Shiatsu-Massage — Wirkung, Ablauf und Ausbildung im Überblick
Shiatsu ist die japanische Druckpunktmassage, die mit sanftem Fingerdruck entlang der Meridiane den Energiefluss im Körper harmonisiert. Diese ganzheitliche Methode verbindet manuelle Therapie mit energetischer Arbeit und gilt als wirksame Behandlung bei Stress, Verspannungen und Erschöpfung. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Ursprung, Wirkung, Ablauf und wie Sie Shiatsu selbst erlernen können.
Key Facts – Shiatsu-Massage
- Bedeutung: Aus dem Japanischen: „Shi" = Finger, „atsu" = Druck — die Fingerdruckmassage entlang der Meridiane.
- Ursprung: Wurzeln in der TCM (China, vor 1.500+ Jahren), Weiterentwicklung in Japan; staatliche Anerkennung dort seit 1957.
- Wirkprinzip: Sanfter Druck mit Fingern, Handballen, Ellbogen, Knien oder Füßen löst Energieblockaden im Meridian-System (Qi).
- Dauer: 50–60 Minuten pro Sitzung; für nachhaltige Wirkung 5–10 Termine in regelmäßigem Abstand.
- Anwendungsfelder: Stress, Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, energetische Erschöpfung.
- Vorsicht: Nicht bei akutem Fieber, schwerem Bluthochdruck, frischen Verletzungen, Tumorerkrankungen, Epilepsie oder schweren psychischen Erkrankungen.
Ursprung und Geschichte der Shiatsu-Massage
Die Wurzeln der Shiatsu-Massage reichen rund 1.500 Jahre zurück — und ihr Ursprung liegt nicht, wie viele vermuten, in Japan, sondern in China. Den fachlichen Grundstein legte die traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit drei Säulen: dem Meridian-System, der 5-Elemente-Lehre und den Grifftechniken der Tuina-Massage. Diese Konzepte wurden im 6. Jahrhundert durch buddhistische Mönche nach Japan gebracht, wo sie über die Jahrhunderte zu einer eigenständigen Therapieform weiterentwickelt wurden — der Shiatsu-Massage.
In Japan entwickelte sich Shiatsu langsam zur eigenständigen Heilkunst. Die japanische Bevölkerung war so überzeugt von der Wirksamkeit der Fingerdruckmethode, dass sie schnell zu einer angesehenen Praktik wurde und sich in nahezu allen bestehenden Therapieformen widerspiegelte. Aus der ursprünglich rein manuellen Technik wurde ein ganzheitliches System, das körperliche und energetische Arbeit verbindet.
Zwei Japaner prägten die moderne Form maßgeblich:
- Tokujiro Namikoshi (1905–2000) systematisierte die Druckpunkttechniken und gründete eine eigene Schule, in der er das Verfahren wissenschaftlich strukturierte. Sein Engagement führte 1957 zur staatlichen Anerkennung von Shiatsu in Japan — ein Meilenstein in der Geschichte der Methode.
- Shizuto Masunaga (1925–1981), ein Schüler Namikoshis, entwickelte das Konzept weiter und integrierte stärker das Meridian-System der TCM. Ihm ist es zu verdanken, dass Shiatsu über die Grenzen Japans hinaus weltweit Verbreitung fand — vor allem in westlichen Ländern.
Heute unterscheidet man grob zwei Schulen: die klassisch-japanische Namikoshi-Variante, die in Japan nach wie vor dominiert, und die energetisch orientierte Zen-Shiatsu-Variante nach Masunaga, die im Westen vorherrscht. Letztere bezieht sich primär auf das Meridian-System und weist starke Parallelen zur Akupunktur auf. Beide Schulen eint das Grundprinzip: sanfter Druck löst Energieblockaden und bringt das Qi (Lebensenergie) zurück in Fluss.
Ferner wird heute klar zwischen einer klassischen Wellness-Shiatsu-Variante für den Spa- und Entspannungsbereich und einer therapeutischen Shiatsu-Anwendung aus medizinischen Gründen unterschieden. Für Laien sind die beiden Modelle kaum unterscheidbar — die Differenzierung erfolgt durch Ausbildung, Tiefe der Anamnese und Behandlungsziel.
Die Wurzeln der Shiatsu-Massage reichen rund 1.500 Jahre zurück. Den Grundstein legte die traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Lehre vom Meridian-System, der 5-Elemente-Theorie und der Tuina-Massage. Im 6. Jahrhundert brachten Mönche dieses Wissen nach Japan, wo es sich kontinuierlich weiterentwickelte und zur eigenständigen Therapieform wurde — der Shiatsu-Massage.
Zwei Japaner prägten die moderne Form maßgeblich:
- Tokujiro Namikoshi (1905–2000) systematisierte die Druckpunkttechniken und sorgte 1957 für die staatliche Anerkennung von Shiatsu in Japan.
- Shizuto Masunaga (1925–1981), ein Schüler Namikoshis, brachte das Verfahren in den Westen und integrierte stärker das Meridian-System der TCM. Seine Zen-Shiatsu-Variante dominiert heute in Europa und Nordamerika.
Heute unterscheidet man grob zwischen der klassisch-japanischen Namikoshi-Schule und der energetisch orientierten Masunaga-Schule. Beide eint das Grundprinzip: sanfter Druck löst Blockaden und bringt das Qi (Lebensenergie) zurück in Fluss.
Das Prinzip: Lebensenergie, Meridiane und Triggerpunkte
Im Zentrum der Shiatsu-Lehre steht das Qi — die Lebensenergie, die durch ein feines Netzwerk von Meridianen jeden Organismus durchströmt. Jeder Meridian ist gemäß der asiatischen Lehren einem Organsystem zugeordnet und versorgt es kontinuierlich mit Energie. Diese Energie steuert die Körperfunktionen und sorgt dafür, dass Körper, Geist und Seele in Einklang stehen.
Gerät der Energiefluss durch Stress, Fehlhaltung, emotionale Belastung, Krankheit oder ungesunde Lebensführung ins Stocken, entstehen Energiestaus oder Blockaden. Je nach Intensität der Blockade können leichte bis schwere Reaktionen unseres Organismus auftreten: Schmerzen, Mobilitätsprobleme, eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten, depressive Verstimmungen oder eine spürbare Einschränkung der Lebensqualität im Alltag. Werden Blockaden nicht aufgelöst, können sie chronische Züge annehmen — ein Teufelskreis, den Shiatsu durchbrechen kann.
Auf der Haut liegen entlang der Meridiane sogenannte Tsubos oder Triggerpunkte. Diese Reizpunkte sind in direkter Verbindung zum Meridian-System und nehmen energetische Impulse deutlich schneller auf als die umliegende Haut. Über sie kann eine geschulte Shiatsu-Therapeutin Blockaden ertasten und mit gezieltem Druck lösen. Ähnlich arbeiten auch andere fernöstliche Techniken wie Akupressur, Akupunktur und Thaimassage — alle nutzen denselben Zugang über die Triggerpunkte, allerdings mit unterschiedlichen Werkzeugen (Finger, Nadeln, Dehnung).
Eine professionelle Shiatsu-Massage wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
- Das autonome Nervensystem wird beruhigt und harmonisiert.
- Die Durchblutung von Muskulatur, Haut- und Bindegewebe verbessert sich lokal.
- Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.
- Lokale Verspannungen und Verkrampfungen lösen sich nachhaltig.
- Die Vitalität und Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus steigt.
Anders als bei klassischen Massagen arbeitet die Therapeutin bei Shiatsu nicht mit Muskelkraft, sondern primär mit dem eigenen Körpergewicht. Eingesetzt werden Finger, Handballen, Ellbogen, Knie und Füße — abgestimmt auf die jeweilige Körperregion, das Druckempfinden des Patienten und die Tiefe, in der die Blockade liegt. Die Griffe wechseln zwischen tonisierenden (aktivierenden) und beruhigenden Techniken, je nachdem ob ein Meridian energetisch unter- oder überversorgt erscheint. Genau diese Differenzierung macht Shiatsu zu einer hochsensiblen, alleinstellungsmerkmal-tragenden Wellness-Methode.
Im Zentrum der Shiatsu-Lehre steht das Qi — die Lebensenergie, die durch ein Netzwerk von Meridianen jeden Organismus durchströmt. Jeder Meridian ist einem Organsystem zugeordnet und versorgt es mit Energie. Gerät der Energiefluss durch Stress, Fehlhaltung, emotionale Belastung oder Krankheit ins Stocken, entstehen Blockaden — und in der Folge körperliche oder seelische Symptome.
Auf der Haut liegen entlang der Meridiane sogenannte Tsubos oder Triggerpunkte. Über sie kann eine geschulte Shiatsu-Therapeutin die Blockaden ertasten und mit gezieltem Druck lösen. Das autonome Nervensystem wird beruhigt, die Durchblutung verbessert sich, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert.
Anders als bei klassischen Massagen arbeitet der Therapeut bei Shiatsu nicht mit Muskelkraft, sondern mit dem eigenen Körpergewicht. Eingesetzt werden Finger, Handballen, Ellbogen, Knie und Füße — abgestimmt auf die jeweilige Stelle und das Empfinden des Patienten.
Wirkung und Anwendungsgebiete
Shiatsu ist eine ganzheitliche Methode, die nicht auf ein bestimmtes Symptom festgelegt ist. Sie behandelt sowohl gesunde Menschen mit dem Ziel der Prävention als auch Personen mit vorliegenden Beschwerden. Ziel ist immer die tiefenwirksame Entspannung und ein ausgeglichener Organismus, bei dem seelische und körperliche Disharmonien parallel adressiert werden.
Häufige Einsatzgebiete und Indikationen sind:
- Lockerung von Verspannungen, Verkrampfungen und Muskelverhärtungen
- Stressabbau, Innenruhe und tiefe Entspannung
- Linderung von Kopfschmerzen und Migräne
- Verbesserung der Schlafqualität bei Schlafstörungen
- Stärkung des Immunsystems und Reduktion der Anfälligkeit für Infekte
- Anregung von Stoffwechsel und Verdauung
- Unterstützung eines stabilen Herz-Kreislauf-Systems
- Begleitung bei psychosomatischen Beschwerden und seelischen Blockaden
- Steigerung der allgemeinen Vitalität, Leistungsfähigkeit und Konzentration
- Aktivierung der Selbstheilungskräfte
- Behandlung von Erschöpfungszuständen und verminderter Energie
Geeignet ist Shiatsu für nahezu jede Altersgruppe — von Kindern bei Konzentrationsschwäche bis zu Senioren, die sanfte Mobilisierung suchen. Wegen seiner Sanftheit kann es auch in der Altenpflege, der Palliativmedizin und (mit entsprechender Zusatzqualifikation der Therapeut:in) in der Schwangerschaft eingesetzt werden. In Spa- und Wellness-Bereichen hochwertiger Hotels gehört Shiatsu zu den begehrtesten Anwendungen, da es Wirkung und Wohlfühlfaktor auf einzigartige Weise verbindet.
Trotz der Sanftheit gibt es auch klare Kontraindikationen. Vorsicht geboten ist bei: akuten Infekten mit Fieber, schwerem Bluthochdruck, frischen Verletzungen oder Operationen, Tumorerkrankungen, Epilepsie, ausgeprägten Krampfadern, Thrombose-Risiko und schweren psychischen Erkrankungen wie schweren Depressionen oder Psychosen. Ein erfahrener Shiatsu-Therapeut erkennt diese Gegenanzeigen im Anamnesegespräch und kann gegebenenfalls vor Beginn eine ärztliche Rücksprache empfehlen. Akute Beschwerden erfordern in der Regel eine gewisse Wartezeit, bevor mit Shiatsu begonnen werden darf.
Shiatsu ist eine ganzheitliche Methode — körperliche und seelische Themen werden gleichermaßen adressiert. Häufige Einsatzgebiete:
- Lockerung von Verspannungen und Verkrampfungen
- Stressabbau und tiefe Entspannung
- Linderung von Kopfschmerzen und Migräne
- Bessere Schlafqualität
- Stärkung des Immunsystems
- Anregung von Stoffwechsel und Verdauung
- Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems
- Begleitung bei psychosomatischen Beschwerden
- Steigerung der allgemeinen Vitalität und Leistungsfähigkeit
- Aktivierung der Selbstheilungskräfte
Geeignet ist Shiatsu für nahezu jede Altersgruppe — von Kindern bis zu Senioren. Wegen seiner Sanftheit kann es auch in der Palliativmedizin, der Altenpflege und (mit Einschränkungen) in der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Ablauf einer Shiatsu-Sitzung
Eine vollständige Shiatsu-Behandlung dauert etwa 50 bis 60 Minuten. Sie ist klar strukturiert und gliedert sich in vier Phasen, in denen die Achtsamkeit und der respektvolle Umgang zwischen Therapeut:in und Patient:in im Mittelpunkt stehen.
- Anamnese und Vorgespräch: Vor jeder Erstbehandlung steht ein ausführliches Anamnesegespräch. Hier klärt die Therapeutin den Allgemeinzustand, vorliegende Beschwerden, die Lebenssituation, Empfindlichkeit gegenüber Druck und die Erwartungen der Person. Im Gegenzug erläutert sie Prinzip, Ablauf und Wirkung der Fingerdruckmassage. Dieses Gespräch ist nicht reine Formalität — es ist die Grundlage für eine individuell abgestimmte Behandlung und für das Vertrauen zwischen den Beteiligten.
- Vorbereitung und Ambiente: Der Behandlungsraum sollte ruhig, gut temperiert und harmonisch eingerichtet sein. Warme Farben, gedämpftes Licht, angenehme Raumdüfte und eine wohlige Atmosphäre tragen wesentlich zum Erfolg bei. Der Patient trägt lockere, bequeme Kleidung mit ausreichend Bewegungsfreiheit und liegt in der Regel auf einer Futonmatte am Boden — der traditionellen japanischen Schlafunterlage. Je nach Anwendung kann die Behandlung auch im Sitzen erfolgen.
- Eigentliche Behandlung: Die Therapeutin ertastet zunächst vorsichtig die verspannten Körperregionen und die vorhandenen Energiestaus. Anschließend arbeitet sie sich systematisch entlang der Meridiane vor. Die Grifftechniken sind abwechslungsreich: Kreisungen, leichte Druckpunktmassagen, behutsame Streichungen und gezielte Halteübungen, die nebenbei eine sanfte Gelenkdehnung bewirken und dem Patienten zu mehr Mobilität verhelfen. Wechselnd kommen tonisierende (aktivierende) und beruhigende Techniken zum Einsatz. Der Druck wird laufend an das Empfinden des Patienten angepasst — eine wiederholte Rücksprache während der Behandlung gehört zum professionellen Standard. Die Bewegungen sind dabei stets rhythmisch und fließend, um vom Patienten als angenehm empfunden zu werden.
- Ruhephase und Nachklang: Eine 5- bis 10-minütige Ruhephase am Ende der Behandlung ist genauso wichtig wie die eigentliche Massage. Sie lässt die Wirkung in der Tiefe wirken und unterstützt den Organismus dabei, die intensiven Reize zu verarbeiten. Diese Phase steigert nicht nur die Effektivität der Massage, sie beschleunigt auch die Regeneration und das Wohlgefühl.
Für eine nachhaltige Wirkung empfehlen erfahrene Therapeuten eine Serie von 5 bis 10 Sitzungen in regelmäßigem Abstand (etwa alle ein bis zwei Wochen), gefolgt von Erhaltungs-Terminen alle vier bis acht Wochen. Eine einzelne Anwendung kann kurzfristig entspannen, dauerhafte Verbesserungen des Gesundheitszustands entstehen aber erst durch die kontinuierliche Behandlung.
Eine vollständige Behandlung dauert etwa 50 bis 60 Minuten und gliedert sich in vier Phasen:
- Anamnese: Im Vorgespräch klärt die Therapeutin Beschwerden, Lebenssituation und Erwartungen. Sie informiert über Ablauf und Wirkung.
- Vorbereitung: Der Patient trägt lockere Kleidung und liegt in der Regel auf einer Futonmatte am Boden. Ein ruhiger Raum mit angenehmer Temperatur und gedämpftem Licht ist Standard.
- Behandlung: Die Therapeutin ertastet zunächst die Spannungsmuster im Körper. Dann arbeitet sie sich systematisch entlang der Meridiane vor — mit Druckpunkten, Streichungen, Kreisungen, sanften Dehnungen und Halteübungen. Der Druck wird laufend an das Empfinden des Patienten angepasst.
- Nachruhe: Eine 5-10-minütige Ruhephase am Ende lässt die Wirkung nachwirken und unterstützt die körperliche Verarbeitung der Behandlung.
Für eine nachhaltige Wirkung empfehlen erfahrene Therapeuten eine Serie von 5 bis 10 Sitzungen in regelmäßigem Abstand, gefolgt von Erhaltungs-Terminen alle vier bis acht Wochen.
Der häufigste Fehler bei Shiatsu-Anfänger:innen ist zu viel Kraft. Shiatsu ist keine Muskelmassage — die Wirkung entsteht durch das eigene Körpergewicht, nicht durch Drücken. Lehnen Sie sich in den Punkt, lassen Sie die Tiefe entstehen, statt sie zu erzwingen. Mein zweiter Hinweis: Achten Sie auf die Atmung des Empfangenden — sie ist Ihr direktes Feedback. Wird sie ruhig und tief, sind Sie richtig; wird sie flach oder gepresst, sofort Druck zurücknehmen und kurz pausieren. Und drittens: Der Übergang zwischen den Meridianen ist genauso wichtig wie der Punkt selbst. Verbinden Sie die Punkte mit weichen, fließenden Bewegungen — kein „Hüpfen" zwischen Stellen. So entsteht der ganzheitliche Shiatsu-Charakter.
Shiatsu im Vergleich zu anderen fernöstlichen Techniken
Shiatsu wird oft mit anderen fernöstlichen Methoden wie Akupressur, Akupunktur oder Thaimassage in einen Topf geworfen. Sie alle arbeiten zwar mit den gleichen Meridianen und Triggerpunkten, unterscheiden sich aber deutlich in Werkzeug, Tiefe und Behandlungsansatz:
- Akupressur: wird mit Fingerdruck auf einzelne, isolierte Punkte ausgeführt — meist als Selbstanwendung. Shiatsu nutzt zusätzlich Handballen, Ellbogen, Knie und Füße und arbeitet entlang ganzer Meridianverläufe statt nur an einzelnen Punkten.
- Akupunktur: setzt feine Nadeln in die Triggerpunkte ein — invasiv, in Deutschland ärztlich oder durch Heilpraktiker:innen praktiziert. Shiatsu ist nicht-invasiv, drucktechnisch und kommt komplett ohne Hilfsmittel aus.
- Thaimassage: kombiniert Druckpunktarbeit mit ausgeprägten Dehnungen und assistierten Yoga-Stellungen. Shiatsu fokussiert stärker auf das Spüren der Energie und sanfte Druckpunktstimulation; Halteübungen sind enthalten, aber weniger akrobatisch.
- Tuina-Massage: die chinesische Schwester-Technik und mit-Ursprung von Shiatsu — kraftvoller und manueller orientiert, oft mit kneifenden und rollenden Bewegungen. Shiatsu wirkt im Vergleich sanfter und meditativer.
Allen Verfahren gemeinsam ist die Sicht des Körpers als komplexes System, das nur in seiner Gesamtheit vital sein kann. Welche Methode für Sie persönlich passt, hängt von Beschwerdebild, Vorlieben und dem gewünschten Tiefe-Niveau ab. Eine erfahrene Therapeutin kann beraten und die jeweils geeignete Technik empfehlen.
Wer profitiert besonders — und wann ist Vorsicht geboten?
Shiatsu eignet sich für:
- Berufstätige mit hohem Stresspegel und Verspannungssymptomen
- Menschen mit Schlafproblemen oder energetischer Erschöpfung
- Personen mit psychosomatischen Beschwerden
- Senioren, die sanfte Mobilisierung suchen
- Schwangere (durch entsprechend geschulte Therapeuten)
- Kinder bei Konzentrationsschwäche oder Unruhe
Vorsicht geboten ist bei: akuten Infekten mit Fieber, schwerem Bluthochdruck, frischen Verletzungen, Tumorerkrankungen, Epilepsie, ausgeprägten Krampfadern und schweren psychischen Erkrankungen. In diesen Fällen sollte vor Beginn ein Arzt konsultiert werden.
Shiatsu lernen — Ausbildungswege im Überblick
Wer Shiatsu professionell anwenden möchte, braucht eine fundierte Ausbildung. Drei Wege bieten sich an:
| Format | Anbieter | Vorteile |
|---|---|---|
| Online-Massageausbildung (inkl. Shiatsu-Modul) | SWAV-Akademie | 100 % flexibel, zeitlich frei einteilbar, Zertifikat |
| Heimstudium mit DVD (Spezial-Shiatsu) | WellnessHeimstudium (WHI) | Vertieftes Spezialtraining, Praxis-DVDs, Zertifikat |
| Reine Präsenz-Seminare | WIP-Akademie | Direktes Lernen am Modell, persönliches Feedback |
Auf der SWAV-Akademie haben Sie ergänzend die Möglichkeit, das SWAV-Zertifikat zu erwerben — eine anerkannte Auszeichnung für Ihren beruflichen Werdegang als Masseur:in oder Wellness-Therapeut:in.
Fazit
Die Shiatsu-Massage ist weit mehr als eine wohltuende Entspannungstechnik — sie verbindet jahrtausendealtes fernöstliches Wissen über Lebensenergie und Meridiane mit konkreter manueller Therapie. Wer Stress, Verspannungen oder energetische Erschöpfung kennt, findet in einer fachgerechten Shiatsu-Sitzung eine sanfte, ganzheitliche Antwort, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht.
Wer Shiatsu professionell anwenden möchte — sei es in der eigenen Wellness-Praxis, als mobile Masseur:in oder im Spa-Bereich — braucht eine fundierte Ausbildung. Mit der SWAV Online-Massage-Ausbildung lernst Du Grundtechniken und Shiatsu-Module flexibel von zu Hause; bei WHI findest Du vertiefte Spezial-Trainings mit Praxis-DVD und Zertifikat.
Häufige Fragen zur Shiatsu-Massage
Was ist eine Shiatsu-Massage?
Shiatsu ist eine japanische Druckpunktmassage, die mit Fingern, Handballen, Ellbogen, Knien oder Füßen sanften Druck entlang der Meridiane (Energieleitbahnen) ausübt. Ziel ist es, Energieblockaden zu lösen und Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Der Name kommt aus dem Japanischen: „Shi" = Finger, „atsu" = Druck.
Wie unterscheidet sich Shiatsu von einer normalen Massage?
Klassische Massagen arbeiten primär mit Muskelkraft, um Verspannungen zu lockern. Shiatsu nutzt das Körpergewicht des Therapeuten und folgt den Meridianen — es geht weniger um die Muskulatur als um den Energiefluss (Qi). Außerdem wird Shiatsu in der Regel über lockerer Kleidung auf einer Futonmatte am Boden ausgeführt, nicht auf einer Liege mit Öl.
Bei welchen Beschwerden hilft Shiatsu?
Shiatsu wird vor allem bei Stress, Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsproblemen und energetischen Erschöpfungszuständen eingesetzt. Auch zur Vorbeugung und allgemeinen Entspannung ist die Methode beliebt. Bei medizinischen Indikationen sollte vorher ärztliche Rücksprache erfolgen.
Wann sollte man auf Shiatsu verzichten?
Bei akuten fieberhaften Infekten, schwerem Bluthochdruck, frischen Verletzungen, Tumorerkrankungen, Epilepsie und ausgeprägten Krampfadern ist Vorsicht geboten. In der Schwangerschaft nur durch erfahrene Shiatsu-Therapeut:innen mit entsprechender Zusatzqualifikation.
Wie lange dauert eine Shiatsu-Massage?
Eine klassische Einzelsitzung dauert 50 bis 60 Minuten, inklusive Anamnese und Nachruhe. Für eine spürbare Wirkung empfehlen sich mehrere Termine im Abstand von ein bis zwei Wochen.
Kann ich Shiatsu erlernen?
Ja — über fundierte Aus- und Weiterbildungen. Die SWAV-Akademie bietet Online-Lehrgänge im Bereich Massage und Wellness, zu denen auch Shiatsu-Module gehören. Vertiefende Spezial-Trainings als Heimstudium mit DVD findest Du bei unserer Schwester-Akademie WellnessHeimstudium (WHI). Für reine Präsenz-Seminare empfehlen wir WIP-Akademie.
Brauche ich Vorkenntnisse für eine Shiatsu-Ausbildung?
Nein. Eine seriöse Shiatsu-Ausbildung baut von Grund auf — Anatomie, Meridianlehre, Grifftechniken und Praxis werden Schritt für Schritt vermittelt. Wichtig ist Interesse an ganzheitlichen Methoden und manuelle Sensibilität.
Quellen & Weiterführende Literatur
- Masunaga S., Ohashi W.: Zen Shiatsu — Heilung durch Berührung. Felicitas Hübner Verlag — Standardwerk zur Zen-Shiatsu-Methode.
- Namikoshi T.: Das große Buch der Shiatsu-Therapie. Heyne Verlag — Klassische japanische Shiatsu-Schule.
- Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland e.V. — shiatsu-gsd.de (Berufsverband, Qualitätsstandards, Ausbildungsrichtlinien).
- Deutscher Wellness Verband e.V. — wellnessverband.de (Qualitätsstandards für Wellness-Anwendungen).
Jetzt mit der Shiatsu- und Massage-Ausbildung starten
Vertiefen Sie Ihr Wissen rund um Shiatsu und manuelle Therapien — flexibel, online und mit anerkanntem Zertifikat. Wählen Sie den Lehrgang, der zu Ihnen passt:

