Ursachen, Symptome, Tipps und Therapien gegen Gicht

Die Volkskrankheit Gicht betrifft immer mehr Menschen und schränkt jene in ihrer Alltagsgestaltung erheblich ein. Was als kurzweiliges Symptom beginnt, breitet sich langsam im gesamten Bewegungsapparat aus und kann im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Folgen führen. Allerdings müssen Betroffene die Diagnose nicht tatenlos hinnehmen. Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten, den Verlauf und die Schwere der Krankheit positiv zu beeinflussen. Eine effektive Behandlung ist daraufhin die Massage, welche das Wohlbefinden des Patienten nachhaltig verbessert. Dabei tritt Gicht bereits seit Generationen in Erscheinung, wo die Verbreitung zunächst nur in bestimmten Gesellschaftsschichten geläufig war. 

Gicht – schmerzhafte Erkrankung mit langjähriger Präsenz

Die Urikopathie, auch Gicht genannt, wurde schon vor mehreren Jahrhunderten entdeckt. Damals befiel diese Stoffwechselerkrankung vornehmlich Personen aus den Adelskreisen, weshalb sie anfangs als „Krankheit der Reichen“ galt. Das beruhte auf deren ausschweifendem Lebenswandel mit vielen fetthaltigen Nahrungsmitteln, der die typischen Symptome für Gicht hervorrief.

Im Allgemeinen bezeichnet das Krankheitsbild stets die übermäßige Ansammlung von Harnsäure, kurz HS, im Blutkreislauf und befällt mehr Männer als Frauen. Der Hintergrund von Gicht ist hierbei eine Dysbalance zwischen der Bildung und dem Abtransport der besagten Harnsäure. Somit kommt es zu einer überhöhten Konzentration von HS, deren Ausscheidung wird beeinträchtigt und es bilden sich zunehmend gefährliche Harnsäurekristalle. Letztere sind scharfkantig und lagern sich sowohl in den Gelenken als auch in den inneren Organen, den Schleimbeuteln oder unter der Hautoberfläche an. Aufgrund der spitzen Beschaffenheit verursachen die Kristalle über einen längeren Zeitraum hinweg irreparable Schäden, wenn sie nicht behandelt werden.

So kommt es beispielsweise zu Nierenproblemen, einer hohen Belastung von Herz und Kreislauf sowie einer chronischen Gelenksentzündung. Diese verschlimmert sich ohne Therapie so weit, dass eine Steifheit einsetzt. Da es sich bei Gicht um eine Erkrankung handelt, die primär die Gelenke befällt, wird sie in Fachkreisen meistens auch als Arthritis urica bezeichnet und unterliegt den rheumatischen Beschwerden. Der Verlauf und die Entstehung sind im Zuge dessen unterschiedlich, denn Gicht kann aus den verschiedensten Gründen auftreten.

Indikatoren für Gicht – schleichende Krankheit wechselnden Ursprungs

Die Gicht ist schon lange kein Krankheitsbild mehr, welches ausschließlich privilegierte Gesellschaften befällt. Zwar kommt die Erkrankung noch immer häufiger in Industrieländern vor, wo die Bevölkerung einen stetigen Zugriff auf Lebensmittel hat, die Zielgruppe wechselte jedoch über die Jahre erheblich. Einst waren eher die älteren Personen von der Gelenkserkrankung betroffen, aber heutzutage ist sie ebenfalls in der jüngeren Altersklasse geläufig. Bei den Auslösern der Krankheit wird aber grundsätzlich zwischen primärer Gicht durch Vererbung oder Gendefekte und sekundärer Gicht aufgrund von anderen Faktoren unterschieden.

Dies sind unter anderem:

  • Zellabbau
  • Stress
  • fette Ernährung
  • Übergewicht
  • Infektionen
  • Diabetes
  • übermäßiger Alkoholgenuss

Normalerweise beginnt die Krankheit damit, Schmerzen an einem Gelenk zu zeigen wie dem großen Zeh, woraufhin andere Gelenke folgen. Das könnte in sämtlichen Körperteilen auftreten, angefangen bei der Hand in Bezug auf Finger und Handgelenk, Fuß, Fußgelenk, Knie, Ellbogen bis zum Knöchel. Besonders riskant ist hierbei, dass Urikopathie somit oftmals viel zu spät entdeckt wird. Die ersten Symptome lassen sich nämlich nur schwer zuordnen und werden von den Patienten vielmals ignoriert. Dadurch kann sich die Harnsäure weiter im Blut einlagern und die entzündlichen Prozesse verschlimmern sich. Teilweise vergeht dann eine lange Zeit, bis die nächsten Beschwerden auftreten, denn Gicht verläuft in Schüben von wechselnder Intensität. Je ausgeprägter die Erkrankung, desto öfter und stärker ist der Gichtanfall.

In der Regel werden Patienten deshalb erst aktiv, wenn ein akuter Schub vorliegt. Er äußert sich durch Übelkeit, Fieber, Schwellungen, eine rötliche Verfärbung der Haut und manchmal auch durch Kopfschmerzen. Mit der Zeit verschlechtern sich die Symptome so sehr, dass der Betroffene mit starken Bewegungseinschränkungen und einer überhöhten Empfindsamkeit der erkrankten Gelenke zu kämpfen hat. Mitunter wird ebenfalls jede Berührung als unangenehm empfunden und es kommt zu einer dauerhaften Schwellung. Eine Behandlung ist in jenem Stadium unumgänglich. Trotz der Notwendigkeit von medikamentösen Therapieansätzen, die bei Gicht-Patienten vorliegt, können die Personen allerdings auch anderweitig gegen die Krankheit vorgehen.

Tisch voll mit Süßigkeiten

Therapie gegen Gicht – gesunder Lebenswandel für mehr Vitalität

Urikopathie ist kein Schicksal, welches die Patienten kompromisslos akzeptieren müssen. Auch wenn sich die Gicht nicht vollständig zurückbilden kann, sind viele Maßnahmen präsent, die den Krankheitsverlauf abschwächen. In Verbindung damit spielt vor allem die Prävention eine tragende Rolle. Je gesünder und aktiver eine Person ihr Leben gestaltet, umso niedriger ist das Risiko für einen Gichtanfall. Zudem unterstützen eine vorbildliche Ernährung und regelmäßiger Sport aber auch bereits Betroffene als begleitende Therapie gegen die Volkskrankheit.

Die Harnsäurekristalle werden als Abbaustoffe von Purinbasen gebildet. Letztere befinden sich in vielen Lebensmitteln, speziell tierischen Ursprungs, weshalb der Konsum fetthaltiger Nahrung oder Fleisch weitestgehend ausbleiben sollte. In Ergänzung dazu wäre ein kontinuierliches Sport-Programm sinnvoll, insofern es auf die Erkrankung abgestimmt wurde. Hier dominiert die Regelmäßigkeit, nicht etwa die Leistungsfähigkeit, denn der Patient muss seine angegriffenen Gelenke kräftigen und mobil halten, nicht übermäßig strapazieren. Außerdem wäre es ratsam, bei einem akuten Gichtanfall den Sport ausfallen zu lassen.

Zusätzliche Optionen, Gicht zu therapieren, sind obendrein Quarkwickel, Krankengymnastik und Kryotherapie. Diese Kälteeinwirkung vermindert den Entzündungsprozess im Körper, sollte jedoch nicht in hohem Maß eingesetzt werden, weil sich auch die Harnsäurekristalle dadurch vermehren.

Selbstverständlich muss jeder Betroffene deshalb vorab ein ausführliches Gespräch mit einem Mediziner führen, um sicherzustellen, dass keine negativen Effekte durch die Maßnahmen auftreten können.

Eine entscheidende Strategie, die sich wiederum in den letzten Jahren bei Gicht bewährt hat, ist die Massage. Sie kann die Patienten bei der Behandlung von Urikopathie unterstützen und zugleich für eine ganzheitliche Verbesserung des Allgemeinzustands sorgen. Im Mittelpunkt stehen hierzu jedoch die korrekte Anwendung und die passende Technik, denn nicht jede Wellnessmassage hat dieselbe Wirkung.

Massage gegen Gicht – wirksame Methode mit Sensibilität

Massagen sind seit Generationen bei sämtlichen Symptomen hilfreich und können den Patienten mehr Gesundheit schenken. Obwohl Gicht-Betroffene oft unter starken Schmerzen, einer hohen Bewegungseinschränkung und Druckempfindlichkeit leiden, lassen sich auch diese Beschwerden durch eine schonende Wellnessmassage verbessern.

Zu Beginn sollte allerdings herausgefunden werden, welche Art der Behandlung für den Patienten am effektivsten wäre. Erst die richtige Technik begünstigt eine positive Reaktion des Bewegungsapparats. So muss die Praktik vornehmlich auf die Zwischenräume und die empfindsamen Reflexzonen ausgerichtet werden.

Gängige Massagen sind daraufhin:

  • die Kräuterstempelmassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Lymphdrainage
  • Marnitz-Massage
Mann mit Gicht in der Hand

Besonders Letztere erweist sich als geschätztes Verfahren gegen den Gichtanfall, weil sich diese Massage auf die Behandlung schmerzempfindlicher Gelenke fokussiert hat. Erfunden von dem Russen Harry Marnitz, einem Masseur und Mediziner, konnte sich diese Therapie innerhalb der Massagen erfolgreich behaupten. Das Prinzip verfolgt die Ansicht, dass jedes Symptom auf vielschichtige Art behandelt werden muss. Dafür sollten auch die Korrespondenzzonen in der Maßnahme eine Stimulation erhalten. Infolgedessen wirkt sich diese Massage auf Muskeln, Gewebe, Nervensystem, Sehnen, Gelenke und innere Organe aus. Ziel ist es, mittels Reflexzonenbehandlung und manueller Therapie für mehr Mobilität sowie eine Schmerzreduktion zu sorgen.

Generell bieten Massagen aber noch einen weiteren positiven Aspekt, die Verbesserung des Gemütszustands. Sie können die innere Gelassenheit fördern, Glücksgefühle freisetzen und eine Tiefenentspannung bewirken. Jene Kriterien verringern einerseits den Gicht-Auslöser Stress und andererseits schenken sie den Patienten neue Energie. Deswegen haben Massagen als Therapie einen hohen Stellenwert in der Bekämpfung von Urikopathie. Dazu muss der ausübende Fachpraktiker aber die nötige Expertise besitzen, um seine Patientengruppe verantwortungsbewusst betreuen zu können. Schließlich unterliegen Massagen bei Gicht einem besonderen Ablauf.

Grundlagen bei Massagen für Gicht – einfühlsam zu mehr Lebensqualität

Ein Gicht-Patient ist überdurchschnittlich empfindlich und erträgt Berührungen teilweise nur unter großen Schmerzen. Daher darf eine Massage keinesfalls ohne Fachkenntnisse über die Erkrankung stattfinden. Im Zentrum steht immer das Wohlergehen des Betroffenen, welches bei Urikopathie nur durch vorsichtige Techniken verbessert werden kann. Folglich muss die Therapie mit kaum spürbarer Intensität zum Einsatz kommen und die vorherrschenden Gelenksentzündungen in Fuß, Hand, Finger sowie anderen Körperteilen integrieren.

Ferner sollte das Aussetzen bei einem Gichtanfall bedacht werden, während ein erfahrener Fachpraktiker ebenfalls auf die Bedürfnisse des Patienten eingeht. Für eine wohltuende Massage ist auch die Abstimmung der Behandlung auf eine eventuelle Medikation sinnvoll, denn die Technik muss den Krankheitsverlauf positiv verändern, was nicht funktioniert, insofern die verschiedenen Therapieansätze sich gegenseitig aufheben.

Meistens versteht sich der Wellnessmasseur hierbei als vertrauenswürdiger Ansprechpartner, der den Patienten auch über die Praktik hinaus betreut. Deswegen liefert er zusätzlich viele hilfreiche Tipps im Kampf gegen Gicht, darunter Ratschläge zur Ernährung, den passenden Sport-Aktivitäten oder wirksamen Methoden für mehr mentale Gelassenheit. Gleichzeitig können einige Übungen zur Selbsthilfe vorgeschlagen werden, die den Betroffenen bei der Behandlung von Gicht einen Mehrwert spenden. Auch wenn ein gewisses Maß an Verantwortungsbewusstsein und Empathie für die Massage vorteilhaft ist, sollte demnach keine Technik ohne professionelle Qualifizierung praktiziert werden. Wer diesbezüglich aber nach einer fortschrittlichen Schulung sucht, findet in der Massage Ausbildung an der SWAV einen optimalen Bildungsweg.

Massage Fortbildung SWAV – durch Expertise zu sanfter Gicht-Behandlung

Eine Massage kann bei Gicht-Patienten äußerst effektiv sein, aber nur wenn sie fachgerecht und einfühlsam absolviert wird. Dafür muss eine Zertifizierung erworben werden, welche die Fachqualität bestätigt und dem Therapeuten all das Wissen vermittelt, dass für die Therapie gegen Urikopathie benötigt wird. Die SWAV bietet dazu eine kompakte Schulung mit ausgeprägtem Praxis-Abschnitt und umfassenden Theorie-Einheiten, in der die Absolventen erfahren, wie sich eine erholsame Technik anwenden lässt.

Innerhalb kürzester Zeit werden die zentralen Themen in stressfreier Form behandelt, wobei die SWAV größten Wert auf ein hohes Bildungsniveau und die Individualität der Schüler legt. Ergänzende Inhalte zu Existenzgründung oder Berufskunde ebnen nebenher einen reibungslosen Start in die Jobbranche. Bezogen auf eine Behandlung von Urikopathie erfahren die Absolventen:

  • welche Massagen wirksam sind
  • wie der Patient die Therapie unterstützen kann
  • welche Intervalle und Intensitäten sinnvoll sind
  • grundlegende Erkenntnisse zu der Erkrankung
  • Vorsichtsmaßnahmen

Sobald eine solche Kernkompetenz vorliegt, ist die Behandlung von Betroffenen gestattet. Dann zeigt sich, dass eine tiefenwirksame, sanfte Massage zusammen mit anderen Verfahren eine gewinnbringende Therapie gegen Gicht ist, die den Patienten zu mehr psychischer sowie physischer Vitalität verhilft.       

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