29. Juli 2015
Lesezeit ca. 17 Min.

Die Sportmassage ist eine gezielte Massagetechnik für Sportler und Aktive — sie unterstützt die Regeneration nach Belastung, beugt Muskelkater und Verletzungen vor und steigert mittelfristig die Leistungsfähigkeit. Anders als die klassische Wellnessmassage konzentriert sie sich auf die beanspruchten Muskelgruppen und kombiniert Streich-, Knet- und Walktechniken mit gezieltem Druck. Dieser Ratgeber zeigt Ursprung, vier Phasen (Vorbereitungs-, Trainings-, Erholungs-, Zwischenmassage), Wirkung, den richtigen Zeitpunkt und wie Du Sportmassage als Beruf erlernen kannst.

Key Facts — Sportmassage

  • Definition: Gezielte Massage für sportlich aktive Menschen — fokussiert auf beanspruchte Muskelgruppen, nicht auf den ganzen Körper
  • Vier Phasen-Varianten: Vorbereitungs-, Trainings-, Erholungs- und Zwischenmassage — jede mit eigenem Druck-, Dauer- und Zielprofil
  • Hauptwirkung: Bessere Durchblutung, Lockerung der Muskulatur, beschleunigter Laktat-Abbau, Muskelkater-Prävention, verbesserte Regeneration
  • Richtiger Zeitpunkt: Frühestens 60 Minuten nach dem Training, spätestens 24 Stunden danach
  • Grifftechniken: Streichungen, Knetungen, Walken, leichtes Klopfen — flüssig ineinander übergehend, immer in Richtung Herz
  • Dauer: Erholungsmassage 20–40 Minuten je Muskelgruppe; Vorbereitungsmassage kürzer (10–15 Min, locker-erwärmend)
  • Beruflicher Weg: Erlernbar im Rahmen einer fundierten Massage-Ausbildung mit Wellness- und Präventionsfokus

Was ist eine Sportmassage?

Die Sportmassage ist eine gezielte Massagetechnik, die sich an den Bedürfnissen sportlich aktiver Menschen orientiert — von ambitionierten Hobbysportlern bis zum Profi-Bereich. Im Unterschied zur klassischen Wellness- oder Ganzkörpermassage konzentriert sie sich auf die beanspruchten Muskelgruppen und kombiniert verschiedene Grifftechniken zu einem ganzheitlichen Konzept, das vor, während und nach dem Sport eingesetzt werden kann.

Die Anwendung verfolgt drei klare Zielrichtungen: Erstens die Vorbereitung der Muskulatur auf eine bevorstehende Belastung — wärmende, lockernde Griffe machen die Muskeln „bereit". Zweitens die Erholung nach der Belastung — tiefer wirkende Griffe lösen Spannungen, unterstützen den Stoffwechsel und beschleunigen den Abtransport von Laktat. Drittens die Prävention — durch regelmäßige Anwendung wird das Verletzungsrisiko gesenkt und chronische Verspannungen werden vermieden.

Im Profisport ist die Sportmassage seit Jahrzehnten Routine — sie wird unmittelbar in das Trainings- und Wettkampfprogramm integriert. Mittlerweile hat sie auch im Hobbysport stark an Bedeutung gewonnen, weil immer mehr Aktive den direkten Effekt auf ihre Regenerationsfähigkeit und ihr Wohlbefinden erleben.

Ursprung & Geschichte der Sportmassage

Die Wurzeln der Sportmassage reichen tief in die Antike. Schon die alten Ägypter besaßen ein umfangreiches Wissen über die wohltuende Wirkung von Streich- und Knet-Techniken. Echte Bedeutung gewann die sportbezogene Massage aber durch den griechischen Arzt Galenos von Pergamon (ca. 129–199 n. Chr.) — bekannt als „Gladiatorarzt". Galenos behandelte römische Gladiatoren vor und nach ihren Kämpfen, entwickelte zahlreiche Massagetechniken und verfasste mehrere Schriften über Wirkung und Einsatzgebiete. Ihm ist es zu verdanken, dass die Massage als systematische Heilmethode in den medizinischen Kanon einging.

Eine weitere wichtige Figur in der Massage-Geschichte war der französische Wundarzt Ambroise Paré (1510–1590), der nachweisen konnte, dass sich bei operierten Patienten die Wundheilung durch gezielte Massagebehandlungen erheblich verbesserte. Mit der Olympia-Bewegung des späten 19. Jahrhunderts und der zunehmenden Professionalisierung des Sports im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Sportmassage schließlich zu einer eigenständigen Disziplin innerhalb der Massagewissenschaft.

Die vier Phasen der Sportmassage

Die moderne Sportmassage kennt vier Phasen-Varianten, die sich nach dem Zeitpunkt der Anwendung im Trainings- oder Wettkampfzyklus richten:

VarianteZeitpunktDruckDauerZiel
VorbereitungsmassageVor dem SportLocker, leicht erwärmend10–15 MinMuskulatur auf Belastung vorbereiten, Durchblutung anregen
ZwischenmassageIn Pausen / zwischen WettkampfphasenKurz, gezielt3–5 MinFrische Verspannungen lösen, mentale Fokussierung
TrainingsmassageWährend eines Belastungsblocks (in Trainingslagern)Steigernd: sanft → walkend → knetend20–30 MinTrainingsintensität verarbeiten, Adaption fördern
ErholungsmassageNach dem Sport (ab 60 Min danach)Mittel bis tief, ruhig20–40 MinRegeneration beschleunigen, Laktat-Abbau, Muskelkater-Prävention

Die Erholungsmassage ist die häufigste Form im Hobbybereich und wird oft mit „Sportmassage" gleichgesetzt. Eine bessere Wirkung wird erzielt, wenn dem Klienten vorher eine warme Dusche oder ein kurzes Vollbad ermöglicht wird — die Muskulatur ist dann besser durchblutet und reagiert sensibler auf die Grifftechniken.

Sportmassage zur Muskelkater-Prävention
Sportmassage zur Muskelkater-Prävention: gezielte Griffe lösen Mikrospannungen und beschleunigen die Regeneration — © SENTELLO / stock.adobe.com

Wirkung & Effekte einer Sportmassage

Die Wirkung der Sportmassage entfaltet sich auf mehreren Ebenen — mechanisch über die Muskelfasern, biochemisch über Stoffwechsel und Mikrozirkulation, mental über Entspannung und körperliche Selbstwahrnehmung. Die zentralen Effekte:

  • Verbesserte Durchblutung: Aktivierung des Kreislaufs, mehr Sauerstoff im Gewebe
  • Lockerung der Muskulatur: Lösung kleiner Verhärtungen, Reduktion von muskulärem Tonus
  • Beschleunigter Laktat-Abbau: Schnellere Ableitung der Milchsäure aus den beanspruchten Muskeln
  • Muskelkater-Prävention: Verbesserte Zellregeneration durch erhöhte Aktin-Ausschüttung (Strukturprotein der Muskelfasern)
  • Mitochondrien-Aktivierung: Studien zeigen eine messbare Steigerung der Mitochondrien-Dichte im massierten Gewebe — bessere Energieversorgung der Zellen
  • Entzündungs-Prävention: Massierte Muskelzellen reagieren weniger entzündlich auf intensive Belastung
  • Lockerung des Bindegewebes: Auflösung von Faszien-Verklebungen, mehr Beweglichkeit
  • Mentale Erholung: Aktivierung des Parasympathikus, Cortisol-Reduktion, Übergang in den Erholungsmodus
  • Verringerung des Verletzungsrisikos: Geschmeidigere Muskulatur ist weniger anfällig für Zerrungen und Überdehnungen

Wissenschaftlich am besten belegt sind die durchblutungsfördernde und die stressreduzierende Wirkung. Für die Muskelkater-Prävention gibt es überzeugende Erfahrungswerte, allerdings keine eindeutige Studienlage — ein Teil der Wirkung dürfte auch auf den positiven Effekt der frühen Bewegung und der Wärmeanwendung zurückzuführen sein.

Ulrich Pötter, Gründer der SWAV-Akademie

Mein Tipp aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Die meisten Hobby-Sportler machen einen typischen Fehler — sie wollen die Sportmassage sofort nach dem Training. Bitte nicht! Dein Organismus braucht nach einer intensiven Belastung mindestens 60 Minuten Eigen-Regeneration, bevor er von einer Massage profitiert. Massierst Du zu früh, erreichst Du nur eine oberflächliche Hautdurchblutung — die eigentliche Tiefenwirkung kann sich nicht entfalten, weil die Muskelfasern noch in der akuten Stress-Phase stecken. Optimal ist ein Zeitfenster zwischen 1 und 24 Stunden nach dem Sport. Wer dieses Fenster konsequent einhält, merkt nach wenigen Wochen einen deutlichen Unterschied in der Erholung — das ist mein Erfahrungswert aus tausenden Kursteilnehmern.

Wann eine Sportmassage durchführen?

Der richtige Zeitpunkt entscheidet wesentlich über die Wirkung der Sportmassage. Drei klare Regeln aus der Praxis:

  1. Nicht direkt nach dem Sport. Mindestens 60 Minuten Eigen-Erholung sollten dem Training folgen, bevor die Massage beginnt. In dieser Zeit klingt die akute Belastungs-Reaktion ab, der Puls normalisiert sich, die Muskeln werden „aufnahmebereit".
  2. Spätestens 24 Stunden danach. Wartest Du länger als einen Tag, hat die Erholungsmassage deutlich weniger Effekt auf die Regeneration. Die meisten biochemischen Prozesse, die wir mit der Massage unterstützen wollen, sind dann schon abgelaufen.
  3. Vor dem Sport: kurz und locker. Eine Vorbereitungsmassage sollte den Körper in Bewegung bringen, nicht entspannen — sonst stört sie die spätere Leistungsbereitschaft. Maximal 10–15 Minuten, lockere Griffe, kein tiefer Druck.

Sportmassage selbst anwenden

Eine vereinfachte Sportmassage kannst Du als sportlich aktiver Mensch durchaus selbst anwenden — entweder an Dir selbst (an gut erreichbaren Bereichen wie Beinen, Armen, Schultern) oder an Trainingspartnern. Eine einfache, wirksame Sequenz für den Eigenbedarf:

  1. Wärmende Streichungen — beidhändig, parallel, langsam und gleichmäßig in Richtung Herz
  2. Kreisende Bewegungen — kleine Kreise mit den Handflächen, mittlerer Druck
  3. Sanfte Knetungen — bei größeren Muskelgruppen (Oberschenkel, Waden), Muskelfaser von Daumen und Fingern „walken"
  4. Abschluss mit sanften Streichungen — beruhigend ausstreichen, in Richtung Herz

Ergänzend kannst Du Hilfsmittel wie eine Foam-Rolling-Faszienrolle oder eine Massagepistole verwenden — beide unterstützen die Faszienlockerung mechanisch. Für die volle Tiefenwirkung einer professionellen Sportmassage ist allerdings die Behandlung durch einen ausgebildeten Therapeuten oder Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention klar überlegen.

Indikationen — wann ist eine Sportmassage besonders sinnvoll?

Eine Sportmassage ist keine Routine-Anwendung für alle Sportler — sie entfaltet ihre stärkste Wirkung in spezifischen Situationen, in denen die natürlichen Regenerationsmechanismen des Körpers an ihre Grenzen stoßen oder gezielt unterstützt werden sollen. Wer regelmäßig leicht trainiert, braucht nicht zwingend eine Sportmassage; wer dagegen intensiv und ambitioniert trainiert, profitiert deutlich.

Folgende Anwendungsfelder haben sich in der Praxis als besonders wirkungsstark erwiesen:

  • Nach einem intensiven Trainings- oder Wettkampftag — als Erholungsmassage zur Regenerations-Beschleunigung
  • In Trainingslagern und Wettkampfphasen — als Trainingsmassage zur Belastungs-Verarbeitung
  • Bei chronischen Verspannungen einzelner Muskelgruppen — z.B. Schultern und Nacken bei Schreibtischarbeitern, die zusätzlich sportlich aktiv sind
  • Zur Verletzungs-Prävention — bei sportlichen Belastungs-Mustern, die zu chronischen Überlastungen neigen (Laufsport, Radsport, Krafttraining)
  • Zur Leistungs-Steigerung — bei ambitionierten Hobby- und Profisportlern als integraler Trainingsbestandteil
  • Bei Muskelkater nach langem Trainings-Ausfall — Wiedereinstiegs-Erleichterung

Drei Anwendungsfelder gewinnen dabei besonders an Bedeutung: die Erholungsmassage direkt nach harten Belastungstagen, die regelmäßige Anwendung in mehrwöchigen Trainingslagern, und die präventive Behandlung chronisch überlasteter Muskelgruppen. Wer in einem dieser drei Felder aktiv ist, sollte Sportmassage als festen Trainingsbestandteil einplanen — nicht als gelegentlichen Luxus.

Kontraindikationen — wann besser nicht?

Sportmassage steigert gezielt die Durchblutung und Lymphzirkulation im behandelten Gewebe — genau dieser Effekt, der bei intakten Muskeln Erholung beschleunigt, kann bei akuten Verletzungen oder Entzündungen das Gegenteil bewirken und Beschwerden verstärken. Deshalb gibt es eine Reihe klarer Ausschluss-Kriterien, die seriöse Sport-Masseure im Vorgespräch konsequent abfragen.

Eine Sportmassage sollte ausgesetzt oder vorab ärztlich abgeklärt werden bei:

  • Frische Sportverletzungen (Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse) — die Griffe würden die Verletzung verschlimmern
  • Akute Entzündungsprozesse in den Muskeln oder umliegenden Geweben
  • Bluthochdruck ohne ärztliche Freigabe
  • Erhöhte Thrombosegefahr oder bekannte Thromboseerkrankungen
  • Starke Krampfaderbildung in den zu behandelnden Bereichen
  • Fieberhafte Erkrankungen, akute Infekte
  • Frische Operationen, offene Wunden, Hauterkrankungen im Massagebereich
  • Starke akute Schmerzen — eine Massage würde unbewusst zu weiterer Muskelverspannung führen

Verantwortungsbewusste Sportmasseure fragen diese Punkte aktiv im Vorgespräch ab — und schicken den Klienten im Zweifel zum Arzt, bevor sie die Anwendung durchführen. Eine kurze ehrliche Klärung zu Beginn schützt beide Seiten: den Klienten vor Schaden, den Therapeuten vor Haftungsfragen. Bei chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Thrombose-Neigung lohnt sich oft ein dauerhafter Vermerk in der Klienten-Akte, damit das Thema nicht bei jeder Sitzung neu durchgegangen werden muss.

Spezialtechniken in der Sportmassage

Neben den klassischen Streich-, Knet- und Walktechniken hat die moderne Sportmassage in den letzten Jahrzehnten einige spezialisierte Ergänzungen hinzugewonnen. Sie haben sich aus konkreten praktischen Bedürfnissen entwickelt — Faszien-Forschung, Triggerpunkt-Theorie und kinesiologisches Tape sind erst seit den 1980er Jahren wissenschaftlich aufgearbeitet — und ergänzen die klassische Grundtechnik gezielt, ohne sie zu ersetzen.

Die wichtigsten Spezialtechniken im Überblick:

  • Vibration: Schnelle, rhythmische Erschütterungen einzelner Muskelpartien — gut zur Lockerung verspannter Bereiche und zur Stimulation des Nervensystems. Wird oft am Ende einer Erholungsmassage eingesetzt.
  • Faszientechnik: Tieferes Lösen der Bindegewebsschichten zwischen Muskelfasern, oft kombiniert mit Foam Rolling oder Faszienrollen
  • Triggerpunkt-Behandlung: Gezielter, kurzzeitiger Druck auf myofasziale Schmerzpunkte zur Lösung lokaler Verhärtungen
  • Tape-Anwendungen (kinesiologisch) als Ergänzung — keine eigentliche Massagetechnik, aber häufiges Add-on im Sport-Massage-Setting

In der Praxis kombiniert ein guter Sport-Masseur diese Techniken situativ mit der klassischen Grundmassage — etwa Faszien-Arbeit am Anfang zur Mobilisierung, klassische Grifftechniken im Hauptteil, Triggerpunkt-Behandlung gezielt an problematischen Stellen, abschließende Vibration. Wer alle vier Techniken sauber beherrscht, kann seine Sport-Massage individuell zuschneiden und sich von Anbietern abgrenzen, die nur Standard-Wellnessgriffe abliefern.

Kaiserbad und Sport-Erholung: ergänzende Regenerations-Methoden
Ergänzend zur Sportmassage sind Kaiserbad, Tepidarium oder gezielte Ruhephasen weitere bewährte Regenerations-Methoden — © alfa27 / stock.adobe.com

Sportmassage als Beruf erlernen

Die Sportmassage ist in Deutschland kein eigenständig geschützter Beruf, sondern Teil des breiteren Berufsbildes „Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention". Ein soliden Weg in die Sport-Massage-Praxis sieht typischerweise zweistufig aus:

  1. Grundlagen aufbauen über eine fundierte Online Massage-Ausbildung bei der SWAV-Akademie — hier erlernst Du Anatomie, Physiologie, alle klassischen Grifftechniken, Hygiene und die rechtlichen Grundlagen. Das ist das Fundament, auf dem jede Sport-Spezialisierung aufbaut.
  2. Sport-Spezialisierung über aufbauende Module — entweder im Selbststudium mit hochwertigen Lehrmaterialien, in spezialisierten Präsenz-Workshops oder in Praktika bei Sportvereinen, Reha-Einrichtungen und Fitnessstudios. Das Schwester-Portal WellnessInPerfektion (WIP) bietet ergänzende Präsenz-Spezialausbildungen für reine Vor-Ort-Lerner.

Vorkenntnisse sind für den Einstieg nicht erforderlich. Wichtiger sind Sensibilität im Umgang mit Menschen, ein gutes Körpergefühl, Interesse an Anatomie und Physiologie und Freude an strukturierter Körperarbeit. Wer diese Voraussetzungen mitbringt und eine fundierte Ausbildung absolviert, kann sich in einem wachsenden Markt etablieren — die Wellness-, Sport- und Präventions-Branche gehört seit Jahren zu den nachfragestärksten Berufsfeldern im Gesundheitssektor.

Fazit

Die Sportmassage ist eine der effektivsten Methoden zur Unterstützung sportlicher Leistungsfähigkeit und Regeneration — sowohl im Profi- als auch im Hobby-Bereich. Wer sie professionell beherrschen und beruflich anbieten möchte, baut am besten zuerst ein solides Massage-Fundament auf und spezialisiert sich dann gezielt auf die Sport-Anwendung. Wer sie als Sportler nutzen möchte, achtet auf den richtigen Zeitpunkt (frühestens 60 Min, spätestens 24 Std nach Belastung), auf einen seriös ausgebildeten Therapeuten und auf eine ehrliche Vorgespräch-Praxis zu Kontraindikationen. So entfaltet die Sportmassage ihre volle Wirkung — als gezielte Brücke zwischen sportlicher Belastung und nachhaltiger Erholung.

Häufige Fragen zur Sportmassage

Was bringt eine Massage nach dem Sport?

Eine Sportmassage nach dem Training verbessert die Durchblutung, lockert die Muskulatur, beschleunigt den Laktat-Abbau, beugt Muskelkater vor und kann Entzündungsprozessen in den Muskelfasern entgegenwirken. Studien zeigen außerdem eine messbare Steigerung der Mitochondrien-Dichte im massierten Gewebe, was die Energieversorgung der Muskelzellen verbessert. Mental unterstützt sie die Erholung über die Aktivierung des Parasympathikus.

Wann sollte ich nach dem Sport massieren?

Frühestens 60 Minuten nach dem Training, spätestens 24 Stunden danach. Direkt nach dem Sport ist der Organismus noch in der akuten Belastungs-Phase — eine Massage würde nur die oberflächliche Hautdurchblutung steigern, nicht die Tiefenwirkung erreichen. Wartest Du länger als 24 Stunden, sind die meisten biochemischen Prozesse, die die Massage unterstützen soll, bereits abgelaufen.

Hilft eine Sportmassage gegen Muskelkater?

Ja. Muskelkater entsteht nicht — wie früher angenommen — durch zurückbleibende Milchsäure, sondern durch winzige Mikroläsionen in den Muskelfasern, in die Wasser eindringt. Eine Sportmassage kann die Zellregeneration beschleunigen, indem sie die Aktin-Ausschüttung (Strukturprotein der Muskelfasern) fördert und die Durchblutung im betroffenen Gewebe steigert. Das ist kein Wundermittel, aber ein klar messbarer Effekt.

Kann eine Sportmassage die Leistungsfähigkeit steigern?

Indirekt ja. Durch die Steigerung der Mitochondrien-Dichte im massierten Gewebe verbessert sich die Energieversorgung der Muskelzellen — bei regelmäßiger Anwendung kann sich das in einer messbaren Leistungssteigerung niederschlagen. Außerdem ermöglicht die schnellere Regeneration kürzere Trainingsabstände und damit eine höhere Trainingsfrequenz. Im Profi-Bereich ist die Sportmassage deshalb fester Bestandteil des Trainingsplans.

Wann sollte ich auf eine Sportmassage verzichten?

Bei frischen Sportverletzungen (Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen), akuten Entzündungsprozessen, fieberhaften Erkrankungen, Bluthochdruck ohne ärztliche Freigabe, erhöhter Thrombosegefahr, starken Krampfadern im Behandlungsbereich, frischen Operationen oder offenen Wunden. Bei starken Schmerzen ist eine Massage ebenfalls kontraproduktiv, weil die Muskulatur unbewusst zusätzlich verspannt würde. Im Zweifel: Arzt fragen.

Welche Massage ist die richtige nach dem Sport?

Klassisch eine Sport-Erholungsmassage — sie kombiniert lockernde Streichungen mit gezielten Knet- und Walktechniken auf den beanspruchten Muskelgruppen. Alternativ kommen je nach Belastungsprofil auch Ganzkörpermassage, Faszienmassage (zur Lockerung des Bindegewebes) oder Lymphdrainage (zur Entstauung) in Frage. Im Hobbybereich genügt für die meisten Belastungs-Niveaus eine 20–30-minütige Erholungsmassage der hauptbeanspruchten Muskelgruppen.

Kann ich eine Sportmassage selbst machen?

An gut erreichbaren Bereichen (Beine, Arme, Schultern) durchaus — mit einer einfachen Sequenz aus wärmenden Streichungen, kreisenden Bewegungen, sanften Knetungen und abschließenden Streichungen. Hilfsmittel wie Foam-Rolls oder Massagepistolen unterstützen die Faszienlockerung. Für die volle Tiefenwirkung und insbesondere für die Behandlung von Rücken, Hüfte und schwer erreichbaren Bereichen ist allerdings ein ausgebildeter Therapeut deutlich überlegen.

Wie unterscheidet sich eine Sportmassage von einer klassischen Wellness-Massage?

Drei wesentliche Unterschiede: Erstens der Fokus — Sportmassage konzentriert sich auf die beanspruchten Muskelgruppen, Wellnessmassage behandelt den ganzen Körper. Zweitens der Druck — Sportmassage arbeitet tiefer und intensiver, Wellnessmassage sanfter und entspannender. Drittens das Öl — Sportmassage verwendet wenig oder gar kein Öl, Wellnessmassage großzügig. Auch das Ziel ist unterschiedlich: Sportmassage = Regeneration und Leistung, Wellnessmassage = Entspannung und Wohlbefinden.

Sportmassage professionell anwenden

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Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Hemmings, B. et al.: Effects of massage on physiological restoration, perceived recovery, and repeated sports performance — British Journal of Sports Medicine
  2. Crane, J.D. et al.: Massage Therapy Attenuates Inflammatory Signaling After Exercise-Induced Muscle Damage — Science Translational Medicine, 2012 (Mitochondrien-/Entzündungs-Studie)
  3. Best, T.M. et al.: Effectiveness of sports massage for recovery of skeletal muscle from strenuous exercise — Clinical Journal of Sport Medicine
  4. Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) — Empfehlungen zur Sport-Regeneration (dgsp.de)
  5. Galenos von Pergamon — historische Schriften zur Massage als Heilkunst (ca. 130–199 n. Chr., diverse moderne Übersetzungen)

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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Profilbild von Ksenia Verhovszkaja
in der letzten Woche
Diana ist eine sehr Kompetente, Geduldvolle, Empathische und Wunderschöne Ausbilderin! Das Material hat sie sehr verständlich unterrichtet und all die Massage Techniken wirklich schön gezeigt und uns beigebracht. Ich bin unendlich dankbar, leibe Diana, und wie versprochen, wir sehen uns noch auf jeden Fall bei nächsten Seminaren! Hervorragend!!! Liebe Grüße, Okszana ❤️
Ksenia Verhovszkaja
Profilbild von Chris Heise
in der letzten Woche
Ich habe an einem zweitägigen Onlineseminar, im Zuge meiner Ausbildung zur Fachkraft für Massage Wellness und Prävention teilgenommen. Ich suchte zu Beginn meine Zugangsdaten. Der Fehler lag bei mir. ABER nachdem ich am Abend (20:20 Uhr !!) zuvor eine Mail dazu schrieb, erhielt ich um 20:50 Uhr !! eine Antwort mit neuen Zugangsdaten. Das alleine ist schon mega gewesen. Technisch war das Seminar auf ganz hohem Niveau. Klasse. Die fachlichen Kompetenzen der Dozenten waren ebenfalls auf ganz ganz hohem Stand. Besprochene Pausenzeiten wurden zu 100% eingehalten. Wenn man, typisch deutsch, was zu meckern sucht....!!Dann nur--Warum dieses Seminar nicht drei Tage geht! Es wurde mit soviel Freude und Fachwissen die nötigen Informationen übermittelt, das es besser nur noch in Präsenz gegangen währe. Danke liebes WIP - Team und macht weiter so.
Chris Heise
Profilbild von Tagesmutti Schreiber
in der letzten Woche
Der online Kurs war sehr interessant und informativ. Es wurden alle Fragen sofort und kompetent beantwortet. Der Ablauf war sehr strukturiert und auch die Pausen wurden eingehalten. Die Dozenten haben sich abgewechselt und somit mehr Abwechslung rein zu bringen, was sehr gut gelungen ist. Ich habe sehr viel neues gelernt und es wurde alles sehr anschaulich erklärt und wiederholt.
Tagesmutti Schreiber
Profilbild von Mine Juhr
vor 2 Wochen
Es war sehr schön und sehr intresant und hat mir sehr gut gefallen bin durch Ralf viel schlauer für die prüfung gewurden mir hat ea echt viel spass gemacht freu mich. Mit dem prüfubg zu machen das sind gute und faire prüfer vilen dank für die schöne zwei tage danke lg mine juhr
Mine Juhr
Profilbild von Mandy Otto
vor 2 Wochen
Tolles Webinar . Ich war sehr begeistert. Immer wieder gerne..
Mandy Otto
Profilbild von Marfuli
vor 2 Monaten
Ein wirklich ansprechendes Seminar mit ausgewogenen Praxis-& Theorieanteil. Die Dozenten und Dozentinnen sind kompetent und darüber hinaus auch menschlich und nahbar. Gute Vibes unter den Lehrenden. Es wurde viel gelacht und ein respektvoller Umgangston wurde stets gewahrt. Die Kommunikation ist für uns Teilnehmenden während des Seminars nur über die Chatfunktion möglich, was einerseits den Vorteil hat, dass die Vortragenden nicht unterbrochen werden können, keine Störgeräusche. (das war für mich als Teilnehmerin sehr angenehm, denn auch mein eigener Gedankenfluss wurde nicht unterbrochen und ich konnte dem Thema gut folgen). Andererseits gehen einige Fragen manchmal leider unter und werden übersehen. Das war ein bisschen frustrierend. Gefallen hat mir zudem, dass am Ende betont wurde, dass wir uns bei zukünftigen Fragen immer wieder bei der Akademie melden können. Sehr sympathisch. Ich empfehle dieses Seminar herzlich gerne.
Marfuli
Profilbild von Petra Brand
vor 3 Monaten
Tolles Online Seminar Fitnesscoach A/B-Lizenz inkl. Personal-Trainer-Lizenz - empfehlenswert! Ein rundum gelungenes Seminar - die Inhalte wurden verständlich und praxisnah erklärt sowie auch präsentiert. Trotz Online-Format entstand eine angenehme, persönliche Lernatmosphäre auch dank der kompetenten und motivierenden Referenten. Danke! Ich freue mich schon auf die Prüfung in Berlin :-)
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vor 3 Monaten
Ich habe meine Lizenzen über 12 Monate bei der ILS Akademie absolviert und bin rundum zufrieden. Die Betreuung war durchgehend hervorragend – bei Fragen oder Unsicherheiten war immer jemand erreichbar und hilfsbereit. Die Dozenten sind fachlich extrem kompetent und gleichzeitig sehr motivierend. Besonders positiv hervorheben möchte ich das umfangreiche und verständlich aufbereitete Studienmaterial, das sowohl theoretisch als auch praxisnah aufgebaut ist und einen wirklich gut auf die Prüfungen vorbereitet. Ein großes Highlight war für mich auch die Prüfung selbst: Ralf Stirpeiks als Prüfer ist ein absoluter Top-Lehrer – menschlich wie fachlich ein mega Typ. Man fühlt sich ernst genommen, fair geprüft und gleichzeitig ermutigt, sein Bestes zu zeigen. Ich kann die ILS Akademie jedem empfehlen, der eine fundierte, strukturierte und hochwertige Ausbildung im Fitness- und Medical-Fitness-Bereich sucht. Für mich war es die richtige Entscheidung.
Stella Stahlhofen
Profilbild von Marlen Ackermann
vor 4 Monaten
Ich habe am vergangenen Wochenende mein Fernstudium bei der Deutschen Akademie für Massagepraktiken abgeschlossen. Die Betreuung vor Ort war GROSSARTIG! Die Räume sind groß, hell und gut ausgestattet. Die leitende Ausbilderin hat sich für JEDEN Zeit genommen, Fragen ruhig und ausführlich beantwortet sowie viele praktische Tipps gegeben. Man wurde durchaus und wortwörtlich an die Hand genommen und im Bereich Massage und Prävention noch intensiver an die verschiedenen Themen und Praktiken herangeführt. Unsicherheiten wurden mir persönlich dadurch genommen und ich fühle mich bestens vorbereitet für den nächsten Schritt. Das ganze Seminar war sehr gut aufgebaut und anspruchsvoll, aber trotzdem entspannt in der Durchführung. Wir hatten sehr viel Spaß und es wurde nicht langweilig. Die Geschäftsleitung hat sich ebenfalls Zeit für uns genommen und man konnte sich in Gesprächen sehr gut austauschen. FAZIT: JEDERZEIT UND GERNE WIEDER!
Marlen Ackermann
Profilbild von Laura L.
vor 5 Monaten
Sehr empfehlenswert! Der Seminarraum war sauber und gut ausgestattet (Hanteln, Bänke etc.). Besonders positiv hervorheben möchte ich den Prüfer Ralf Stirpeik: Er war sehr freundlich, hat eine entspannte Atmosphäre geschaffen und alle Inhalte verständlich erklärt. Zudem wurden alle Fragen zur Prüfung in der Gruppe ausführlich besprochen. Insgesamt ein sehr professioneller Ablauf und angenehmer Aufenthalt. Danke dafür 👋🏼
Laura L.