16. Januar 2023
Lesezeit ca. 16 Min.

Lebensmittelunverträglichkeiten liegen vor, wenn der Körper bestimmte Nahrungsbestandteile nicht richtig verarbeiten kann und mit Beschwerden reagiert. Im Unterschied zu einer Allergie ist dabei meist nicht das Immunsystem beteiligt, sondern fehlende Enzyme oder eine gestörte Aufnahme im Darm. Welche Arten es gibt, welche Symptome typisch sind und was Sie tun können, erfahren Sie in diesem Beitrag – die Diagnose gehört jedoch immer in ärztliche Hand.

Key Facts – Lebensmittelunverträglichkeiten

  • Definition: Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel, meist ohne Beteiligung des Immunsystems.
  • Häufige Formen: Laktose-, Histamin-, Fructose- und Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).
  • Typische Symptome: Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Völlegefühl, teils Kopfschmerzen und Erschöpfung.
  • Abgrenzung Allergie: Bei der Allergie reagiert das Immunsystem sofort – schon Kleinstmengen können auslösen.
  • Diagnose: Nur ärztlich (Atem-, Blut-, Gentests, Biopsie) – nicht anhand von Symptomen allein.
  • Wichtig: Verzicht oder Eliminationsdiät nur mit fachlicher Begleitung umsetzen.

Was ist eine Lebensmittelunverträglichkeit?

Nahrungsmittelintoleranzen sind insgesamt Unverträglichkeiten gegenüber bestimmter Nahrungsmittelbestandteile. Man spricht hier auch von Nahrungsunverträglichkeiten, weil die betreffende Person eben ausgewählte Inhalte in der Ernährung nicht verträgt. Der Körper kann hierbei mit unterschiedlichen Symptomen reagieren, die mehr oder weniger stark ausfallen und den Betroffenen dazu veranlassen, entweder den Konsum der entsprechenden Produkte einzuschränken oder aber eine komplette Ernährungsumstellung zu betreiben.

Wie zeigt sich eine Lebensmittelunverträglichkeit?

Die Symptome für eine Lebensmittelunverträglichkeit sind meist am Anfang unterschiedliche Arten von Verdauungsbeschwerden. Gerade Durchfall und Blähungen, ein allgemeines Völlegefühl und Bauchkrämpfe sowie Sodbrennen wären typische Lebensmittelintoleranz Anzeichen. Ferner zeigen sich bei einigen Personen Hautausschläge, Schwindel und Kopfschmerzen mit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit und einer allgemeinen Erschöpfung. Die Symptome der Lebensmittelunverträglichkeit sind dabei abhängig von der Menge der aufgenommenen Produkte und werden, durch die vielen möglichen Formen der Warnsignale, oft erst spät der Ernährung zugeschrieben.

Wann zeigen sich Symptome bei Lebensmittelunverträglichkeiten?

Die ersten Anzeichen treten für gewöhnlich unmittelbar nach der Einnahme der Lebensmittel auf, teilweise aber auch erst einige Stunden später. Nur selten bis gar nicht kommt es zu Symptomen, die sehr stark zeitversetzt beginnen, da dann meist schon der Verdauungsprozess begonnen hat.

Wie kommt es zu einer Lebensmittelunverträglichkeit?

Es gibt zahlreiche Ursachen wie den heutigen Lebenswandel mit der ungesunden Ernährung, aber auch Stress, die belastenden Umwelteinflüsse und bei manchen Personen ein nicht vorhandenes Enzym, dass die Bestandteile in der Nahrung passend verwerten kann. Ferner könnten Schäden an den Dünndarmwänden für eine vermehrte Schadstoffansammlung im Blut sorgen und so zu Lebensmittelintoleranzen beitragen.

Bedeutet Lebensmittelunverträglichkeit auch Lebensmittelallergie?

Nein, tatsächlich sind hier Abgrenzungen zu finden. Von einer Lebensmittelallergie wird gesprochen, wenn es durch die Zufuhr bestimmter Lebensmittel zu einer sofortigen Immunreaktion des Körpers kommt. In diesem Fall können auch schon Kleinstmengen Auslöser sein – etwa bei Nüssen oder Muscheln. Anders als bei Nahrungsmittelintoleranzen, bei denen gegebenenfalls die Aufnahme kleiner Mengen der betreffenden Produkte vom Organismus toleriert werden, sind bei Allergien die auslösenden Lebensmittel komplett zu meiden.

Symptome für Lebensmittelallergien werden oft nicht sofort der Ernährung als Ursache zugeordnet. Folgende Anzeichen können Hinweise auf eine Allergie sein:

  • Schwellung und Juckreiz im Bereich von Mund, Zunge und Rachen
  • Durchfall, Erbrechen und Blähungen
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • verstopfte Nase und Asthma
  • Ekzeme auf der Haut
  • juckende, gerötete Augen und Lichtempfindlichkeit
  • Fieber und Arthritis
  • Anaphylaktischer Schock

Das heißt, Nahrungsmittelintoleranzen sind Unverträglichkeiten gegenüber bestimmter Nahrungsmittelbestandteile. Auch Nahrungsmittelallergien sind Formen von Intoleranzen, allerdings ist hier mit einer unmittelbaren Immunreaktion des Körpers zu rechnen.

Welche Lebensmittelunverträglichkeiten gibt es?

Es finden sich unterschiedliche Intoleranzen gegenüber bestimmten Lebensmitteln, darunter die Laktose-Intoleranz, Glutenunverträglichkeit, Fructose- oder auch Histaminintoleranz.

Verschiedene Lebensmittel, die häufig Unverträglichkeiten auslösen, auf einem Tisch
© Jana Behr - stock.adobe.com

Wir möchten Ihnen diese nachfolgend kurz vorstellen.

1. Laktoseintoleranz

Hierbei handelt es sich um eine Milchzuckerunverträglichkeit des Organismus.

Allgemeines Krankheitsbild

Milch und Milchprodukte enthalten Laktose, also Milchzucker. Um Laktose zu verdauen, wird das Enzym Laktase benötigt, das die aufgenommene Laktose in ihre Bestandteile zerlegt. Aus dem Zweifachzucker (Disaccharid) Laktose entstehen auf diese Weise die beiden Einfachzucker (Monosaccharide) Glukose und Galaktose, die über die Dünndarmschleimhaut resorbiert und vom Organismus als Energiequellen genutzt werden können – so gestalten sich die Abläufe bei gesunden Menschen. Besteht nun aber ein Mangel an Laktase, so kann die aufgenommene Laktose nicht aufgespalten und vom Organismus resorbiert werden. Der Mangel des Enzyms Laktase kann entweder angeboren sein oder auch erst mit der Zeit entstehen. Egal aber, worin die Ursache liegt: Laktose gelangt beim Fehlen von Laktase ungespalten bis in den Dickdarm. Dort beginnen dann die dort angesiedelten Bakterien mit dem Abbau, wobei als Nebenprodukte unter anderem Gase wie Kohlenstoffdioxid oder Methan und verschiedene Säuren entstehen. Diese sind ursächlich für die Beschwerden, die meist schon kurz nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln auftreten.

Eine Laktoseintoleranz entwickelt sich meist im Jugend- oder Erwachsenenalter, bei Kindern unter fünf Jahren hingegen ist sie sehr selten. In Europa leiden etwa 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung an Milchzuckerunverträglichkeit.

Symptome

Menschen, die Laktose nicht auf gesunde Weise verstoffwechseln können, klagen häufig über Magen-Darm-Beschwerden. Aber auch weniger typische Anzeichen können auf eine Laktoseunverträglichkeit hindeuten. Leitsymptome sind:

  • Blähbauch, Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Völlegefühl
  • Übelkeit, Erbrechen

Behandlungsmöglichkeit

Wichtigste Maßnahme bei einer diagnostizierten Laktoseunverträglichkeit ist es, die Ernährung auf ein verträgliches Maß an laktosehaltigen Produkten umzustellen. Das kann entweder eine komplette Streichung von Laktose aus dem Speiselan oder aber eine bewusste Zufuhr bestimmter Höchstmengen bedeuten. Menschen, die Laktose bis zu einer individuellen Grenze (= individuelle Laktosetoleranzschwelle) noch gut und beschwerdefrei verstoffwechseln können, müssen für sich selbst herausfinden, wie viel Milchzucker ihnen in ihrer Ernährung guttut. Ein kompletter Verzicht ist in diesen Fällen nicht notwendig.

2. Histaminunverträglichkeit

Bei der Histaminunverträglichkeit geht es um eine Intoleranz gegenüber dem Botenstoff Histamin.

Allgemeines Krankheitsbild

Histamin ist einerseits ein Botenstoff, der im Körper gebildet und bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird. Darüber hinaus wird Histamin aber auch über die Nahrung aufgenommen, da es in vielen Lebensmitteln zu finden ist. Menschen mit einer Histaminintoleranz weisen eine entsprechende Maldigestion auf, da bei ihnen Histamin als Nahrungsbestandteil im Verlauf der Verdauungsprozesse nicht in ausreichendem Maße aufgespalten wird. Die Ursache dafür ist einerseits ein Mangel der für die Spaltung notwenigen Enzyme im Darm, andererseits kommt es aufgrund dieses Enzymmangels im Körper zu einer pseudoallergischen Reaktion. Eine Unverträglichkeit gegenüber dem körpereigenen sowie dem über die Nahrung zugeführten Histamin entsteht und äußert sich in vielfältigen Symptomen, die über die typischen Magen-Darm-Beschwerden einer Lebensmittelunverträglichkeit hinausgehen. Die Auswirkungen können denen einer Allergie ähneln und für Betroffene schlimmstenfalls einen allergischen Schock hervorrufen und damit potenziell lebensbedrohlich sein. Menschen mit Histaminintoleranz können schon durch die Aufnahme kleinster Mengen deutliche Beschwerden entwickeln. Wird dem Körper zu viel Histamin zugeführt kann es selbst bei gesunden Menschen ohne Unverträglichkeit nach einer entsprechenden Mahlzeit zu den typischen Anzeichen einer Histaminintoleranz kommen.

Symptome

Es gibt viele Symptome die sich auf den Atmungstrakt, den Magen-Darm-Bereich, das zentrale Nervensystem, die Haut, die Geschlechtsorgane oder das Herz-Kreislauf-System beziehen. Hauptsächlich zeigen sich dabei:

  • Asthma, Husten, Fließschnupfen
  • verstopfte Nase, Juckreiz der Nase, Niesen
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Wassereinlagerungen (Angioödeme)
  • Flush (Hitzewallung mit Hautrötung), Juckreiz
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Schwindel, Erschöpfung
  • Herzrhythmusstörungen, Kreislauf-Kollaps (anaphylaktischer Schock)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Daueraufmerksamkeit (Vigilanz)
  • Bauchkrämpfe, Sodbrennen, Durchfall, geblähter Bauch

Behandlungsmöglichkeit

Die Behandlung einer Histaminintoleranz beziehungsweise die Umstellung auf eine angepasst histaminarme oder -freie Ernährung orientiert sich zunächst an drei Phasen, die dem Vorgehen bei einer Fruktosemalabsorption ähneln. In dieser Zeit wird den Betroffenen empfohlen, ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch zu führen, um die Ergebnisse am Ende genauer auswerten und für eine ideale und individuelle Ernährungsplanung nutzen zu können – begleitet werden sie in diesen Schritten idealerweise von einer Ernährungsfachkraft oder dem behandelnden Arzt.

3. Fructoseintoleranz

Die Fructoseintoleranz beschreibt insgesamt eine Unverträglichkeit gegenüber Fructose, bei der Intoleranz im Gegensatz zur Malabsorption auch gegenüber Saccharose.

Allgemeines Krankheitsbild

Eine Fruktoseintoleranz (auch „hereditäre Fruktoseintoleranz“) ist eine seltene angeborene Stoffwechselstörung, die in der Regel bereits im Säuglingsalter bei der Einführung von Beikost auffällt. Ursache ist ein genetisch bedingter Enzymdefekt, der dazu führt, dass sowohl Fruktose als auch Saccharose nicht vertragen werden. Saccharose wird im Rahmen der Verdauungsvorgänge im Dünndarm in Glukose und Fruktose aufgespalten, weshalb Betroffene in ihrer Ernährung nicht nur auf Fruktose allein, sondern eben auch auf den Zweifachzucker Saccharose verzichten sollen.

Symptome

Die Anzeichen, die auf eine Fruktoseintoleranz hinweisen können, ähneln denen einer Laktoseintoleranz. Auch hier treten in erster Linie Verdauungsbeschwerden auf wie etwa

  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Völlegefühl, Übelkeit
  • Blähungen
  • weicher Stuhl / Durchfall

Darüber hinaus kann es auch zu Einschränkungen in anderen physiologischen Bereichen sowie in der geistigen Leistungsfähigkeit kommen. Betroffene leiden zum Beispiel unter

  • Kopfschmerzen
  • schwachem Immunsystem / höherer Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Unruhe
  • depressiver Stimmung.

Behandlungsmöglichkeit

Der komplette Verzicht auf Saccharose und Fructose ist hier eine der wenigen, langfristig erfolgreichen Therapieansätze.

4. Glutenunverträglichkeit

Auch hier lässt sich vereinfacht sagen, dass eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten innerhalb der Nahrung vorliegt.

Allgemeines Krankheitsbild

Betroffene können bestimmte Bestandteile des Glutens in ihrem Organismus nicht verarbeiten. Ursache sind krankhafte Veränderungen in der Dünndarmschleimhaut, die eine Malabsorption zur Folge haben. Bei einer Zöliakie handelt es sich aber nicht um eine typische Intoleranz, sondern vielmehr um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die auf einer chronischen Erkrankung des Darms beruht.

Glutenunverträglichkeit trat lange Zeit vorwiegend bei Kindern auf, während Erwachsene nur selten betroffen waren. Heute hat sich die Autoimmunerkrankung weiterentwickelt und in ihrer Verbreitung zugenommen, so dass Zöliakie einerseits im Kindesalter, andererseits aber auch vermehrt zwischen dem zwanzigsten und fünfzigsten Lebensjahr diagnostiziert wird. Rund 20 Prozent der Erstdiagnosen erfolgen sogar noch in der Altersgruppe „60 plus“. Wird bei Vorliegen dieser Erkrankung Gluten über die Nahrung aufgenommen, reagiert der Organismus darauf mit wiederkehrenden Entzündungen in der Darmschleimhaut.

Symptome

Die häufigsten Symptome bei Glutenunverträglichkeit sind nachfolgend aufgelistet. Das wiederkehrende Auftreten eines oder mehrerer dieser Anzeichen sollten Anlass geben, mit der Frage nach einer möglicherweise vorliegenden Zöliakie einen Arzt aufzusuchen:

  • Durchfall oder Verstopfung
  • Blähungen und Völlegefühl
  • Bauchschmerzen oder -krämpfe
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Müdigkeit
  • depressive Stimmung
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Veränderungen des Hautbildes
  • Gewichtsverlust

Behandlungsmöglichkeit

Die einzige Behandlungs- beziehungsweise Therapiemöglichkeit bei diagnostizierter Zöliakie ist für die Betroffenen die Umsetzung einer komplett glutenfreien Ernährungsweise, da selbst Kleinstmengen des Kleber-eiweißes Symptome auslösen und den Darm schädigen können. Eine derartige Diät muss streng befolgt und lebenslang eingehalten werden. Diese drastische Maßnahme setzt umso zwingender voraus, dass eine gesicherte Diagnose für eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, da sich Betroffene in ihren Essgewohnheiten meist ganz neu orientieren und hinsichtlich der Lebensmittelauswahl stark einschränken müssen.

Was tun bei Lebensmittelunverträglichkeiten?

Bei einer festgestellten Lebensmittelunverträglichkeit kommt es dann darauf an, gemeinsam mit den Klienten herauszufinden, wo deren individuelle Verträglichkeitsschwellen liegen. Manche Menschen vertragen weiterhin kleine Mengen der jeweiligen Stoffe, andere müssen für ihr Wohlbefinden gänzlich darauf verzichten. Die Grenze, bis zu der etwa Laktose in der täglichen Ernährung vorkommen darf ist also individuell und kann nicht pauschal bestimmt werden. Gerade deshalb ist die Zusammenarbeit mit Ernährungsfachkräften in diesem Zusammenhang sehr wichtig, denn sobald die persönliche Schwelle ausgelotet wurde, können die Betroffenen ihre Ernährungsweise bedarfsgerecht und ohne unnötigen Verzicht neu aufstellen.

Können Unverträglichkeiten plötzlich auftreten?

Ja, denn nicht alle Intoleranzen sind angeboren. Mitunter entstehen sie auch durch eine Schädigung der Schleimhäute im Bereich der Dünndarmwände und setzen unverhofft ein. Dies äußerst sich, indem der Betroffene ganz plötzlich Lebensmittel, die ihm nie Probleme bereitet haben, nicht mehr verträgt.

Wo kann ich mich auf Lebensmittelunverträglichkeiten testen lassen?

Um Nahrungsmittelunverträglichkeiten festzustellen, sind verschiedene medizinische Tests wie Biopsien von der Dünndarmschleimhaut, Blut- und Gentests sowie die Bestimmung vom Zuckerwert notwendig. Erst nach abgeschlossener Diagnose sollten gegebenenfalls die Essgewohnheiten an die neue Situation angepasst werden.

Allein auf der Basis von Symptomen lässt sich keine Aussage über das Vorliegen einer oder mehrerer Unverträglichkeiten machen. Die auftretenden Beschwerden sind in der Regel nicht eindeutig einer bestimmten Intoleranz oder Allergie zuzuordnen.

Wie schütze ich mich vor Lebensmittelunverträglichkeiten?

Damit Sie das Risiko für eine Lebensmittelintoleranz minimieren, gibt es einige Tipps gegen Lebensmittelunverträglichkeiten, die wir Ihnen nennen möchten. Dazu zählen:

  • Verzicht auf Teigwaren, Konservenprodukte oder Fertigwaren
  • Ein geringer Fleischkonsum verbunden mit der vollwertigen Ernährung durch Obst, Gemüse und Fisch
  • Viel Bewegung für einen gesunden Stoffwechsel
  • Ein optimales Stressmanagement
Verarbeitete Fertigprodukte im Supermarktregal als Risikofaktor für Unverträglichkeiten
© bondarillia - stock.adobe.com

Ferner sollten Sie sich mehr mit einer guten Ernährung auseinandersetzen und die Besonderheiten sowie Risiken, die fehlerhaftes Essverhalten mit sich bringt erlernen. Zum Beispiel durch passende Literatur oder auch eine Ausbildung zum Ernährungsberater komplett online.

Insgesamt gelingt es so, die Gefahr für Intoleranzen zu senken. Bei vorliegenden Lebensmittelunverträglichkeiten sollten Sie aber immer einen Arzt aufsuchen und sich gezielt beraten lassen.

Ulrich Pötter

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Unterschätzen Sie nicht, wie ähnlich sich die Symptome verschiedener Unverträglichkeiten sehen – Blähungen und Durchfall passen auf Laktose, Fruktose und Histamin gleichermaßen. Genau deshalb rate ich grundsätzlich von der Selbstdiagnose ab. Lassen Sie zuerst ärztlich abklären, was wirklich vorliegt, und starten Sie eine Eliminationsdiät nur mit fachlicher Begleitung. Ein einfaches Ernährungs- und Beschwerdetagebuch ist dabei das wertvollste Werkzeug, das ich kenne.

Fazit

Lebensmittelunverträglichkeiten sind weit verbreitet und reichen von der Laktose- über die Fructose- und Histaminintoleranz bis zur Glutenunverträglichkeit. Gemeinsam ist ihnen, dass der Körper bestimmte Nahrungsbestandteile nicht richtig verarbeiten kann – im Unterschied zur Allergie meist ohne sofortige Immunreaktion. Die Symptome ähneln sich stark, weshalb eine verlässliche Aussage nur über eine ärztliche Diagnose möglich ist. Eine Ernährungsumstellung oder Eliminationsdiät sollten Sie immer mit fachlicher Begleitung angehen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden und Ihre individuelle Verträglichkeitsschwelle zu finden. Wer sich vertieft mit gesunder Ernährung beschäftigen möchte, findet in einer fundierten Ausbildung das nötige Hintergrundwissen.

Häufige Fragen zu Lebensmittelunverträglichkeiten

Was ist der Unterschied zwischen Lebensmittelunverträglichkeit und Allergie?

Bei einer Unverträglichkeit (Intoleranz) kann der Körper einen Nahrungsbestandteil nicht richtig verarbeiten – meist ohne Beteiligung des Immunsystems, oft werden kleine Mengen toleriert. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem sofort, und schon Kleinstmengen können starke Beschwerden auslösen.

Welche Lebensmittelunverträglichkeiten sind am häufigsten?

Zu den häufigsten Formen zählen die Laktoseintoleranz (Milchzucker), die Fructoseintoleranz, die Histaminunverträglichkeit sowie die Glutenunverträglichkeit beziehungsweise Zöliakie.

Welche Symptome deuten auf eine Lebensmittelunverträglichkeit hin?

Typisch sind Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Völlegefühl. Auch Kopfschmerzen, Hautreaktionen, Schwindel und Erschöpfung können auftreten. Die Beschwerden allein erlauben aber keine sichere Zuordnung.

Wie wird eine Lebensmittelunverträglichkeit festgestellt?

Über medizinische Tests wie Atemtests, Blut- und Gentests, die Bestimmung von Zuckerwerten oder eine Biopsie der Dünndarmschleimhaut. Allein anhand der Symptome lässt sich keine Diagnose stellen – diese gehört in ärztliche Hand.

Können Unverträglichkeiten plötzlich auftreten?

Ja. Nicht alle Intoleranzen sind angeboren. Eine Schädigung der Schleimhäute im Bereich der Dünndarmwände kann dazu führen, dass plötzlich Lebensmittel nicht mehr vertragen werden, die zuvor nie Probleme bereitet haben.

Was kann ich vorbeugend gegen Unverträglichkeiten tun?

Hilfreich sind eine vollwertige Ernährung mit wenig Fertigprodukten, ausreichend Bewegung für einen gesunden Stoffwechsel und ein gutes Stressmanagement. Bestehende Beschwerden sollten Sie aber immer ärztlich abklären lassen.

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

Mehr über Ulrich Pötter & die WIP-Akademie →

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Nahrungsmittelunverträglichkeit – Ursachen, Symptome & Abgrenzung zur Allergie
  2. Wikipedia: Laktoseintoleranz – Milchzuckerunverträglichkeit, Diagnostik & Ernährung
  3. DocCheck Flexikon: Nahrungsmittelunverträglichkeit (medizinisches Fachlexikon)
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Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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