Die Ergänzungssalze nach Schüssler
Neben den zwölf klassischen Schüßler-Salzen wurden im Laufe der Zeit 21 weitere Funktionsmittel – die sogenannten Ergänzungssalze (Nr. 13 bis 33) – beschrieben. Sie kommen zum Einsatz, wenn die zwölf Basissalze allein nicht ausreichen. Wichtig vorab: Es handelt sich um ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde, dessen Wirkung wissenschaftlich nicht belegt ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Ergänzungssalze entstanden, wann sie angewendet werden und welche Salze von Nr. 13 bis Nr. 33 dazugehören.
Key Facts – Ergänzungssalze nach Schüßler
- Einordnung: Die Schüßler-Biochemie ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde – eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt.
- Anzahl: Zu den 12 Basissalzen kommen 21 Ergänzungssalze (Nr. 13 bis 33).
- Wann: Sie werden ergänzend eingesetzt, wenn die zwölf Funktionssalze allein nicht ausreichen.
- Dosierung: Meist als D12-Potenz und geringer dosiert als die Basissalze (die überwiegend als D6 verwendet werden).
- Spurenelemente: Viele Ergänzungssalze basieren auf Spurenelementen, die im Körper nur in Mikrogramm-Mengen vorkommen.
- Wichtig: Ein vermuteter Mineralstoffmangel gehört ärztlich abgeklärt; Schüßler-Salze ersetzen keine medizinische Behandlung.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt die Ergänzungssalze der Schüßler-Biochemie als Verfahren der Erfahrungsheilkunde dar. Die genannten Anwendungsbereiche sind überlieferte Empfehlungen ohne wissenschaftlichen Wirknachweis und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
Entwickelte Schüssler die Ergänzungssalze?
Nein, denn Schüssler selbst war zu dem Zeitpunkt, an dem die Ergänzungssalze entwickelt wurden, bereits tot.
So wurde die Liste der Mineralstoffverbindungen, die im menschlichen Körper wichtige Funktionen übernehmen, und deren Wirkung durch homöopathische Mengen der jeweiligen Salze unterstützt werden kann, nach dem Tod von Wilhelm Heinrich Schüßlers immer noch weiter ergänzt.
Wie kam es zu der Entwicklung weiterer Salze?
Dank der stetig fortschreitenden Verfahren in der Wissenschaft konnten die ursprünglichen Schüssler Salze durch zusätzliche Funktionssalze weitergeführt werden.
Während Schüßler zum Ende des 19. Jahrhunderts vergleichsweise wenig Analyseverfahren zur Verfügung standen, erfreut sich die heutige Forschung detaillierterer Methoden. So kam es, dass die von Dr. Schüßler gefundenen zwölf Funktionssalze mit der Zeit um weitere 21 Salzverbindungen ergänzt wurden – zwar nicht mehr von Schüßler selbst, wohl aber in dessen Andenken und auf der Grundlage der von ihm entwickelten Grundidee einer „biochemischen Heilweise“.
Wann werden die Ergänzungsmittel eingesetzt?
Die Ergänzungsmittel werden oft dann eingesetzt, wenn durch die ersten zwölf Funktionssalze die gewünschte Wirkung nicht erzielt wird, oder wenn eine Linderung der Beschwerden sehr lange auf sich warten lässt. Auch Kombinationen sind hier wieder möglich, um die richtige Zusammensetzung für die jeweiligen Dysbalancen zu erzielen.
Wenn Sie Schüssler Salze korrekt anwenden wollen, sollten Sie jedoch auch die Original-Salze kennen und fachgerecht einsetzen können. Erst dadurch entsteht ein gewinnbringendes Gesamtkonzept.
Wie werden die Ergänzungsmittel dosiert?
Die Ergänzungsmittel werden in stärkerer Verdünnung und geringerer Menge dosiert als die klassischen Schüssler Salze.
Während die zwölf Funktionssalze bis auf wenige Ausnahmen in einer D6-Potenzierung zum Einsatz kommen, werden die Ergänzungsmittel als D12-Potenzen angewendet. Allerdings ist nicht nur die Potenzierung auf den geringeren Bedarf angepasst, sondern auch die Dosierung der Präparate. Die Menge an empfohlenen Tabletten ist im Vergleich zu den ersten zwölf Salzen in der Regel nur halb so groß.
Warum werden die Ergänzungsmittel niedriger dosiert als die Original Schüssler Salze?
Das liegt darin begründet, dass es sich bei den Erweiterungen um Mineralstoffverbindungen aus dem Bereich der Spurenelemente handelt, die im Körper generell nur in kleinsten Mikrogramm-Mengen vorkommen.
Bedenken Sie dabei: Für die Erweiterungsmittel sind zum Teil noch nicht alle Wirkungsbereiche und Zuständigkeiten bis ins letzte Detail erforscht. Die Untersuchungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.
Wird es weitere Ergänzungen der Schüssler Salze geben?
Ja, davon ist auszugehen. Man nimmt an, dass die Menge der Mineralstoffverbindungen in der Tradition Schüßlers auch in den nächsten Jahren immer noch weiterwächst.
Welche Ergänzungsmittel vervollständigen die Schüssler Salze?
Es finden sich neben den traditionellen Schüssler Salzen noch insgesamt 21 weitere Salzverbindungen.
Dazu zählen:
Salz Nr. 13 = Kalium arsenicosum
Positive Eigenschaften: Dieser Mineralstoff soll positive Auswirkungen auf die Muskulatur und die Schleimhäute im Verdauungs-, Genital- und Atembereich haben.
Anwendungsgebiet: Hauptanwendungsbereiche von Kalium arsenicosum sind schwer behandelbare und ggf. chronische Hauterkrankungen, besonders Haut- und Schleimhautentzündungen und Hautleiden, die mit starkem Juckreiz einhergehen. Auch bei Menstruationsbeschwerden und bei allgemeinen Schwäche- und Erschöpfungszuständen sowie bei Abmagerung und Blutarmut kommt Nr. 13 zum Einsatz.
Salz Nr. 14 = Kaliumbromid
Positive Eigenschaften: Dieser Mineralstoff wirkt ausgleichend bei Störungen des Zentralnervensystems (vegetative Dystonie), die sich durch einen unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus äußern können.
Anwendungsgebiet: Salz Nr. 14 Kalium bromatum wird beruhigende Wirkung bei Reizhusten zugesprochen. Es beeinflusst hauptsächlich die Funktion der Nerven und der hormonellen und lymphatischen Drüsen.
Salz Nr. 15 = Kalium iodatum
Positive Eigenschaften: Kalium iodatum gilt in Schüßlers Biochemie als Hauptmittel bei Schilddrüsenbeschwerden, unabhängig davon, ob es sich um Über- oder Unterfunktionsleiden handelt.
Anwendungsgebiet: Kaliumiodid reguliert die Aufnahme von Iod. Es wirkt harmonisierend auf den Stoffwechsel, soll den Blutdruck senken und sich positiv auf die Verdauung und den Appetit auswirken.
Salz Nr. 16 = Lithium chloratum
Positive Eigenschaften: Ihm wird ein positiver Einfluss auf den Eiweißstoffwechsel zugesprochen.
Anwendungsgebiet: Es soll Gewebeschwund entgegenwirken und bei Abmagerung helfen. Auch bei rheumatischen Beschwerden kann das Salz zum Einsatz kommen, und es unterstütz sowohl die Nierenfunktion als auch die Immunabwehr. Des Weiteren ist es ein beliebtes Salz bei depressiver Stimmung und bei Störungen der Schilddrüsenfunktionen.
Salz Nr. 17 = Manganum sulfuricum
Positive Eigenschaften: Diese Verbindung unterstützt die Aufnahme von Eisen im Körper und stellt damit eine Ergänzung zu Funktionssalz Nr. 3 Ferrum phosphoricum dar.
Anwendungsgebiet: Kinder und Jugendliche mit diagnostizierter Blutarmut sowie auch Schwangere können in der Verbindung der Salze Nr. 3 und Nr. 17 einem Eisenmangel gut entgegenwirken. Es soll außerdem die Innenwände der Blutgefäße vor Plaques schützen und damit Arteriosklerose verhindern. Darüber hinaus unterstützt Mangansulfat das Immunsystem und kommt auch bei Kreislauf- und Durchblutungsstörungen zum Einsatz. Zuletzt sei noch auf die angenommene Wirkung bei Haar- und Nagelkrankheiten hingewiesen.
Salz Nr. 18 = Calcium sulfuratum
Positive Eigenschaften: Es soll bei Entgiftungsprozessen unterstützen und bei jeglichen Infekten hilfreich sein.
Anwendungsgebiet: Es wird hauptsächlich bei Erschöpfung, Gewichtsverlust und bei entzündlichen Hauterkrankungen verordnet.
Salz Nr. 19 = Kupferarsenit/ Cuprum arsenicosum
Positive Eigenschaften: Es fördert den Eisenstoffwechsel und unterstützt das Immunsystem. Außerdem soll auch die Bildung des Hautpigments Melanin angeregt und dadurch eine natürliche Verteilung des Farbstoffs erreicht werden. Auf diese Weise können Pigmentstörungen harmonisiert werden. Kupferarsenit fördert außerdem Entgiftungsprozesse und den Abtransport von Schwermetallen aus dem Körper.
Anwendungsgebiet: Es kommt als Mittel gegen jedwede Koliken und Krämpfe zum Einsatz.
Salz Nr. 20 = Kalium Aluminium sulfuricum/Alaun
Positive Eigenschaften: Das Salz soll übermäßiges Schwitzen regulieren und kommt bei Koliken und Blähungen zur Anwendung. Alaun steigert die Konzentrationsfähigkeit, stärkt das Gedächtnis und mindert die Vergesslichkeit im Alter. Außerdem kann es bei Lernstörungen helfen.
Anwendungsgebiet: Diese Mineralstoffverbindungwirkt bei Wunden blutgerinnend und entzündungshemmend.
Salz Nr. 21 = Zincum chloratum
Positive Eigenschaften: Es hilft beim Alkoholabbau der Leber und wirkt beruhigend bei nervlichen Leiden wie etwa Hyperaktivität oder Depressionen.
Anwendungsgebiete: Salz Nr. 21 wird bei Allergien verordnet und kann außerdem zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems eingenommen werden. Es unterstützt den Organismus dabei, Schwermetalle aus dem Körper zu leiten, und fördert den Aufbau von Knochen und Bindegewebe.
Salz Nr. 22 = Calcium carbonicum
Positive Eigenschaften: Es soll die Heilung von Knochenbrüchen unterstützen und für Aufbau der Zähne und des ganzen Skeletts von Nutzen sein. Zusätzlich soll Kalziumcarbonat den Lymphfluss anregen und die Funktion des Lymphsystems regulieren.
Anwendungsgebiete: Calcium carbonicum soll die Regeneration von chronischen Haut- und Schleimhauterkrankungen positiv beeinflussen.
Salz Nr. 23 = Natrium bicarbonicum/Natron
Positive Eigenschaften: Es soll die Bildung von Harnsäure beschränken und Gicht lindern. Insgesamt unterstützt Nr. 23 Natrium bicarbonicum die Ausscheidung schädlicher Substanzen über den Harn.
Anwendungsgebiete: Wie schon das Funktionsmittel Nr. 9 Natrium phosphoricum gilt auch Natron als Mittel zur Entsäuerung. Es kommt damit besonders gegen Sodbrennen zum Einsatz. Auch begleitend zu einer Diabetes-Therapie kann das Salz angewendet werden, um deren Folgeschäden zu lindern.
Salz Nr. 24 = Arsenum iodatum
Positive Eigenschaften: Es soll eine positive Wirkung auf den gesamten Organismus haben und besonders bei chronischen Haut- und Schleimhauterkrankungen helfen.
Anwendungsgebiet: Es wird auch bei allergischen Haut- oder Schleimhauterkrankungen eingesetzt und soll außerdem die Blutbildung unterstützen.
Hinweis: Arseniodid ist Bestandteil der Schüßlerschen Allergie- und Heuschnupfenmischung.
Salz Nr. 25 = Aurum chloratum natronatum
Positive Eigenschaften: Ihm wird eine Wirkung auf alle Körperrhythmen nachgesagt. Es soll sowohl den Wach-Schlaf-Rhythmus als auch den weiblichen Zyklus regulieren und wird daher häufig bei Schlafstörungen und Menstruationsbeschwerden verordnet.
Anwendungsgebiet: Generell gilt Natriumtetrachloroaurat als Mineralsalz für eine Vielzahl von Frauenleiden und außerdem als Mittel gegen Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen sowie als Hilfe bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und des Immunsystems.
Salz Nr. 26 = Selenium
Positive Eigenschaften: Dieses wird gegen physische und psychische Erschöpfung eingesetzt und soll außerdem gegen Schlafstörungen und Hautprobleme helfen.
Anwendungsgebiet: Selen wird zum Schutz der Zellen angewendet sowie bei Augenerkrankungen und Sehstörungen. Ein weiteres großes Anwendungsgebiet sind Beschwerden im Genitalbereich bei Männern und Frauen.
Hinweis: Selenium ist eigentlich kein Salz, sondern das chemische Element Selen.
Salz Nr. 27 = Kalium bichromicum
Positive Eigenschaften: Dieses wird vornehmlich bei chronischen Erkrankungen der Luftwege genutzt.
Anwendungsgebiet: Es kommt auch bei Mittelohrentzündungen sowie allgemein bei Erkältungen in Betracht.
Sowie die 6 „neuen Salze“
Salz Nr. 28 = Natrium vanadicum
Positive Eigenschaften: Zuletzt sei auch der positive Einfluss auf Zähne und Knochen erwähnt, da Natrium vanadicum die Mineralisierung der Knochen und die Bildung des Zahnschmelzes unterstützt.
Anwendungsgebiet: Ihm wird eine stabilisierende Wirkung bei Diabetes-Erkrankungen zugesprochen, denn Vanadium hat blutzuckerregulierende Eigenschaften. Ein Mangel kann die Cholesterin-Konzentration im Blut erhöhen, da Vanadium die Synthese von Cholesterin in der Leber hemmt.
Salz Nr. 29 = Cobaltum metallicum
Positive Eigenschaften: Kobalt ist essenzieller Bestandteil des Vitamins B12. eine Beteiligung an allen Funktionen, die dieses Vitamin erfüllt, zugesprochen werden.
Anwendungsgebiet: Zu diesen wesentlichen Aufgaben gehören unter anderem die Bildung der roten Blutkörperchen, die Unterstützung der DNA-Produktion (DNS = Desoxyribonukleinsäure = Träger des Erbguts) und die Hilfe bei der Aufnahme von Iod in die Schilddrüse.
Salz Nr. 30 = Niccolum sulfiricum
Positive Eigenschaften: Es soll an der Eisenverwertung im Körper beteiligt sein sowie am Aufbau aller erbgutragenden Nukleinsäuren.
Anwendungsgebiet: Nickel ist ein Bestandteil wichtiger Enzyme und unterstützt außerdem die Bildung von Hormonen.
Salz Nr. 31 = stannum metallicum
Positive Eigenschaften: In der Biologie gilt Zinn als ein Antioxidans, das im Körper Oxidationsprozesse unterstützt und am Proteinstoffwechsel beteiligt ist.
Anwendungsgebiet: Zinn soll das Immunsystem positiv beeinflussen und eine wichtige Rolle für den Haarwuchs und für die Funktion der Nieren spielen. Für die Säurebildung im Magen wird eine regulierende Eigenschaft angenommen.
Salz Nr 32 = Natrium tetraboracicum (Natriumtetraborat)
Positive Eigenschaften: Bor ist zwar kein lebensnotwendiges Spurenelement, dennoch aber essenziell für die Gesundheit von Knochen und Gelenken. Es reguliert im Körper außerdem die Verstoffwechselung von Kalzium, Magnesium und Phosphor.
Anwendungsgebiet: Bor sorgt für eine angemessene Hormonausschüttung der Nebenschilddrüsen und verhindert damit den Abbau von Kalzium aus Knochen und Zähnen, so dass Osteoporose, Arthritis, Arthrose und Zahnschäden vermieden werden. Auch der Stoffwechsel der Sexualhormone und der Stoffwechsel im Gehirn werden beeinflusst.
Salz Nr. 33 = Molybdenum sulfuratun
Positive Eigenschaften: Molybdän ist ein Spurenelement, das für den Transport und das Speichern von Eisen im Körper wichtig ist. Außerdem beeinflusst es die Bildung von Harnsäure und hilft dem Körper beim Abbau von schwefelhaltigen Substanzen. Darüber hinaus regt Molybdän die Aktivität der Darmflora an und mindert die Entstehung von Darmgasen.
Anwendungsgebiet: Bei Molybdän wird noch eine prophylaktische Wirkung bei Karies und Osteoporose vermutet, da Molybdän dafür sorgt, das Fluor in die Zähne und Knochen eingebaut werden kann.
Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Die Ergänzungssalze sind etwas für Fortgeschrittene. Wer gerade erst mit Schüßler-Salzen beginnt, fährt mit den zwölf Basissalzen fast immer besser – sie decken den Alltag zuverlässig ab. Die Ergänzungsmittel ab Nr. 13 sind Spurenelement-Verbindungen und werden bewusst niedriger dosiert (meist D12 statt D6). Greifen Sie erst dann dazu, wenn Sie die Basissalze sicher beherrschen und ein konkreter Grund vorliegt – und klären Sie einen vermuteten Mineralstoffmangel immer ärztlich ab, statt ihn in Eigenregie zu behandeln.
Ergänzungssalze richtig anwenden
Um die Ergänzungsmittel der Schüssler Salze richtig einzusetzen, sollten Sie sich zunächst mit dem Gesamtkonzept der Biochemie nach Schüssler auseinandersetzen. Dies gelingt zum Beispiel durch einen passenden Online-Fernlehrgang zum Schüssler Salze Berater/in. Durch eine flexible und selbstständige Lernweise können Sie hier alle wichtigen Details rund um die Biochemie nach Schüssler von Zuhause in Erfahrung bringen, damit Sie zu einem verantwortungsbewussten Experten auf diesem Gebiet werden. Das Beste daran, Sie lernen nicht nur für sich und den Eigenbedarf, sondern könnten sich sogar als Schüssler Salze Berater/in selbstständig machen bzw. Ihren bestehenden Beruf erweitern, falls es in eine artverwandte Berufsgruppe fällt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl die klassischen Schüssler Salze als auch die Ergänzungsmittel nach Schüssler eine gewinnbringende Unterstützung des ganzheitlichen Wohlbefindens sein können. In jedem Fall profitieren Sie also davon, wenn Sie nicht ausschließlich die traditionellen Salze kennen, sondern ebenfalls die neuen Funktionsmittel in Ihre Anwendung der Schüssler´schen Biochemie einbauen.
Fazit
Die Ergänzungssalze (Nr. 13 bis 33) erweitern das klassische Schüßler-System der zwölf Funktionssalze um Spurenelement-Verbindungen für speziellere Anwendungen. Sie werden höher potenziert, niedriger dosiert und gelten in der Erfahrungsheilkunde als Ergänzung für Fortgeschrittene – ein wissenschaftlicher Wirknachweis fehlt jedoch. Wer Schüßler-Salze ernsthaft anwenden möchte, sollte zuerst die zwölf Basissalze sicher beherrschen und sich das Gesamtkonzept der Biochemie fundiert erarbeiten. Ein vermuteter Mineralstoffmangel gehört in jedem Fall ärztlich abgeklärt.
Häufige Fragen zu den Ergänzungssalzen
Wie viele Ergänzungssalze gibt es?
Zu den zwölf klassischen Funktionssalzen kommen 21 Ergänzungssalze hinzu – die Nummern 13 bis 33. Sie wurden erst nach dem Tod von Dr. Schüßler auf Grundlage seiner biochemischen Grundidee beschrieben.
Worin unterscheiden sich Ergänzungssalze von den Basissalzen?
Die Ergänzungssalze basieren überwiegend auf Spurenelementen, die im Körper nur in sehr geringen Mengen vorkommen. Sie werden deshalb höher potenziert (meist D12 statt D6) und geringer dosiert als die zwölf Basissalze.
Wann setzt man Ergänzungssalze ein?
In der Schüßler-Lehre werden sie ergänzend genutzt, wenn die zwölf Funktionssalze allein nicht die gewünschte Unterstützung bringen. Sie sind eher etwas für Fortgeschrittene, die das Basissystem bereits kennen.
Sind die Ergänzungssalze wissenschaftlich belegt?
Nein. Die Schüßler-Biochemie ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde ohne wissenschaftlichen Wirknachweis. Für einen Teil der Ergänzungssalze sind die zugeschriebenen Wirkbereiche zudem nicht abschließend erforscht.
Ersetzen Ergänzungssalze eine ärztliche Behandlung?
Nein. Ein tatsächlicher Mineralstoff- oder Spurenelementmangel ist eine medizinische Diagnose und gehört ärztlich abgeklärt und behandelt. Schüßler-Salze sind allenfalls eine begleitende Ergänzung.


