04. Mai 2023
Lesezeit ca. 16 Min.

In der heutigen Präventions-, Gesundheits- und Wellnessbranche hat die präventive Lymphdrainage eine tragende Rolle, denn immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun und eine Präventions- oder Wellnesstechnik in Anspruch zu nehmen. Insbesondere die präventive Lymphdrainage hat hier großen Zuspruch, weil sie Erholung mit einem positiven Einfluss auf das Lymphabflusssystem und damit verbunden auf den gesamten Organismus kombiniert. Was eine präventive Lymphdrainage eigentlich ist, wie sie entstand und vor allem, welche Effekte sie haben kann, dass berichten wir Ihnen in unserem heutigen Blog-Beitrag.

Key Facts – Präventive Lymphdrainage

  • Einordnung: Die präventive Lymphdrainage ist eine Wellness- und Präventionsanwendung für gesunde Menschen – kein Heilmittel und keine medizinische Behandlung.
  • Abgrenzung: Die manuelle Lymphdrainage ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel und bleibt Physiotherapeutinnen, Heilpraktikern und ärztlichem Personal vorbehalten.
  • Zielgruppe: Gäste mit einem Gefühl von Schwere oder Spannung in Beinen und Armen, die etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten – ausdrücklich ohne bestehende Erkrankung.
  • Ursprung: Als Begründer der Technik gilt der dänische Physiotherapeut Emil Vodder, der sie ab 1930 gemeinsam mit seiner Frau Estrid systematisierte.
  • Grifftechniken: Stehende Kreise, Schöpf-, Pump- und Drehgriff werden mit sanftem Druck und ruhigem Rhythmus kombiniert.
  • Empfundene Wirkung: Die Anwendung wird als entstauend und leicht empfunden und unterstützt den natürlichen Lymphfluss sowie die Entspannung.
  • Kontraindikationen: Bei akuten Entzündungen, Fieber, Herzinsuffizienz, Thrombose oder Tumorerkrankungen ist die Anwendung tabu – hier gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Was ist eine präventive Lymphdrainage?

Die präventive Lymphdrainage beschreibt ein wichtiges Verfahren, mit welchem der Lymphabfluss stimuliert wird, um das Gewebe z. B. von abgelagerten Stoffwechselendprodukten sowie weiteren „Müllstoffen“ zu reinigen und ggf. Stauungen von Flüssigkeit im Gewebe aufzuheben. Die Technik findet sich sowohl im medizinischen Bereich als auch in der Präventions- und Wellnessbranche und repräsentiert eine Variante der physikalischen Therapien. Weiterhin gilt sie als Bestandteil der KPE (komplexen physikalischen Entstauungstherapie), die primär bei einer Behandlung von Krankheitszuständen und z. B. nachfolgenden Lymphödemen in Erscheinung tritt.

Wer erfand die Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage unterliegt einer langen Tradition, denn eine entsprechende Entstauungstherapie wurde schon vor vielen Jahren entwickelt. Auch damals galt die manuelle Lymphdrainage als Sondervariante der medizinischen Massage, um angestaute Flüssigkeiten innerhalb des Gewebes besser abfließen zu lassen.

Erste Grundzüge dieses Konzepts kamen daraufhin gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf, als sie von Johann Friedrich August Esmarch (ab 1878 von Esmarch), ein deutscher Chirurg und Alexander von Wini Warter, ein österreichisch-belgisch-stämmiger Chirurg als früheste Praktiken der Lymphdrainage eingesetzt worden waren. Damals waren jene allerdings noch nicht als manuelle Lymphdrainage geläufig, sondern wurden eher im Verlauf einer vielschichtig-veranlagten Behandlung integriert.

Die Geburtsstunde der manuellen Lymphdrainage folgte erst ab 1930, als Emil Vodder die Denkansätze der Chirurgen von Wini Warte und von Esmarch aufgriff, um daraus eine präzise Technik zu entwickeln. Der dänische Physiotherapeut Emil Vodder gilt darum als Begründer der Lymphdrainage, die er gemeinsam mit seiner Estrid entwarf.

Ulrich Pötter, SWAV-Akademie
Mein Tipp aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut:

Klären Sie die Abgrenzung im Erstgespräch, nicht erst auf der Liege. Ich arbeite mit einem kurzen Anamnesebogen, auf dem akute Entzündungen, Fieber, Herzschwäche, Thrombosen, Tumorerkrankungen und bekannte Lymphödeme abgefragt werden – wird dort auch nur ein Feld angekreuzt, verweise ich freundlich an die Ärztin oder den Arzt und biete keine Anwendung an. Das schützt Ihren Gast und Sie selbst, denn die Behandlung solcher Beschwerden ist Heilkunde und im Wellnessbereich nicht zulässig. Formulieren Sie außerdem sauber: Sie unterstützen den natürlichen Lymphfluss und schaffen ein Gefühl von Leichtigkeit – Sie behandeln nichts. Und beim Druck gilt: deutlich sanfter, als die meisten Einsteiger vermuten, denn die Lymphgefäße liegen dicht unter der Haut.

Welche Zielgruppe gibt es für die präventive Lymphdrainage?

Eine präventive Lymphdrainage eignet sich vor allem für Menschen, die unter geschwollenen, überanstrengenden Beinen leiden oder die ganzheitlich etwas für einen verbesserten Lymphabfluss tun möchten. Dabei ist es wichtig, dass die Anwendung immer nur an gesunden Menschen eingesetzt wird und nicht bei vorliegenden Erkrankungen des Lymphsystem oder anderen gesundheitlichen Dysbalancen.

Wie wirkt die präventive Lymphdrainage?

Eine präventive Lymphdrainage kann, wie bereits erwähnt, unzählige Wirkungsmechanismen ankurbeln, die der Fachpraktiker daraufhin anwendet, damit der Kunde ein ganzheitliches Gefühl der Erholsamkeit verspürt und zugleich bestehende Dysbalancen im Lymphabflusssystem aufgehoben werden.

Zu den vorrangigen Indikationen zählen:

  • Reinigung des Gewebes
  • Die verbesserte Immunabwehr
  • Der Abfluss von schädlichen Stoffen und Erregern aus dem Organismus
  • Die ganzheitliche Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Die Stimulation des vegetativen Nervensystems
  • Eine bessere Nährstoffversorgung der Haut
  • Das Nachlassen von Spannungs- und Schweregefühl
  • Die Stimulation der Lymphangiomotorik
  • Ein Gefühl von Leichtigkeit in Armen und Beinen

Die positiven Eigenschaften der präventiven Lymphdrainage sind hierbei nicht auf einen der genannten Punkte beschränkt, sondern können auch mehrere der Indikationen zur selben Zeit ansprechen.

Wo ist der Unterschied zwischen präventiver und medizinischer Lymphdrainage?

Die präventive Lymphdrainage richtet sich an den Wellness- und Präventionsbereich, ist also vorbeugend und nur für gesunde Menschen geeignet, die manuelle Lymphdrainage dagegen ist eine medizinische Methode, die bei bestehenden Grunderkrankungen von einem Arzt verordnet und von einem Therapeuten durchgeführt wird.

Die Unterschiede finden Sie hier noch einmal im Überblick:

Präventive Lymphdrainage

Diese Ausführung bezieht sich auf eine nicht medizinische Anwendung, die ausschließlich im Wellness- und Präventionssektor eingesetzt wird. Sie muss nicht von einem Arzt verordnet werden und benötigt keine vorangehende Diagnose oder vorliegende Beschwerden, damit sie von einem Kunden in Anspruch genommen wird. Das bedeutet auch, präventive Lymphdrainagen unterstehen den Techniken, die in Eigenleistung bezahlt werden müssen und vornehmlich in Wellnesshotels, SPA-Bereichen, bei Kuren oder in privaten Entspannungspraxen stattfinden. Der Anwender benötigt keine physiotherapeutische oder medizinische Ausbildung, denn die Zielgruppe dieser Lymphdrainage sind immer gesunde Personen oder Kunden, die lediglich leichte Dysbalancen haben

manuelle Lymphdrainage

Sie richtet sich an Personen, die unter vorliegenden Erkrankungen mit leichtem bis hin zu schwerem oder chronischem Verlauf leiden, darunter Lymphödeme. Medizinische Lymphdrainagen müssen von einem Arzt über eine Heilmittelverordnung verschrieben werden, die Kosten trägt in den meisten Fällen die Krankenkasse und es sind eine ärztliche Untersuchung, Behandlung sowie der Befund tragende Elemente der Praktik. Eingesetzt wird sie nur in darauf ausgerichteten Physiotherapiepraxen oder Einrichtungen mit medizinischem Hintergrund (Reha-Stationen in Krankenhäusern) und die Anwender sind zertifizierte Therapeuten aus dem Gesundheitswesen. Hier geht es meistens um eine Dauerverordnung, die in Kombination mit weiteren Behandlungsmethoden empfohlen wird, um die Erkrankung zu lindern oder ihre Verschlechterung zu verhindern. Medizinische Lymphdrainagen sind für Sie strikt untersagt und müssen von Ihnen deutlich von präventiven Varianten differenziert werden.

Präventive Lymphdrainage -- Lymphödem

Wer darf eine Lymphdrainage anwenden?

Eine präventive Lymphdrainage darf von einem Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention oder einem Experten mit einer entsprechenden Zertifizierung für die präventive Lymphdrainage eingesetzt werden. Bei einer manuellen Lymphdrainage für den medizinischen Bereich darf wiederum nur ein ausgebildeter Therapeut als Anwender infrage kommen. Diese muss auch zuvor von einem Arzt verordnet werden.

Welche Grifftechniken bei der Lymphdrainage?

Bei der präventiven Lymphdrainge verbinden sich verschiedene Grifftechniken, darunter:

  • Stehende Kreise

Stehende Kreise werden immer dann eingesetzt, wenn es nicht um die Unterstützung der Flussrichtung der Lymphflüssigkeit geht, sondern, wenn Strukturen in der Tiefe aktiviert werden sollen, wie z. B. die Venenwinkel als Abflussbereiche für die Lymphflüssigkeit in das Blutkreislaufsystem oder zur Aktivierung von Lymphknoten

  • Schöpfgriff

Auch der Schöpfgriff ist eine der Basistechniken nach Vodder und wird wahlweise mittels wandernder Schübe oder stehend aktiviert

  • Pumpgriff

Bei einem Pumpgriff sind die Finger gestreckt, das Handgelenk aufgestellt und der Daumen jeweils abduziert. Die Bewegungen des Handgelenks sind daraufhin Scharnier-ähnlich und der Griff kann bis in die tiefe Muskulatur hineinwirken

  • Drehgriff

Der Drehgriff wird ebenfalls mit abduziertem Daumen durchgeführt, wobei jener flächig aufliegt

Außerdem gibt es noch zahlreiche weitere Grifftechniken der Lymphdrainage, welche die Anwendung ergänzen.

Was genau macht man bei einer Lymphdrainage?

Durch gezielte Grifftechniken auf manueller Basis sorgt die Lymphdrainage für die Entlastung des Lymphsystems. Oftmals werden auch die Abkürzungen ML oder MLD als Begrifflichkeiten genutzt. Die Methode bietet sich an, damit lymphostatische Ödeme, die sich durch eine mangelnde Transportkapazität der Lymphgefäße bei Niedrigvolumen Insuffizienz eingestellt hat, bilden. Diese manuelle Lymphdrainage wird von Physiotherapeuten oder Lymphtherapeuten gezielt zur Heilung von Erkrankungen eingesetzt. Dabei geht es um die Aktivierung des Lymphsystems durch die Verbesserung der Pumpleistung innerhalb der Lymphgefäße.

Kann ich mir selbst eine Lymphdrainage machen?

Nein, eine fachgerechte Lymphdrainage sollte nur von einem Experten absolviert werden. Sie können allerdings verschiedene Übungen und Massagegriffe einsetzen, die einen leicht drainierenden Effekt haben.

Diese eignen sich natürlich nur, wenn Sie nicht unter chronischen Lymphödemen leiden und sollten nicht als alleinige Therapie bei primären Lymphödemen oder sekundären Lymphödemen eingesetzt werden.

1. Schulterrolle

  • Begeben Sie sich in gerader Haltung auf einen Stuhl
  • Beide Schultern werden langsam hochgezogen, dann soweit es geht, nach unten gedrückt
  • Bewegen Sie Ihre Schultern nun von unten nach vorne hin und wieder nach hinten
  • Kreisen Sie jetzt mit jeweils einer Schulter, die Arme bleiben locker am Körper

2. Schmetterling

  • Begeben Sie sich wieder in gerader Haltung auf einen Stuhl
  • Falten Sie Ihre Hände im Nacken, Ellenbogen zeigen nach vorne
  • Drehen Sie jetzt die Ellenbogen soweit zur Seite wie Sie können
  • Lockern Sie die Spannung wenn Sie einen Widerstand spüren

3. Bilderrahmen

  • Begeben Sie sich in eine gerade Haltung stehend, umfassen Sie mit Ihren Händen vor Ihrem Körper den jeweils entgegengesetzten Ellenbogen
  • Führen Sie jetzt die miteinander verbundenen Arme nach oben über Ihren Kopf, Position kurz halten, dann wieder senken

4. Elefant

  • Sie stehen gerade und umfassen mit Ihrer rechten Hand das linke Handgelenk
  • Führen Sie nun den gestreckten linken Arm behutsam nach oben auf Höhe Ihrer Schulter
  • Streckung mit offener linker Hand halten, Übung mit dem anderen Arm wiederholen

5. O

  • Begeben Sie sich in eine gerade Haltung, strecken Sie Ihre Arme vor und verschränken Sie die Hände ineinander
  • Heben Sie sie jetzt ganz behutsam über Ihren Kopf hinweg und bewegen Sie sielangsam wieder nach unten

Tipp: Sie sollten mehrere Pausen absolvieren, damit die Muskulatur und Ihre Lymphknoteneine gewisse Phase der Erholung bekommen und Sie jene nicht überstrapazieren.

Kann ich den Lymphabfluss durch bestimmte Lebensmittel verbessern?

Ja, auch mit der richtigen Ernährung können Sie den Abtransport von den Schadstoffen aus Ihrem Lymphsystem unterstützen. Traditionell werden dafür Tees aus Brennnessel, Birkenblättern oder Löwenzahn getrunken. Sie erhöhen vor allem die Trinkmenge; eine „entschlackende“ Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt. Weiterhin sollten Sie basische Lebensmittel bevorzugen, auf viel frisches Obst und Gemüse in Ihrem Speiseplan achten und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Fette Produkte sollten Sie hingegen meiden. Auch den Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch oder Käse müssen Sie verringern, während es sich ebenso empfiehlt, salzarm zu essen, weil Salz das Wasser innerhalb des Gewebes bindet und dadurch den Lymphabfluss beeinträchtigen könnte.

Wie oft sollte man eine Lymphdrainage machen?

Eine Lymphdrainage empfiehlt sich für eine regelmäßige Anwendung von mindestens 1-2 wöchentlich, bis der Kunde das Gefühl hat, eine spürbare Erleichterung zu empfinden. Außerdem sollte weitere Tipps und Informationen rund um die Entstauung und ein gesundes Lymphsystem besprochen werden. Nur so kann der Kunde aktiv etwas für seinen Lymphfluss tun.

Präventive Lymphdrainage -- Präventive Lymphdrainage durchführen

Lymphdrainage erlernen

Wenn Sie eine Lymphdrainage erlernen möchten, sollten Sie eine hochwertige Ausbildung belegen. Diese können Sie unkompliziert online absolvieren und sich so flexibel sowie ohne Anwesenheitspflicht fortbilden. Gemeinsam mit den vielen theoretischen sowie praktischen Inhalten rund um die Technik sowie deren risikoarme Anwendung, erlernen Sie innerhalb einer fundierten Schulung auch alle wesentlichen Rahmenbedingungen, Informationen zu der Geschichte der Praktik und welche Voraussetzungen für das Konzept gelten.

Abschließend lässt sich sagen, dass die präventive Lymphdrainage ein fester Bestandteil der Wellnessbranche ist, die sich präventiv gut einsetzen lässt, um Ihr Lymphsystem zu entlasten und ein ganzheitliches Wohlbefinden zu erzielen. Mit der passenden Ausbildung und Motivation, gelingt es Ihnen daraufhin, die traditionsreiche Technik mit all ihren Facetten zu verinnerlichen sowie gewinnbringend einzusetzen.

Wichtiger Hinweis: Die präventive Lymphdrainage ist eine Wellness-Anwendung. Die medizinische Lymphdrainage ist davon zu unterscheiden - sie wird ärztlich verordnet und von entsprechend ausgebildeten Fachkräften durchgeführt.

Fazit

Die präventive Lymphdrainage hat ihren festen Platz im Wellness- und Präventionsbereich: Sie richtet sich an gesunde Gäste, arbeitet mit sanften, rhythmischen Griffen und wird von vielen als angenehm entstauend und leicht empfunden. Entscheidend ist die saubere Trennung zur manuellen Lymphdrainage – diese ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel und gehört ausschließlich in physiotherapeutische, heilpraktische oder ärztliche Hände.

Wer die Technik professionell anbieten möchte, braucht deshalb zweierlei: solides Handwerk bei den Grifftechniken und ein klares Bewusstsein für die eigenen Grenzen. Kontraindikationen wie akute Entzündungen, Herzinsuffizienz, Thrombosen oder Tumorerkrankungen bedeuten immer ärztliche Abklärung statt Anwendung. Eine strukturierte Ausbildung vermittelt beides und gibt Ihnen die Sicherheit, Ihren Gästen eine hochwertige Wellnessanwendung anzubieten, ohne in den Bereich der Heilkunde zu geraten.

Häufige Fragen zur präventiven Lymphdrainage

Was ist der Unterschied zwischen präventiver und manueller Lymphdrainage?

Die präventive Lymphdrainage ist eine Wellness- und Präventionsanwendung für gesunde Menschen. Sie benötigt keine Diagnose und wird als Eigenleistung gebucht. Die manuelle Lymphdrainage dagegen ist ein Heilmittel: Sie wird ärztlich verordnet, dient der Behandlung bestehender Erkrankungen und darf nur von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Heilpraktikern oder ärztlichem Personal durchgeführt werden.

Für wen ist die präventive Lymphdrainage nicht geeignet?

Nicht geeignet ist sie bei akuten Entzündungen, Fieber, Herzinsuffizienz, bestehender oder zurückliegender Thrombose, Tumorerkrankungen sowie bei diagnostizierten Lymphödemen. In diesen Fällen ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Auch in der Schwangerschaft sollte vorab ärztlich Rücksprache gehalten werden.

Wie fühlt sich eine präventive Lymphdrainage an?

Die Griffe sind sanft, großflächig und rhythmisch – deutlich leichter als bei einer klassischen Massage. Viele Gäste beschreiben die Anwendung als tief entspannend; das Ergebnis wird häufig als entstauend und als angenehmes Gefühl von Leichtigkeit in Armen und Beinen empfunden.

Wie oft kann eine präventive Lymphdrainage in Anspruch genommen werden?

Im Wellnessbereich hat sich ein Rhythmus von ein bis zwei Anwendungen pro Woche über einen begrenzten Zeitraum bewährt, gefolgt von größeren Abständen zur Erhaltung des Wohlbefindens. Feste medizinische Vorgaben gibt es hier nicht, da es sich nicht um eine Therapie handelt.

Welche Ausbildung braucht man, um präventive Lymphdrainage anzubieten?

Für den Wellness- und Präventionsbereich ist keine medizinische Grundausbildung nötig, wohl aber eine fundierte Fachausbildung mit Zertifikat, in der Grifftechniken, Anatomie des Lymphsystems und vor allem die Kontraindikationen und rechtlichen Grenzen vermittelt werden. Für die medizinische manuelle Lymphdrainage ist dagegen eine physiotherapeutische, heilpraktische oder ärztliche Qualifikation Voraussetzung.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Manuelle Lymphdrainage – Wikipedia – Überblick zu Entstehung, Grifftechniken und medizinischer Einordnung der manuellen Lymphdrainage.
  2. Lymphsystem – DocCheck Flexikon – Fachliche Darstellung von Aufbau und Funktion des Lymphgefäßsystems und der Lymphknoten.
  3. Heilpraktikergesetz (HeilprG) – Gesetzliche Grundlage für die Abgrenzung von Wellnessanwendungen zur Ausübung der Heilkunde.
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

Sicher und bequem bezahlen
Bezahlmethode PayPal
Bezahlmethode Sepa
Bezahlmethode Klarna
Noch Fragen? Unsere E-Mail Adresse
ZFU-Zulassung Nr. 7387521 – Massage-Ausbildung
ZFU-Zulassung Nr. 7387621 – Fitness-Ausbildung

Google Bewertung
4.9

Basierend auf 1343 Bewertungen

WellnessInPerfektion WIP GmbH
4.9
1343 Rezensionen
Profilbild von Kerstin Schlieper
in der letzten Woche
Sehr gutes Seminar, toller Dozent. Interessant und kompetent aufbereitet. Da gibt es nichts zu beanstanden.
Kerstin Schlieper
Profilbild von Jessika Elling
vor 2 Wochen
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
Profilbild von Liane Winzenried
vor 2 Wochen
Ganz tolle Schulung alles mit Ruhe und sehr genau erklärt ich empfehle jedem das Team und die Schulung alles perfekt und professionell
Liane Winzenried
Profilbild von Micha Friese
vor 2 Wochen
Live Online Schulung Für Fachpraktiker Massage. Sehr professionell und kurzweilig. Theorie und Praxis wurden sehr gut erklärt. Es wurde auf alle Fragen eingegangen. Freue mich schon auf das Präsenzseminar. Gruss vom Bodensee....
Micha Friese
Profilbild von Engel Sandra
vor einem Monat
Sehr gut, gerne weiter mit WIP machen.
Engel Sandra
Profilbild von Andre Stix
vor 2 Monaten
Absolut empfehlenswert – eine tolle Erfahrung! Ich habe hier meine Ausbildung zum Fachpraktiker/in für Massage, Wellness & Prävention absolviert und bin einfach nur begeistert. Schon die Online-Vorbereitung war klasse: Super strukturiert, und alle Inhalte zu den einzelnen Massagen standen vorab perfekt zur Verfügung. ​Die 4 Präsenztage vor Ort in Berlin waren dann das absolute Highlight. Unglaublich informativ, mit ganz viel praktischer Anwendung und direkter Hilfestellung. Ein riesiges Dankeschön an Diana für die tolle Durchführung! Sie hatte wirklich immer ein offenes Ohr für uns und hat uns die besten Tipps und Tricks aus der Praxis gezeigt. Auch an Ulli ein großes Danke für die tolle und reibungslose Vorbereitung der Kurse. ​Ihr seid ein tolles Team, es war eine wunderschöne Zeit und eine großartige Erfahrung für mich. Macht weiter so!
Andre Stix
Profilbild von Heike Regenberg
vor 2 Monaten
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab