19. Oktober 2024
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Nesselsucht (Urtikaria) ist eine der häufigsten Hauterkrankungen: Innerhalb von Minuten bilden sich juckende, gerötete Quaddeln, die oft ebenso schnell wieder verschwinden. Auslöser reichen von Allergenen über Infekte und Stress bis zu physikalischen Reizen wie Druck, Kälte oder Wärme. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Nesselsucht entsteht, wann eine ärztliche Abklärung dringend nötig ist und was Betroffene im Alltag beachten sollten.

Key Facts – Nesselsucht

  • Definition: Nesselsucht (Urtikaria) ist eine Hauterkrankung mit juckenden Quaddeln und Rötungen, ausgelöst durch die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen.
  • Leitsymptom: Flüchtige Quaddeln (Wheals), die einzeln meist innerhalb von 24 Stunden verschwinden, häufig begleitet von starkem Juckreiz.
  • Akut vs. chronisch: Akute Urtikaria dauert unter sechs Wochen; hält sie länger an, spricht man von chronischer Urtikaria.
  • Auslöser: Allergien, Infekte, Medikamente, Stress sowie physikalische Reize (Druck, Kälte, Wärme, Licht) können einen Schub begünstigen.
  • Notfall: Atemnot, Schwellungen im Gesicht, an Zunge oder Rachen erfordern sofort den Notruf 112.
  • Häufigkeit: Schätzungen zufolge erlebt rund jeder fünfte Mensch mindestens einmal im Leben eine Urtikaria.
  • Ansteckung: Nesselsucht ist nicht ansteckend und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Was ist Nesselsucht?

Nesselsucht, medizinisch Urtikaria genannt, gehört zu den häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. Der Name leitet sich von der Brennnessel (lateinisch urtica) ab, denn das Hautbild ähnelt der Reaktion nach dem Kontakt mit einer Brennnessel: gerötete, erhabene Quaddeln, die stark jucken. Charakteristisch ist, dass diese Quaddeln flüchtig sind – eine einzelne Quaddel bildet sich meist innerhalb von 24 Stunden von selbst zurück, während an anderer Stelle neue entstehen können.

Hinter den sichtbaren Hautveränderungen steht ein biologischer Mechanismus: In der Haut befinden sich sogenannte Mastzellen, die den Botenstoff Histamin speichern. Werden sie aktiviert, schütten sie Histamin und weitere Entzündungsstoffe aus. Diese erweitern die kleinen Blutgefäße, machen sie durchlässiger und reizen die Nervenenden – die Folge sind Rötung, Schwellung und Juckreiz. Man kann sich das so vorstellen, als würde die Haut auf einen Reiz überschießend reagieren, ohne dass immer ein „echter" Gegner vorhanden ist.

Die Beschwerden können am ganzen Körper auftreten, vom Gesicht über die Arme und Beine bis zum Rücken. Neben den oberflächlichen Quaddeln kann auch das tiefer liegende Gewebe anschwellen – dann spricht man von einem Angioödem, das sich häufig an Lippen, Augenlidern oder Händen zeigt. Wichtig zu wissen: Nesselsucht ist keine seltene Ausnahme, sondern betrifft im Laufe des Lebens einen erheblichen Teil der Bevölkerung mindestens einmal.

Sanfte Hautpflege und Selfcare: Person cremt beruhigend gereizte Haut am Arm ein
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Anzeichen und Symptome

Das Leitsymptom der Nesselsucht sind die typischen Quaddeln: scharf begrenzte, erhabene Hautstellen, die von einem geröteten Hof umgeben sein können. Sie variieren stark in Größe und Form – von wenigen Millimetern bis zu handtellergroßen Flächen, die ineinander übergehen. Fast immer geht damit ein ausgeprägter Juckreiz einher, manchmal auch ein brennendes oder stechendes Gefühl auf der Haut.

Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb von Minuten und können sich schnell ausbreiten. Ebenso rasch klingen sie in vielen Fällen wieder ab, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen. Genau diese Flüchtigkeit unterscheidet die Urtikaria von vielen anderen Hauterkrankungen. Wie stark die Symptome ausfallen, ist individuell sehr unterschiedlich. Zu den möglichen Anzeichen gehören:

  • Juckende, gerötete Quaddeln, die einzeln meist binnen 24 Stunden verschwinden
  • Ein brennendes oder prickelndes Hautgefühl im betroffenen Bereich
  • Schwellungen tieferer Hautschichten (Angioödem), etwa an Lippen oder Augenlidern
  • Schubweiser Verlauf mit wechselnden, „wandernden" Hautstellen

Betroffene erleben die Erkrankung oft als sehr belastend, da der Juckreiz den Schlaf stören und die Konzentration beeinträchtigen kann. Bei chronischen Verläufen leidet die Lebensqualität mitunter erheblich, was den Wert einer guten ärztlichen Begleitung unterstreicht. Hinzu kommt, dass die Beschwerden häufig in Schüben verlaufen und schwer vorhersehbar sind: Mal bleibt die Haut über Tage ruhig, dann treten die Quaddeln erneut auf. Diese Unvorhersehbarkeit kann zusätzlich belasten und macht deutlich, warum eine strukturierte Beobachtung der Symptome so hilfreich ist.

Akute und chronische Nesselsucht

Für die Einordnung ist vor allem die Dauer entscheidend. Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Form der Urtikaria. Diese Unterscheidung ist nicht nur begrifflicher Natur, sondern hat Bedeutung für Diagnostik und Behandlung.

Die akute Urtikaria tritt plötzlich auf und dauert per Definition weniger als sechs Wochen. Sie ist die häufigere Variante und klingt in vielen Fällen von selbst wieder ab. Nicht selten steht ein erkennbarer Anlass im Hintergrund, etwa ein Infekt oder eine allergische Reaktion. Halten die Beschwerden dagegen länger als sechs Wochen an oder kehren über diesen Zeitraum immer wieder, spricht man von einer chronischen Urtikaria. Diese Form gehört in ärztliche Betreuung, weil sich hinter dem anhaltenden Verlauf unterschiedliche Ursachen verbergen können und eine gezielte Therapie erforderlich wird.

Innerhalb der chronischen Form unterscheiden Fachleute zudem, ob sich ein auslösender Reiz feststellen lässt oder nicht. Bei der sogenannten induzierbaren Urtikaria lösen konkrete physikalische Reize die Quaddeln aus – dazu zählen die folgenden Varianten:

  • Druck- und Reibungsurtikaria: Quaddeln entstehen an Stellen mechanischer Belastung, etwa durch enge Kleidung.
  • Kälteurtikaria: Kalte Luft, kaltes Wasser oder kalte Gegenstände lösen die Reaktion aus.
  • Wärme- und Lichturtikaria: Wärme oder Sonnenlicht können bei entsprechend veranlagten Personen Quaddeln hervorrufen.

Lässt sich kein äußerer Auslöser identifizieren, spricht man von einer chronischen spontanen Urtikaria. Dass die Ursache verborgen bleibt, ist keineswegs ungewöhnlich – umso wichtiger ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung, um die Beschwerden langfristig in den Griff zu bekommen.

Auslöser und Trigger

Die Frage nach den Ursachen ist bei Nesselsucht oft komplex, weil viele verschiedene Faktoren einen Schub begünstigen können. Was bei der einen Person zuverlässig Quaddeln auslöst, bleibt bei einer anderen völlig folgenlos. Deshalb geht es weniger um die eine Ursache als um das individuelle Zusammenspiel möglicher Trigger. Bevor Sie die Auslöser im Einzelnen betrachten, ist wichtig zu verstehen: Ein Trigger „verursacht" die Erkrankung nicht zwangsläufig, er kann sie bei entsprechender Veranlagung aber begünstigen oder verstärken.

Zu den häufig genannten Auslösern und begünstigenden Faktoren gehören:

  • Allergene: bestimmte Nahrungsmittel, Insektengifte oder Kontaktstoffe können bei sensibilisierten Personen eine Reaktion begünstigen.
  • Infekte: Virale oder bakterielle Infektionen gelten als häufiger Auslöser, besonders bei der akuten Form.
  • Medikamente: einige Wirkstoffe, etwa bestimmte Schmerzmittel oder Antibiotika, können Quaddeln hervorrufen.
  • Physikalische Reize: Druck, Kälte, Wärme, Sonnenlicht oder körperliche Anstrengung.
  • Stress: psychische Belastung kann Schübe begünstigen oder bestehende Beschwerden verstärken.

Weil die Auslöser so unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, mögliche Zusammenhänge über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Ein Beschwerdetagebuch, in dem Ernährung, Stresssituationen, Medikamente und Umweltfaktoren festgehalten werden, kann helfen, Muster zu erkennen. Diese Aufzeichnungen sind zugleich eine wertvolle Grundlage für das ärztliche Gespräch.

Experten-Tipp: Führen Sie bei wiederkehrenden Schüben ein einfaches Tagebuch: Notieren Sie Datum, betroffene Hautstellen, was Sie gegessen haben, Ihr Stressniveau und äußere Bedingungen wie Kälte oder Sonne. Solche strukturierten Aufzeichnungen erleichtern der Ärztin oder dem Arzt die Ursachensuche erheblich – oft mehr als der Versuch, den Auslöser aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren. Ersetzen Sie damit aber nie die ärztliche Diagnostik, sondern verstehen Sie es als Ergänzung.

Diagnose beim Arzt

Nesselsucht sollte insbesondere dann ärztlich abgeklärt werden, wenn die Beschwerden schwer sind, häufig wiederkehren oder länger als sechs Wochen anhalten. Die richtige Anlaufstelle ist meist die hausärztliche Praxis oder eine dermatologische Fachpraxis. Ziel der Diagnostik ist es, die Form der Urtikaria einzuordnen und – soweit möglich – auslösende Faktoren zu identifizieren.

Am Anfang steht in der Regel ein ausführliches Gespräch (Anamnese), bei dem der Verlauf, die Dauer und mögliche Auslöser besprochen werden. Anschließend kann die Ärztin oder der Arzt je nach Verdacht weiterführende Untersuchungen veranlassen. Dazu können folgende Schritte gehören:

  • Körperliche Untersuchung der Haut und Beurteilung des Quaddelbildes
  • Gezielte Provokationstests bei Verdacht auf physikalische Auslöser (z. B. Kältetest)
  • Blutuntersuchungen zur Abklärung von Infekten oder Entzündungszeichen
  • Allergietests, wenn ein allergischer Auslöser vermutet wird

Nicht immer lässt sich trotz sorgfältiger Abklärung eine eindeutige Ursache finden – das ist gerade bei der chronischen spontanen Urtikaria häufig der Fall. Auch dann ist die ärztliche Betreuung wertvoll, weil sich die Beschwerden durch eine passende Behandlung meist gut kontrollieren lassen und der Verlauf regelmäßig überprüft werden kann.

Ärztliche Behandlung

Die Behandlung der Nesselsucht gehört grundsätzlich in ärztliche Hand. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Form der Urtikaria, der Schwere der Beschwerden und den individuellen Umständen ab. Dieser Abschnitt gibt einen sachlichen Überblick und ersetzt ausdrücklich keine ärztliche Beratung oder Verordnung.

Ein erster Baustein ist, soweit bekannt, das Meiden identifizierter Auslöser. Zur symptomatischen Behandlung setzen Ärztinnen und Ärzte häufig sogenannte Antihistaminika ein, die die Wirkung des Histamins abschwächen und dadurch Juckreiz und Quaddelbildung reduzieren können. In bestimmten Situationen kommen weitere Behandlungsansätze infrage, die individuell abgewogen werden. Für die Praxis sind vor allem diese Grundsätze wichtig:

  • Medikamente sollten nur nach ärztlicher Verordnung und in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.
  • Bei chronischen Verläufen sind regelmäßige Kontrolltermine sinnvoll, um die Therapie anzupassen.
  • Neue oder sich verschlimmernde Symptome sollten zeitnah ärztlich besprochen werden.

Ein besonderer Fall ist die schwere allergische Reaktion. Treten Atemnot, Schwellungen im Gesicht, an Zunge oder Rachen oder Kreislaufbeschwerden auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. In dieser Situation zählt jede Minute – wählen Sie sofort den Notruf 112. Von eigenmächtigen Behandlungsversuchen oder Hausmitteln ist bei Nesselsucht abzuraten, da sie die Haut zusätzlich reizen und die ärztliche Diagnostik verschleiern können.

Was Betroffene selbst tun können

Auch wenn Diagnostik und Therapie in ärztliche Hand gehören, gibt es einige Dinge, die Betroffene im Alltag beachten können, um Schübe zu verringern und die Haut zu schonen. Diese Maßnahmen ersetzen keine Behandlung, sondern begleiten sie sinnvoll. Wichtig ist ein achtsamer, geduldiger Umgang mit der eigenen Haut.

Bewährt hat sich vor allem, bekannte Auslöser konsequent zu meiden und die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Folgende Punkte können im Alltag helfen:

  • Bekannte Trigger meiden, sofern sie identifiziert wurden – etwa bestimmte Speisen oder Kälte.
  • Lockere Kleidung aus atmungsaktiven, hautfreundlichen Materialien tragen, um Druck und Reibung zu vermeiden.
  • Kratzen möglichst vermeiden, da es den Juckreiz verstärken und die Haut schädigen kann.
  • Stress reduzieren, zum Beispiel durch Entspannungsroutinen, ausreichend Schlaf und Bewegung.

Gerade dem Thema Stress kommt eine besondere Rolle zu, da psychische Belastung Schübe begünstigen kann. Techniken zur Stressbewältigung, ein geregelter Tagesrhythmus und kleine Erholungsinseln im Alltag können daher unterstützend wirken. Bei aller Eigeninitiative gilt jedoch: Wenn die Beschwerden anhalten, häufig wiederkehren oder Sie unsicher sind, ist der Gang zur Ärztin oder zum Arzt der richtige Weg.

Nesselsucht und Wellness

Für Wellness- und Gesundheitsfachkräfte ist Nesselsucht ein wichtiges Thema, weil Hautveränderungen im beruflichen Alltag immer wieder begegnen. Fundiertes Wissen über Hautgesundheit und die Zusammenhänge von Stress und körperlichem Befinden hilft dabei, professionell und verantwortungsvoll zu handeln. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, ärztliche Aufgaben zu übernehmen, sondern darum, Situationen richtig einzuordnen.

Eine zentrale Kompetenz ist das Erkennen von Grenzen: Zeigen sich bei Kundinnen oder Kunden unklare, juckende Quaddeln, ausgeprägte Rötungen oder gar Schwellungen, ist Zurückhaltung geboten und ein Verweis an ärztliche Fachstellen der richtige Schritt. Wer diese Anzeichen kennt, schützt sowohl die betreute Person als auch sich selbst. Für die Praxis sind besonders diese Punkte relevant:

  • Bei akutem Schub ist eine Massage der betroffenen Hautpartien zurückhaltend zu sehen, da mechanische Reizung die Beschwerden verstärken kann.
  • Auffällige oder unklare Hautveränderungen sollten stets zu einer Empfehlung führen, ärztlichen Rat einzuholen.
  • Wissen über die Rolle von Stress kann helfen, Kundinnen und Kunden achtsam zu begleiten – ohne Heilversprechen.

Genau an dieser Schnittstelle setzt eine fundierte Ausbildung an: Sie vermittelt das nötige Grundlagenwissen zu Haut, Stress und Wohlbefinden und schärft das Bewusstsein dafür, wann eine ärztliche Abklärung Vorrang hat. So können Wellness-Fachkräfte seriös arbeiten und ihren Kundinnen und Kunden mit dem richtigen Maß an Kompetenz und Vorsicht begegnen. Wer die eigenen Grenzen kennt und offen kommuniziert, schafft zugleich Vertrauen – denn ein verantwortungsvoller Verweis an ärztliche Fachstellen wird von Kundinnen und Kunden in aller Regel als Zeichen von Professionalität wahrgenommen und nicht als Schwäche.

Fazit

Nesselsucht ist eine häufige, in der Regel gut behandelbare Hauterkrankung, die sich durch flüchtige, juckende Quaddeln zeigt. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen der akuten Form, die meist von selbst abklingt, und der chronischen Urtikaria, die länger als sechs Wochen besteht und ärztlich betreut werden sollte. Da die Auslöser vielfältig sind und sich nicht immer eindeutig bestimmen lassen, gehören Diagnostik und Behandlung – etwa mit Antihistaminika – in ärztliche Hand. Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht- und Rachenbereich handelt es sich um einen Notfall, der sofort den Notruf 112 erfordert. Für Wellness-Fachkräfte ist es wichtig, Hautveränderungen richtig einzuordnen, bei akuten Schüben mit Massagen zurückhaltend zu sein und im Zweifel an ärztliche Stellen zu verweisen. Wer dieses Wissen vertiefen möchte, findet in den Online-Ausbildungen der SWAV Wellness Akademie fundierte Grundlagen zu Hautgesundheit, Stress und verantwortungsvollem Arbeiten.

Häufige Fragen zu Nesselsucht

Ist Nesselsucht ansteckend?

Nein. Nesselsucht ist nicht ansteckend und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Es handelt sich um eine überschießende Reaktion der eigenen Haut, bei der Botenstoffe wie Histamin freigesetzt werden – nicht um eine Infektion, die man weitergeben könnte.

Wann sollte ich mit Nesselsucht zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Beschwerden schwer sind, häufig wiederkehren oder länger als sechs Wochen anhalten. Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Atemnot oder Schwellungen im Gesicht- und Rachenbereich wählen Sie sofort den Notruf 112.

Was ist der Unterschied zwischen akuter und chronischer Urtikaria?

Die akute Urtikaria dauert weniger als sechs Wochen und klingt oft von selbst ab. Halten die Beschwerden länger als sechs Wochen an oder kehren über diesen Zeitraum immer wieder, spricht man von chronischer Urtikaria, die ärztlich betreut werden sollte.

Welche Auslöser gibt es für Nesselsucht?

Mögliche Auslöser sind Allergene, Infekte, bestimmte Medikamente, Stress sowie physikalische Reize wie Druck, Kälte, Wärme oder Sonnenlicht. Häufig lässt sich kein einzelner Auslöser bestimmen; ein Beschwerdetagebuch kann helfen, mögliche Muster zu erkennen.

Kann Nesselsucht immer wieder auftreten?

Ja, Nesselsucht kann wiederkehren, besonders wenn auslösende Faktoren nicht erkannt und gemieden werden. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung und das Vermeiden bekannter Trigger können dazu beitragen, weitere Schübe zu verringern.

Hilft eine Massage bei Nesselsucht?

Bei einem akuten Schub ist eine Massage der betroffenen Hautpartien zurückhaltend zu sehen, da mechanische Reizung die Beschwerden verstärken kann. Hautveränderungen wie Quaddeln gehören ärztlich abgeklärt; Wellness-Anwendungen ersetzen keine medizinische Behandlung.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Urtikaria
  2. NetDoktor: Nesselsucht (Urtikaria) – Symptome und Behandlung
  3. DocCheck Flexikon: Urtikaria
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Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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