Elektrolyte - was ist es und wofür braucht man sie?
Elektrolyte sind kleine, aber kraftvolle Helfer, die in Ihrem Organismus eine wichtige Rolle spielen. Sie sind wie die unsichtbaren Stützen, die Ihren inneren Motor am Laufen halten. Was Elektrolyte kennzeichnet, warum sie so wichtig sind und welche Probleme bei Elektrolyt-Mangel entstehen, das verraten wir Ihnen im heutigen Blog-Beitrag.
Key Facts
- Definition: Elektrolyte sind geladene Mineralstoff-Ionen wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium.
- Funktion: Sie steuern Flüssigkeitshaushalt, Nervenreizleitung, Muskelkontraktion und den Säure-Basen-Haushalt.
- Mangel-Symptome: Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Schwindel und unregelmäßiger Herzschlag.
- Sport: Bei Ausdauerbelastungen über 60–90 Minuten steigt der Bedarf durch Schweißverlust deutlich an.
- Lebensmittel: Bananen, Spinat, Milchprodukte, Nüsse und Vollkornprodukte liefern natürliche Elektrolyte.
- Überdosierung: Auch zu viele Elektrolyte, etwa durch Präparate, können gesundheitsschädlich sein.
- Ärztliche Abklärung: Bei Verdacht auf eine Elektrolytstörung, etwa durch starken Durchfall oder Vorerkrankungen, ist eine ärztliche Kontrolle ratsam.
Was sind Elektrolyte?
Elektrolyte sind im Grunde genommen geladene Teilchen, die in Ihrem Körper als Ionen fungieren. Sie sind nicht nur wichtig für die Übertragung von elektrischen Impulsen, sondern auch für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsgleichgewichts und die Funktion Ihrer Muskeln und Nerven. Kurz gesagt: Elektrolyte sind die Dirigenten, die Ihren Körper im Einklang halten.
Die wichtigsten werden durch verschiedene Prozesse in Ihrem Körper reguliert, wie beispielsweise durch die Nierenfunktion und den Elektrolythaushalt.
Physikalisch betrachtet entsteht die Wirkung von Elektrolyten dadurch, dass sie in Wasser gelöst in positiv geladene Kationen (z. B. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium) und negativ geladene Anionen (z. B. Chlorid, Phosphat) zerfallen. Diese Ladungsverteilung erzeugt an den Zellmembranen ein sogenanntes Membranpotenzial – die Grundlage jeder Nervenreizweiterleitung und jeder Muskelkontraktion. Ohne dieses fein austarierte Gleichgewicht könnten weder Ihr Herz schlagen noch Ihre Muskeln sich zusammenziehen.
Die Nieren übernehmen dabei die Rolle des zentralen Reglers: Sie filtern überschüssige Elektrolyte aus dem Blut und scheiden sie über den Urin aus, behalten aber so viel wie nötig zurück. Hormone wie Aldosteron und das antidiuretische Hormon (ADH) steuern diesen Prozess und sorgen normalerweise dafür, dass Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt auch bei schwankender Zufuhr stabil bleiben. Bestehen bereits Nierenerkrankungen, kann dieser Regelmechanismus gestört sein – ein Grund, warum Menschen mit Nierenproblemen ihren Elektrolythaushalt regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen sollten.
Die wichtigsten Elektrolyte in der Übersicht mit ihren Funktionen
Es gibt zahlreiche Elektrolyte, von denen wir Ihnen die wichtigsten Vertreter einmal näher erläutern möchten.
Natrium
Natrium ist entscheidend für die Regulierung des Wasserhaushalts und hilft bei der Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks. Es ist auch für die Nerven- und Muskelaktivität unerlässlich.
Der größte Teil des Natriums befindet sich außerhalb der Zellen und reguliert dort, wie viel Wasser im Körper gebunden wird. Ein Mangel äußert sich häufig durch Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelkrämpfe, ein Überschuss – meist durch stark salzhaltige Ernährung – kann langfristig den Blutdruck erhöhen.
Kalium
Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Elektrolythaushalts und der Muskelkontraktion. Es unterstützt auch die Nervenfunktion und die Regulation des Blutdrucks.
Im Gegensatz zu Natrium befindet sich Kalium hauptsächlich innerhalb der Zellen. Gemeinsam mit Natrium sorgt es für den sogenannten Natrium-Kalium-Pumpen-Mechanismus, der jede einzelne Nervenreizleitung erst möglich macht. Ein Kaliummangel zeigt sich oft zuerst als Muskelschwäche oder als leichtes Herzstolpern.
Calcium
Neben seiner Rolle beim Aufbau und der Erhaltung von starken Knochen und Zähnen ist Calcium auch wichtig für die Muskelkontraktion, die Blutgerinnung und die Nervenfunktion.
Nur etwa ein Prozent des körpereigenen Calciums zirkuliert tatsächlich im Blut – der Rest ist in Knochen und Zähnen gespeichert und dient dort auch als Reservedepot, aus dem der Körper bei Bedarf schöpft.
Magnesium
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt eine Schlüsselrolle bei der Energieproduktion, der Muskelkontraktion und der Regulation des Blutzuckerspiegels.
Magnesium wirkt als natürlicher Gegenspieler zu Calcium und sorgt dafür, dass sich angespannte Muskeln nach der Kontraktion wieder entspannen können. Deshalb wird ein Magnesiummangel häufig mit nächtlichen Wadenkrämpfen in Verbindung gebracht.
Chlorid
Chlorid ist ein wichtiger Bestandteil von Salzsäure im Magen, die für die Verdauung von Nahrungsmitteln erforderlich ist. Es ist auch entscheidend für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper.
Chlorid tritt im Körper fast immer gemeinsam mit Natrium auf – etwa als Kochsalz (Natriumchlorid). Wer stark schwitzt oder häufig erbricht, verliert daher in der Regel beide Elektrolyte gleichzeitig.
Phosphat
Phosphat ist ein Baustein von Knochen und Zähnen und spielt eine Rolle bei der Energieproduktion sowie bei der DNA- und RNA-Synthese.
Auch der universelle Energieträger der Zelle, ATP (Adenosintriphosphat), enthält Phosphat-Gruppen – ohne ausreichend Phosphat gäbe es schlicht keine nutzbare Energie für Muskeln, Gehirn und Stoffwechsel.
Wie können Sie sicherstellen, dass Sie genügend Elektrolyte bekommen?
Eine gesunde Ernährung ist der Schlüssel zur Aufrechterhaltung eines angemessenen Elektrolythaushalts. Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, Nüsse und Samen sind reich an verschiedenen Elektrolyten. Darüber hinaus ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um Ihren Elektrolythaushalt zu unterstützen und Ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit zu geben.

Welche Symptome bei Elektrolyt-Mangel?
Da jedes einzelne Elektrolyt eine spezifische Aufgabe im Körper übernimmt, äußert sich ein Ungleichgewicht selten isoliert, sondern meist als Kombination mehrerer Beschwerden gleichzeitig. Besonders betroffen sind Nerven- und Muskelfunktion sowie der Wasserhaushalt – daher überschneiden sich viele Symptome unabhängig davon, welches Elektrolyt konkret betroffen ist.
Zu den häufigsten Symptomen eines Elektrolyt-Mangels gehören:
- Müdigkeit
- Muskelschwäche
- Krämpfe
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- unregelmäßiger Herzschlag
- Verwirrung
Diese Symptome können auftreten, wenn Ihr Körper nicht genügend Elektrolyte erhält oder wenn der Elektrolythaushalt durch Krankheit, übermäßiges Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall gestört wird. Ein Mangel an Elektrolyten kann dabei stehts zu einer Vielzahl von Symptomen führen, die Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden beeinträchtigen könnten. Sie zeigen sich nicht zwingend nur vereinzelt, sondern auch in Kombination.
Elektrolyt-Mangel bekämpfen Hausmittel?
Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Hausmitteln, die Ihnen helfen können, Ihren Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Zu den besten Hausmitteln gehören:
Kokoswasser
Kokoswasser ist reich an Kalium und anderen Elektrolyten und kann helfen, Ihren Körper zu hydratisieren und den Elektrolythaushalt auszugleichen.
Elektrolytgetränke
Kommerzielle Elektrolytgetränke können eine schnelle und effektive Möglichkeit sein, verlorene Elektrolyte wieder aufzufüllen, insbesondere nach intensivem Training oder bei Krankheit.
Banane
Bananen sind eine ausgezeichnete natürliche Quelle für Kalium und können helfen, den Kaliumspiegel in Ihrem Körper zu erhöhen und Muskelkrämpfe zu lindern.
Joghurt
Joghurt ist reich an Kalzium und kann dazu beitragen, Ihren Calciumspiegel zu erhöhen und die Muskelkontraktion zu unterstützen.
Gemüsebrühe
Gemüsebrühe ist reich an Natrium und anderen Elektrolyten und kann helfen, Ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen sowie den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.
Wie kann Elektrolyt Mangel behoben werden?
Wenn Sie glauben, dass Sie einen Elektrolytmangel haben, ist es wichtig, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Neben der Einnahme von Elektrolytgetränken und der Verwendung von Hausmitteln sollten Sie auch versuchen, Ihre Ernährung anzupassen, um sicherzustellen, dass Sie genügend Elektrolyte aus natürlichen Quellen erhälten. In schweren Fällen kann Ihr Arzt auch Elektrolytpräparate verschreiben, um den Mangel zu behandeln. Es ist diesbezüglich wichtig, die Anweisungen Ihres Arztes genau zu befolgen und regelmäßig Ihren Elektrolythaushalt zu überprüfen, um sicherzustellen, dass er ausgeglichen ist.
Ist ein Elektrolyt-Mangel gefährlich?
Ja, ein Elektrolytmangel kann tatsächlich gefährlich sein, insbesondere wenn er unbehandelt bleibt oder schwerwiegend ist. Elektrolyte sind entscheidend für die normale Funktion Ihres Körpers, und ein Mangel kann daher zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, darunter die bereits erwähnten Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag und weitere Dysbalancen. In schweren Fällen können sogar lebensbedrohliche Zustände wie Dehydratation und Elektrolytungleichgewichte entstehen.
Hinweis: Bei Verdacht auf einen Elektrolyt-Mangel sollten Sie nicht zögern, sondern schnellstens entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Was ich beim Thema Elektrolyte immer klarstelle: Für die allermeisten Menschen mit normaler Ernährung sind zusätzliche Präparate nicht nötig — die üblichen Mengen kommen über das Essen. Interessant wird es bei langer Belastung in Hitze oder starkem Schwitzen. Bei wiederkehrenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung mit Blutbild der richtige Weg und nicht der Selbstversuch mit Pulvern.
Wie viel Elektrolyte braucht der Mensch?
Die benötigte Menge an Elektrolyten variiert je nach Alter, Geschlecht, körperlicher Aktivität und Gesundheitszustand. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass Erwachsene täglich bestimmte Mengen an Elektrolyten zu sich nehmen:
- Natrium: etwa 1.500 bis 2.300 Milligramm
- Kalium: etwa 3.500 bis 4.700 Milligramm
- Calcium: etwa 1.000 Milligramm
- Magnesium: etwa 320 Milligramm für Frauen und 420 Milligramm für Männer
Hinweis: Diese Angaben stellen nur einen Richtwert dar und müssen weder aktuell nicht vollständig sein! Kontrollieren Sie stets die Richtwerte und fragen Sie auch den Arzt oder Ihren Fitnesstrainer sowie Ernährungsberater, welche Elektrolyt-Menge sinnvoll ist.
Auch das Lebensalter spielt eine Rolle: Bei Kindern und Jugendlichen ist der Bedarf altersabhängig geringer, während ältere Erwachsene aufgrund eines oft nachlassenden Durstgefühls und möglicher Vorerkrankungen besonders auf eine ausreichende und ausgewogene Zufuhr achten sollten. Auch Schwangere und Stillende haben einen leicht veränderten Elektrolytbedarf, der individuell mit dem behandelnden Arzt oder der Hebamme abgestimmt werden sollte.
Elektrolytbedarf im Sport und bei körperlicher Aktivität
Wer regelmäßig Sport treibt, verliert über den Schweiß nicht nur Wasser, sondern auch nennenswerte Mengen an Elektrolyten – vor allem Natrium und Chlorid, in geringerem Maß auch Kalium und Magnesium. Je intensiver und länger die Belastung, desto größer der Verlust. Bei kurzen, moderaten Einheiten reicht in der Regel normales Trinkwasser aus, bei Ausdauersport über 60 bis 90 Minuten oder bei intensivem Training in der Hitze sollte zusätzlich auf eine ausreichende Elektrolytzufuhr geachtet werden.
Besonders bei sehr langen Belastungen wie Marathonläufen oder mehrstündigen Radtouren ist Vorsicht geboten: Wird ausschließlich reines Wasser in großen Mengen nachgetrunken, kann der Natriumspiegel im Blut verdünnt werden. Dieser Zustand wird als Hyponatriämie bezeichnet und kann – ähnlich wie ein Elektrolytmangel durch Schwitzen – zu Übelkeit, Verwirrung und in seltenen, schweren Fällen zu ernsten Komplikationen führen. Sportmediziner empfehlen daher, bei langen Belastungen gezielt elektrolythaltige Getränke einzusetzen statt nur Wasser.
Typische Anzeichen dafür, dass der Elektrolythaushalt während des Trainings aus dem Gleichgewicht geraten ist, sind unter anderem:
- Ungewöhnlich frühe Erschöpfung: deutlich schnelleres Nachlassen der Leistungsfähigkeit als sonst
- Muskelkrämpfe: vor allem in Waden, Oberschenkeln oder Füßen während oder nach der Belastung
- Starkes Schwitzen mit sichtbaren Salzrändern: ein Hinweis auf hohen Natriumverlust
- Schwindel oder Konzentrationsprobleme: gegen Ende einer langen Trainingseinheit
Für die Praxis bedeutet das: Bei Trainingseinheiten unter einer Stunde genügt meist Wasser, bei längeren oder besonders schweißtreibenden Einheiten kann eine isotonische, elektrolythaltige Sportgetränkelösung sinnvoll sein. Wie viel und welche Elektrolyte im Einzelfall angebracht sind, hängt von individuellen Faktoren wie Schweißrate, Klima und Trainingszustand ab – eine pauschale Dosierungsempfehlung ist daher nicht seriös möglich; Sportlerinnen und Sportler mit Vorerkrankungen sollten dies vorab ärztlich abklären lassen.
Wer leidet häufig unter Elektrolyt Mangel?
Menschen, die einem erhöhten Risiko für Elektrolytmangel ausgesetzt sind, sind oft diejenigen, die intensiv schwitzen, sei es durch körperliche Aktivität oder durch Umgebungen mit hoher Hitze. Sportler, Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen wie Nierenkrankheiten oder Magen-Darm-Erkrankungen, sowie ältere Erwachsene können ebenfalls anfälliger für einen Elektrolytmangel sein.

Mit Elektrolyt-Mangel zum Arzt?
Ja, wenn Sie Symptome eines Elektrolytmangels bemerken oder vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein Arzt kann durch Bluttests den Elektrolytspiegel messen und die geeignete Behandlung empfehlen. In schweren Fällen kann eine intravenöse Elektrolyttherapie erforderlich sein, um den Mangel schnell auszugleichen.
Wo sind die meisten Elektrolyte drinnen?
Elektrolyte kommen in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor, insbesondere in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten und Samen.
Einige der besten Quellen für Elektrolyte sind…
- Bananen
- Orangen
- Spinat
- Avocados
- Joghurt
- Nüsse
Generell ist eine vollwertige Ernährung wichtig, um einen normalen Elektrolyt-Haushalt zu beachten.
Elektrolytreiche Lebensmittel im Überblick nach Elektrolyt
Da jedes Elektrolyt unterschiedliche Aufgaben übernimmt, lohnt sich ein genauerer Blick darauf, welche Lebensmittel welches Elektrolyt besonders reichlich liefern. So lässt sich die Ernährung gezielter auf den individuellen Bedarf abstimmen, etwa nach intensivem Training oder in den heißen Sommermonaten:
- Natriumreich: Salzhering, Sauerkraut, Oliven, Käse, Gemüsebrühe
- Kaliumreich: Bananen, Kartoffeln, Aprikosen, Spinat, Avocados, Hülsenfrüchte
- Calciumreich: Milchprodukte, Grünkohl, Brokkoli, calciumreiches Mineralwasser, Mandeln
- Magnesiumreich: Vollkornprodukte, Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte, dunkle Schokolade
- Chloridreich: Speisesalz, Oliven, Sauerkraut, Seetang
- Phosphatreich: Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukte, Nüsse
Wer sich vollwertig und abwechslungsreich ernährt, deckt seinen Elektrolytbedarf in aller Regel bereits über die tägliche Nahrung – gezielte Nahrungsergänzung ist für gesunde Menschen ohne besondere Belastung meist nicht notwendig.
Ergänzend zur Lebensmittelauswahl gilt: Der Körper kann Elektrolyte nur dann optimal nutzen, wenn gleichzeitig ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Eine rein trockene, elektrolytreiche Kost ohne ausreichende Trinkmenge kann den Haushalt daher nicht vollständig ausgleichen – Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sollten stets zusammen betrachtet werden.
Elektrolyte bei Durchfall?
Bei Durchfall kann es zu einem Verlust von Elektrolyten kommen, da sie zusammen mit den Flüssigkeiten aus dem Körper ausgeschieden werden. In solchen Fällen ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte aufzunehmen, um eine Dehydrierung und den Elektrolytmangel zu vermeiden. Elektrolytlösungen oder spezielle Rehydratationsgetränke können dabei helfen, den Verlust auszugleichen und den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.
Bei starkem oder länger als zwei Tage anhaltendem Durchfall, bei Säuglingen, älteren Menschen oder bei zusätzlichen Warnzeichen wie hohem Fieber oder Blut im Stuhl sollte grundsätzlich zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden, da der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust in diesen Fällen rasch gefährlich werden kann.
Kann man zu viele Elektrolyte einnehmen?
Ja, es ist möglich, zu viele Elektrolyte einzunehmen, insbesondere wenn Sie große Mengen von Elektrolytpräparaten einnehmen, ohne medizinische Notwendigkeit oder wenn Sie übermäßig salzhaltige Lebensmittel konsumieren.
Ein übermäßiger Elektrolytverzehr kann zu einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt führen, was zu gesundheitlichen Problemen wie Dehydratation, Bluthochdruck, Nierenproblemen und in schweren Fällen sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Hypernatriämie oder Hyperkaliämie beitragen kann.
Elektrolyte Überdosierung?
Eine Überdosierung von Elektrolyten kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen. Zu den Symptomen einer Elektrolytüberdosierung gehören:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Muskelschwäche
- Verwirrung
- Krämpfe
- Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen sogar Bewusstlosigkeit oder Tod.
Hinweis: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie zu viele Elektrolyte eingenommen haben, sollten Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Fazit
Elektrolyte spielen eine entscheidende Rolle in Ihrem Körper und sind für eine Vielzahl von lebenswichtigen Funktionen unerlässlich. Ein ausgewogener Elektrolythaushalt ist wichtig für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Indem Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, ausreichend Flüssigkeiten zu sich nehmen und bei Bedarf auf Elektrolytpräparate zurückgreifen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Körper die Elektrolyte erhält, die er braucht, um optimal zu funktionieren.
Achten Sie darauf, auf die Bedürfnisse Ihres Körpers zu hören und bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Ihren Elektrolythaushalt auszugleichen. Wenn Sie Symptome eines Elektrolytmangels oder einer Überdosierung bemerken, zögern Sie nicht, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Fazit
Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium sind für Flüssigkeitshaushalt, Nerven- und Muskelfunktion unverzichtbar. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung deckt den Bedarf bei den meisten Menschen zuverlässig ab, bei intensivem Sport oder starkem Schwitzen kann der Bedarf spürbar steigen. Bestehen Anzeichen einer Elektrolytstörung – etwa durch starken Durchfall, Erbrechen, Nierenerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen –, sollten Sie das ärztlich abklären lassen, statt auf eigene Faust zu dosieren.
Häufige Fragen zu Elektrolyte
Was sind Elektrolyte einfach erklärt?
Elektrolyte sind elektrisch geladene Mineralstoff-Teilchen wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid und Phosphat. Sie regulieren den Flüssigkeitshaushalt, ermöglichen die Weiterleitung von Nervenreizen und sind für die Muskelkontraktion unerlässlich.
Welche Symptome deuten auf einen Elektrolytmangel hin?
Typische Anzeichen sind Müdigkeit, Muskelschwäche, Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, ein unregelmäßiger Herzschlag sowie Verwirrung. Die Beschwerden treten häufig in Kombination auf, etwa bei starkem Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall.
Wie viel Elektrolyte braucht man beim Sport?
Bei kurzen, moderaten Trainingseinheiten reicht in der Regel normales Wasser aus. Bei Ausdauerbelastungen über 60 bis 90 Minuten oder intensivem Training in der Hitze steigt der Bedarf durch den Schweißverlust spürbar an. Eine pauschale Dosierungsempfehlung gibt es nicht – individuelle Faktoren wie Schweißrate und Klima entscheiden mit.
Welche Lebensmittel enthalten viele Elektrolyte?
Bananen, Orangen, Spinat, Avocados, Joghurt und Nüsse zählen zu den elektrolytreichsten Lebensmitteln. Auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüsebrühe liefern nennenswerte Mengen verschiedener Elektrolyte.
Kann man zu viele Elektrolyte zu sich nehmen?
Ja, eine übermäßige Zufuhr, etwa durch hochdosierte Präparate ohne medizinische Notwendigkeit oder stark salzhaltige Ernährung, kann den Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht bringen und zu Beschwerden wie Übelkeit, Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen führen.
Wann sollte man bei Elektrolytproblemen zum Arzt?
Bei anhaltenden Symptomen wie starken Krämpfen, unregelmäßigem Herzschlag, starkem oder länger als zwei Tage andauerndem Durchfall sowie bei bestehenden Nierenerkrankungen sollte der Elektrolythaushalt ärztlich per Bluttest überprüft werden, statt selbst zu dosieren.
Quellen & weiterführende Informationen
- Wikipedia: Elektrolyt – chemische Grundlagen und Bedeutung im Körper
- DocCheck Flexikon: Elektrolyt – medizinische Fachdarstellung
- DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen – der ernährungswissenschaftliche Bezugsrahmen

