24. März 2015
Lesezeit ca. 19 Min.

Eine gute Massage lebt nicht nur von der richtigen Technik, sondern ganz wesentlich vom professionellen Umgang mit den Kunden. Wer freundlich empfängt, aufmerksam zuhört, Hygiene und Diskretion wahrt und eine echte Wohlfühlatmosphäre schafft, legt die Grundlage dafür, dass sich Gäste entspannen, wiederkommen und die Praxis weiterempfehlen. Genau diese Kompetenzen vermittelt die Massageausbildung an der SWAV neben den Grifftechniken.

Key Facts – Professioneller Kundenumgang

  • Erfolgsfaktor: Der Umgang mit Kunden entscheidet oft stärker über Zufriedenheit als die Technik allein.
  • Kommunikation: Freundlicher Empfang, aufmerksames Zuhören und ein klares Beratungsgespräch schaffen Vertrauen.
  • Hygiene: Saubere Hände, frische Tücher und gepflegte Liegen sind die stille Grundvoraussetzung.
  • Diskretion: Vertraulichkeit und ein sauberes Draping wahren die Grenzen des Gastes.
  • Atmosphäre: Licht, Klang, Temperatur und Duft bereiten die Entspannung vor.
  • Bindung: Professioneller Umgang macht aus Erstbesuchern Stammkunden und Empfehler.
  • Ausbildung: Die SWAV schult Technik und Kundenumgang praxisnah in kleinen Gruppen.

Warum professioneller Kundenumgang entscheidend ist

Der Erfolg in der Wellnessbranche entscheidet sich selten allein an der Qualität der Handgriffe. Menschen buchen eine Massage, um abzuschalten, Verspannungen zu lösen und für eine Weile dem Alltag zu entkommen. Ob dieses Versprechen eingelöst wird, hängt maßgeblich davon ab, wie sie sich vom ersten Moment an aufgenommen fühlen. Ein freundlicher Empfang, ein aufmerksames Gegenüber und ein gepflegter Rahmen wirken oft stärker als jede einzelne Technik.

Einladender, aufgeräumter Empfangsbereich einer Massagepraxis mit frischen Blumen und weichen Handtüchern
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

In der Praxis zeigt sich das täglich: Ein Gast, der sich verstanden und gut aufgehoben fühlt, kann tiefer entspannen und nimmt die Behandlung positiver wahr. Wer sich dagegen gedrängt, beobachtet oder unwohl fühlt, bleibt angespannt. Der professionelle Umgang mit Kunden ist deshalb kein weiches Beiwerk, sondern ein harter Erfolgsfaktor, der über Zufriedenheit, Wiederkehr und Weiterempfehlung entscheidet.

Bevor der Blick auf die einzelnen Bausteine geht, lohnt es sich, die zentralen Wirkungsebenen zu benennen. Sie greifen ineinander und ergeben gemeinsam das, was Gäste als Professionalität wahrnehmen.

  • Vertrauen: Kunden geben sich für eine Massage buchstäblich in fremde Hände und öffnen sich körperlich wie mental.
  • Entspannung: Nur in einer sicheren, angenehmen Situation kann der Körper wirklich loslassen.
  • Bindung: Ein professioneller Umgang macht aus einmaligen Gästen Stammkunden.
  • Reputation: Zufriedene Gäste empfehlen weiter und tragen so zum wirtschaftlichen Erfolg bei.

Diese Ebenen lassen sich nicht voneinander trennen. Fehlt es an einer Stelle, leidet meist das Ganze: Ein technisch perfekter Handgriff verpufft, wenn der Raum unaufgeräumt wirkt oder die Begrüßung unpersönlich bleibt. Umgekehrt verzeihen Gäste kleine handwerkliche Unsicherheiten deutlich eher, wenn sie sich menschlich gut aufgehoben fühlen. Für Berufseinsteiger ist das eine ermutigende Nachricht, denn der Umgang mit Menschen lässt sich ebenso trainieren wie die Grifftechnik selbst.

Kommunikation und Beratungsgespräch

Kommunikation beginnt lange vor der ersten Berührung. Schon die Begrüßung, der Tonfall und ein aufrichtiges Lächeln entscheiden darüber, ob sich der Gast willkommen fühlt. Ein kurzes Gespräch im lockeren Plauderton hilft, eine Beziehung aufzubauen und die anfängliche Anspannung zu lösen. Dabei ist es weniger wichtig, worüber gesprochen wird, als dass der Kunde spürt, dass er im Mittelpunkt steht.

Das Beratungsgespräch vor der Behandlung

Ein strukturiertes Vorgespräch klärt Erwartungen, Wünsche und mögliche Einschränkungen. Hier zeigt sich echte Professionalität: Wer gezielt fragt und genau zuhört, kann die Behandlung passgenau ausrichten und Missverständnisse vermeiden. Folgende Punkte gehören in ein gutes Beratungsgespräch, damit beide Seiten mit einem klaren Bild in die Behandlung starten.

  • Erwartungen und gewünschtes Ergebnis der Massage
  • Vorlieben bei Druck, Tempo und behandelten Körperpartien
  • Empfindliche oder zu meidende Bereiche
  • Aktuelles Befinden und mögliche Beschwerden
  • Ablauf, Dauer und Rahmenbedingungen der Behandlung

Zuhören ist wichtiger als Reden

Während der Behandlung gilt eine klare Regel: Der Gast steht im Mittelpunkt, nicht die behandelnde Person. Wer zu viel von sich selbst erzählt, eigene Sorgen ausbreitet oder pausenlos redet, stört die Entspannung. Deutlich hochwertiger wirkt es, wenn die behandelnde Person aufmerksam zuhört, kurze und freundliche Antworten gibt und Signale des Gastes richtig deutet.

Manche Gäste möchten sich unterhalten, andere suchen die Stille. Ein sensibler Massageprofi erkennt, was gerade passt, und passt sein Verhalten flexibel an. Diese Feinfühligkeit lässt sich mit der Zeit entwickeln und gehört zu den wertvollsten Fähigkeiten im Beruf. Nach dem anfänglichen Warmwerden lässt sich das Gespräch behutsam verebben lassen, damit der Kunde sich ganz auf die Berührungen einlassen kann. Kommen Stammgäste über längere Zeit, öffnen sie sich oft und teilen persönliche Themen. Diese ernst zu nehmen und behutsam darauf einzugehen, gehört ebenso zur Kommunikationskompetenz.

Schwierige Situationen souverän meistern

Nicht jedes Gespräch verläuft reibungslos. Manchmal möchte ein Gast ununterbrochen reden, obwohl die Behandlung Ruhe erfordert, ein anderes Mal bleibt jemand wortkarg und schwer einzuschätzen. Auch Kritik oder Sonderwünsche gehören zum Alltag. In solchen Momenten zeigt sich, wie professionell jemand kommuniziert. Fällt es schwer, ein Gespräch zu beenden, helfen freundliche, aber kurze Antworten, mit denen der Wortwechsel langsam ausklingt. Grundsätzlich stehen die Wünsche des Gastes im Vordergrund und werden erfüllt, soweit es der Rahmen der Behandlung zulässt. Ruhe, Freundlichkeit und Klarheit lösen fast jede angespannte Situation auf, ohne dass der Gast sich zurückgewiesen fühlt.

Hygiene und professioneller Rahmen

Nichts zerstört einen professionellen Eindruck schneller als mangelnde Sauberkeit. Hygiene ist die stille Grundvoraussetzung jeder seriösen Massagepraxis und wird von Kunden unbewusst ständig geprüft. Frische Tücher, saubere Hände, gepflegte Liegen und ein aufgeräumter Raum signalisieren Wertschätzung und Sicherheit.

Bevor die Detailliste folgt, ein wichtiger Grundsatz: Hygiene ist kein einmaliger Kraftakt, sondern eine Routine, die zwischen jeder Behandlung konsequent gelebt wird. Genau diese Verlässlichkeit nehmen Gäste als Qualität wahr.

  • Gründliche Handhygiene vor und nach jeder Behandlung
  • Frische Auflagen, Tücher und Handtücher für jeden Gast
  • Regelmäßig gereinigte und desinfizierte Massageliegen
  • Gepflegtes, sauberes Erscheinungsbild der behandelnden Person
  • Ordentlicher, aufgeräumter Behandlungsraum ohne störende Gegenstände

Zum professionellen Rahmen gehört auch das äußere Erscheinungsbild. Gepflegte Kleidung, kurze Nägel und ein zurückhaltender Umgang mit Düften runden den seriösen Eindruck ab. So entsteht ein Umfeld, in dem sich Gäste ohne Vorbehalte fallen lassen können.

Hygiene betrifft nicht nur die sichtbaren Flächen, sondern auch die verwendeten Materialien. Massageöle und Cremes werden hygienisch entnommen, Verbrauchsmaterial wird nach jedem Gast gewechselt und die Raumluft regelmäßig erneuert. Wer diese Standards sichtbar lebt, nimmt Gästen unausgesprochene Bedenken und schafft von der ersten Sekunde an Vertrauen. Gerade in einer Branche, in der Körperkontakt zum Kern gehört, ist ein hygienisch einwandfreier Rahmen ein entscheidendes Qualitätsmerkmal.

Diskretion und Grenzen wahren

Bei einer Massage kommen sich Menschen körperlich sehr nah. Umso wichtiger ist ein respektvoller, diskreter Umgang, der die Würde und die Grenzen des Gastes jederzeit achtet. Professionelle Distanz bedeutet nicht Kälte, sondern einen sicheren Rahmen, in dem sich niemand ausgeliefert fühlt.

Diskretion als Vertrauensbasis

Was ein Gast über sich, seinen Körper oder seine Lebenssituation erzählt, bleibt selbstverständlich vertraulich. Diskretion erstreckt sich auf Gespräche, auf gesundheitliche Beobachtungen und auf den gesamten Umgang mit persönlichen Informationen. Nur wer sich sicher sein kann, dass nichts nach außen dringt, öffnet sich wirklich.

Diskretion beginnt bereits bei scheinbaren Kleinigkeiten. Termine werden nicht vor anderen Gästen laut besprochen, Namen und persönliche Details bleiben unter Verschluss, und auch nach einer Behandlung wird nicht über Gäste geredet. Dieser respektvolle Umgang mit Informationen ist Teil der beruflichen Verlässlichkeit und ein wichtiger Baustein des Vertrauens, das Gäste einer Massagepraxis entgegenbringen.

Körperliche Grenzen respektieren

Ein durchdachtes Draping, also das saubere Abdecken mit Tüchern, schützt die Intimsphäre und schafft Sicherheit. Ebenso wichtig ist es, empfindliche Zonen zu respektieren und den Druck stets an das Empfinden des Gastes anzupassen. Damit dieser Anspruch im Alltag gelingt, helfen einige klare Leitlinien.

  • Nur so viel entkleiden lassen, wie für die Behandlung nötig ist
  • Intimbereiche konsequent durch Draping abdecken
  • Wünsche zu Druck und gemiedenen Zonen ernst nehmen
  • Vor Berührung sensibler Bereiche kurz ankündigen
  • Persönliche Informationen streng vertraulich behandeln

Kommt es vor, dass ein Kundenwunsch die Qualität der Behandlung beeinträchtigen würde, ist das offene Gespräch der richtige Weg. Gemeinsam lässt sich meist eine Lösung finden, mit der beide Seiten zufrieden sind, ohne dass die professionellen Standards leiden.

Wohlfühlatmosphäre schaffen

Entspannung entsteht nicht auf Knopfdruck, sondern in einer stimmigen Umgebung, die alle Sinne anspricht. Licht, Klang, Temperatur und Duft wirken zusammen und bereiten den Gast darauf vor, loszulassen. Eine gelungene Atmosphäre nimmt dem Kunden schon beim Betreten das Gefühl von Hektik und signalisiert ihm, dass er nun in guten Händen ist und zur Ruhe kommen darf.

Die einzelnen Elemente lassen sich gezielt gestalten. Wichtig ist ein harmonisches Gesamtbild statt einzelner Effekte, denn erst das Zusammenspiel erzeugt das gewünschte Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.

  • Warmes, gedämpftes Licht statt greller Deckenbeleuchtung
  • Ruhige, leise Hintergrundmusik oder bewusste Stille
  • Angenehme Raumtemperatur und ein vorgewärmtes Handtuch
  • Dezente, nicht aufdringliche Düfte
  • Ein aufgeräumter, ruhiger Raum ohne störende Geräusche

Zur Wohlfühlatmosphäre gehört auch das richtige Timing. Ein Gast, der zu Beginn zur Ruhe kommen darf und am Ende nicht abrupt in den Alltag entlassen wird, nimmt die Behandlung als rundum stimmig wahr. Ein sanfter Übergang aus der Massage heraus rundet das Erlebnis ab.

Die Atmosphäre wirkt zudem auf die behandelnde Person selbst. In einem ruhigen, gut vorbereiteten Raum arbeitet es sich konzentrierter und entspannter, was sich unmittelbar auf die Qualität der Massage überträgt. Wer seinen Arbeitsplatz mit Sorgfalt gestaltet, schafft also nicht nur für den Gast, sondern auch für sich selbst beste Voraussetzungen für eine gelungene Behandlung.

Der erste und der letzte Eindruck

Zwei Momente prägen die Erinnerung an eine Behandlung besonders stark: der Empfang und der Abschied. Ein ruhiger, freundlicher Start nimmt dem Gast die Anspannung, mit der viele die Praxis betreten. Ebenso wichtig ist das Ende: Wer dem Gast nach der Massage einen Moment Zeit gibt, ihm ein Glas Wasser reicht und ihn nicht sofort zur Kasse drängt, verlängert das Wohlgefühl über die eigentliche Behandlung hinaus. Diese kleinen Gesten kosten wenig Zeit, hinterlassen aber einen bleibenden Eindruck und entscheiden oft darüber, ob ein Gast wiederkommt.

Kundenbindung und Weiterempfehlung

Wer den Umgang mit Kunden beherrscht, gewinnt nicht nur einen zufriedenen Gast, sondern legt den Grundstein für langfristigen Erfolg. Gerade in der Wellnessbranche zählen Stammkunden und persönliche Empfehlungen mehr als jede Werbeanzeige. Ein professioneller, herzlicher Umgang bleibt in Erinnerung und schafft Bindung.

Aus zufriedenen Erstbesuchern werden treue Gäste, wenn das Gesamterlebnis stimmt. Einige Faktoren tragen besonders dazu bei, dass Menschen wiederkommen und die Praxis aktiv weiterempfehlen.

  • Verlässliche Qualität bei jedem einzelnen Termin
  • Individuelles Eingehen auf Wünsche und Vorlieben
  • Wertschätzung und ein aufrichtiges Interesse am Gast
  • Ein sauberer, angenehmer und professioneller Rahmen
  • Ein positives Gefühl, das über die Behandlung hinaus nachwirkt

Der wirtschaftliche Wert dieser Beziehungen ist erheblich. Ein Stammkunde bucht regelmäßig, empfiehlt weiter und ist weniger preissensibel, weil er dem Können und dem Umgang vertraut. Professioneller Kundenumgang ist damit auch eine der wirksamsten Formen der Kundengewinnung.

Gerade für Selbstständige in der Wellnessbranche ist das ein zentraler Hebel. Wer sich auf ein stabiles Netz aus Stammkunden stützen kann, plant verlässlicher, kalkuliert seine Auslastung ruhiger und ist weniger auf teure Werbung angewiesen. Eine persönliche Empfehlung wirkt zudem glaubwürdiger als jede Anzeige, weil sie auf echter Erfahrung beruht. Der professionelle Umgang mit Kunden zahlt sich damit doppelt aus: kurzfristig in Form eines gelungenen Termins und langfristig in Form eines tragfähigen Kundenstamms.

Wichtig ist dabei die Verlässlichkeit über die Zeit. Ein einzelner herausragender Termin bleibt in guter Erinnerung, doch echte Bindung entsteht erst, wenn Gäste bei jedem Besuch dieselbe Qualität und dieselbe Wertschätzung erleben. Wer sich Namen, Vorlieben und kleine Details merkt und beim nächsten Termin darauf eingeht, vermittelt das Gefühl, gesehen zu werden. Genau dieses Gefühl unterscheidet eine austauschbare Dienstleistung von einer persönlichen Beziehung und macht den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb.

Wie die Ausbildung das vermittelt

All diese Kompetenzen fallen niemandem in den Schoß, sie lassen sich lernen. Die Massageausbildung an der SWAV verbindet deshalb das praktische Erlernen der Grifftechniken mit der Schulung eines professionellen und zuvorkommenden Umgangs mit Kunden. Beides gehört untrennbar zusammen, denn eine hervorragende Technik entfaltet ihre Wirkung erst im richtigen Rahmen.

Praxisnahes Lernen in kleinen Gruppen

Im Mittelpunkt steht die Praxis. In kleineren Gruppen erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv verschiedene Massagetechniken, von der Hot-Stone-Massage über die Lymphdrainage bis zu Sportmassagegriffen. Die Dozentinnen und Dozenten zeigen jeden Handgriff Schritt für Schritt, üben ihn gemeinsam ein und gehen jederzeit auf Fragen ein. Genau in diesen Übungssituationen wird auch der Umgang miteinander trainiert.

Erfahrene Dozenten geben Praxiswissen weiter

Die Lehrkräfte sind qualifizierte Fachtherapeutinnen und Fachtherapeuten mit langjähriger Erfahrung im direkten Umgang mit Wellnesskunden. Sie geben zahlreiche Tipps und Hinweise weiter, die das Zusammenspiel zwischen behandelnder und behandelter Person erleichtern. So lernen die Teilnehmenden aus echten Praxissituationen, statt nur aus der Theorie.

Vom Üben zur Sicherheit im Kundenkontakt

Der große Vorteil des Lernens in der Gruppe liegt darin, dass die Teilnehmenden abwechselnd behandeln und behandelt werden. Sie erleben eine Massage also selbst aus der Perspektive des Gastes und entwickeln so ein feines Gespür dafür, was angenehm ist und was nicht. Genau dieser Perspektivwechsel schult den Umgang mit Kunden nachhaltiger als jede theoretische Regel. Wer am eigenen Körper erfahren hat, wie viel eine ruhige Ansprache, ein sorgfältiges Draping und die richtige Raumtemperatur ausmachen, überträgt dieses Wissen später ganz selbstverständlich auf die eigene Praxis.

Auch der Umgang mit typischen Alltagssituationen wird geübt: das Führen eines Beratungsgesprächs, das behutsame Beenden eines Gesprächs während der Behandlung oder der professionelle Umgang mit Sonderwünschen. So verlassen die Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung nicht nur mit sicheren Grifftechniken, sondern auch mit dem Selbstvertrauen, Gästen souverän und zuvorkommend zu begegnen.

Abschluss und aussagekräftige Zertifikate

Am Ende der Ausbildung steht eine praktische Prüfung, in der die Teilnehmenden zeigen, dass sie die Techniken sicher beherrschen. Nach bestandener Prüfung erhalten die Absolventinnen und Absolventen das aussagekräftige Zertifikat der SWAV in deutscher Sprache und auf Wunsch zusätzlich das englischsprachige PWA-Certificate. Diese Dokumente sind eine gute Basis für den Einstieg in die Wellnessbranche im In- und Ausland und unterstreichen die erworbene Kompetenz auch gegenüber künftigen Kunden, die Wert auf eine nachweisbare Qualifikation legen.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Aus über 20 Jahren Praxis kann ich Ihnen eines mitgeben: Achten Sie in den ersten zwei Minuten bewusst auf die Körpersprache Ihres Gastes. Verschränkte Arme, kurze Antworten oder ein wandernder Blick verraten mehr über das Bedürfnis nach Ruhe als jede Frage. Wer lernt, dieses stille Feedback zu lesen und die eigene Gesprächigkeit entsprechend zurückzunehmen, wirkt sofort professioneller und gewinnt schneller Vertrauen.

Fazit

Professioneller Kundenumgang ist kein weiches Beiwerk, sondern der Erfolgsfaktor jeder Massagepraxis. Kommunikation, Hygiene, Diskretion, gewahrte Grenzen und eine stimmige Wohlfühlatmosphäre entscheiden darüber, ob Gäste entspannen, wiederkommen und weiterempfehlen. Diese Kompetenzen lassen sich lernen – am besten dort, wo Technik und Umgang gemeinsam trainiert werden. Wenn Sie Massieren als Beruf oder Zusatzqualifikation anstreben, bietet Ihnen die Massage-Ausbildung an der SWAV genau diese Verbindung aus praxisnahem Handwerk und professionellem Kundenumgang.

Häufige Fragen zu Massageausbildung vermittelt professionellen Umgang mit Kunden

Warum ist der Umgang mit Kunden in der Massage so wichtig?

Menschen buchen eine Massage, um zu entspannen und abzuschalten. Nur wer sich willkommen, sicher und gut aufgehoben fühlt, kann wirklich loslassen. Ein professioneller, freundlicher Umgang entscheidet daher oft stärker über die Zufriedenheit als die einzelne Technik und ist die Grundlage für Vertrauen, Wiederkehr und Weiterempfehlung.

Wie viel sollte man während einer Massage reden?

Grundsätzlich gilt: Zuhören ist wichtiger als Reden. Ein kurzes Gespräch zu Beginn hilft, Anspannung zu lösen. Danach sollte die behandelnde Person das Gespräch behutsam verebben lassen, damit sich der Gast auf die Berührungen einlassen kann. Wichtig ist, die Signale des Gastes zu deuten – manche wünschen Unterhaltung, andere suchen die Stille.

Was gehört in ein gutes Beratungsgespräch vor der Behandlung?

Ein gutes Vorgespräch klärt die Erwartungen und das gewünschte Ergebnis, Vorlieben bei Druck und Tempo, empfindliche oder zu meidende Bereiche sowie das aktuelle Befinden. So lässt sich die Behandlung passgenau ausrichten und Missverständnisse werden vermieden.

Welche Rolle spielt Hygiene für den professionellen Eindruck?

Hygiene ist die stille Grundvoraussetzung jeder seriösen Massagepraxis. Saubere Hände, frische Tücher, regelmäßig desinfizierte Liegen und ein aufgeräumter Raum signalisieren Wertschätzung und Sicherheit. Gäste prüfen Sauberkeit unbewusst ständig – mangelnde Hygiene zerstört den professionellen Eindruck sofort.

Wie wahrt man als Masseur die Diskretion und Grenzen des Gastes?

Persönliche Informationen bleiben streng vertraulich. Ein sauberes Draping schützt die Intimsphäre, empfindliche Zonen werden respektiert und der Druck stets an das Empfinden angepasst. Vor der Berührung sensibler Bereiche kündigt man dies kurz an. So entsteht ein sicherer Rahmen, in dem sich niemand ausgeliefert fühlt.

Kann man den professionellen Umgang mit Kunden lernen?

Ja. Diese Kompetenzen fallen niemandem in den Schoß, lassen sich aber trainieren. Die Massageausbildung an der SWAV verbindet das Erlernen der Grifftechniken mit der Schulung eines professionellen Umgangs. Erfahrene Fachtherapeutinnen und Fachtherapeuten geben in kleinen Gruppen praxisnah ihr Wissen weiter.

Wie schließt man die Massageausbildung an der SWAV ab?

Am Ende steht eine praktische Prüfung, in der die Teilnehmenden die erlernten Techniken sicher zeigen. Nach bestandener Prüfung erhalten sie das aussagekräftige Zertifikat der SWAV in deutscher Sprache und auf Wunsch zusätzlich das englischsprachige PWA-Certificate – eine gute Basis für den Einstieg in die Wellnessbranche im In- und Ausland.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Wikipedia: Hygiene – Grundsätze für das Arbeiten am Kunden
  2. Wikipedia: Massage – Geschichte, Formen und Einordnung
  3. Bundesagentur für Arbeit – BERUFENET – amtliche Berufsbeschreibungen und Zugangswege
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Tolles Webinar gehabt, sehr informativ und gut für die Prüfungsvorbereitung !
Marc Brene
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in der letzten Woche
Sehr gutes Webinar. Pflichtveranstaltung für den Fernlehrgang "Fitnesscoach". Alle Inhalte wurden von Ralf super erklärt und zwischendrin immer mal noch kleine Tipps "aus der Praxis für die Praxis". Vielen Dank für zwei lustige und sehr informative Tage.
Thorsten R.
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Noémi Réman
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vor 4 Wochen
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
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vor 4 Wochen
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Micha Friese
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vor 2 Monaten
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vor 2 Monaten
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
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vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab