie die richtige Ausrichtung Ihres Körpers. Sie fördert nicht nur die Effektivität der Asanas, sondern schützt auch vor Verletzungen.
  • Seien Sie achtsam gegenüber Ihrem Körper. Respektieren Sie seine Grenzen und zwingen Sie sich nicht in Positionen, die Schmerzen verursachen.
  • Die Kontinuität ist entscheidend. Auch wenn es am Anfang herausfordernd sein mag, bleiben Sie regelmäßig dabei, um die vollen Yoga Effekte zu erleben.

Wann kein Yoga-Anfänger mehr?

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem man kein Yoga-Anfänger mehr ist. Der Übergang von Anfänger zu Fortgeschrittenem ist fließend und hängt von Ihrer individuellen Entwicklung ab.

Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass Ihre Yoga Anwendung stagniert oder Sie nach mehr Herausforderungen suchen, wenn es Ihnen leicht fällt, Yoga auszuüben, ist es möglicherweise an der Zeit, neue Asanas und Techniken zu erkunden. So gelingt der Wechsel zu Yoga Übungen für Fortgeschrittene. Die Schlüssel sind Geduld, Respekt vor Ihrem eigenen Tempo und die kontinuierliche Bereitschaft, zu lernen.

Häufige Fragen zu Asanas für Anfänger

Welches sind die wichtigsten Asanas für Anfänger?

Die klassische Anfänger-Sequenz umfasst Berghaltung (Tadasana), Vorbeuge (Uttanasana), herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana), Krieger I (Virabhadrasana I), Baum (Vrikshasana), Kind (Balasana), Kobra (Bhujangasana) und Schulterstand (Sarvangasana). Diese acht decken alle wichtigen Bewegungsachsen ab und bauen kontinuierlich Kraft, Beweglichkeit und Balance auf.

Wie oft sollte ich als Anfänger Yoga machen?

2 bis 3 Mal pro Woche je 20 bis 30 Minuten reichen vollkommen, um sichtbare Erfolge zu sehen. Wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit: Drei kurze Einheiten pro Woche schlagen eine 90-Minuten-Einheit am Wochenende. Anfangs lieber öfter und kürzer als selten und lang.

Brauche ich besondere Ausrüstung für Anfänger-Yoga?

Nein – eine rutschfeste Yogamatte und bequeme, dehnbare Kleidung reichen für den Start. Yogablöcke und ein Gurt können später hilfreich sein, wenn Sie in fortgeschrittenere Asanas möchten. Yogasocken sind optional, viele bevorzugen barfuß für besseren Bodenkontakt.

Kann Yoga bei Rückenschmerzen helfen?

Ja, bei nicht-spezifischen Verspannungen ist Yoga eine wissenschaftlich gut untersuchte Methode, um Beweglichkeit, Stabilität und Stressregulation zu verbessern – alles Faktoren, die Rückenschmerzen positiv beeinflussen. Bei akuten oder ausstrahlenden Schmerzen oder Bandscheibenproblemen erst ärztliche Abklärung, dann mit einer qualifizierten Yoga-Lehrkraft anfangen.

Ist Yoga für Übergewichtige geeignet?

Ja, gerade Yoga ist hervorragend für Einsteiger jeden Körperbaus geeignet, weil viele Asanas modifizierbar sind. Yin Yoga, Hatha Yoga oder Sanftes Yoga sind ideale Einstiegsformen. Verzichten Sie anfangs auf dynamische Stile wie Ashtanga und arbeiten Sie zunächst mit Yogablöcken und Modifikationen, um Gelenke nicht zu überlasten.

Wann sollte ich mit dem Yoga aufhören oder pausieren?

Bei stechenden oder ausstrahlenden Schmerzen, bei Schwindel, Übelkeit, starkem Bluthochdruck-Schub, akuten Verletzungen sowie bei sehr hohem Fieber sofort pausieren. Stechen, Brennen oder Taubheit sind nie ein gutes Zeichen – ein gesundes „Ziehen" oder muskuläres Brennen schon.

Quellen & weiterführende Informationen

  • Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) – Standards und Qualifikationsanforderungen
  • Cochrane Review (2017): „Yoga for chronic low back pain" – Evidenzlage zur Wirksamkeit
  • National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH): „Yoga – What You Need To Know"
  • Sivananda Yoga Tradition: Klassische Asana-Sequenzen und ihre Hintergründe
  • Iyengar B.K.S.: „Light on Yoga" – Standardwerk zur Asana-Praxis und Ausrichtung

Fazit: Asanas für Anfänger erfolgreich starten

Die Asanas sind ein zentraler Teil des Yoga und bieten Ihnen die Möglichkeit, körperliche Stabilität mit Fitness und Entspannung zu vereinen. Dabei gibt es Asanas mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass Sie auch als Anfänger die richtigen Yoga Übungen ausführen können. Achten Sie auf Ihren Körper, vergessen Sie nicht die gleichmäßige Atmung und steigern Sie sich langsam, dann führen Sie die Asanas für Anfänger zielsicher in die Welt des Yoga und Sie können Ihre Technik kontinuierlich verbessern.

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Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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