10. April 2017
Lesezeit ca. 18 Min.

Das Training mit eigenem Gewicht ist eine Zusammenstellung mehrerer Sportübungen, bei denen auf jegliche Fitnessgeräte verzichtet wird. Stattdessen dient das Eigengewicht als Widerstand, weswegen sich diese Form des sportlichen Trainings auch als Eigengewichtübung bezeichnen lässt. Oftmals fällt zudem der Begriff bodyweight exercise, abgekürzt „BWE“.

Besonders in der heutigen Zeit erfreut sich das Training mit eigenem Gewicht in dem Zusammenhang einer stetig steigenden Anhängerzahl, was nicht zuletzt an der Verbreitung über das Internet liegt. Aufgrund der vielseitigen Möglichkeiten, die Eigengewichtübungen den Sport-Interessenten bieten, erweisen sich jene sogar als würdige Alternative zu einem traditionellen Ausdauertraining. Vor allem die Gesamtheit an positiven Faktoren ist es, die dem Sport mit eigenem Gewicht seine Beliebtheit verleiht.

Key Facts – Training ohne Geräte: Übungen, Plan und Wohnzimmer-Praxis

  • Nur eine echte Lücke: Beine, Rumpf und Drücken gehen ohne alles — die Zugbewegung fehlt.
  • Handtuch und Türklinke: Damit lässt sich rudern, ohne etwas anzuschaffen.
  • Zwei Quadratmeter genügen: Ausgestreckt liegen und die Arme abspreizen können — mehr braucht kein Programm.
  • Rücksicht auf Nachbarn: Zu jeder Sprungübung gibt es eine ruhige Variante.
  • Zwei Termine, die stattfinden, sind besser als fünf, die geplant waren.
  • Nie zweimal hintereinander auslassen: Der verpasste Termin wird sonst zum Ausstieg.

Die Vorteile der Eigengewichtübungen – effiziente Trainingsart mit Wandelbarkeit

Grundsätzlich vereint das Training mit eigenem Gewicht sämtliche Vorzüge, die ein gewinnbringendes Sportprogramm beinhalten sollte. Schließlich ist es eine unkomplizierte Methode, um den eigenen Körper eingängig zu trainieren.

So können Personen eine Eigengewichtübung überall absolvieren und benötigen weder ein Fitnessstudio noch entsprechende Trainings-Geräte. Auf diese Weise ließen sich bodyweight exercises selbst während der Arbeitspausen durchführen und geschickt in den Alltag einbauen. Nicht die einzige vorteilhafte Eigenschaft, denn auch die Vielfältigkeit des Trainings ist richtungsweisend. Bedingt durch die gezielte Ausübung eines Eigengewicht-Sports werden daraufhin mehrere Muskelgruppen zur selben Zeit beansprucht und Disharmonien gezielt vermieden.

Das minimiert das Verletzungsrisiko, welches für gewöhnlich bei einem klassischen Krafttraining besteht, und fördert gleichzeitig die Interaktion der einzelnen Muskeln. Insbesondere Personen, die gerne in den Kraftsportbereich einsteigen möchten, könnten durch Eigengewichtübungen daher den perfekten Grundstein legen. Immerhin verhelfen sie Anfängern zu einem gesunden Muskelaufbau, weil der Körper schnell auf die geringen Reize reagiert. Dadurch ergibt sich eine exzellente Vorbereitung für das darauffolgende Krafttraining.

Training ohne Geräte

Im Gegensatz zu manchen Vermutungen, bodyweight exercises seien nur in einem begrenzten Maß sinnvoll, bietet das Training mit eigenem Gewicht folglich einen ausgeprägten Facettenreichtum und lässt sich individuell an die Leistungsfähigkeit sowie die körperliche Verfassung der betreffenden Person anpassen. Daraus resultieren mehrere nachhaltige Effekte.

Ziele des Trainings mit eigenem Gewicht

BWE ist stets ein Symbol für die geschickte Verbindung unterschiedlicher Trainingsziele. Deswegen rufen Eigengewichtübungen auch Erfolge in den unterschiedlichsten Bereichen hervor. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Optimierung der Ausdauer, eine verbesserte Koordinationsfähigkeit und die Steigerung von Kondition sowie Mobilität. Weiterhin kräftigt das Training mit eigenem Gewicht die Muskulatur und sorgt für einen raschen Aufbau der Muskelmasse.

In Ergänzung dazu unterstützen die entsprechenden Sportübungen auch die Fettreduktion. So profitieren die jeweiligen Sportler von dem sogenannten Nachbrenneffekt. Das bedeutet, die Stoffwechsel-Aktivität wird durch Eigengewichtübungen angeregt und der Organismus verbrennt auch nach Ende der absolvierten Trainings-Einheit weiterhin Fett. Dies erklärt, weshalb BWE für Menschen, die Gewicht verlieren möchten, ein optimales Sport-Programm ist. Außerdem wird der Körper während der Fitness-Übungen auf natürliche Art modelliert, was ein trainiertes sowie gesundes Erscheinungsbild hervorbringt. Im Zentrum der Eigengewichtübungen steht dafür ein variables Trainingskonzept.

Übungen beim bodyweight exercise

Das Training mit eigenem Gewicht ist nicht nur für eine bestimmte Zielgruppe sinnvoll, sondern hält für jeden sportaffinen Menschen ein gewinnbringendes System bereit. Unabhängig davon, ob jemand anfangen möchte, seinen Körper ganzheitlich zu trainieren, bereits Erfahrungen sammeln konnte und auf der Suche nach einer neuen Sportmethode ist oder bodyweight exercises längst für sich entdeckt hat: Das breit gefächerte Trainingsprogramm bietet stets eine personenorientierte Vereinigung diverser Übungen.

Sie lassen sich in zwei Kategorien unterteilen. Demzufolge gibt es die Basis-Übungen, bei denen sich Sport-Einheiten verbinden, die einen geringen Schwierigkeitsgrad aufweisen. Sie sind meistens schon aus dem Schulsport bekannt und eignen sich speziell für den Einstieg in das Training. Zu ihnen zählen:

  • Liegestütze
  • Hampelmann
  • wechselnde Springübungen
  • Sit-Ups
  • Kniebeugen

Zusätzlich treten die komplexeren Übungen in Erscheinung. Hinter dem Begriff verbergen sich die Basis-Übungen mit einer erhöhten Schwierigkeitsstufe. Darum sind sie eher für Fortgeschrittene im Bereich Training mit Eigengewicht gedacht und bieten ihnen die nötige Leistungssteigerung.

Im Allgemeinen lassen sich die anspruchsvolleren Übungs-Arten beliebig variieren, damit ein immer neuer Trainingsablauf entsteht. Häufig erfolgt die Intensivierung der Eigengewichtübungen mittels einer Abwandlung wie einhändige Liegestütz.

Training mit Ball

Wichtig ist jedoch bei jeder Übung die korrekte Durchführung. Andernfalls käme es nicht zu dem gewünschten Erfolg und es könnten sich daraus Schmerzen oder Bewegungs-Beeinträchtigungen ergeben. Gerade Einsteiger sollten deshalb nur unter Aufsicht eines erfahrenen Experten wie einem Fitnesstrainer mit den bodyweight exercises beginnen.

Professionelle Fitnesstrainer-Ausbildung – fachmännische Anleitungen für größte Erfolge

Zwar scheint das Training mit eigenem Gewicht auf den ersten Blick recht simpel zu sein, doch für die richtige Durchführung der unterschiedlichen Übungen erfordert es ein Maximum an Professionalität. Sportübungen mit Eigengewicht zielen nämlich nicht auf die Schnelligkeit ab. Viel eher liegt der Fokus darauf, dass das Training korrekt absolviert wird. Zugleich spielen eventuelle Beschwerden, Vorerkrankungen oder Konditionsprobleme eine tragende Rolle und sollten immer im Sportprogramm berücksichtigt werden.

Eine versierte Anleitung von einem ausgebildeten Fitnesstrainer wäre deswegen entscheidend, denn so kommt es nicht zu schmerzhaften Fehlbelastungen, einer Überanstrengung oder einem falsch zusammengesetzten Trainingsablauf. Ein fachkundiger Profi liefert jedem Sportler, ganz gleich, in welcher Schwierigkeitsstufe jener sich befindet, den idealen Fitnessplan für das Training mit eigenem Gewicht. Dieser wurde dem Allgemeinzustand der jeweiligen Person nachempfunden, beinhaltet ausschließlich Übungen, die für deren Leistungsfähigkeit passend sind, und geht bewusst auf Defizite sowie Probleme ein. Des Weiteren kümmert sich der Fitnesstrainer um die vorbildliche Ausübung des Trainings, korrigiert bei Bedarf fehlerhafte Haltungen und gleicht das Sportprogramm kontinuierlich an die Bedürfnisse des Betreffenden an. Ein zusätzlicher Bonus, den BWE unter Anleitung eines Fitnesstrainers liefert, ist die mentale Motivation. Demzufolge kann der Experte den Sportler in Phasen der Antriebslosigkeit bestärken. Mitunter wäre ebenfalls die Durchführung der Eigengewichtübungen in einer Gruppe lohnenswert, weil die dort herrschende Dynamik für den richtigen Ansporn sorgt.

Erfolgreiches Training

Eine umfassende Ausbildung zum Fitnesstrainer eröffnet dazu den Weg, um jedem Sportler zu dem korrekten Training mit eigenem Gewicht zu verhelfen. Sie schult Absolventen auf vielseitige Weise, lehrt jene die Grundkenntnisse in puncto Anatomie, Trainingstechniken und Körperfunktionen sowie präventives Handeln bei möglichen Symptomen von Muskel- oder Gelenksproblemen. Der Aufbau in drei Abschnitte, von C bis A–Lizenz, unterstützt die Schüler dann darin, sämtliches Fachwissen zu erwerben, was ein verantwortungsbewusster und kompetenter Fitnesstrainer benötigt. Somit gelingt auch die Eigengewichtübung der künftigen Kunden problemlos sowie effizient. Selbstverständlich muss diese aber nach einem bestimmten Schema durchgeführt werden. 

Trainings-Ablauf für Eigengewichtübungen – Abwechslungsreichtum als Grundlage

Die bodyweight exercises können beliebig kombiniert werden, weswegen sie sich hauptsächlich nach den Vorstellungen des ausübenden Sportlers richten. Trotzdem umfasst eine Trainings-Einheit in der Regel die Vereinigung aus Kraft- und Ausdauersport. Sie wird hinsichtlich der Zeitspanne ebenfalls auf die entsprechende Person abgestimmt, sodass Anfänger nur wenige Übungen durchführen, während fortgeschrittene Absolventen mehrere Minuten am Tag trainieren können.

Wie bei allen Sportarten sollte auch hier eine langsame Leistungssteigerung erfolgen, um Probleme zu verhindern. Dabei ist es von großer Bedeutung, lediglich die Schwierigkeit oder die Dauer zu erhöhen, aber nicht die Kategorie der Sportübungen zu verändern, um die Intensität zu verstärken. Würde demnach eine Reihe von Liegestützen durch Springübungen ausgetauscht werden, käme es zu einem ungleichmäßigen Training und der Überbelastung einer Muskelgruppe. Als Richtlinie gilt daher die ausgewogene Optimierung der Sport-Einheiten mit einem anspruchsvolleren Übungssystem und längeren Wiederholungen.

Zugleich empfiehlt es sich, einen Trainingsplan zu nutzen, der langfristig erstellt wurde und darum über mehrere Wochen geht. Er sollte sowohl ausdauerndere Sportphasen als auch entspanntere Fitness-Einheiten beinhalten. Das begünstigt die Varietät, vermeidet eine Routine und erzielt somit bestmögliche Erfolge. Selbstverständlich ist es unverzichtbar, ebenfalls die Pausen zu bedenken, denn sie sind dafür verantwortlich, dass sich der Organismus erholen kann und der Körper seine Kondition bewahrt. Für gewöhnlich wird der Sportplan für die Eigengewichtübung zudem stetig abgewandelt, damit er immer dem aktuellen Leistungsstand entspricht.

Insofern bei den bodyweight exercises allerdings Beschwerden auftreten, sollten diese zeitnah mit dem Fitnesstrainer besprochen werden, denn so ist jener in der Lage, darauf zu reagieren und die Übungen direkt anzupassen. Das macht erneut die Bedeutsamkeit eines Fitnesstrainers als Ansprechpartner klar.

Mit der nötigen Disziplin sowie Engagement beweist das Training mit eigenem Gewicht dann, dass der Körper auch ohne Hilfsmittel in Form bleiben kann und sein Maximum an Leistungsfähigkeit erreicht.

Zur Fitnesstrainer Ausbildung

Was in der Wohnung fehlt — und was nicht

Für Beine, Rumpf und die gesamte Drückmuskulatur braucht es tatsächlich nichts. Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze und Unterarmstütz decken diese Bereiche vollständig ab, und sie lassen sich über Jahre schwerer machen, ohne dass ein einziges Gerät ins Haus kommt.

Eine Lücke bleibt trotzdem, und sie wird in fast jedem Heimtrainingsplan übersehen: die Zugbewegung. Rücken und hintere Schulter lassen sich am Boden kaum erreichen. Wer das ignoriert, baut über Monate eine Schieflage zugunsten der Brustmuskulatur auf — mit genau der nach vorn gezogenen Haltung, gegen die er eigentlich trainieren wollte.

Die gute Nachricht: Auch dafür genügt die Wohnungseinrichtung.

BewegungsmusterÜbung ohne GeräteWas aus der Wohnung dafür reicht
DrückenLiegestütz — an der Wand, an der Tischkante, am Boden, Füße erhöhtWand, Tisch, Stuhl
ZiehenHandtuchrudern an der Türklinke, Ruderzug unter einem stabilen TischHandtuch, geschlossene Tür, massiver Tisch
BeineKniebeuge, Ausfallschritt, einbeinige Kniebeuge zum StuhlStuhl oder Sofakante
HüftrückseiteBeckenheben, später einbeinigBoden, Sofakante zum Auflegen der Füße
RumpfUnterarmstütz, Seitstütz, Vierfüßlerstand mit Diagonaleeine Matte oder ein dicker Teppich

Beim Handtuchrudern wird ein stabiles Handtuch um die Klinke einer geschlossenen Tür gelegt, beide Enden festgehalten und der Körper mit gestreckten Armen zurückgelehnt. Je flacher der Stand, desto schwerer. Das ersetzt keine Klimmzugstange, schließt aber die Lücke — und kostet nichts.

Wer später doch etwas anschaffen möchte, findet die möglichen Ergänzungen und die Steigerungslogik im Detail im Beitrag Bodyweight-Training: Steigerung, Geräte und Plan.

Die Wohnung als Trainingsraum

Der häufigste Grund, warum Heimtraining nach wenigen Wochen einschläft, ist selten die Motivation. Es sind die kleinen Widerstände: Der Teppich rutscht, die Nachbarn hören jeden Sprung, die Matte liegt im Schrank hinter dem Staubsauger.

Fünf Punkte, die in der Praxis den Unterschied machen:

  • Zwei Quadratmeter genügen. Ein Bereich, auf dem Sie sich der Länge nach ausstrecken und die Arme seitlich abspreizen können — mehr braucht kein Programm ohne Geräte.
  • Untergrund prüfen. Laminat ist rutschig, Hochflorteppich gibt beim Stützen nach. Eine feste Matte löst beides.
  • Rücksicht auf Nachbarn. Sprünge und Burpees sind in einer Altbauwohnung ein Konfliktherd. Es gibt zu jeder Sprungübung eine ruhige Variante — Kniebeugen im Tempo statt Sprungkniebeugen.
  • Alles liegen lassen. Matte sichtbar, Handtuch griffbereit. Jeder Handgriff, der vor dem Training nötig ist, senkt die Wahrscheinlichkeit, dass es stattfindet.
  • Fester Zeitpunkt. Morgens vor dem Duschen oder abends nach dem Abräumen — an eine bestehende Gewohnheit gekoppelt, nicht „wenn Zeit ist".

Schuhe sind übrigens Geschmackssache. Barfuß oder in Socken auf einer Matte funktioniert für die meisten Übungen gut; nur bei Sprüngen und bei rutschigem Untergrund sind Schuhe die bessere Wahl.

Ein Ablauf für zwanzig Minuten

Ein Heimprogramm scheitert selten an der Intensität und häufig an der fehlenden Struktur. Diese Reihenfolge deckt den ganzen Körper ab und passt in eine knappe halbe Stunde.

  1. Aufwärmen, vier Minuten: lockeres Gehen auf der Stelle, Schulterkreisen, Hüftöffner, zehn Kniebeugen ohne Anspruch.
  2. Beine: Kniebeugen, später einbeinig am Stuhl.
  3. Drücken: Liegestütze in der Variante, die zehn bis zwölf saubere Wiederholungen zulässt.
  4. Ziehen: Handtuchrudern an der Türklinke oder Ruderzug unter dem Tisch. Dieser Punkt wird nicht ausgelassen.
  5. Hüftrückseite: Beckenheben, die Füße auf der Sofakante.
  6. Rumpf: Unterarmstütz und Seitstütz, in Sekunden gemessen statt in Wiederholungen.
  7. Ausklang: zwei Minuten ruhig werden, die beanspruchten Bereiche dehnen.

Drei Durchgänge, zwei bis drei Einheiten pro Woche mit mindestens einem Tag Abstand. Wer mehr möchte, erhöht nicht die Häufigkeit, sondern die Schwierigkeit der einzelnen Übungen.

Warum viele nach drei Wochen aufhören

Der Verlauf ist so regelmäßig, dass er sich vorhersagen lässt: zwei Wochen Begeisterung, in der dritten ein verpasster Termin, in der vierten das schlechte Gewissen — und dann nichts mehr. Fast immer stecken dieselben drei Ursachen dahinter.

  • Die Portion war zu groß. Wer mit fünf Einheiten pro Woche startet, hört nach drei Wochen auf. Zwei Termine, die stattfinden, sind besser als fünf, die geplant waren.
  • Kein sichtbarer Fortschritt. Ohne Notizen bleibt der Eindruck, es bewege sich nichts. Ein Zettel mit Datum, Übung und Wiederholungen genügt und wirkt erstaunlich zuverlässig.
  • Der verpasste Termin wird zum Ausstieg. Ein ausgefallenes Training ist normal. Die Regel, die hilft: nie zweimal hintereinander auslassen.

Und ein Wort zur Erwartung: In den ersten Wochen verändert sich vor allem die Ansteuerung der Muskulatur — die Übungen fühlen sich leichter an, ohne dass äußerlich viel passiert. Sichtbare Veränderungen brauchen Monate, nicht Wochen. Wer das weiß, hört an genau der Stelle nicht auf, an der es anfängt zu wirken.

Vor dem Einstieg ärztlich klären sollten das alle mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Gelenk- oder Rückenbeschwerden sowie alle nach längerer Trainingspause, nach Operationen und in der Schwangerschaft. Training ohne Geräte wirkt harmlos, weil kein Gewicht im Spiel ist — die Belastung auf Handgelenke, Schultern und Wirbelsäule ist bei Stützübungen aber erheblich. Bei Schmerzen während einer Übung wird abgebrochen, nicht durchgehalten.
Ulrich Pötter
Mein Expertenrat aus über 20 Jahren Praxis: Mein Rat aus der Praxis: Lassen Sie die Matte liegen. Das klingt banal, entscheidet aber häufiger über das Dranbleiben als jeder Trainingsplan — jeder Handgriff, der vor dem Training nötig ist, senkt die Wahrscheinlichkeit, dass es stattfindet. Und lassen Sie die Zugbewegung nicht aus, auch wenn sie ohne Stange umständlich ist. Ich sehe seit Jahren dieselbe Entwicklung bei Heimtrainierenden: kräftige Brust, runde Schultern, schwacher oberer Rücken. Das Handtuch an der Türklinke ist keine elegante Lösung, aber es verhindert genau diese Schieflage.

Fazit

Training ohne Geräte braucht weder Studio noch Ausrüstung, sondern zwei Quadratmeter, einen festen Termin und eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob die Zugbewegung im Plan steht. Beine, Rumpf und Drückmuskulatur lassen sich über Jahre allein mit dem eigenen Gewicht fordern; für den Rücken genügt ein Handtuch an der Türklinke. Wer zusätzlich die kleinen Widerstände beseitigt — Matte liegen lassen, ruhige Übungsvarianten für die Nachbarn, ein Zettel für den Fortschritt —, kommt über die dritte Woche hinaus. Und genau dort fängt die Wirkung erst an.

Häufige Fragen

Kann man ohne Geräte wirklich Muskeln aufbauen?

In den ersten Monaten und für den Erhalt reicht das eigene Körpergewicht aus, sofern die Übungen konsequent schwerer werden. Grenzen entstehen erst im Bereich der Maximalkraft, weil sich der Widerstand nicht beliebig steigern lässt.

Welche Muskelgruppe kommt beim Training ohne Geräte zu kurz?

Der Rücken und die hintere Schulter, weil sich Zugbewegungen am Boden kaum nachbilden lassen. Abhilfe schaffen Handtuchrudern an einer geschlossenen Tür oder ein Ruderzug unter einem stabilen Tisch.

Wie viel Platz braucht man für Training zu Hause?

Etwa zwei Quadratmeter — Sie sollten sich der Länge nach ausstrecken und die Arme seitlich abspreizen können. Wichtiger als die Fläche ist ein rutschfester Untergrund.

Wie oft sollte man ohne Geräte trainieren?

Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit mindestens einem Tag Abstand. Wer mehr erreichen möchte, steigert nicht die Häufigkeit, sondern die Schwierigkeit der Übungen.

Braucht man Schuhe beim Training in der Wohnung?

Für die meisten Übungen genügen Socken oder bloße Füße auf einer Matte. Bei Sprüngen und auf rutschigem Untergrund sind Schuhe die sichere Wahl.

Warum hören viele nach wenigen Wochen wieder auf?

Meist aus drei Gründen: Die geplante Portion war zu groß, der Fortschritt blieb unsichtbar, und ein einzelner verpasster Termin wurde zum Ausstieg. Zwei realistische Termine pro Woche, ein Notizzettel und die Regel „nie zweimal hintereinander auslassen" fangen das ab.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia – Eigengewichtsübung: Definition und Varianten
  2. Wikipedia – Krafttraining: Grundlagen der Belastungssteuerung
  3. DocCheck Flexikon – Krafttraining: medizinische Einordnung
  4. Wikipedia – Liegestütz: Ausführung und Varianten
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

Sicher und bequem bezahlen
Bezahlmethode PayPal
Bezahlmethode Sepa
Bezahlmethode Klarna
Noch Fragen? Unsere E-Mail Adresse
ZFU-Zulassung Nr. 7387521 – Massage-Ausbildung
ZFU-Zulassung Nr. 7387621 – Fitness-Ausbildung

Google Bewertung
4.9

Basierend auf 1353 Bewertungen

WellnessInPerfektion WIP GmbH
4.9
1353 Rezensionen
Profilbild von Selina Siemens
in der letzten Woche
Super Seminar (Einführungsseminar geprüfter Fitnesscoach) 😊 sehr interessant gestaltet, sympathischer kompetenter Trainer 👍 Hat echt Spaß gemacht
Selina Siemens
Profilbild von Steffi Borgmann
in der letzten Woche
Das Webinar war wirklich sehr interessant und überhaupt nicht langweilig. Ich habe viel gelernt und eine Menge hilfreicher Informationen mitgenommen. Besonders toll fand ich, dass mir ein Stück weit die Angst vor der Prüfung genommen wurde, weil ich jetzt viel besser weiß, was ich lernen muss und worauf es ankommt. Ein großes Lob an Ralf! Er erklärt alles super verständlich, sympathisch und praxisnah. Man merkt, dass er weiß, wovon er spricht, und es macht Spaß, ihm zuzuhören. Vielen lieben Dank für das tolle Webinar und die vielen hilfreichen Tipps! 😊 Liebe Grüße aus dem schönen NRW! ❤️ Steffi B.
Steffi Borgmann
Profilbild von Dora “Dorybe” Kalkbrenner
in der letzten Woche
Mega freundliche Leute, sehr gute Aussprache , gut erklärt die Themen .... Mega, danke Euch für schöne Lernstunden!!!
Dora “Dorybe” Kalkbrenner
Profilbild von Natalie Vollmer
in der letzten Woche
Ralle hat alles super erklärt und ist auf alles eingegangen. Kann ich zu 100% weiterempfehlen
Natalie Vollmer
Profilbild von Christina Weiß
in der letzten Woche
Vielen Dank ans Team ! Bin super zufrieden mit der Ausbildung und den online Kursen. Anschaulich erklärt und super auf die Prüfung vorbereitet.
Christina Weiß
Profilbild von Jessika Elling
vor 3 Wochen
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
Profilbild von Micha Friese
vor 3 Wochen
Live Online Schulung Für Fachpraktiker Massage. Sehr professionell und kurzweilig. Theorie und Praxis wurden sehr gut erklärt. Es wurde auf alle Fragen eingegangen. Freue mich schon auf das Präsenzseminar. Gruss vom Bodensee....
Micha Friese
Profilbild von Andre Stix
vor 2 Monaten
Absolut empfehlenswert – eine tolle Erfahrung! Ich habe hier meine Ausbildung zum Fachpraktiker/in für Massage, Wellness & Prävention absolviert und bin einfach nur begeistert. Schon die Online-Vorbereitung war klasse: Super strukturiert, und alle Inhalte zu den einzelnen Massagen standen vorab perfekt zur Verfügung. ​Die 4 Präsenztage vor Ort in Berlin waren dann das absolute Highlight. Unglaublich informativ, mit ganz viel praktischer Anwendung und direkter Hilfestellung. Ein riesiges Dankeschön an Diana für die tolle Durchführung! Sie hatte wirklich immer ein offenes Ohr für uns und hat uns die besten Tipps und Tricks aus der Praxis gezeigt. Auch an Ulli ein großes Danke für die tolle und reibungslose Vorbereitung der Kurse. ​Ihr seid ein tolles Team, es war eine wunderschöne Zeit und eine großartige Erfahrung für mich. Macht weiter so!
Andre Stix
Profilbild von Heike Regenberg
vor 2 Monaten
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab