23. Dezember 2015
Lesezeit ca. 6 Min.

Die Abnutzung der Knochen gehört mit zu den typischen Alterserscheinungen des menschlichen Körpers. Bereits bei jedem zweiten Deutschen ab dem 35. Lebensjahr treten Symptome auf, ab 60 Jahren ist fast jeder von den Verschleißerscheinungen betroffen. Die Arthrose zeigt sich vor allem an den Händen und der Hüfte oder verursacht Schmerzen in den Finger- und Schultergelenken. Der Knorpel der Knochen ist zuständig für die reibungslose Gelenkbewegung, er dient sozusagen als Gleitmittel. Bei einer Arthrose kann er den Kräften, welche die Gelenke belasten, nicht mehr standhalten. Nicht immer ist es dem Betroffenen bewusst, dass die Krankheit sich anschleicht, da Arthrose nicht unbedingt sofort zu Schmerzen führt. Anlaufschmerz, unbequemes Sitzen oder Mühe beim Aufstehen können die ersten Anzeichen sein. Wie auch immer die Symptome sind, ein Arztbesuch ist unumgänglich.

Steht die Diagnose fest, kann der Abbau des Knorpelgewebes zwar nicht gestoppt werden, aber das Fortschreiten der Krankheit kann verlangsamt werden, wenn der Patient aktiv mit hilft. Neben der medikamentösen Behandlung ist die Ganzkörpermassage eine bewährte Therapie. Sie fördert die Durchblutung und die Beweglichkeit der entsprechenden Gelenke.

Ursachen der Arthrose

Bei einer Arthrose ist das Gleichgewicht zwischen Abnutzung und Erneuerung der Knorpel gestört, der Abbau geht schneller voran als der notwendige Aufbau. Resultat ist ein steigender Verlust der Gelenkknorpel. Die Hauptursache einer Hüftgelenksarthrose sind in 75 Prozent der Fälle mechanischen Ursprungs. Risikofaktoren sind Übergewicht, welches den Schmerz verstärkt oder eine mechanische Fehlbelastung. Genetische Einflüsse wie eine vererbte Aufbaustörung oder die Qualität der Knorpel können eine Arthrose verstärken. Es wird unterschieden zwischen:

  • mechanischen Ursachen wie z.B. Hüftdysplasie
  • Störungen der Durchblutung
  • entzündlichen Ursachen

Therapien

Wird per Röntgenbild oder Kernspintomographie eine Arthrose festgestellt, heißt es, schnell zu therapieren. Medikamente und Therapien können die Heilung fördern oder zumindest das Fortschreiten der Krankheit verhindern. In vielen Fällen ist der Einsatz von Schmerzmitteln unumgänglich. Das schwächste Medikament ist Paracetamol gegen leichte Schmerzen. Für stärkere Arthroseschmerzen werden Diclophenac, Naproxen oder Ibuprofen angewandt. Sie hemmen bestimmte Enzyme und unterdrücken die körpereigene Produktion von Entzündungs- und Schmerzstoffen. Teilweise wird die Einnahme von Wirkstoff-Kombinationen empfohlen. Natürliche Extrakte aus der Teufelskralle, Brennesselblätter oder Weidenrinde beeinflussen die Schmerzen positiv.

Im schlimmsten Falle helfen so genannte Opioide, allerdings bewirken sie nur bei etwa 50 Prozent der Betroffenen eine Schmerzerleichterung. Zudem haben sie Nebenwirkungen wie Erbrechen, Übelkeit, Juckreiz oder Verstopfung. Wer rechtzeitig die Anzeichen einer Arthrose erkennt, kann diese im Vorfeld durch Reduzierung seines Körpergewichts, Bewegungstherapie und regelmäßige Ganzkörpermassage die Krankheit zum Stillstand bringen.

Mit Ganzkörpermassage gegen Arthrose vorbeugen

Arthrose kommt oft schleichend, in vielen Fällen wissen die Betroffenen nicht, was die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit verursacht. Oftmals treten Schmerzen erst später auf, wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist. Eine Eigendiagnose ist unmöglich, egal, wie die Symptome sind: Sicherheit verschafft nur ein Besuch beim Arzt. Nicht immer ist eine Arthrose die Ursache der Beschwerden. Doch wenn sie es ist, gilt es, sofort zu handeln, die aktive Mithilfe des Patienten ist gefragt. Durch die Knorpelrückbildung kommt es zu einer Unordnung im Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Faszien. Die Nervenenden sind irritiert und verursachen den Schmerz, die Fähigkeit zur Entspannung fehlt und führt auf Dauer zur Verkürzung der betroffenen Fasern. Wer auf seinen Körper achtet, sich regelmäßig bewegt, sich ab und zu eine Ganzkörpermassage gönnt und auf sein Gewicht achtet, kann den Alterserscheinungen vorbeugen.

Tuina-Massage

Eine Ganzkörpermassage, welche bei Arthrose-Symptomen angeboten wird, ist die Tuina-Massage, die traditionelle chinesische Massage. Dieser ist Bestandteil der traditionellen Medizin und wird an den betroffenen Körperstellen manuell angewendet. Durch verschiedene Griffe wird ein therapeutischer Effekt erzielt. Die Tuina-Therapie kann eine Zirkulationsstörung wieder in Ordnung bringen, sie beruht auf der Harmonisierung von Ying und Yang. Die Schmerzen lassen sich lindern, Krankheiten sogar heilen. Diese Massageart wird insbesondere bei Kniegelenks- und Hüftgelenksarthrosen angewendet.

Energy Balance Massage

Nach der klassischen Massage und weiteren asiatischen Formen der pflegenden und heilenden Berührung wie Tuina-, Thai- und Shiatsu-Massage wird mittlerweile auch eine afrikanische Version angewendet. Die Khanya Energy Balance Methode vitalisiert den Körper durch die Kombination von Massage und Peeling, tut der Seele gut und pflegt die Haut. Dabei gibt es Rituale, die von der Begrüßungszeremonie über eine Bein- und Fußmassage über eine Ganzkörpermassage bis hin zum Entspannung geht. Mit zur Anwendung gehört ein Ganzkörperpeeling, der Patient erlebt nicht nur eine körperliche Erleichterung, auch die Seele entspannt sich.

Druckmassage

Neue Erkenntnisse zeigen, dass ein Großteil aller Schmerzen durch Triggerpunkte im Bewegungsapparat ausgelöst wird. Diese können überall sitzen, sind per Röntgenbild nicht ausfindig zu machen, lassen sich aber ertasten und behandeln. Die Verhärtung der betroffenen Stelle der Muskeln wird durch eine spezielle Form der Druckmassage gelöst. Die Muskelfasern entspannen sich, verlängern sich, die Durchblutung wird besser, die Schmerzen werden weniger. Das kräftige Drücken auf einen Triggerpunkt erzeugt einen starken Reiz, verhärtete Muskeln entspannen sich und Sauerstoff, Blut sowie Nährstoffe gelangen wieder in die Muskeln.

Zusammenfassung

Die Anzeichen einer Arthrose sind nicht immer eindeutig zu erkennen. Ist die Krankheit diagnostiziert, können regelmäßige Therapien oder Massageanwendungen für bessere Durchblutung sorgen und förderlich sein für den Knorpelaufbau. Ziel einer Behandlung ist es, die Arthrose durch Entlastung und Schonung zu beruhigen. Wie in vielen Fällen ist auch hier vorbeugen besser als heilen. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten, ist der Einsatz eines künstlichen Gelenks unumgänglich. Nach einer Operation helfen verschiedene Sportarten in Verbindung mit immer wiederkehrender Ganzkörpermassage bei der Genesung.

Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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