Fango-Packung - Wirkung und Anwendung für die Massage

Die Fango-Packung ist eine hilfreiche Ergänzung zu verschiedenen Massagetechniken und wird in Kombination mit der Praktik oder als Entspannungsbehandlung in anderen Einsatzgebieten gerne genutzt. Immerhin besitzt der vulkanische Schlamm heilende Effekte und kann körperliche sowie mentale Verbesserungen der Vitalität zum Vorschein bringen. Was sich mittlerweile als fester Bestandteil in der Wellnessbranche und dem Kosmetiksektor etablieren konnte, ist allerdings keine neuzeitliche Erfindung. Im Gegenteil, Fango wird von einer langen Tradition umgeben, die in verschiedenen Erdteilen begonnen hat.

Fango – Mineralschlamm mit heilenden Kräften

Hinter dem Begriff „Fango“ verbirgt sich eine Schlammart, die reich an Mineralien ist und vornehmlich in Regionen mit viel Vulkangestein vorkommt. Der Name bedeutet „Schlick“ oder „Schlamm“, was demzufolge seine Konsistenz verdeutlicht. Die Zusammensetzung besteht aus Tonerde, Magnesium, Kieselsäure und Eisenoxid, welche dem Fango die charakteristische grün-braune bis gräuliche Färbung verleiht.

Für gewöhnlich gehört Fango zu dem Equipment einer Peloidtherapie, bei welcher diverse Heilschlämme für Packungen oder Bäder angewandt werden, um unterschiedliche Erkrankungen zu therapieren. Je nach Bedarf und Verwendungsform gibt es Fango also wie erwähnt als Packungen, Bäder oder Wickel, wobei eine klassische Fango-Packung am häufigsten in Erscheinung tritt. Unabhängig davon wird der Mineralschlamm für die Nutzung stets mit Wasser vermengt, um daraus eine zähe Masse zu machen.

Die Bezeichnung „Fango“ ist aber nur eine allgemeine Benennung, denn er lässt sich grundsätzlich in zwei Varianten aufteilen:

Der anorganischen Fango

Diese Version ist in Deutschland und den meisten europäischen Gebieten sehr verbreitet, weil kein langwieriger Reifeprozess stattfinden muss. Der Heilschlamm kann direkt für die Packung angewandt werden und verdankt seine Wirksamkeit den enthaltenen Mineralien sowie den thermophysikalischen Merkmalen. Der anorganische Fango basiert auf reinem Vulkangestein und wurde 1916 zum ersten Mal verwendet.

Der organische Fango

Hierbei handelt es sich um eine Ausführung, die zunächst rund 60 Tage lang reifen muss, bevor sie eingesetzt werden kann. Organischer Fango kommt hauptsächlich in Italien vor und besteht aus Fangoschlamm mit Mikroorganismen, Algen sowie Thermalwasser. Ursprünglich wurde jenes Fango-Exemplar von römischen Legionären genutzt, die sich regelmäßig in einem Bad mit der Heilerde nach ihren Schlachten erholten.

Der größte Unterschied zwischen beiden Fangoarten ist neben der Reifezeit die Wiederverwendbarkeit. Während anorganischer Fango nämlich nur für den einmaligen Gebrauch geeignet ist, kann organischer Fango mehrmals verwendet werden.

Bezogen auf die Wellnessindustrie finden sich jedoch beide Fangoarten selten. Für die Fango-Packung kommt dort heutzutage eher eine Paraffin-Fango-Mischung zur Anwendung, denn sie ist preiswerter, lässt sich wiederholt nutzen, befindet sich auf einer Folie und muss nach dem Auflegen deswegen nicht abgeduscht werden. Der Inhalt setzt sich aus Paraffinwachs mit Fango oder Moor zusammen.

Obwohl eine derartige Fango-Packung in Massagepraxen oft der Einfachheit halber bevorzugt wird, kann sie nicht dieselben thermischen Eigenschaften und den intensiven Heileffekt nach außen projizieren wie klassischer Fango. Letzterer überzeugt mit einer Vielzahl an Wirkstoffen, die den Gesundheitszustand eines Patienten verbessern.

Wirkung der Fango-Packung – Schlüssel zur ganzheitlichen Erholsamkeit

Fango hat zahlreiche Charakteristiken, die den Organismus auf seinem Weg zu mehr Gesundheit begleiten. Dabei orientiert sich die Anwendung des Mineralschlamms an dem Patienten und dessen Befinden. Einige der bekanntesten Symptome, bei denen sich Fango empfiehlt, sind daraufhin:

  • rheumatische Prozesse in Muskulatur und Bindegewebe
  • Schmerzen
  • Verspannungen in Rücken, Schulter und Nacken
  • Sportverletzungen
  • Hexenschuss

Außerdem wirkt eine Fango-Packung auf lokaler Ebene und verbessert das Hautbild, weshalb die Heilerde teilweise sogar im Kosmetikbereich zum Einsatz kommt. Speziell bei Akne, Ekzemen oder Neurodermitis zeigen sich Verbesserungen bei einer Nutzung von Fango als Inhaltsstoff von Cremes. Nicht selten wird der Mineralschlamm zudem für die Regeneration der Haut verwendet und dient als Bestandteil der Schönheitspflege.

Fango kann allerdings noch mehr, da seine Inhaltsstoffe obendrein die Durchblutung fördern und organische Beschwerden von Galle, Leber oder Harnwegen behandeln. In dem Zusammenhang präsentiert der Mineralschlamm seine Wirksamkeit auf zwei verschiedene Arten, zum einen durch die reine Zufuhr von Wärme, die den Bewegungsapparat entspannt und Schmerzen lindert, oder mittels der enthaltenen Fangostoffe. Sie stimulieren die Durchblutung von Muskulatur, Bindegewebe und Haut, kurbeln den Stoffwechsel an oder lassen den Blutzuckerspiegel senken. Gerade das Zusammenspiel beider Wirkungsweisen macht die Fango-Packung so beliebt für physiotherapeutische Anwendungen. Darum kommt es oftmals zu einer Verbindung aus Fango-Packung und Massage.

Fango-Packung und Massage – effiziente Kombination mit Mehrwert

In dem meisten Fällen wird Fango gemeinsam mit einer Massage genutzt, denn dies führt zu einer ganzheitlichen Entspannung. Die angenehme Wärme der Fango-Packung dringt tief in das Gewebe ein, fördert das Wohlgefühl des Patienten und lockert die Muskulatur für die nachfolgende Behandlung. Zugleich wird die Haut gepflegt und die Fangostoffe können ihre bekannte Wirkung freisetzen. Die nachfolgende Massagepraktik lässt sich dadurch rhythmisch vollziehen und wird von der Person als angenehm wahrgenommen. Jede der Grifftechniken hat eine bessere Intensität durch die Fango-Packung und der Fachpraktiker darf die Vorzüge der beiden Anwendungen beliebig miteinander verbinden.

Gelegentlich startet er auch mit seiner Wellnessmassage und rundet jene mithilfe der Fango-Packung ab. Das verschafft dem Patienten wiederum eine ausgedehnte Ruhephase, in der sich der Organismus von der Massage erholen darf. Im Allgemeinen lässt sich die Fango-Packung demnach beliebig einsetzen, doch der ausübende Therapeut sollte über genügend Expertise verfügen. Wenngleich die Heilerde viele positive Faktoren mit sich bringt, besitzt sie auch einige negative Aspekte und kann nicht bei jedem Patienten verwendet werden. Vor allem Schwangere, Kinder und Personen mit Bluthochdruck sollten von einer Fango-Packung Abstand nehmen. Ebenso verhält es sich mit Menschen, die eine Thrombose haben oder von Wassereinlagerungen, Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauf-Problemen betroffen sind.

Liegt hingegen ein bakterieller Infekt vor, hat der Patient Fieber oder gibt es nicht verheilte Wunden in der Region, auf die eine Fango-Packung einwirken soll, ist der Mineralschlamm nicht anwendbar. Im Gegenteil, dann würde es sogar zu negativen Begleiterscheinungen kommen. Im Grunde lässt sich die Fango-Packung daher mit einer Lymphdrainage gleichsetzen, denn auch sie ist für den Organismus sehr belastend und spricht nicht jeden Patienten an.

Im Idealfall führt der Interessent im Vorfeld ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt und vertraut auf eine Anamnese des Fachpraktikers, um herauszufinden, ob die Fango-Packung genutzt werden darf. Dann wird der Mineralschlamm perfekt in die Massagebehandlung eingebunden.

Frau bekommt eine Fango Packung Massage

Anwendung der Fango-Packung – Massagetechnik trifft Heilschlamm

Nachdem ein klärendes Vorgespräch stattgefunden und sich der Fachpraktiker überlegt hat, wie er Fango in die Behandlung integrieren kann, wird jener als Therapieergänzung genutzt. Die Heilerde könnte entweder kalt oder warm eingesetzt werden. Bei den gängigen Praktiken kommt aber stets erwärmter Fangoschlamm zur Anwendung, der etwa 50 Grad Hitze besitzt. Diesen Temperaturbereich sollte die Masse weder unter- noch überschreiten, denn ist der Fango zu kalt, entfaltet er keine Wirkung, wäre er zu heiß, drohen Verbrennungen auf der Haut.

Die Packung selbst besteht dafür aus einer zwei bis drei Zentimeter dicken Fangoschicht, die gleichmäßig auf der betreffenden Hautpartie aufgetragen wird. Im Anschluss kommt es zu einer Abdeckung mit Folie oder Tüchern, denn der Patient muss seine Temperatur bewahren. Die Fango-Packung sollte in etwa 20-40 Minuten auf der Haut verweilen, sonst zeigen sich nicht alle positiven Eigenschaften und der Mineralschlamm kann mit seinen Wirkungsstoffen nicht komplett in das Gewebe eindringen. Wer bisher noch keine Fango-Packung bekommen hat, sollte die Behandlung zu Beginn nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen. Es empfiehlt sich, erst zu überprüfen, wie der Körper auf die Wärmezufuhr und den Fangoschlamm reagiert.

Sobald der Therapeut die Fango-Packung entfernt hat, startet die eigentliche Massage. Dies könnten sämtliche Techniken sein, angefangen bei der klassischen Massage über HWS-Praktiken bis hin zu der Ganzkörpermassage. Um die gesamte Wirksamkeit des Mineralschlamms auszukosten, wendet der Fachpraktiker seine Griffe gleichmäßig sowie einfühlsam an und wiederholt die Kombination aus Fango mit Massage in regelmäßigen Abständen. Dabei kann eine solche Praktik medizinisch verordnet werden, sodass die Krankenkasse die Kosten übernimmt, oder der Patient entscheidet sich für eine Wellnessbehandlung, trägt die Gebühren in Eigenleistung und sucht für die Massage einen zertifizierten Masseur auf. Mitunter wäre auch eine Fortsetzung verschriebener Fango-Massagen möglich, wenn der Betroffene sich noch nicht ausreichend regeneriert fühlt und die angenehme Technik gerne als Wellnessmethode fortführen will.

Ganz gleich aber, aus welcher Motivation heraus Fango zum Einsatz kommt, ohne einen ausgebildeten Profi kann der Behandlungserfolg nicht gewährleistet werden. Deswegen muss die Verwendung von Mineralschlamm in Verbindung mit Massagetechniken stets auf einer lückenlosen Fachqualifikation beruhen.

Fango-Packung und Ausbildung – durch Expertise zu wohltuenden Anwendungen

Fango kann seine Wirksamkeit nicht in vollem Maße zeigen, wenn der ausübende Masseur keine Fachkenntnisse besitzt. Darum sollte der Patient bei einer Zusammensetzung des heilenden Mineralschlamms und einer tiefenentspannenden Massage nur einem zertifizierten Profi vertrauen. Er kennt die Besonderheiten der wärmenden Fango-Packung, weiß genau, wie er sie nutzen kann, aber auch, wann es besser wäre, darauf zu verzichten.

Weiterhin hat nicht jede Wellnesspraxis Fango in ihrem Repertoire, weswegen die Interessenten zunächst abklären sollten, ob eine entsprechende Behandlung bei dem Masseur des Vertrauens überhaupt durchführbar ist. Nicht die einzigen Bedingungen, an die eine Fango-Packung mit Massage geknüpft wird.

Die Hautverträglichkeit spielt ebenso eine tragende Rolle. Bestehen allergische Reaktionen mit einem der Inhaltsstoffe oder mit der Wärmeeinwirkung? Ohne vorangehende Weiterbildung könnte der Fachpraktiker diesbezüglich keine Tipps geben. Nicht zuletzt wäre es ratsam auf die Qualität der Fangomasse zu achten. Da es sie mittlerweile in unzähligen Varianten gibt und sich die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von Therapeut zu Therapeut gravierend unterscheiden können, müssen Patienten zwingend einen Experten mit der Behandlung beauftragen, der Fango-Packungen in Premium-Qualität nutzt. Das gewährleistet eine sichere Anwendung und ein Maximum der Effizienz.

Auf diese Weise sorgt die Fango-Packung in Kombination mit der Massage dafür, dass sich Haut, Blockaden im Bewegungsapparat, organische Disharmonien und der Allgemeinzustand durch den traditionellen Heilschlamm nachhaltig verbessern können.

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