11. Januar 2017
Lesezeit ca. 5 Min.

Die indische Ayurveda-Massage sorgt für Entspannung und Wohlbefinden. Um die Praktiken korrekt umzusetzen, bedarf es allerdings der richtigen Ausstattung.

Die aus Indien stammende Kunst der Ayurveda-Massage blickt auf eine mehr als 5000 Jahre alte Geschichte zurück und nimmt dort seither einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Beschwerden sowie im Rahmen der Entspannungstherapie ein. Nicht umsonst lernen auch hierzulande immer mehr Therapeuten die altindische Massagekunst, die für Entspannung und ein gesteigertes Wohlbefinden sorgt.

Auf das richtige Material kommt es an

Damit die Ayurveda-Behandlung so entspannend wie möglich abläuft, ist neben einem stimmungsvollen Ambiente, das Sie mithilfe von ruhiger Musik und angenehmen Düften unterstützen können, auch eine geeignete Massageliege gefragt. Im Gegensatz zu konventionellen Massageliegen handelt es sich bei den Ayurveda-Liegen um Spezialanfertigungen, die beispielsweise über einen leicht erhöhten Seitenrand verfügen, sodass das Ayurveda-Massageöl nicht unkontrolliert von der Liege herunter rinnt.

Eine weitere Besonderheit ist die ergonomisch geformte Kopfstütze, die ebenso wie der Rest der Polsterseite mit einer ölfesten PU-Beschichtung versehen ist und durch ihre Fertigungsform ebenfalls den präzisen Abfluss des Ayurveda-Öls ermöglicht. Ergänzt werden die Liegen durch Lagerungshilfen wie Halbrollen und Knierollen, die dazu dienen, den Körper des Klienten optimal zu lagern und damit das Wohlbefinden zu maximieren.

Massageöl für die bestmögliche Entspannung

Sowohl bei der klassischen Ganzkörpermassage, der sogenannten Abhyanga, als auch beim beliebten Stirnguss (Shirodhara) arbeiten Sie als Masseur mit ganz besonderen Ölen. Diese typischerweise im warmen Zustand verwendeten Öle sind gemäß den Dosha-Typen des Ayurveda mit speziellen Kräutern und Duftstoffen versetzt, die das Sesamöl, das zumeist als Basis fungiert, ergänzen und damit ganz gezielt ihre individuelle Wirkung entfalten.

Typische Zusammensetzung der Massageöle

Dosha-Typ Basisöl Kräuterzusatz
Vata Sesamöl Lavendel, Johanniskraut, Zitrone
Kapha Sesamöl Stein-Linde, Basilikum, Rosmarin
Pitta Sesamöl Muskatellersalbei, Fenchel, Kamille, Hundsrose
Tridosha Sesamöl Kamille, Lavendel, Basilikum

Einsatz des Massageöls

Insbesondere im Rahmen der klassischen Abhyanga-Anwendung, deren Name so viel wie »Massage mit Öl« bedeutet, dient das Massageöl in erster Linie als Gleitmittel, sodass die Hände des Masseurs reibungslos über das Gewebe gleiten. Je reibungsloser dies funktioniert, desto intensiver fällt sowohl die Entspannung als auch die Stimulation der lokalen Durchblutung im Massagebereich aus. Darüber hinaus dringt das mit Kräuterextrakten versehene Massageöl tief in das Hautgewebe ein und kann seine beruhigende und ausgleichende Wirkung damit nicht nur auf der Hautoberfläche entfalten, sondern auch in tieferen Gewebeschichten. Positiver Nebeneffekt dieser Tiefenentspannung, die mithilfe der verwendeten Duftstoffe zusätzlich unterstützt wird, ist das Herauslösen von Schlacken und Giftstoffen aus dem Gewebe.

Spezielle Ausstattung für den ayurvedischen Stirnguss

Der ayurvedische Stirnguss kann einzeln angewendet werden, ist jedoch in der Regel ein fester Bestandteil der Ganzkörpermassage, die sowohl von einem als auch von zwei Masseuren (Synchron-Abhyanga) ausgeführt werden kann. Beim sogenannten Shirodhara fließt das verwendete Öl aus einer Höhe von 10 bis 15 Zentimetern in einem sehr feinen Strahl auf die Stirn des Behandelten. Ziel dieser Anwendungsform ist die Harmonisierung des Körpers, da der filigrane Ölstrahl entspannend auf das vegetative Nervensystem wirkt und damit den Ausgleich von Körper und Geist fördert. Für den Stirnguss, der oft auch in Verbindung mit einer Kopf- oder Gesichtsmassage zum Zweck der Stressreduktion im Wellness-Bereich angewendet wird, wird neben Ayurveda-Öl jedoch weiteres Equipment benötigt.

Equipment für den Stirnölguss

Damit das Massageöl beim ayurvedischen Stirnguss gleichmäßig und präzise auf den zuvor bestimmten Punkt auf der Stirn des Behandelten fließen kann, wird zunächst ein Shirohara-Ständer benötigt. Dieser ist entweder direkt an der speziellen Ayurveda-Massageliege montiert oder kann als freies Zubehör am Kopfteil platziert werden. Zusätzlich wird ein passender Shirodhara-Topf (Vessel) benötigt, aus dem das warme Öl auf die Stirn fließt. Typischerweise sind diese Töpfe an beweglichen Ketten am Shirodhara-Ständer befestigt, sodass der Öl-Strahl vom Masseur präzise gesteuert werden kann. Ebenso benötigt wird ein Auffanggefäß, das sich am Kopfende der Massageliege befestigen lässt oder darunter platziert wird.

Die Garshan-Massage erfordert besonderes Material

Bei der sogenannten Garshan-Massage handelt es sich um eine Sonderform der Ayurveda-Behandlung, bei der kein Öl zur Anwendung kommt. Stattdessen werden spezielle Massagehandschuhe benötigt, die entweder aus reiner Leinenbaumwolle oder aus indischer Rohseide gefertigt werden. Welcher Handschuhtyp dabei genau zur Anwendung kommt, hängt vom Hauttyp des Klienten ab. Dabei gilt die Regel: Je empfindlicher die Haut, desto feiner sollte der Stoff beschaffen sein. Die Handschuhe dienen im Rahmen der Garshan-Massage sowohl der Durchblutungsstimulation als auch der Entfernung abgestorbener Hautzellen.

Da der Peeling-Effekt, der entscheidend zur Beliebtheit der Behandlung im Wellness-Bereich beiträgt, die Haut für die Aufnahme von Massageöl besonders empfänglich macht, wird diese Technik häufig auch im Vorfeld der klassischen Öl-Massage verwendet. Weitere positive Effekte der Behandlung mit den Seidenhandschuhen, die auch gezielt im Bereich der Gelenke angewendet wird, sind die Stimulation des sensorischen Nervensystems und der Lymphdrainage sowie die verbesserte Durchblutung des Bindegewebes.

Rückblick & Fazit

Die verschiedenen Ayurveda-Anwendungen sind ideal für die Entspannung und das Wohlbefinden des Körpers und können nachweislich bei der Prävention von stressbedingten Erscheinungen helfen. Wenn Sie diese Dienstleistung nach dem Abschluss Ihrer Ausbildung an der SWAV-Akademie in Ihr Angebotsportfolio aufnehmen möchten, sollten Sie jedoch auf eine qualitativ hochwertige Ausstattung achten, denn diese ist essenziell für Ihren nachhaltigen Erfolg als Therapeut.

Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Stella Stahlhofen
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vor 3 Wochen
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Marlen Ackermann
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vor einem Monat
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Tagesmutti Schreiber