Massage Anleitungen
Die Welt der Massagen erscheint wie eine unerschöpfliche Quelle an Techniken und wird von einer langen Tradition umgeben. Um Teil jener zu werden, benötigen Personen daher nicht nur die Freude daran, andere auf ihrer Reise zum Wohlgefühl zu unterstützen. Auch Expertise, Verantwortungsbewusstsein und die Besonderheiten jeglicher Praktiken sollte der Ausübende beherrschen. Was sich auf den ersten Blick als kompliziert darstellt, kann allerdings von jedem Interessenten mit Disziplin, Einfühlungsvermögen und dem Willen, die Materie zu erkunden, erlernt werden. Die Grundlage hierfür ist eine fachgerechte Massage Anleitung. Sie verfolgt dabei verschiedene Ziele, die für eine wohltuende Behandlung unumgänglich sind.
Key Facts – Massage-Anleitungen: Griffe, Ablauf und Regeln
- Nur fünf Grundgriffe: Streichung, Knetung, Reibung, Klopfung und Vibration – alles Weitere sind Kombinationen daraus.
- Immer zum Herzen hin: Streichungen laufen in Richtung Herz, nie umgekehrt.
- Der Ablauf ist festgelegt: Vorgespräch, Lagerung, Aufwärmen, Hauptteil, Ausklang, Nachruhe – in dieser Reihenfolge.
- Vorbereitung entscheidet mit: 22 bis 24 Grad Raumtemperatur, feste Unterlage, neutrales Pflanzenöl, kurze Fingernägel.
- Für Einsteiger genügen zwei Griffe: Streichung und Knetung tragen eine ganze Behandlung.
- Grenzen kennen: Bei Fieber, Entzündungen, Thrombose oder unklaren Schmerzen gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Massage Anleitungen – Basis verantwortungsbewusster Behandlungen
Wenngleich von einer Massage eine große Wirkung ausgeht, könnte sie ebenfalls für negative Effekte sorgen. Speziell dann, wenn sie ohne Kenntnisse, Erfahrung und System angewandt wird. Verspannungen, Schmerzen oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustands wären dabei die potenziellen Folgen. Deshalb sollte jeder, der eine andere Person behandeln möchte, fokussiert bleiben und die passende Technik einsetzen. Sie lässt sich in Form einer Massage Anleitung erwerben und verhindert, dass es zu unangenehmen Nachwirkungen kommt. Folglich haben die korrekten Grifftechniken mehrere Aufgaben, darunter:
- die körperliche und geistige Vitalität zu unterstützen
- fehlerhafte Behandlungen zu vermeiden
- Verspannungen entgegenzuwirken und das Wohlbefinden zu unterstützen
- den persönlichen Ruhemoment herzustellen
- Vertrauen bei dem Kunden zu wecken
Es ist dementsprechend dringend davon abzuraten, eine Massage ohne Anleitung oder Vorkenntnisse zu absolvieren. Stattdessen lohnt es sich, die vielfältigen Praktiken mithilfe von anspruchsvollen Erklärungen zu studieren und dadurch eine tiefenwirksame Anwendung zu vollziehen. Dies sollte auch dann berücksichtigt werden, wenn die Massage nur als Hobby im privaten Kreis ausgeübt wird.
Erlernen Sie professionelle Massagen eigenständig mit den folgenden Anleitungen:
- Klassische Ganzkörpermassage Anleitung
- Fußreflexzonenmassage Anleitung
- Shiatsu-Massage Anleitung
- Präventive Lymphdrainage Anleitung
- Baby-Massage Anleitung
- Hot-Stone-Massage Anleitung
- Breuss Massage Anleitung
- Kräuterstempel-Massage Anleitung
- Gua Sha Massage Anleitung
- Schröpfmassage Anleitung
- Bindegewebsmassage Anleitung
Massage anwenden privat – richtige Technik für das Wohlgefühl
Selbst im privaten Bereich, bei einfachen Entspannungsmassagen, wäre es ratsam, niemals unvorbereitet zu agieren. So sollten gewisse Regeln beachtet werden, die der Behandlung einen Mehrwert verleihen.
Findet beispielsweise eine Gesichtsmassage statt, startet jene an den Schläfen und bewegt sich langsam sowie gleichmäßig von innen nach außen. Dazu wird mit den Fingern ganz zart gekreist, weil diese Technik für gewöhnlich ohne große Kraftanstrengung erfolgt.
Eine klassische Massage, die verspannte Muskeln lockern soll und Erholung gewährleistet, beginnt hingegen stets am Schultergürtel. Die Bewegungen sind ebenfalls sanft, üben nur einen geringen Druck aus und müssen fließend sowie rhythmisch durchgeführt werden. Auch die einheitliche Intensität und die parallele Behandlung beider Körperhälften sind allgegenwärtig, damit es nicht zu einem Ungleichgewicht kommt. Behutsames Ausstreichen, vorsichtiges Kreisen mit den Fingern oder eine Kombination von beiden Techniken ist hierbei sinnvoll.
Die Wirbelsäule selbst darf aber zu keiner Zeit berührt werden. Demzufolge wendet ein Masseur seine Praktik immer so an, dass die Hände beidseitig an der Wirbelsäule entlang agieren oder von ihr weg streichen. Gerade die Nackenpartie gilt dabei als äußerst empfindsam, sodass die Intensität der Bewegungen in diesem Abschnitt noch geringer ausfallen sollte.
Es wäre ebenfalls angebracht, die Dauer der Behandlung zu überwachen, da die Massage ausschließlich im ausgewogenen Maß wirkungsvoll ist. Umfasst sie dagegen eine zu kurze Zeitspanne, kann sie nicht bis in die tieferen Gewebeschichten vordringen, während eine übersteigerte Anwendung Überbelastungen für den Organismus verursacht. In der Regel sind Teilkörpermassagen eher 10 bis 15 Minuten lang. Behandlungen für den ganzen Körper werden dagegen länger absolviert. Damit die Effektivität jener Praktik noch verstärkt wird, lassen sich zudem diverse Hilfsmittel integrieren. Eine gemütliche Raumatmosphäre, wohlige Temperaturen um 20 bis 24 Grad, eine harmonische Beleuchtung, Entspannungsmusik und Duftkerzen erhöhen die Behaglichkeit, spenden der Massage zusätzliche Wirksamkeit und fördern eine langfristige Regeneration von Körper, Geist und Seele.
Wärme-Anwendungen bereiten den Bewegungsapparat optimal auf die Behandlung vor und hochwertige Massage-Öle oder Lotionen könnten dazu beitragen, dass die Bewegungsabläufe nicht durch trockene sowie verschwitzte Haut beeinträchtigt werden. Die Massage Anleitung hilft aber eher bei Anwendungen für den privaten Sektor, denn ohne eine entsprechende Zertifizierung darf eine Technik nicht auf professioneller Ebene im Beruf in Erscheinung treten. Insbesondere, falls bei dem Kunden ernsthafte gesundheitliche Defizite vorliegen.
Besteht allerdings der Wunsch, sich als Masseur selbstständig zu machen oder im Angestelltenverhältnis verschiedenen Kunden bei ihrer gesundheitlichen Verbesserung zu helfen, wäre ein Heimstudium über die WHI eine gelungene Alternative.
Massage lernen im Selbststudium – Anleitung mit höchster Qualität
Eine Massage hat viele Facetten, doch sie kann dem Kunden erst zu einem besseren Allgemeinzustand verhelfen, wenn sie gewissenhaft durchgeführt wird. Für den Fall, dass eine Person ihr Feingefühl und das Talent für angenehme Behandlungen allerdings sowohl privat als auch beruflich unter Beweis stellen möchte, genügen einfache Anleitungen nicht. Stattdessen erfordert die Arbeit als Fachpraktiker für Wellnessmassagen das Maximum an Souveränität, Fachwissen und Erfahrung. Immerhin muss der Anwender fähig sein, auf jegliche Besonderheiten wie körperliche Einschränkungen, verschiedene Symptome, Fehlhaltungen oder andere Aspekte einzugehen und den Betroffenen zielorientiert zu behandeln.
Wer jedoch keine Zeit für eine intensive Ausbildung hat und die stressigen Situationen fürchtet, die sich durch eventuelle Prüfungen ergeben, sieht meistens von einer fundierten Lehrmethode ab und beschränkt seinen Wirkungskreis auf die Familie oder Freunde. Dies muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein, da die WHI jedem eine neuzeitliche Option in Aussicht stellt, mithilfe eines Heimstudiums zu einer verantwortungsbewussten Fachkraft zu werden. Die Schulung findet in einem entspannten Umfeld statt, welches sich frei wählen lässt und untersteht keinen festen Voraussetzungen. Das bedeutet, der Interessent darf sich ausführlich mit der Materie beschäftigen, ohne seinen Job, das Privatleben oder die Freizeit zu vernachlässigen. Dadurch gelingt das Lernen ohne Zwang, aber mit größter Effizienz, denn je freier jemand seinen Ausbildungsweg absolviert, desto höher sind die Erfolgschancen.
Basierend auf modernsten Lern-DVDs, digitalen Videos (Download) und Video-Streaming mit bester Qualität, scharfen Bildern sowie idealer Vertonung, wird bei der Akademie ein breit gefächertes Angebot an Massage-Heimstudien offeriert, aus dem Kunden ihren persönlichen Wunsch-Lehrgang wählen dürfen. Selbstverständlich lassen sich alle Fernkurse separat ordern, individuell zusammenstellen oder als vorteilhaftes WHI-Kombi-Set bestellen. Darf es eine präventive Lymphdrainage sein, mit der angestaute Gewebeflüssigkeit abtransportiert wird, die Babymassage, damit die kleinen Erdenbürger schon in ihrer ersten Lebensphase mit Geborgenheit verwöhnt werden oder die fernöstliche Shiatsu-Massage, deren Lehren seit Jahren für einen entspannten Körper sowie ein inneres Gleichgewicht sorgt? Der Varietät sind keine Grenzen gesetzt.
Der Bestell-Ablauf gestaltet sich dabei relativ simpel, die Zahlungsarten sind absolut zuverlässig und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair. Als Bonus erhalten die Personen eine Smartphone-Variante des DVD-Inhalts gratis dazu und können demnach an jedem Ort lernen. Die Video-Anleitungen sind natürlich leicht verständlich, wurden von angesehen Profis erstellt und behandeln theoretische Faktoren ebenso deutlich wie die praktischen Anwendungen.
Ein Vorteil des Heimstudiums ist dann die Individualität, weil das Massieren in der persönlichen Lerngeschwindigkeit verinnerlicht und die Inhalte trotzdem in beliebiger Häufigkeit wiederholt werden können.
Grundsätzlich bekommen die Kunden bei dem Kauf eines Fernlehrgangs außerdem ihr Zertifikat direkt mitgeliefert, wodurch der Leistungsdruck sowie die Prüfungsangst entfallen. Dies vereint eine eingängige Unterweisung in die einzelnen Massage-Arten, die auch für berufliche Zwecke als Referenz fungiert, mit einem entspannten Studiengang und zeichnet die WHI als zukunftsorientiertes Institut aus.
Jenes Prinzip brachte schon unzähligen Absolventen in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich eine neue Jobperspektive und kann im Fitnesssektor, der Kosmetik-Industrie, der Wellness-Branche oder dem Gesundheits-Bereich eine großartige Karriere vorbereiten. Die Massage Anleitung zeichnet sich allerdings auch durch Wandelbarkeit aus.
Anwendung verschiedener Praktiken – Schritt für Schritt zur Tiefenentspannung
Eine Massage Anleitung dient zwar der fachgerechten Ausübung einer Wellness-Behandlung, doch sie ist keinesfalls eine festgelegte Vorgabe. Vielmehr lässt sie höchste Flexibilität zu, denn wer die Grundtechniken erst einmal erworben hat, kann sie durch Empathie, eigene Erfahrungen und das nötige Fingerspitzengefühl ergänzen.
Die spannenden Heimvideos von der WHI liefern Interessenten dazu genügend Möglichkeiten. Schließlich sollte jeder Anwender während seiner beruflichen Tätigkeit die Chance haben, seinen Wissensstand zu erweitern und sein Leistungsspektrum auszubauen. Gerade in der modernen Gesellschaft sind besonders die Praktiken anderer Kulturkreise äußerst beliebt. Mittels der Fernkurse an dieser renommierten Akademie glückt das Erlernen solcher Techniken ohne Druck oder zeitlichen Aufwand. Somit bieten die Masseure nach beendetem Kurs ihren Kunden eine außergewöhnliche Form der Erholung, welche die Magie ferner Länder ausstrahlt und auf heimische Regionen überträgt.
Das vorübergehende Pausieren im Job, um an einem derartigen Lehrgang teilzunehmen, ist bei dem Heimstudium obendrein nicht nötig, weil es sich perfekt in den Berufsalltag einbinden lässt. Daraufhin können Kunden später sämtliche Vorzüge einer Massage sowie den Inbegriff von Wellness erleben, ohne dafür einen Urlaub im Ausland zu nutzen. In dem Zusammenhang projizieren exakte Massage Anleitungen die gesamte Kunst der jeweiligen Praktiken nach außen und garantieren eine korrekte Ausführung. Gleichzeitig beweist der positive Effekt einer darauf aufbauenden Behandlung, weswegen solche Techniken in ihren Heimatländern und bei Volksgruppen wie den Schamanen seit Urzeiten anerkannt sind.
Unabhängig davon, ob es sich um eine fernöstliche Praktik, eine Behandlung von dem afrikanischen Kontinent oder eine ägyptische Massage-Methode handelt, sie alle besitzen einen nachhaltigen Einfluss auf das Wohlbefinden und gelten seit Generationen als etabliertes Verfahren. Jenes wurde schon von den Urvölkern praktiziert.
Gerne dürfen ausgebildete Masseure aber auch neue Massage-Formen mit klassischen Versionen wie der Ganzkörpermassage verbinden und den Kunden ein abwechslungsreiches Repertoire an Techniken bieten. Wer die Grundlagen berücksichtigt und gemäß dieser agiert, vereint dadurch Traditionen mit Modernität und schenkt jedem die größtmögliche Wirksamkeit. Insofern die optimale Durchführung innerhalb eines Fernstudiums der WHI erlernt wurde, steht der variationsreichen Behandlung also nichts mehr im Wege. Der innovative Fernkurs schafft nämlich die erforderliche Kompetenz, Massagen selbst außerhalb des privaten Umfelds in jeglichen Ausführungen professionell anzuwenden.
So ist ein versiertes Heimstudium die ideale Gelegenheit, die Freude daran, anderen Menschen zu helfen, mit fachkundigen Anleitungen zu kombinieren und auf beruflicher Ebene allen Kunden einen ganzheitlichen Wohlfühl-Effekt zu bescheren.
Die fünf Grundgriffe der klassischen Massage
Wer eine Anleitung sucht, stößt schnell auf eine verwirrende Vielfalt an Namen. Dahinter stehen jedoch nur fünf Grundgriffe, aus denen sich fast jede klassische Massage zusammensetzt. Wer diese fünf beherrscht, kann sie je nach Körperregion und Ziel unterschiedlich kombinieren — das ist der eigentliche Kern jeder Ausbildung.
Die Reihenfolge ist dabei kein Zufall: Eine Behandlung beginnt mit flächigen, ruhigen Griffen und wird erst dann intensiver, wenn das Gewebe vorbereitet ist.
- Streichung (Effleurage): Flächiges Ausstreichen mit der ganzen Handfläche, immer in Richtung Herz. Sie eröffnet und beendet jede Behandlung und verteilt das Öl.
- Knetung (Petrissage): Das Gewebe wird angehoben, zwischen Daumen und Fingern gerollt und wieder abgelegt. Der Hauptgriff für große Muskelgruppen wie Schultern, Rücken und Oberschenkel.
- Reibung (Friktion): Kleine, kreisende Bewegungen mit Daumen- oder Fingerkuppen, punktuell auf einer eng begrenzten Stelle. Der intensivste Griff — sparsam einsetzen.
- Klopfung (Tapotement): Rhythmisches Klopfen mit der lockeren Handkante oder der hohlen Hand. Wirkt anregend und gehört deshalb eher an den Anfang als ans Ende.
- Vibration: Feines Zittern der aufgelegten Hand ohne Ortswechsel. Der leiseste Griff, gut geeignet zum Ausklang.
Für den Einstieg genügen Streichung und Knetung vollkommen. Beide sind kaum falsch zu machen, solange der Druck angenehm bleibt. Klopfungen und Friktionen brauchen mehr Übung, weil sie schnell unangenehm werden, wenn Kraft statt Technik eingesetzt wird.
| Griff | Wo er passt | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Streichung | überall, zu Beginn und zum Abschluss | immer zum Herzen hin, gleichmäßiges Tempo |
| Knetung | Schultern, Rücken, Oberschenkel, Waden | nicht auf Knochen und Gelenken |
| Reibung | einzelne verspannte Punkte | kurz halten, Druck vorher ankündigen |
| Klopfung | Rücken, Oberschenkel, Gesäß | Nierenregion und Wirbelsäule aussparen |
| Vibration | Nacken, Rücken, zum Ausklang | Hand ruhig auflegen, nicht drücken |
Ablauf einer Massage: Schritt für Schritt
Die häufigste Frage von Einsteigern lautet nicht „welcher Griff", sondern „in welcher Reihenfolge". Ein nachvollziehbarer Ablauf gibt beiden Seiten Sicherheit — der behandelnden Person, weil sie nichts vergisst, und der behandelten, weil sie weiß, was als Nächstes kommt.
Eine vollständige Behandlung folgt fast immer diesem Muster:
- Kurzes Vorgespräch: Beschwerden, empfindliche Stellen, Vorerkrankungen und Wünsche klären. Zwei Minuten genügen, ersparen aber die meisten Missverständnisse.
- Lagerung: Bequeme Bauchlage, Kopf gerade, ein Kissen unter den Fußgelenken und eines unter dem Bauch. Alles, was nicht behandelt wird, bleibt zugedeckt.
- Öl auftragen und aufwärmen: Das Öl zuerst in den eigenen Händen erwärmen, dann mit ruhigen Streichungen verteilen. Diese Phase dauert länger, als die meisten vermuten.
- Hauptteil: Region für Region mit Knetungen und gezielten Reibungen bearbeiten, dazwischen immer wieder ausstreichen.
- Ausklang: Das Tempo zurücknehmen, zum Schluss nur noch flächige Streichungen und Vibrationen.
- Nachruhe: Zudecken und fünf bis zehn Minuten liegen lassen. Dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen und ist doch der, an den sich Kundinnen und Kunden erinnern.
Für eine Rückenmassage genügen 20 bis 30 Minuten, eine Ganzkörperbehandlung dauert je nach Ausführlichkeit 60 bis 90 Minuten. Wichtiger als die Dauer ist ein gleichmäßiges Tempo: Hektik überträgt sich sofort.
Die Reihenfolge bei einer Ganzkörpermassage
Bei einer Ganzkörperbehandlung kommt die Frage hinzu, welche Region wann an der Reihe ist. Bewährt hat sich, mit dem Rücken zu beginnen und in Bauchlage zu bleiben, solange es geht — jedes Umdrehen unterbricht die Entspannung.
- In Bauchlage: Rücken, Gesäß, Oberschenkel- und Wadenrückseite, Fußsohlen.
- Nach dem Drehen: Fußrücken, Beinvorderseite, Arme und Hände, Bauch, zuletzt Schultern, Nacken und Gesicht.
Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Regionen finden Sie im Beitrag zur Ganzkörpermassage. Der Nacken kommt bewusst spät, weil er meist am empfindlichsten ist und von der vorangegangenen Behandlung profitiert. Das Gesicht bildet den Abschluss und leitet zur Nachruhe über.
Vorbereitung: Raum, Unterlage und Öl
Ein erheblicher Teil des Ergebnisses entscheidet sich, bevor die erste Berührung stattfindet. Wer friert, entspannt nicht; wer unbequem liegt, spannt gegen. Diese Punkte sind schnell erledigt und machen den größten Unterschied:
- Raumtemperatur: Etwas wärmer als gewohnt, etwa 22 bis 24 Grad. Wer unbekleidet und bewegungslos liegt, kühlt schneller aus als erwartet.
- Unterlage: Fest und eben. Ein weiches Bett gibt nach, sodass der Druck im Untergrund verschwindet statt im Gewebe anzukommen.
- Handtücher: Mindestens zwei — eines als Unterlage, eines zum Abdecken der Bereiche, die gerade nicht behandelt werden.
- Öl: Ein neutrales Pflanzenöl wie Mandel-, Jojoba- oder Traubenkernöl. Es sollte gleiten, ohne zu kleben, und vorher auf Verträglichkeit geprüft sein.
- Licht und Ton: Gedämpftes Licht, ruhige Musik ohne Textgesang, Telefone aus.
- Eigene Vorbereitung: Kurze Fingernägel, warme Hände, Schmuck ab.
Öl wird häufiger zu sparsam als zu großzügig verwendet. Zieht die Hand ruckartig über die Haut, fehlt Öl — dann nachlegen, statt mehr Kraft aufzuwenden.
Verhaltensregeln: was während der Behandlung gilt
Neben der Technik gibt es eine Reihe ungeschriebener Regeln. Sie klingen selbstverständlich, werden aber gerade im privaten Umfeld regelmäßig übergangen — und genau dort entstehen unangenehme Situationen.
Diese Punkte gehören zum Handwerk dazu:
- Kontakt halten: Möglichst nicht beide Hände gleichzeitig abheben. Der plötzliche Verlust der Berührung reißt aus der Entspannung.
- Nur freilegen, was behandelt wird: Der Rest bleibt bedeckt. Das ist keine Förmlichkeit, sondern eine Frage des Vertrauens.
- Druck absprechen: Einmal zu Beginn nachfragen und später einmal in der Mitte. Viele Menschen sagen von sich aus nichts, auch wenn es zu fest ist.
- Wenig sprechen: Fragen ja, Unterhaltung nein.
- Empfindliche Bereiche aussparen: Wirbelsäule, Nierenregion, Kniekehlen, Achselhöhlen, Hals vorne.
- Nach der Behandlung: Zeit zum Nachruhen lassen, ein Glas Wasser anbieten, nicht sofort ins Gespräch zurückkehren.
Massage lernen: was aus einer Anleitung eine Fertigkeit macht
Eine schriftliche Anleitung erklärt Ablauf und Griffe zuverlässig. Was sie nicht vermitteln kann, ist das Gefühl für Druck und Gewebe — und genau daran entscheidet sich, ob eine Massage als angenehm empfunden wird.
Was in der Praxis den Unterschied macht:
- Aus dem Körper arbeiten, nicht aus den Armen: Der Druck entsteht durch Gewichtsverlagerung. Wer aus den Schultern drückt, ist nach zehn Minuten erschöpft.
- Gleichmäßig bleiben: Ein ruhiges, vorhersehbares Tempo wirkt entspannender als jede besonders raffinierte Technik.
- An sich selbst testen: Griffe zuerst am eigenen Oberschenkel ausprobieren — dort ist sofort spürbar, was angenehm ist.
- Rückmeldung einholen: Nach den ersten Behandlungen gezielt fragen, was zu fest, zu schnell oder zu kurz war.
- Wenige Griffe sicher statt viele halb: Zwei sauber ausgeführte Techniken tragen eine ganze Behandlung.
Wer über den privaten Rahmen hinausgehen und andere gegen Entgelt behandeln möchte, sollte den Schritt zu einer strukturierten Ausbildung gehen. Dort kommen Anatomie, Hygiene, Dokumentation und die rechtlichen Grenzen hinzu — Themen, die keine Anleitung ersetzen kann und die im Ernstfall entscheidend sind.
Fazit
Eine gute Massage braucht keine seltene Technik, sondern einen nachvollziehbaren Ablauf und zwei sicher beherrschte Griffe. Wer das Vorgespräch ernst nimmt, den Raum vorbereitet, gleichmäßig arbeitet und die Nachruhe nicht übergeht, erreicht mehr als jemand, der zehn Techniken halb kennt. Die Grenzen sind dabei genauso wichtig wie die Griffe: Bei Fieber, Entzündungen oder unklaren Beschwerden wird nicht massiert, sondern ärztlich abgeklärt. Wer über den privaten Rahmen hinaus arbeiten möchte, kommt an Anatomie, Hygiene und den rechtlichen Grenzen nicht vorbei – dafür ist eine strukturierte Ausbildung der kürzere Weg.
Häufige Fragen
Wie fange ich als Anfänger mit dem Massieren an?
Beginnen Sie mit nur zwei Griffen: der flächigen Streichung zum Verteilen des Öls und der Knetung für große Muskelgruppen wie Schultern und Rücken. Beide sind kaum falsch zu machen, solange der Druck angenehm bleibt. Klopfungen und punktuelle Reibungen kommen später dazu.
Wie läuft eine Massage ab?
In sechs Schritten: kurzes Vorgespräch, bequeme Lagerung, Öl auftragen und das Gewebe mit ruhigen Streichungen aufwärmen, Hauptteil mit Knetungen Region für Region, Ausklang mit langsamer werdenden Griffen und zum Schluss fünf bis zehn Minuten Nachruhe.
Wie lange sollte eine Massage dauern?
Für eine Rückenmassage genügen 20 bis 30 Minuten, eine Ganzkörperbehandlung dauert je nach Ausführlichkeit 60 bis 90 Minuten. Wichtiger als die Dauer ist ein gleichmäßiges Tempo.
Welches Öl eignet sich zum Massieren?
Ein neutrales Pflanzenöl wie Mandel-, Jojoba- oder Traubenkernöl. Es sollte gleiten, ohne zu kleben. Erwärmen Sie das Öl in den eigenen Händen, bevor Sie es auftragen, und prüfen Sie vorher die Verträglichkeit an einer kleinen Hautstelle.
Welche Körperstellen sollte man beim Massieren aussparen?
Die Wirbelsäule selbst, die Nierenregion, Kniekehlen, Achselhöhlen und die Halsvorderseite. Dort verlaufen empfindliche Strukturen, die keinen Druck vertragen.
Wann sollte nicht massiert werden?
Bei Fieber, akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, offenen Hautstellen, Hauterkrankungen im behandelten Bereich sowie bei Thrombosen oder Thromboseneigung. Bei unklaren Schmerzen, in der Schwangerschaft und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört die Freigabe vorher in ärztliche Hände.

