16. April 2024
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Yoga gehört zu den Trendsettern unter den Sportarten. Kaum eine andere Fitnessaktivität vereint körperliche Betätigung so harmonisch mit Entspannung und Meditation für ein ganzheitliches Wohlbefinden. Doch, was bedeutet eigentlich Yoga und wofür eignet sich das Konzept? Wir verraten es Ihnen im heutigen Blog-Beitrag.

Key Facts – Was ist Yoga? Arten, Einstieg und Grenzen

  • Sechs verbreitete Stile: Hatha, Vinyasa, Yin, Ashtanga, Kundalini und Hot Yoga — unterschiedlich in Tempo und Schwerpunkt.
  • Für den Einstieg Hatha: Die Haltungen werden lange genug gehalten, dass eine Korrektur möglich ist.
  • Beweglichkeit ist kein Zugang, sondern ein Ergebnis — das hält die meisten unnötig ab.
  • Nie in den Schmerz gehen: Ein Ziehen ist in Ordnung, ein Stechen nicht.
  • Acht Glieder, nicht nur Übungen: Die Körperhaltungen sind in der Überlieferung nur eines davon.
  • Vorher Bescheid sagen: Für fast jede Einschränkung gibt es eine angepasste Haltung — wenn die Kursleitung davon weiß.

Was ist Yoga?

Yoga ist nicht nur eine körperliche Übung, sondern eine ganzheitliche Lebensphilosophie, die Körper, Geist und Seele miteinander verbindet. Es geht darum, in Harmonie mit sich selbst und der Welt um einen herum zu leben. Yoga umfasst verschiedene Aspekte, darunter:

  • Atemübungen (Pranayama)
  • Körperstellungen (Asanas)
  • Meditation
  • Ethische Grundsätze

Die bekanntesten Inhalte des Yoga sind hierbei die Asanas. Sie helfen nicht nur, Flexibilität und Kraft zu entwickeln, sondern fördern auch das Bewusstsein für den eigenen Körper. Pranayama wiederum, die Kontrolle des Atems, trägt dazu bei, den Geist zu beruhigen und die Lebensenergie zu stärken. Yoga ist also weit mehr als nur eine körperliche Aktivität – es ist eine Reise zur Selbstentdeckung und inneren Balance.

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Wann entstand Yoga?

Die Ursprünge des Yoga reichen weit zurück in die Geschichte. Die genaue Entstehung des Yoga ist zwar schwer zu datieren, aber es wird angenommen, dass die Praxis vor mehr als 5.000 Jahren in Indien entstand.

Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen über Yoga finden sich in den Vedas, den alten indischen Schriften. Der berühmte Gelehrte Patanjali hat das Wissen über Yoga dann im "Yoga Sutra" kodifiziert, einem Leitfaden, der die Grundlagen und Prinzipien des Yoga beschreibt.

Yoga entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter, wobei verschiedene Schulen und Stile entstanden. Heute ist Yoga eine international praktizierte Disziplin, die Menschen auf der ganzen Welt vereint, um die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern.

Für was ist Yoga alles gut?

Yoga verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um die innere Balance, körperliche Fitness und mehr Gelassenheit zu begleiten. Das heißt, es wirkt sich nicht nur positiv auf die körperliche Gesundheit aus, es unterstützt auch das emotionale und mentale Wohlbefinden.

Die regelmäßige Praxis von Yoga kann dazu beitragen…

  • Stress abzubauen
  • die Flexibilität zu verbessern
  • die Muskulatur zu stärken
  • die Haltung zu korrigieren
  • die Konzentration zu steigern
  • den Schlaf zu bessern
Alexander Y -stock.adobe.com

Was bringt Yoga?

Yoga dient als Weg zur verbesserten Selbstwahrnehmung, mehr körperlicher Fitness und der ganzheitlichen Erholung.

Yoga ist dazu mehr als nur körperlich-geprägte Übungen. Yoga beschreibt eher eine Reise, die tief in Ihr Inneres führt. Durch die Kombination von körperlichen Aspekten, Atemkontrolle und Meditation trägt Yoga dazu bei, den Geist zu beruhigen und das Bewusstsein zu schärfen. Dies führt oft zu einem verbesserten Selbstverständnis und einer gesteigerten emotionalen Intelligenz. Yoga kann obendrein helfen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen, emotionale Blockaden zu lösen und einen Zustand innerer Ruhe zu erreichen.

Was ist das Wichtigste beim Yoga?

Das Herzstück von Yoga liegt in der Achtsamkeit und dem bewussten Sein im gegenwärtigen Moment. Die Verbindung von Atem und Bewegung, die Fokussierung des Geistes und die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper sind somit entscheidende Elemente.

Während die körperliche Arbeit hier zwar ebenfalls wichtig ist, spielt vor allem die innere Haltung eine große Rolle.

Respektieren Sie Ihre Grenzen, seien Sie geduldig mit sich selbst und praktizieren Sie mit einer offenen, akzeptierenden Einstellung – so lässt sich die Welt des Yogas Stück für Stück ergründen und Sie erlernen die Praktik auf ganzheitlicher Ebene.

Wie fängt man am besten mit Yoga an?

Ein guter Anfang wäre zum Beispiel ein Anfängerkurs in einem örtlichen Studio oder auf Online-Plattformen. Informieren Sie sich vorab, welche Option für Sie am besten wäre, um mit Yoga anfangen zu können. Versuchen Sie eine Variante zu wählen, die Ihnen sofort Spaß bringt und Sie anspricht.

Yoga lernen heißt aber auch, sich mit den Hintergründen, der Geschichte und dem Gesamtkonzept zu beschäftigen. Dies gelingt unter Umständen durch passende Yoga Bücher oder Yoga Videos.

Bedenken Sie, der Einstieg in Yoga kann zunächst überwältigend erscheinen, denn es gibt zahlreiche Yoga-Arten und viele spirituelle Lehren, die mit dem Konzept verbunden sind. Doch, Sie sollten sich keinen Stress machen. Es gibt viele Wege, die für Anfänger zugänglich sind und mit denen Sie unkompliziert in die Welt von Yoga eintauchen können.

Achten Sie darauf, einen Yoga-Lehrer zu wählen, der auf Ihre Bedürfnisse eingeht und die Grundlagen vermittelt. Zuhause können Sie mit einfachen Übungen und kurzen Meditationen beginnen. Wichtig ist auch, regelmäßig Yoga zu praktizieren und Ihre eigene Entwicklung zu beobachten.

Welche Arten von Yoga gibt es?

Yoga ist so vielfältig wie die Menschen, die es praktizieren. Es gibt zahlreiche Yoga-Stile, die unterschiedliche Schwerpunkte und Ansätze haben. Gängige Varianten sind:

  • Hatha Yoga = Hatha Yoga beschreibt einen eher sanfter Einstieg und konzentriert sich auf die Grundlagen von Asanas und Atemkontrolle
  • Vinyasa Yoga = Dieses Konzept hingegen betont den Fluss der Bewegung und ist dynamischer
  • Kundalini Yoga = Kundalini Yoga konzentriert sich auf die Aktivierung der sogenannten Kundalini-Energie
  • Yin Yoga = Yin Yoga ist ruhig und entspannend, indem es längeres Verweilen in den Asanas betont.

Außerdem gibt es noch zahlreiche andere Yoga-Stile. Sie sollten sich vor dem Yoga Kurs also ausführlich mit den verschiedenen Yoga Arten auseinandersetzen und sich bewusst für den Yoga Stil entscheiden, der am besten zu Ihnen und Ihren Zielen sowie Ihrer körperlichen und mentalen Gesundheit passt.

Was sind Asanas?

Asanas sind die verschiedenen Körperstellungen oder Haltungen im Yoga. Sie reichen von einfachen Sitzpositionen bis hin zu komplexen Körperhaltungen. Jede Asana hat spezifische Vorteile für Körper und Geist. Sie fördern nicht nur Flexibilität und Kraft, sondern helfen auch dabei, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken und den Geist zu beruhigen.

Eine bewusste Ausführung der Asanas in Verbindung mit der richtigen Atmung ist allerdings entscheidend, um die volle Wirkung zu entfalten. Hier empfiehlt es sich, die Grundlagen von einem erfahrenen Yoga-Lehrer zu erlernen oder aber einen entsprechenden Online-Kurs zu belegen, um die Übungen niemals ohne Vorkenntnisse oder Übung zu absolvieren.

Yoga anwenden

Yoga durchführen gelingt in den verschiedensten Lebensbereichen. So beschränkt sich die Yoga Praxis nicht auf den sportlichen Bereich. Auch abseits der Yoga-Matte können Sie Prinzipien wie Achtsamkeit und Atmung in Ihren Alltag einfließen lassen.

Ob bei der Arbeit, in Beziehungen oder in stressigen Situationen – die Prinzipien des Yoga können Ihnen übergreifend helfen, ruhiger und fokussierter zu bleiben.

Für wen eignet sich Yoga?

Yoga ist prinzipiell für jeden geeignet ist, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fitnesslevel. Hier geht es eher um die Wahl der richtigen Yoga-Art. So gibt es spezielle Yoga-Kurse für Schwangere, Kinder, ältere Menschen und sogar Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Yoga kann individuell angepasst werden, um den Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes Einzelnen gerecht zu werden.

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Wann kein Yoga anwenden?

Es gibt Situationen, in denen es ratsam ist, vorsichtig zu sein oder Yoga zu vermeiden, dazu gehören zum Beispiel:

  • Schwangerschaft im fortgeschrittenen Stadium
  • Schwere Herzprobleme oder hoher Blutdruck
  • Akute Verletzungen oder starke Schmerzen
  • Orthopädische Probleme wie Bandscheibenvorfälle
  • Infektionen oder ernsthafte gesundheitliche Probleme
  • Offene Wunden
  • Fieber und Erkältungen sowie Infektionen
  • Psychosen und instabile Persönlichkeiten
  • Zwangsstörungen
  • Immunschwächen
  • fortgeschrittene Demenz
  • starke Immunschwäche
  • schwerwiegende Depressionen und Angstzustände
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Glaukom
  • Aneurysmen
  • schwere Herzkrankheiten
  • Ateminsuffizienz
  • akuter Rheuma-/ Arthroseschub
  • Entzündungen (ebenfalls in den Zähnen)

Insgesamt darf Yoga natürlich auch nicht bei ernsthaften degenerativen Erkrankungen, Krebs, nach schweren Verletzungen, Schlaganfällen oder schwerwiegenden Erkrankungen des Bewegungsapparats nicht angewandt werden. Weiterhin gilt bei Schwangerschaften, dass intensive Drehhaltungen und Vorbeugen sowie Umkehrhaltungen, welche das Blut weg vom Uterus leiten verboten sind. Ab dem 3. Trimester sollten zudem weder Rückenlage noch Seitenlage rechts genutzt werden.

Hinweis: Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie mit Yoga beginnen, insbesondere wenn gesundheitliche Bedenken bestehen.

Yoga erlernen

Sie möchten Yoga professionell anwenden oder vielleicht sogar selbst als Yoga Lehrer aktiv werden? Dann brauchen Sie eine passende Yoga Ausbildung. Diese können Sie entweder in Präsenz oder als moderne Online Ausbildung zum Yoga-Lehrer belegen. Hier sind Sie frei mit Ihrer Zeiteinteilung und können an jedem Ort lernen, der Sie inspiriert! Wichtig ist, dass Sie niemals ohne Vorkenntnisse und eine hochwertige Yoga Ausbildung an die Durchführung der Asanas sowie die Betreuung anderer Yoga-Interessierten herantreten.

Fazit

Yoga ist weit mehr als nur körperliche Übungen – es ist eine Lebensphilosophie, die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit fördert. Die Vielfalt der Yoga-Stile ermöglicht es jedem, den passenden Ansatz zu finden. Nutzen Sie Yoga als Werkzeug, um Stress abzubauen, Flexibilität zu steigern und Ihr inneres Gleichgewicht zu finden. Egal, ob Sie ein erfahrener Yogi oder Anfänger sind, die Reise zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit kann durch Yoga beginnen.

Die verbreiteten Yoga-Arten im Vergleich

Wer zum ersten Mal nach einem Kurs sucht, stößt auf ein Dutzend Bezeichnungen und weiß hinterher weniger als vorher. Dabei lassen sich die gängigen Stile an zwei Fragen unterscheiden: Wie zügig wird gewechselt, und liegt der Schwerpunkt auf Kraft, auf Dehnung oder auf Ruhe?

StilTempoSchwerpunktGeeignet für
Hatharuhig, Haltungen werden gehaltenGrundhaltungen, Atmung, saubere Ausführungder übliche Einstieg — hier lernt man das Handwerk
Vinyasa / Flowfließend, im AtemrhythmusBeweglichkeit und Kreislaufalle, die Bewegung mögen und die Grundhaltungen kennen
Yinsehr langsam, Haltungen über Minutentiefes Dehnen, RuheAusgleich zu Kraft- und Ausdauersport
Ashtangazügig, feste AbfolgeKraft und Ausdauersportlich Geübte mit Freude an Wiederholung
KundalinigemischtAtemübungen, Klang, Meditationalle, die den meditativen Teil suchen
Hot Yoga / Bikramzügig, im beheizten RaumSchwitzen, BeweglichkeitKreislaufgesunde — bei Herz-Kreislauf-Themen ungeeignet

Für den Anfang ist Hatha die naheliegende Wahl, unabhängig vom Fitnesszustand. Die Haltungen werden dort lange genug gehalten, dass eine Korrektur überhaupt möglich ist — in einem zügigen Flow ist die Position vorbei, bevor jemand etwas sagen konnte.

Der erste Kurs: was Anfänger wissen sollten

Die Hürde ist meist nicht die Beweglichkeit, sondern die Sorge, sich zu blamieren. Beides erledigt sich in der ersten Stunde — mit ein paar praktischen Punkten vorab geht es leichter.

  1. Sagen Sie vorher Bescheid, dass Sie neu sind, und nennen Sie Beschwerden oder Operationen. Eine gute Kursleitung passt Haltungen an, wenn sie davon weiß.
  2. Kommen Sie nicht mit vollem Magen — zwei bis drei Stunden Abstand zur letzten größeren Mahlzeit.
  3. Bequeme Kleidung, keine Schuhe. Geübt wird barfuß; das gehört zur Standfestigkeit dazu.
  4. Eine eigene Matte lohnt sich schnell, ist am Anfang aber nicht nötig — Studios stellen welche.
  5. Vergleichen Sie sich nicht. Die Nachbarin macht die Haltung seit acht Jahren; Beweglichkeit ist keine Voraussetzung, sondern ein Ergebnis.
  6. Gehen Sie nie in den Schmerz. Ein Ziehen ist in Ordnung, ein Stechen nicht. Wer über die Grenze arbeitet, erreicht das Gegenteil.

Ein bis zwei Einheiten pro Woche genügen für den Anfang vollkommen. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass ein Termin fest im Kalender steht — sonst verschiebt er sich zuverlässig.

Mehr als Übungen: woher Yoga kommt

Was heute in Studios geübt wird, ist ein Ausschnitt. In der klassischen Überlieferung — festgehalten in den Yoga-Sutras des Patanjali — steht Yoga auf acht Gliedern, und die Körperhaltungen sind nur eines davon.

  • Yama und Niyama: der Umgang mit anderen und mit sich selbst.
  • Asana: die Körperhaltungen — das, was hierzulande gemeint ist, wenn jemand „Yoga" sagt.
  • Pranayama: die Atemlenkung.
  • Pratyahara: das Zurückziehen der Aufmerksamkeit von äußeren Reizen.
  • Dharana, Dhyana, Samadhi: Konzentration, Meditation und Versenkung.

Man muss diesen Rahmen nicht übernehmen, um von den Übungen etwas zu haben. Es erklärt aber, warum in vielen Kursen geatmet, gesessen und geschwiegen wird und nicht nur gedehnt — und warum die Endentspannung am Schluss kein Anhängsel ist, sondern zur Stunde gehört.

Wann Yoga angepasst oder nicht geübt wird

Yoga gilt als sanft und ist es in den meisten Formen auch. Einzelne Haltungen belasten aber Wirbelsäule, Handgelenke und Kreislauf durchaus — in diesen Fällen gehört die Frage der Eignung vorab in ärztliche Hände:

  • Bandscheibenvorfall und akute Rückenbeschwerden: keine tiefen Vorbeugen, keine Drehungen unter Belastung.
  • Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Glaukom: Umkehrhaltungen wie Kopf- und Schulterstand bleiben aus; Hot Yoga ist ungeeignet.
  • Nach Operationen und bei frischen Verletzungen: erst nach Freigabe, dann mit angepassten Haltungen.
  • Osteoporose: keine starken Vorbeugen und Drehungen der Wirbelsäule.
  • Schwangerschaft: spezielle Kurse wählen; Bauchlage, tiefe Drehungen und Hot Yoga entfallen.
  • Beschwerden in Handgelenken oder Schultern: Stützhaltungen lassen sich auf Unterarmen oder am Stuhl abwandeln.

Für nahezu jede Einschränkung gibt es eine angepasste Variante — vorausgesetzt, die Kursleitung weiß davon. Das ist der eigentliche Grund, warum das kurze Gespräch vor der ersten Stunde nicht übersprungen werden sollte.

Zur Einordnung: Yoga ist eine Übungspraxis für Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und Entspannung. Es ist keine medizinische Behandlung, ersetzt keine ärztliche Abklärung und ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu behandeln. Bei Rücken- oder Gelenkbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nach Operationen, bei Osteoporose oder in der Schwangerschaft gehört die Frage der Eignung vorab in ärztliche Hände — und die Kursleitung sollte davon wissen, damit Haltungen angepasst werden können.
Ulrich Pötter
Mein Expertenrat aus über 20 Jahren Praxis: Mein Rat für den Anfang: Nehmen Sie den Hatha-Kurs, auch wenn der Flow-Kurs verlockender klingt. In einem zügigen Ablauf ist die Haltung vorbei, bevor jemand Ihre Ausführung korrigieren konnte — und genau diese Korrektur brauchen Sie in den ersten Monaten. Und sprechen Sie die Kursleitung vor der ersten Stunde an. Zwei Sätze über den Bandscheibenvorfall oder das Handgelenk genügen; danach bekommen Sie an den passenden Stellen eine abgewandelte Variante gezeigt, statt sich durch eine Haltung zu quälen, die für Sie nicht gedacht ist.

Fazit

Yoga ist mehr als eine Abfolge von Haltungen, aber man muss den philosophischen Rahmen nicht übernehmen, um davon etwas zu haben. Für den Einstieg genügen drei Entscheidungen: ein Hatha-Kurs, ein fester Termin pro Woche und ein kurzes Gespräch mit der Kursleitung über Beschwerden oder Operationen. Alles Weitere — der passende Stil, die eigene Matte, die Frage nach Atemübungen und Meditation — ergibt sich in den ersten Monaten von selbst. Was Sie nicht mitbringen müssen, ist Beweglichkeit: Sie ist das Ergebnis, nicht die Voraussetzung.

Häufige Fragen

Was ist Yoga eigentlich?

Eine aus Indien stammende Übungspraxis, die Körperhaltungen, Atemlenkung und Meditation verbindet. In der klassischen Überlieferung steht sie auf acht Gliedern; die Körperhaltungen — Asanas — sind nur eines davon und das, was hierzulande meist gemeint ist.

Welche Yoga-Arten gibt es?

Am verbreitetsten sind Hatha (ruhig, Grundhaltungen), Vinyasa oder Flow (fließend im Atemrhythmus), Yin (sehr langsam, tiefes Dehnen), Ashtanga (zügig, feste Abfolge), Kundalini (Atem, Klang, Meditation) und Hot Yoga im beheizten Raum.

Welches Yoga eignet sich für Anfänger?

Hatha, unabhängig vom Fitnesszustand. Die Haltungen werden dort lange genug gehalten, dass die Ausführung korrigiert werden kann — in einem zügigen Flow ist dafür keine Zeit.

Muss man beweglich sein, um mit Yoga anzufangen?

Nein. Beweglichkeit ist kein Zugang, sondern ein Ergebnis. Diese Sorge hält mehr Menschen ab als jede andere.

Wie oft sollte man Yoga üben?

Ein bis zwei Einheiten pro Woche genügen für den Anfang. Wichtiger als die Häufigkeit ist ein fester Termin im Kalender — sonst verschiebt er sich zuverlässig.

Wann sollte man Yoga nicht oder nur angepasst üben?

Bei Bandscheibenvorfall und akuten Rückenbeschwerden, bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Glaukom (keine Umkehrhaltungen, kein Hot Yoga), nach Operationen, bei Osteoporose sowie in der Schwangerschaft. Für fast jede Einschränkung gibt es eine angepasste Variante, wenn die Kursleitung davon weiß.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia – Yoga: Ursprung, Traditionen und Verbreitung
  2. Wikipedia – Yogasutra des Patanjali: die acht Glieder
  3. Wikipedia – Asana: die Körperhaltungen im Yoga
  4. Wikipedia – Hatha Yoga: Merkmale und Abgrenzung
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Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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