Schritt-für-Schritt Anleitung Baby Massage

Die Babymassage bezeichnet eine besonders sanfte Methode, welche die jüngsten Erdenbürger ganzheitlich entspannt und innerhalb der Wellnessbranche kontinuierlich an Beliebtheit gewinnt. Hier werden schließlich rund um die Zufriedenheit des Babys zahlreiche behutsame Praktiken angewandt, mit denen das Kind in seiner physischen und psychischen Entwicklung gefördert wird. Eine Behandlung, die vor vielen Jahren aus Asien in die internationale Massagebranche überliefert wurde.

Babymassage Entstehung – tiefenwirksames Verfahren der Erholsamkeit

Die Babymassage ist eine Anwendung, die zu den Wellnesstechniken zählt und den Entspannungstherapien untersteht. Demzufolge hat sie keinen therapeutischen Hintergrund und kann nicht von einem Mediziner verordnet werden. Stattdessen lässt sie sich von Interessenten mittels Eltern-Kind-Kursen oder dem fachkundigen Einsatz in privaten Haushalten wahrnehmen.

Was heutzutage weltweit eine hohe Nachfrage besitzt, gibt es in der Urform schon seit vielen Generationen. Immerhin entstammt die Babymassage den ayurvedischen Lehren und wurde zu Beginn in Indien praktiziert. Dort waren es die Urvölker, welche ihre Kenntnisse über wohltuende Massagegriffe bei Säuglingen unter Beweis stellten. Allerdings gab es Grundzüge dieser Technik ebenfalls in Russland, weiteren asiatischen Kulturen oder Afrika, wo sie bereits Jahre vor ihrer Etablierung große Erfolge feierte.

Im Zuge dessen kam der französische Gynäkologe Frédérick Leboyer in den frühen 70er Jahren nach Indien und wurde dort zum ersten Mal mit der Babymassage konfrontiert. Ihre Wirkung überzeugte ihn sofort und er beschloss, das Prinzip auch außerhalb des Landes zu verbreiten. Nachdem Leboyer die Babymassage Anleitung daraufhin in Frankreich publik machte, folgte eine fortwährende Verbesserung der vorhandenen Techniken. Ziel war es, die verschiedenen Elemente noch wirksamer und angenehmer zu gestalten, sodass die Praktik für Säuglinge mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen einen Moment der völligen Erholung repräsentieren konnte.

Das Resultat zeigte sich 1981 in Amerika, wo Vimala Schneider die IAIN (internationale Gesellschaft für Babymassage) gründete und erstmalig eine Vereinigung aus der klassischen Schwedenmassage, Reflexzonentechniken, entspannendem Yoga sowie den bekannten indischen Grundanwendungsformen in die Wellnessbranche einführte. Nicht der einzige nennenswerte Erfolg auf dem Weg zu einer anerkannten Methodik, denn 1995 entstand die DGBM (deutsche Gesellschaft für Babymassagen), welche bis heute Kurse abhält und professionelle Masseure ausbildet.

Die Definition einer Behandlung für Säuglinge lässt sich hierbei nur schwer pauschalisieren, da viele Faktoren für eine gelungene Massage von Bedeutung sind. Allgemein beschreibt die Babymassage eine Zusammenstellung aus rhythmischen, zärtlichen Streichungen, die den gesamten Körper umfassen und ihn mit dem größtmöglichen Respekt berühren, um den Säuglingen Geborgenheit zu vermitteln sowie als erste Art der Kontaktaufnahme zu fungieren. Nicht umsonst werden die Grifftechniken oft als Kombination aus Wellnessbehandlung und Kommunikationsmethode betrachtet, bei welcher ein breit gefächertes Spektrum an positiven Eigenschaften nach außen projiziert wird.

Babymassage Ziele – komplexe Behandlung für mehr Wohlgefühl

Bei der Babymassage gibt es keine spezielle Wirkung, die als Alleinstellungsmerkmal der Praktik betrachtet werden könnte. Das Konzept spricht mehrere Punkte an, die für eine gesunde Kindesentwicklung wichtig sind. Demnach hat die Massage für Säuglinge sowohl lokale Effekte als auch psychische und wirkt sich obendrein auf die Sozialkompetenzen des Kindes aus. Die Behandlung gilt nämlich als Kommunikationsbasis zwischen dem Baby und seiner Umwelt, da sich der Säugling in seinen ersten Lebensmonaten noch nicht ausreichend verständlich machen kann. Gestik, Mimik, das Sprachvermögen und die Motorik sind längst noch nicht optimal entwickelt, woraufhin ein Informationsaustausch erschwert wird.

Der Körperkontakt und das Gefühl von Gelassenheit sowie Zuneigung, die während der Massage allgegenwärtig sind, repräsentieren daher die wichtigste Kontaktart für das Neugeborene.

In Verbindung damit hat die Babymassage einen großen Nutzen für eine starke Eltern-Kind-Bindung. Sie bezieht sich ebenfalls auf den Vater, Großeltern, Geschwister oder Menschen, die im weiteren Leben des Säuglings eine tragende Rolle spielen sollen. Auch bei Adoptionen oder anderen Umständen, durch die das Baby nicht bei den leiblichen Eltern lebt, ist das Verfahren effektiv, um die Beziehung der einzelnen Parteien zu stärken.

Die Massage darf eigentlich bei Babys in jedem Alter angewandt werden, wobei gerade Frühchen noch stärker von ihr profitieren.

Darüber hinaus sind die Ziele der Babymassage:

  • eine gesunde Nervensystem- und Gehirnentwicklung
  • das starke Immunsystem
  • die verbesserte Durchblutung
  • der Rückgang von Verdauungsstörungen
  • ein harmonischer Muskeltonus
  • ein zufriedenes Baby, welches weniger schreit
  • der Tiefschlaf und eine umfassende Entspannung

Die wirksamen Techniken begünstigen eine raschere Gewichtszunahme bei jenen Säuglingen und fördern, dass sich deren Zustand schneller normalisiert. Jedoch gibt es auch Fälle, in denen die Behandlung nicht stattfinden darf, zum Beispiel, wenn bei dem Baby eine Infektion, Fieber oder andere entzündliche Prozesse vorliegen. Hier wäre das Risiko für eine Verschlechterung zu groß. Ferner gibt es Kinder, die sich durch eine Babymassage bedrängt fühlen.

Dann sollte die Methode ausbleiben, weil der Säugling keinesfalls zu irgendetwas gezwungen werden darf. Auch erblich bedingte Krankheiten, Probleme des Bewegungsapparats oder nicht näher diagnostizierte Disharmonien erfordern eine vorherige Rücksprache mit dem behandelnden Mediziner, um Wechselwirkungen oder irreparable Schäden zu vermeiden. Zu einer angenehmen Babymassage gehört aber genauso die passende Grifftechnik, denn diesbezüglich sind zahlreiche Abwandlungen geläufig.

Babymassage Grifftechniken – vielschichtig zur Vitalität

Eine Babymassage Anleitung folgt keinen festen Abläufen, weil sich jede Anwendung auf dem entsprechenden Patienten beruft. Die entscheidendste Technik wäre diesbezüglich das Ausstreichen in besonders schonender Variante. Jenes kommt nicht nur zum Anfang und Ende der Babymassage vor, es lässt sich ebenfalls zwischen den verschiedenen Praktiken integrieren, um die Muskulatur zu lockern und den Organismus auf das Verfahren einzustimmen.

Welche Griffe letztlich die Babymassage begleiten, wie intensiv oder häufig sie angewandt werden und in welcher Kombination sie sich zeigen, obliegt dem Masseur.

Neben den Streichungen finden sich dann:

  • leichte Dehnübungen
  • sanftes Kreisen
  • behutsame Streckungen
  • vorsichtige Druckpunktstimulationen
  • sanfte Haltegriffe

Babymassage Voraussetzung – passende Prävention für anhaltende Wirkung

Eine Babymassage kann ihre Ziele nur verfolgen, wenn die passenden Vorkehrungen getroffen worden sind. Darum muss ein ruhiges Umfeld geschaffen werden, welches dem Baby Sicherheit sowie Vertrauen vermitteln. Am optimalsten gelingt es in Räumlichkeiten, die der Säugling bereits kennt. Insofern dies nicht realisiert werden kann, empfiehlt es sich, den Behandlungsort so zu gestalten, dass das Kind sich trotzdem entspannen kann. Dafür muss die Raumtemperatur in etwa 24 bis 27 Grad warm sein, während eine leise Hintergrundmusik das Wohlbefinden des Säuglings noch verstärkt.

Des Weiteren bietet sich eine Wärmelampe an, um die Atmosphäre positiv zu unterstützen. Der Untergrund für die Massage muss stets weich und warm sein muss. Eine Decke, ein Handtuch oder auch eine gepolsterte Matte sind potenzielle Liegeflächen. In Verbindung damit wäre es ratsam, jene Utensilien selbst mitzubringen, denn Säuglinge gewöhnen sich nur schwer an fremde Gerüche und Oberflächenbeschaffenheiten. Wer folglich die Lieblingsdecke des Kindes mitführt, fördert die positiven Effekte der Behandlung und vermeidet, dass sich das Baby lange auf die Umgebung einstellen muss.

Ebenso entscheidend ist das Massageöl. Letzteres darf keinerlei Konservierungsstoffe enthalten und sollte für Allergiker sowie die empfindsame Babyhaut geeignet sein. Häufig verwenden Masseure hier Mandel-, Oliven-, oder Jojobaöl, das aus exzellenter Herstellung stammt und ausschließlich naturbelassene Inhaltsstoffe nutzt. Dadurch wird die Haut des Babys zugleich gepflegt und ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Es erweist sich als vorteilhaft, das Produkt vor der Verwendung anzuwärmen. Somit verteilt es sich besser auf der Haut und die Kinder schrecken nicht zurück.

Innerhalb der richtigen Prävention steht aber nicht nur der Säugling im Mittelpunkt, es ist genauso bedeutsam, dass sich der ausübende Masseur wohlfühlt. Eine bequeme Position, bei welcher gleichzeitig die stabile Lagerung des Kindes gewährleistet ist, bietet sich demzufolge an. Sobald alle entsprechenden Vorkehrungen getroffen sind, kann die Behandlung dann Schritt für Schritt durchgeführt werden.

Babymassage Anleitung – Schritt für Schritt zum Wohlfühlmoment

Bevor die Praktik starten kann, sollte der Masseur Rücksprache mit der Familie halten. Ziel ist es, das Baby und dessen Bedürfnisse kennenzulernen, um darauf einzugehen. Weiterhin muss die richtige Zeit für eine Anwendung bekannt sein, denn das Kind darf nie unmittelbar vor oder nach den Mahlzeiten und den Schlafenszeiten massiert werden. Ist es zu satt oder hungrig, wird es unleidlich. Ähnlich verhält es sich mit der Müdigkeit, denn ein hellwacher Säugling bleibt nicht lange genug ruhig liegen und ein übermüdetes Kind würde sich kaum auf ein solches Verfahren konzentrieren.

Am besten gelingt die Behandlung, wenn das Baby gerade ruhig und entspannt ist. Hier sollte anfänglich überprüft werden, bei welcher Tageszeit sich dieser Zustand wiederholt, damit die Massage stets zu einem fixen Zeitpunkt in Anspruch genommen werden kann. Das unterstützt die positive Wirkung, weil sich Kinder durch die festen Rituale leichter an die Anwendung gewöhnen. Dabei läuft jede Babymassage anders ab.

Babymassage Anleitung


Im groben Überblick gestaltet sich die Praktik allerdings wie folgt:

Schritt 1:

Stimmen Sie das Kind auf die Behandlung ein, indem Sie es spielend in die Vorbereitungen integrieren. Eine Erläuterung zu jeder Handlung und ausreichend Ruhe helfen, das Baby auf die Technik einzustimmen.

Schritt 2:

Nehmen Sie eine bequeme Haltung ein und positionieren Sie das Baby auf dem Bauch so, dass es sicher sowie bequem liegt.

Schritt 3:

Geben Sie dem Säugling genügend Zeit, sich zu beruhigen und starten Sie erst mit den Handgriffen, wenn das Baby dafür bereit ist.

Schritt 4:

Verreiben Sie ein bis zwei Esslöffel Massageöl in Ihren Händen und verteilen Sie jenes behutsam auf dem Körper des Kindes mittels sanfter Streichungen. So zieht das Öl ein, während sich die Muskulatur aufwärmen kann.

Schritt 5:

Beginnen Sie die Massage an den Schultern, streichen Sie vorsichtig von der Schulter bis zu den Händen aus und wiederholen Sie den Vorgang einige Male. Arbeiten Sie immer von innen nach außen.

Schritt 6:

Die Hände des Säuglings streichen Sie mit der Daumenkante aus, wobei Ihre Hand die ganze Zeit über den Unterarm des Kindes stabilisieren muss. Gerne können auch einzelne Finger ausgestrichen oder sanft gedehnt werden.

Schritt 7:

Nun folgt die Rückenmassage. Kreisen Sie ausschließlich behutsam mit den Fingerkuppen rechts und links von der Wirbelsäule weg und wandern Sie schrittweise hinunter bis zu dem Gesäß. Jene Techniken lockern Verspannungen und helfen, die Muskulatur von Blockaden zu befreien.

Schritt 8:

Streichen Sie im Anschluss die Beine schonend von Hüfte bis Fuß aus und wiederholen Sie auch diesen Vorgang einige Male und machen Sie die Beinbewegungen ihres Babys mit. 

Schritt 9:

Der Fuß wird mit den Daumen von der Ferse bis zum Zeh sanft massiert. Es eignen sich auch Druckpunktstimulationen. Warten Sie allerdings den Fußgreifreflex ab, der sich einstellt, wenn Sie mit dem Daumen an die Füße des Kindes herantreten.

Schritt 10:

Das Baby wird auf den Rücken gedreht. Der Brustbereich lässt sich am besten mit der flachen Hand massieren. Dazu positionieren Sie eine Hand auf der Brust und streichen mit langsamem Rhythmus zu der gegenüberliegenden Schulterpartie, umfassen diese mit unterschwelligem Druck und verweilen in der Position für wenige Sekunden. Ein solcher Schmetterlingsgriff wird für beide Brustseiten durchgeführt.

Schritt 11:

Der Bauch ist besonders empfindsam und sollte nur kurzzeitig sowie sachte massiert werden. Verursachen Sie mithilfe der Fingerkuppen kleine Tippel-Bewegungen im Uhrzeigersinn, denn dadurch können die Gasbläschen des Darms leichter abgeleitet werden. Arme und Beine werden mit sanften Wring-Bewegungen behandelt. Babys nehmen eine entsprechende Technik als angenehm wahr, weshalb sie etwa zweimal pro Arm und Bein wiederholt werden sollte.

Schritt 12:

Die Massage endet mit wiederholten Streichungen und einer ausgiebigen Ruhephase.

Teilweise integrieren die Masseure ebenfalls eine Gesichtsmassage, sie wird mit kreisenden Bewegungen der Fingerkuppen oder Daumen ausgeführt und bezieht sich speziell auf die Kaumuskulatur. Wichtig wäre von unten nach oben zu agieren, damit sich eventuell vorhandene Spannungen oder Krämpfe lockern.

Selbstverständlich hat die Zufriedenheit des Kindes oberste Priorität und gilt als Richtmaß für die komplette Behandlung. Nicht umsonst basiert eine Babymassage auf Respekt, Empathie und Vertrauen. Dies erklärt auch, warum für die Anwendung der Technik zunächst ein anspruchsvoller Kurs belegt werden muss. Ein Beispiel der Baby-Massage können Sie hier im Video sehen.

Babymassage Anleitung erlernen – Ausbildung als Anwendungsfundament

Selbst wenn eine Babymassage auch im privaten Bereich von den Eltern absolviert werden kann, sollte die Professionalität richtungsweisend sein. Die erhalten Interessenten auf unterschiedlichen Wegen wie bei einem ganzheitlichen Kurs der SWAV.

Bei jener Schulung zum anerkannten Fachpraktiker für Wellness, Massage und Prävention bekommt der Teilnehmer alle grundlegenden Kenntnisse über die renommiertesten Massagepraktiken, Wechselwirkungen und Rahmenbedingungen vermittelt. Daraus ließe sich auch eine wirkungsvolle Babymassage Anleitung abwandeln. Alternativ bietet es sich an, einen Zusatzkurs zu belegen, der sich speziell mit dem Thema Babymassage beschäftigt.

Auf diese Weise ist die Babymassage Anleitung Schritt für Schritt ein Symbol der Erholsamkeit, welches die mentale und körperliche Entwicklung des Kindes nachhaltig unterstützt sowie dem Säugling das intensive Gefühl vermittelt, in seinem Umfeld willkommen zu sein.

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