17. Februar 2023
Lesezeit ca. 16 Min.

Wie sollten sich Sportler ernähren? Wer regelmäßig trainiert, braucht eine gezielt abgestimmte Ernährung: rund die Hälfte der Energie sollten Sie über Kohlenhydrate decken, dazu kommen hochwertiges Protein für Muskelaufbau und Regeneration sowie gesunde Fette. Entscheidend sind außerdem das richtige Timing der Mahlzeiten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wie Sie Ihren individuellen Bedarf abdecken und Ihre Leistung wie Regeneration unterstützen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Key Facts – Sporternährung

  • Energieverteilung: rund 50 % Kohlenhydrate, ca. 20 % Fette und etwa 15 % Eiweiß – je nach Sportart und Ziel verschieben sich die Anteile.
  • Kohlenhydrate: wichtigster Energielieferant, vor allem aus Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Kartoffeln.
  • Protein: unterstützt Muskelerhalt und -aufbau – hochwertige pflanzliche und tierische Quellen kombinieren.
  • Timing: große Mahlzeiten 2–3 Stunden vor dem Training meiden; nach der Belastung Speicher gezielt auffüllen.
  • Flüssigkeit: Bedarf steigt mit Belastungsdauer und -intensität; bei längeren Einheiten auch Mineralstoffe (Natrium) ersetzen.
  • Individuell: Der genaue Bedarf hängt von Sportart, Trainingsphase und Person ab – feste Werte sind nur Orientierung.

Was bedeutet Sporternährung?

Unter Sporternährung versteht man eine auf sportliche Betätigung bzw. körperliche Belastungen ausgerichtete Zufuhr von Nahrungsmitteln bzw. Flüssigkeit. Für jede Art von Training ist es also wichtig, dass der Organismus mit einem optimalen Nährstoff- und Flüssigkeitshaushalt ausgestattet ist. Dem Körper sollte außerdem ausreichend Energie zur Verfügung stehen, auf die er zurückgreifen kann, um den geplanten Belastungen gewachsen zu sein. Auf diese Weise dient sportliche Aktivität sowohl der Steigerung der individuellen Leistungsfähigkeit als auch dem Erhalt beziehungsweise der Förderung von körperlicher und geistiger Gesundheit.

Auch Sportler sollten ihren Ernährungsplan an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für eine vollwertige Ernährung ausrichten. Auf dieser Grundlage kann dann eine individuelle Anpassung an den erhöhten Bedarf erfolgen, so dass es zumeist zu einer Verschiebung innerhalb der Anteile der energieliefernden Nährstoffe kommt. So kann beispielsweise für die Deckung des gesteigerten Energiebedarfs eine Erhöhung des Kohlenhydratanteils zu Lasten der aufzunehmenden Fettmenge erfolgen. Wer mit dem Ziel des Muskelaufbaus trainiert, wird hingegen besonders auf eine hohe Qualität und Quantität der Proteinzufuhr achten.

Warum ist die Ernährung bei Sportlern so wichtig?

Mit einer gesunden Ernährungsweise kann jeder Sportler seine Leistung und seine Regeneration positiv beeinflussen.

Wer regelmäßig Sport treibt, benötigt mehr Energie als ein Nicht-Sportler. Diese Tatsache gilt im Grundsatz sowohl für den Bereich des Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssports als auch für den intensiveren Bereich des Leistungs- und Hochleistungssports. Eine gesunde Ernährungsweise sollte in allen Fällen die Basis sein, und zwar unabhängig davon, mit welchem individuellen Ziel die sportliche Aktivität erfolgt. Je nach Sportart, Belastungsintensität und Trainingsschwerpunkt variieren aber die Ansprüche des Körpers an eine optimale Zusammensetzung der Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr. Selbst für ein und denselben Sportler kann der persönliche Bedarf je nach Trainingsphase (etwa Wettkampfvorbereitung, Wettkampf oder einfaches Training) innerhalb einer Saison stark variieren. Dabei ist festzuhalten, dass auch im Rahmen der Sporternährung mit einer vollwertigen und ausgewogenen Zusammenstellung der Mahlzeiten der Bedarf an allen essenziellen Makro- und Mikronährstoffen gedeckt werden kann – Nahrungsergänzungsmittel sollten daher nur in seltenen Fällen und auch dann nur mit großer Vorsicht zum Einsatz kommen.

Wie sollte man sich als Sportler ernähren?

Allgemein lässt sich sagen, dass Sie etwa 50 % Ihres Energiebedarfs durch Kohlenhydrate decken sollten, rund 20 % durch Fette und 15 % durch Eiweiß. Wichtig ist jedoch auch die Nährstoffqualität, denn nur erstklassige Produkte sind die idealen Lieferanten für alle wesentlichen Inhaltsstoffe, die bei einer Sporternährung zählen. So empfiehlt es sich…

  • Viel frisches Obst und Gemüse zu essen
  • Vollkornprodukte zu verzehren (z.B. Vollkornnudeln)
  • Kartoffeln und Kürbis wählen (für die Lieferung von Kohlenhydraten, die langsam verdaut werden und länger Energie bereitstellen)
  • Bananen oder griechischen Joghurt als schnellen Energie-Lieferanten wählen
  • Mehrere kleinere Mahlzeiten zu essen
  • Am Abend nach dem Sport Kohlenhydrate Eiweiß zu verzehren, um den Glykogenspeicher wieder zu füllen (Ofenkartoffel mit Quark) oder für den Nachbrenneffekt der Muskeln auf Kohlenhydrate zu verzichten (z.B. Gemüse und Steak oder ein Rührei)
  • Ausreichend Flüssigkeit zu konsumieren
  • Bei Shakes und Energieriegeln auf den Zuckergehalt zu achten (nicht über 15 g auf 100g Riegel)
  • Auf große Mahlzeiten etwa 2-3 Stunden vor der Fitnesseinheit zu verzichten
Frisches Gemüse und Obst als Basis einer gesunden Sporternährung
© New Africa - stock.adobe.com

Welche Nährstoffversorgung brauchen Sportler?

Eine bedarfsgerechte Ernährung im Sport sollte zum Ziel haben, auch und besonders in der Belastungssituation alle Stoffwechselfunktionen des Organismus aufrechtzuerhalten. Mangelzustände können sich schnell leistungsmindernd auswirken. Die Zufuhr stoffwechselbelastender Stoffe sollte einer bewussten Kontrolle unterliegen. Darüber hinaus sorgt eine angemessene Nährstoffversorgung dafür, dass ein sportart-spezifisches Körpergewicht erreicht, beziehungsweise gehalten und die Infektanfälligkeit des Organismus reduziert werden kann. Idealerweise wird außerdem Muskelmasse aufgebaut und die Glykogenspeicherung im Körper optimiert.

Wie viele Kalorien braucht ein Sportler?

Wie viel Energie tatsächlich benötigt wird, hängt stark von Sportart, Trainingsumfang und persönlichen Voraussetzungen ab. Die folgenden Werte sind daher als grobe Orientierung zu verstehen und kein starrer Plan. Ein Ausdauersportler sollte seinem Körper pro Tag etwa 3200 – 3500 Kilokalorien (kcal) Energie über die Nahrung zuführen, um nicht unterversorgt zu sein. Bezogen auf die empfohlene Nährstoffrelation ergeben sich daraus folgende Aufnahmemengen:

  • 55 – 60 % Kohlenhydrate ≙ 480 – 520 Gramm
  • 25 – 30 % Fett ≙ 100 – 120 Gramm
  • 12 – 15 % Protein ≙ 100 – 130 Gramm.

Kraft- und Kraftausdauersportler benötigen rund 4200 Kilokalorien (kcal) pro Tag, die sich in ihrer Nahrungsaufnahme in folgenden Relationen wiederfinden sollten:

  • 50 – 55 % Kohlenhydrate ≙ 520 – 600 Gramm
  • 25 – 30 % Fett ≙ ca. 120 – 140 Gramm
  • 15 % Protein ≙ 150 Gramm

Diese Werte können für die Planung einer bedarfsgerechten Ernährung für Sportler zur Orientierung dienen. Allerdings unterliegen die angegebenen Energieprozente je nach Sportart individuellen Schwankungen, da sie für jeden Athleten von dessen idealer persönlicher Gesamtenergiezufuhr abhängig sind.

Was sollte man als Sportler nicht essen?

Gerade Fast-Food, Schokolade oder auch generell fettige Speisen sind für Sportler tabu. Ebenso empfiehlt es sich, direkt vor dem Sport auf zu viele Kohlenhydrate und Fette zu verzichten. Insgesamt sollten Sie aber auch ohne regelmäßig Sport zu betreiben besser nicht zu häufig auf ungesunde Mahlzeiten, fetthaltige Lebensmittel und Süßigkeiten zurückgreifen.

Welche Lebensmittel steigern die sportliche Leistungsfähigkeit?

Für eine verbesserte Leistungsfähigkeit wäre es ratsam, auf hochwertige pflanzliche Proteinquellen zu setzen. Entscheiden Sie sich für eine Ernährung, bei der Sie regelmäßig Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse verzehren sowie generell viel auf wertvolle Getreidearten achten, dann liefern Sie Ihrem Organismus ein gutes Fundament, um die Leistungsfähigkeit zu steigern. So begünstigen Sie den Muskelerhalt/aufbau, aber auch die notwendige Bereitstellung von ausreichend Energie, was für die Leistungsoptimierung im Sport von großer Bedeutung ist.

Flüssigkeit bei der Sporternährung

Wann und wieviel getrunken werden sollte, ist unter anderem abhängig von der Belastungsintensität und der Dauer der Sporteinheit. Nicht-Sportler haben je nach Körpergewicht einen Flüssigkeitsbedarf von ungefähr zwei bis drei Litern am Tag. Je nach sportlicher Aktivität muss diese Trinkmenge entsprechend erhöht werden. Um die Menge des Flüssigkeitsverlustes während der Belastung zu ermitteln und um das entstandene Defizit dann nach dem Sport möglichst genau wieder ausgleichen zu können, hat sich die so genannte Wiegemethode als effizientes Instrument erwiesen, das besonders in der Wettkampfvorbereitung zu Einsatz kommt. Hierbei wird die individuelle Schweißmenge des Athleten über Gewichtskontrollen vor und nach dem Sport festgestellt. Die Differenz aus dem Vor- und dem Nachsportgewicht entspricht der ungefähren Schweißmenge, die während der Belastung entstanden ist.

Sportlerin trinkt Wasser – ausreichende Flüssigkeitszufuhr beim Training
© motortion - stock.adobe.com

Aber Achtung: Wird bereits während der Belastung wieder Flüssigkeit zugeführt, so muss für die Ermittlung der Schweißmenge diese Trinkmenge am Ende vom Nachsportgewicht abgezogen werden.

Die Frage, wann Sportler trinken sollten, wird in Expertenkreisen noch kontrovers diskutiert.

Folgende Richtwerte für die Flüssigkeitsversorgung im Sport können zur Orientierung dienen:

  • vor dem Sport: normales Trinkverhalten genügt in der Regel, bei Erwartung einer besonders intensiven Trainingseinheit oder bei einer dichten Aufeinanderfolge der Belastungen den Flüssigkeitshaushalt aber gegebenenfalls wie oben beschrieben noch einmal auffüllen
  • weniger als 1 Stunde Belastung: Flüssigkeitsaufnahme vor und nach dem Sport ist ausreichend, trinken während des Sports ist unter normalen klimatischen Bedingungen und im Rahmen des Breiten und Leistungssports nicht notwendig. Ausnahme: extreme klimatische Bedingungen und/oder überdurchschnittlich hohe Belastungsintensität
  • länger als 60 Minuten Belastung: Flüssigkeitsaufnahme während des Sports ist empfehlenswert, idealerweise in Form von Wasser oder Saftschorle alle 20 Minuten etwa 150 Milliliter
  • länger als 90 Minuten Belastung: Flüssigkeitsaufnahme ebenfalls während des Sports, besonders bei intensiven Ausdauerbelastungen sind alle 10-20 Minuten Trinkmengen von 150-250 Millilitern empfohlen, wobei die Mengen auf die Verträglichkeit abgestimmt sein muss (Völlegefühl vermeiden!), die Getränke sollten gegebenenfalls Kohlenhydrate und Natrium enthalten (Sportgetränke)
  • nach dem Sport: Nach Raschka und Ruf sollte dem Körper nach dem Sport rund die anderthalbfache Menge des Schweißverlustes während der Belastung an Flüssigkeit wieder zugeführt werden (Raschka, C./ Ruf, S. (2015). Sport und Ernährung. Seite 87). Die DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung empfiehlt – sofern innerhalb der nächsten 24 Stunden keine erneute sportliche Aktivität geplant ist – ein normales Essverhalten zusammen mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr. Muss auf schnelle Weise eine Rehydration stattfinden, so wird zu einer Trinkmenge von 1,5 Litern pro Kilogramm Gewichtsverlust während der vorhergegangenen Belastung (Schweißmenge) geraten, die in kleinen Schlucken und nicht als eine gesamtmenge aufgenommen werden sollten (Mosler, Stephanie et al. (2019). Flüssigkeitsmanagement im Sport. Ernährungs Umschau 66 (3). Seite 57).

Schwitzen führt während der sportlichen Belastung nicht nur zu Flüssigkeitsverlusten. Mit dem abgesonderten Schweiß werden neben Wasser auch Mineralstoffe aus dem Körper befördert. Besonders der Natriumgehalt ist hierbei von Relevanz, wobei dieser individuell stark variiert und zwischen 175 und bis zu 1500 Milligramm pro Liter betragen kann. Ist der Schweiß sehr reich an Mineralsalzen, zeigt sich dies an den weißen Rückständen auf dunkler Sportkleidung der Athleten – es wird in diesem Zusammenhang auch von „salty sweatern“ (= „salzige Schwitzer“) gesprochen.

Sowohl die Menge als auch der Mineralstoffgehalt des Schweißes sind also von Sportler zu Sportler verschieden und fallen auch bei ein und demselben Sportler je nach Art des Trainings durchaus unterschiedlich aus. Insgesamt ist festzuhalten, dass trainierte Athleten in der Regel eine höhere Schweißrate aufweisen als weniger trainierte Sportler.

Geeignete Sportgetränke sind wichtig, um einerseits das verlorene Wasser und andererseits die Mineralstoffverluste optimal wieder aufzufüllen. Wir haben gesehen, dass Wasser- und Elektrolythaushalt immer als Einheit betrachtet werden sollten. Wie gut und vor allem wie schnell Flüssigkeit im Körper aufgenommen werden kann, ist von den Inhaltsstoffen des Sportgetränks abhängig.

Vitamin- und Nährstoffbedarf der Sportler

Bei Sportlern – wie auch bei Nicht-Sportlern – ist eine bedarfsdeckende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen wichtig, um alle Körperfunktionen am Laufen zu halten und allen Belastungen des (Sport-) Alltags standzuhalten. Dabei lässt sich Folgendes in Bezug auf den Vitamin- und Nährstoffbedarf festhalten:

  • Die empfohlenen Referenzwerte für die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen werden in der Regel auch im Sport über eine ausgewogene, energiebedarfsdeckende Ernährung
  • Über die Auswahl der Lebensmittel, die eine hohe Nährstoffdichte aufweisen, kann auch einem gesteigerten Nährstoffbedarf beziehungsweise der Gefahr von Defiziten gut begegnet werden.
  • Bei den Risikogruppen für Nährstoffdefizite sollten sich die jeweils kritischen Nährstoffe bewusst in der Auswahl der Nahrungsmittel wiederfinden. Sind der erlaubte Umfang der Nahrungsaufnahme nicht ausreichend für die Deckung des Nährstoffbedarfs oder die Einschränkungen in der Lebensmittelauswahl aufgrund individueller Ernährungsweisen Ursache für Defizite, kann nach einem medizinisch diagnostizierten Mangel über eine Supplementierung nachgedacht werden.

Wie wichtig ist die Ernährung für die Regeneration?

Eine ausgewogene Ernährung mit gesunden, natürlichen Lebensmitteln bildet die Voraussetzung für eine optimale Regeneration. Die leeren Energie- und Flüssigkeitsspeicher sollten in relativ kurzer Zeit nach der Belastung wieder aufgefüllt werden, während die Regeneration der Muskulatur schon etwas länger braucht. Die Zufuhr von proteinreichen Lebensmitteln und solchen Produkten, die mit einem hohen Anteil an Antioxidantien entzündungshemmend wirken, sorgt dafür, dass Muskelschäden repariert, Muskelwachstum angekurbelt und Muskelschmerzen gelindert werden.

Eine angepasste Ernährung in der Regenerationsphase kann maßgeblich dazu beitragen, dass die Wiederherstellungsprozesse im Organismus schneller abgeschlossen werden.

Sporternährung Beratung

Insgesamt gibt es viele Dinge zu beachten, wenn es um eine gute Sporternährung geht. Falls Sie sich in diesem Bereich noch nicht auskennen oder insgesamt sogar besondere Voraussetzungen wie Unverträglichkeiten beachten müssen, wäre es ratsam, sich professionell betreuen zu lassen. Ein Ernährungsberater kann hier helfen, die ideale Speisenzusammenstellung für Ihre persönlichen Fitnessziele und Bedürfnisse zusammenzustellen.

Ernährungsberatung im Sport – individuelle Beratung zur Sporternährung
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Jener kooperiert oft mit Fitness- und/oder Personaltrainern, sodass Sie rundum ausreichend auf Ihrem Weg zu Ihren sportlichen Erwartungen begleitet werden. Alternativ können Sie natürlich auch selbst aktiv werden und eine Ausbildung zum Ernährungsberater starten. So erlernen Sie alles Wesentliche von Beginn an und wissen genau, wie Sie Ihre Ernährung den sportlichen Belastungen anpassen können.

Ulrich Pötter

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Verbeißen Sie sich nicht in einzelne Gramm-Angaben oder teure Supplemente. In der Praxis erreichen die meisten Sportler ihre Ziele über die Basics: ausreichend Kohlenhydrate aus vollwertigen Quellen, hochwertiges Eiweiß über den Tag verteilt und konsequentes Trinken. Beobachten Sie Ihren Körper, passen Sie die Mengen an Ihr Training an – und holen Sie sich bei Unverträglichkeiten oder ehrgeizigen Zielen lieber eine fundierte Beratung, statt auf gut Glück zu experimentieren.

Fazit

Eine gute Sporternährung ist kein kompliziertes Regelwerk, sondern baut auf einer vollwertigen, ausgewogenen Basis auf, die Sie an Ihren erhöhten Bedarf anpassen. Kohlenhydrate liefern die Energie, Protein unterstützt Muskelerhalt und Regeneration, und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält die Leistungsfähigkeit aufrecht. Da der individuelle Bedarf je nach Sportart, Trainingsphase und Person stark schwankt, sind feste Werte nur Orientierung. Wer es genau wissen oder beruflich damit arbeiten möchte, profitiert von professionellem Wissen – etwa über eine fundierte Ausbildung zum Ernährungsberater.

Häufige Fragen zur Sporternährung

Wie sollten sich Sportler ernähren?

Als grobe Orientierung sollten rund 50 % der Energie aus Kohlenhydraten stammen, etwa 20 % aus Fetten und rund 15 % aus Eiweiß. Wichtig sind hochwertige Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gute Proteinquellen sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der genaue Bedarf hängt von Sportart, Ziel und Person ab.

Wie viele Kalorien braucht ein Sportler?

Das hängt stark von Sportart und Trainingsumfang ab. Zur Orientierung: Ausdauersportler liegen bei etwa 3200 bis 3500 kcal pro Tag, Kraft- und Kraftausdauersportler bei rund 4200 kcal. Diese Werte sind individuelle Richtwerte und kein starrer Plan.

Wie viel sollten Sportler trinken?

Nicht-Sportler benötigen je nach Körpergewicht etwa zwei bis drei Liter pro Tag, bei sportlicher Aktivität steigt der Bedarf. Bei Einheiten über 60 Minuten ist Trinken während des Sports empfehlenswert, bei langen oder intensiven Belastungen sollten die Getränke auch Kohlenhydrate und Natrium enthalten.

Was sollten Sportler nicht essen?

Fast Food, Süßigkeiten und generell sehr fettige Speisen sind ungünstig. Direkt vor dem Sport sollte man zudem auf zu viele Kohlenhydrate und Fette verzichten, da schwere Mahlzeiten die Verdauung belasten und die Leistung mindern können.

Sind Nahrungsergänzungsmittel für Sportler notwendig?

In den meisten Fällen nicht. Mit einer vollwertigen, ausgewogenen Ernährung lässt sich der Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen in der Regel decken. Eine Supplementierung sollte nur bei einem medizinisch diagnostizierten Mangel und mit Vorsicht erfolgen.

Welche Rolle spielt die Ernährung für die Regeneration?

Eine wichtige: Nach der Belastung sollten die Energie- und Flüssigkeitsspeicher zügig wieder aufgefüllt werden. Proteinreiche Lebensmittel und antioxidantienreiche Produkte unterstützen die Muskelregeneration und können die Wiederherstellungsprozesse beschleunigen.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Sporternährung – Grundlagen, Nährstoffe & Flüssigkeitshaushalt
  2. Wikipedia: Kohlenhydrate – wichtigster Energielieferant im Sport
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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