02. Dezember 2016
Lesezeit ca. 16 Min.

Sling Training – auch Schlingen- oder Suspension-Training genannt – ist eine der spannendsten Formen des funktionellen Fitnesstrainings: Sie arbeiten ausschließlich mit Ihrem eigenen Körpergewicht an zwei höhenverstellbaren Schlingen. Die instabile Aufhängung fordert Rumpf-, Tiefen- und Stützmuskulatur gleichzeitig und kann Kraft, Rumpfstabilität, Koordination und Beweglichkeit fördern – ortsunabhängig, gelenkschonend und für nahezu jedes Leistungsniveau skalierbar.

Key Facts – Sling Training

  • Prinzip: Training mit dem eigenen Körpergewicht an zwei Schlingen; der Widerstand entsteht über den Körperwinkel zur Aufhängung.
  • Wirkung: kann Kraft, Rumpfstabilität, Koordination und Beweglichkeit fördern – durch die instabile Aufhängung arbeitet die Tiefenmuskulatur ständig mit.
  • Herkunft: vom norwegischen Physiotherapeuten Gitle Kirkesola entwickelt (ab 1991), im Freizeitsport durch das TRX-Prinzip populär geworden.
  • Ausrüstung: ein Schlingentrainer plus ein stabiler Fixpunkt (Deckenhaken, Türanker, Reck, tragfähiger Ast) – minimales Packmaß.
  • Für wen: von Einsteigern bis Leistungssportlern skalierbar; Intensität stufenlos über den Standwinkel regulierbar.
  • Sicherheit: sichere Befestigung, saubere Technik und langsame Steigerung sind Pflicht; bei Vorerkrankungen vorab ärztliche Rücksprache.

Was ist Sling Training?

Neben dem klassischen Training mit Hanteln, an Maschinen und an Cardio-Geräten erobern immer mehr alternative Trainingsformen den Fitnesssektor. Eine besonders interessante Variante des funktionellen Trainings, die Sie als angehende Fitnesstrainerin oder angehender Fitnesstrainer kennen sollten, ist das Sling Training. Wie der Name andeutet, handelt es sich um eine Trainingsmethode, die mit Hilfe eines Schlingensystems ausgeführt wird.

Der Trainingswiderstand wird dabei allein durch das eigene Körpergewicht und die Nutzung unterschiedlicher Belastungswinkel erzeugt. Sie hängen sich – je nach Übung mit den Armen oder Beinen – in zwei Schlingen ein und verändern über Ihre Fußposition, wie viel Ihres Gewichts Sie tragen. Je weiter Sie unter den Fixpunkt treten, desto anspruchsvoller wird die Übung. So lässt sich dieselbe Bewegung vom sanften Einstieg bis zur intensiven Belastung feinjustieren, ohne dass Sie Gewichte wechseln müssten.

Entwickelt wurde das Sling Training ursprünglich vom norwegischen Physiotherapeuten Gitle Kirkesola, der die Methode bereits 1991 zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden einsetzte. Seit Beginn der 2000er-Jahre wird das dreidimensionale Trainingskonzept auch im Profisport genutzt und ist durch die Verbreitung des TRX-Suspension-Prinzips schließlich bei Freizeitsportlern angekommen. Als Personal Trainer können Sie sich dieses Potenzial zunutze machen, um Ihren Kundinnen und Kunden ein abwechslungsreiches, funktionelles Training zu bieten.

Person beim Sling-Training an Schlingen in einem hellen Fitnessstudio
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI)

Wie es wirkt: das Prinzip der instabilen Aufhängung

Das Sling Training bezieht seinen Trainingseffekt aus der Instabilität des Körpers, die dadurch entsteht, dass die Übung frei im dreidimensionalen Raum stattfindet. Weil die Schlingen beweglich aufgehängt sind, muss Ihre Muskulatur nicht nur den eigentlichen Bewegungsablauf bewältigen, sondern gleichzeitig die Schwingungen der Bänder ausgleichen und den Körper in der Achse halten.

Genau dieser ständige Stabilisierungsaufwand ist der Kern der Methode. Neben der primären Zielmuskulatur werden viele kleine, tiefer liegende Muskelfasern aktiviert, die beim klassischen Hanteltraining an der Maschine kaum in dieser Intensität angesprochen werden. Vor allem die Rumpf- und Stützmuskulatur arbeitet nahezu bei jeder Übung mit, weil sie das Becken und die Wirbelsäule gegen die Instabilität sichern muss.

Die Bewegungsfreiheit des Schlingensystems erlaubt außerdem natürliche, mehrgelenkige Bewegungsabläufe und eine dynamische Steuerung der Belastung. Statt einen Muskel isoliert zu trainieren, beanspruchen Sie ganze Muskelketten in einem funktionellen Zusammenspiel – so, wie der Körper auch im Alltag und im Sport arbeitet. Das kann die intermuskuläre Koordination schulen und die Belastbarkeit für alltägliche Bewegungen fördern.

Anschaulich wird das Prinzip, wenn Sie sich eine einfache Ruderbewegung vorstellen: Ziehen Sie den Oberkörper zu den Griffen, arbeitet zwar sichtbar der Rücken, doch gleichzeitig verhindern Bauch, Gesäß und Beinmuskulatur, dass der Körper durchhängt oder zur Seite kippt. Genau diese unsichtbare Haltearbeit unterscheidet das Sling Training vom Zug an einer geführten Maschine, bei der die Bewegungsbahn vorgegeben ist. Weil Sie die Bahn selbst stabilisieren müssen, trainieren Sie Kraft und Kontrolle in einem Zug.

Ein weiterer Effekt der instabilen Aufhängung ist die propriozeptive Komponente: Ihr Körper muss laufend Rückmeldungen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken verarbeiten, um das Gleichgewicht zu halten. Dieses Zusammenspiel von Wahrnehmung und Ansteuerung kann das Körpergefühl schärfen und ist ein wichtiger Grund, warum funktionelle Trainingsformen so gut auf reale Bewegungsanforderungen vorbereiten.

Vorteile des Sling Trainings

Der wohl größte Pluspunkt des Sling Trainings ist seine ortsunabhängige Einsetzbarkeit. Alles, was Sie für ein vollständiges Workout benötigen, ist der Schlingentrainer selbst und ein stabiler Fixpunkt, an dem er mit einem Karabinerhaken befestigt wird. Als Ankerpunkt eignen sich ein Deckenhaken in den eigenen vier Wänden, der Träger eines Kabelzugturms im Studio, ein Reck auf dem Spielplatz oder ein tragfähiger Ast im Park.

Für Personal Trainer ist das ein enormer praktischer Vorteil: Durch das geringe Packmaß lässt sich das Schlingentraining beinahe überall umsetzen, vom Wohnzimmer der Kundschaft bis zum Outdoor-Kurs. Über den reinen Standortvorteil hinaus bringt die Methode eine Reihe weiterer Stärken mit, die sie für unterschiedlichste Trainingsziele attraktiv machen.

  • stufenlose Regulierung der Intensität – angepasst an das individuelle Leistungsniveau
  • ein umfangreiches Übungsrepertoire vom Anfänger- bis zum Fortgeschrittenen-Niveau
  • oft kürzere Trainingszeit, weil mehrere Muskelgruppen gleichzeitig gefordert werden
  • Beanspruchung ganzer Muskelketten im Rahmen natürlicher Bewegungsabläufe
  • flexibler Einsatz für Kraft- und Kraftausdauertraining bei vergleichsweise gelenkschonender Ausführung
  • gezieltes Ansprechen der Rumpf- und Stützmuskulatur für mehr Stabilität im Alltag
  • Schulung der intermuskulären Koordination und des Körpergefühls

Besonders im Personal Training zahlt sich diese Vielseitigkeit aus. Weil ein und dieselbe Übung über den Körperwinkel vom leichten Einstieg bis zur intensiven Belastung reicht, können Sie Menschen mit sehr unterschiedlichem Fitnessgrad in derselben Einheit betreuen, ohne ständig Geräte oder Gewichte tauschen zu müssen. Das spart Zeit, hält den Trainingsfluss aufrecht und erleichtert die individuelle Anpassung an Tagesform und Fortschritt Ihrer Kundschaft.

Wichtig ist dabei die realistische Einordnung: Sling Training ist eine wirkungsvolle Ergänzung des funktionellen Fitnesstrainings, aber kein Heilverfahren. Es kann körperliche Fähigkeiten wie Kraft, Rumpfstabilität, Koordination und Beweglichkeit fördern, ersetzt jedoch keine medizinische oder therapeutische Behandlung.

Die wichtigsten Übungen

Das Übungsrepertoire des Sling Trainings ist groß, lässt sich aber gut über einige Grundmuster erschließen. Der Reiz liegt darin, dass Sie fast jede Übung allein über den Körperwinkel leichter oder schwerer gestalten können – ideal, um Einsteiger sicher heranzuführen und Fortgeschrittene weiter zu fordern.

  • Rudern (Row): Sie greifen beide Griffe, lehnen sich schräg zurück und ziehen den Oberkörper nach oben. Ein Grundpfeiler für die Rücken- und Rumpfmuskulatur; die Intensität steigt, je flacher Sie stehen.
  • Schräge Liegestütze (Chest Press): mit den Griffen nach vorne geneigt trainieren Sie Brust, Schultern und Arme – die Instabilität fordert zusätzlich die Rumpfmuskulatur.
  • Kniebeugen und Ausfallschritte: die Schlingen dienen als leichte Unterstützung und Gleichgewichtshilfe, sodass Sie Beinmuskulatur und Balance zugleich schulen.
  • Unterarmstütz / Plank mit Füßen in den Schlingen: eine anspruchsvolle Rumpfübung, bei der die Tiefenmuskulatur die instabile Aufhängung ständig ausgleicht.
  • Hüftbeugen (Fallout) und Rückwärts-Züge: ganzkörperbetonte Bewegungen, die Muskelketten von den Schultern bis zum Rumpf verbinden.

Für einen sinnvollen Trainingsaufbau kombinieren Sie Zug-, Druck-, Bein- und Rumpfübungen zu einem ausgewogenen Ganzkörper-Workout. Beginnen Sie mit wenigen, technisch sauber ausgeführten Wiederholungen und steigern Sie Umfang und Winkel erst, wenn die Bewegung stabil und kontrolliert gelingt. Ein durchdachter Wechsel zwischen anstrengenden Zugübungen und ruhigeren Stabilisationsphasen hält die Belastung gleichmäßig und beugt einer Überforderung einzelner Muskelgruppen vor.

Denken Sie außerdem an ein kurzes Aufwärmen vor dem Training und an ausreichende Regeneration danach. Wie bei jeder Form des Krafttrainings entstehen die eigentlichen Anpassungen nicht während der Belastung, sondern in den Erholungsphasen. Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit ausreichend Pause dazwischen sind für die meisten Einsteiger ein guter Ausgangspunkt, den Sie je nach Ziel und Fortschritt anpassen können.

Experten-Tipp: Legen Sie – gerade bei Einsteigern – den Fokus zuerst auf die Rumpfspannung, nicht auf die Wiederholungszahl. Wenn Becken und Wirbelsäule stabil in Linie bleiben, arbeitet das Sling Training genau dort, wo es am wirkungsvollsten ist: in der Tiefenmuskulatur. Reduzieren Sie im Zweifel den Körperwinkel, statt die Technik zu opfern. Sauber und langsam schlägt schnell und wackelig – immer.

Ausrüstung & Aufbau

Die Ausstattung für das Sling Training ist bewusst minimalistisch. Kernstück ist der Schlingentrainer selbst: zwei längenverstellbare Gurte mit Griffen und Fußschlaufen, die über einen zentralen Aufhängepunkt zusammenlaufen. Dazu kommt ein Karabinerhaken oder eine Ankerschlaufe zur Befestigung. Mehr braucht es für den Start nicht.

Entscheidend für ein sicheres Training ist der Fixpunkt. Er muss Ihr volles Körpergewicht samt dynamischer Bewegung zuverlässig tragen. Geeignet sind fest montierte Deckenhaken, stabile Türanker (mit passendem Türankerband), Reck- oder Klimmzugstangen sowie tragfähige Äste im Freien. Prüfen Sie die Aufhängung vor jeder Einheit auf festen Sitz und ausreichende Belastbarkeit.

Für die Höhe gilt als Faustregel eine Aufhängung, bei der die Griffe etwa auf Hüft- bis Brusthöhe hängen, wenn Sie leichte Spannung auf die Bänder geben. Achten Sie auf genügend freien Raum nach vorn, hinten und zur Seite, sodass Sie ungehindert schwingen können. Ein rutschfester Untergrund und, im Freien, ein Blick auf die Wetterbedingungen runden den sicheren Aufbau ab.

Gerade weil sich das System so unkompliziert an verschiedenen Fixpunkten anbringen lässt, lohnt sich vor jeder Einheit ein kurzer Sicherheits-Check: Sitzt der Karabiner korrekt, sind die Gurte unbeschädigt und liegt die Aufhängung wirklich fest an? Dieser Routineblick kostet Sekunden und ist die Grundlage dafür, dass Sie sich beim Training voll auf die Bewegung konzentrieren können.

Typische Anwendungsgebiete

Die Vorteile des Sling Trainings eröffnen dem Konzept Einsatzbereiche, die weit über das reine Krafttraining hinausgehen – und damit auch neue Handlungsfelder für gut ausgebildete Fitnesstrainer. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Methode je nach Zielgruppe genutzt werden kann.

  • Funktionelles Training im Sport: Viele Sportarten erfordern funktionelle Kraft und Rumpfstabilität. Am Sling Trainer ausgeführte Übungen wie Liegestütze oder Rotationszüge können die intermuskuläre Koordination schulen, die für kraftvolle, flüssige Bewegungsabläufe wichtig ist.
  • Beweglichkeit im höheren Alter: Gelenkschonende Übungen können Kraft, Koordination und Beweglichkeit unterstützen und so zu einer stabileren Körperhaltung beitragen. Ältere Menschen sollten dabei besonders behutsam und unter fachkundiger Anleitung herangeführt werden.
  • Kraft- und Muskelaufbau: Als Ergänzung zum klassischen Krafttraining kann Suspension Training den Kraftaufbau unterstützen. Die konkreten Ergebnisse hängen jedoch immer von Trainingsreiz, Steuerung, Ernährung und Regeneration ab.

Diese Bandbreite macht deutlich, warum sich das Sling Training als Baustein eines funktionellen Trainingskonzepts anbietet. Es lässt sich mit anderen Methoden kombinieren und auf sehr verschiedene Ziele zuschneiden – vom Einstieg in ein aktiveres Leben bis zur sportartspezifischen Vorbereitung.

Für wen geeignet & Sicherheit

Sling Training ist bemerkenswert vielseitig, weil sich die Intensität stufenlos an das jeweilige Leistungsniveau anpassen lässt. Dadurch profitieren sehr unterschiedliche Zielgruppen – vorausgesetzt, das Training wird sauber angeleitet und behutsam gesteigert.

  • Einsteiger: Über einen aufrechteren Körperwinkel starten Sie mit geringer Belastung und lernen zunächst Technik und Rumpfspannung.
  • Fitness- und Freizeitsportler: ein abwechslungsreiches Ganzkörpertraining, das Kraft, Stabilität und Koordination verbinden kann.
  • Leistungs- und Kampfsportler: funktionelle Kraft und Rumpfstabilität lassen sich gezielt für sportartspezifische Bewegungen trainieren.
  • Ältere Menschen: gelenkschonende Übungen können Kraft, Beweglichkeit und Körperhaltung unterstützen – idealerweise unter fachkundiger Anleitung.

So flexibel die Methode ist, so wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Sicherheitsaspekten. Achten Sie stets auf eine sichere, tragfähige Befestigung und eine kontrollierte, saubere Technik. Führen Sie Einsteiger langsam heran und steigern Sie Umfang und Schwierigkeitsgrad schrittweise. Bei akuten Beschwerden, Vorerkrankungen, nach Verletzungen oder Operationen sollte vor Trainingsbeginn ärztliche Rücksprache gehalten werden. Sling Training kann die Fitness fördern, ist jedoch kein Ersatz für eine ärztliche oder physiotherapeutische Behandlung.

Sling Training in der Fitnesstrainer-Ausbildung

Für Fitnesstrainerinnen und Fitnesstrainer ist Sling Training weit mehr als ein Modetrend. Es erweitert Ihr methodisches Repertoire, spricht neue Kundengruppen an und lässt sich mit minimalem Materialaufwand nahezu überall einsetzen – vom Studio über das Personal Training bis zum Outdoor-Kurs. Wer die Methode fundiert beherrscht, kann Trainingspläne funktioneller, individueller und abwechslungsreicher gestalten.

Damit das gelingt, braucht es solides Grundlagenwissen: funktionelle Anatomie, Trainingslehre, Belastungssteuerung und die saubere Korrektur der Ausführung. Genau diese Basis vermittelt eine fundierte Ausbildung. In der Fitnesstrainer-Ausbildung bei SWAV lernen Sie flexibel und ortsunabhängig, wie Sie funktionelle Trainingsformen wie das Sling Training didaktisch aufbereiten, sicher anleiten und in ein stimmiges Gesamtkonzept einbetten.

So können Sie das vielseitige Sling Training erfolgreich in Ihr Angebotsportfolio aufnehmen, Ihre Kundschaft kompetent begleiten und sich als funktionell orientierte Trainerpersönlichkeit positionieren. Am Ende profitieren beide Seiten: Ihre Kundinnen und Kunden von einem modernen, motivierenden Training – und Sie von einem klaren fachlichen Profil.

Fazit

Sling Training ist eine vielseitige, ortsunabhängige Form des funktionellen Fitnesstrainings, die allein mit dem eigenen Körpergewicht auskommt. Durch die instabile Aufhängung kann es Kraft, Rumpfstabilität, Koordination und Beweglichkeit fördern und spricht dabei auch tiefe Muskelschichten an, die im klassischen Gerätetraining oft zu kurz kommen. Weil sich die Intensität stufenlos über den Körperwinkel regeln lässt, eignet es sich für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene – vorausgesetzt, Aufhängung, Technik und Steigerung stimmen. Als Heilverfahren ist es nicht gedacht; bei Vorerkrankungen gehört die ärztliche Rücksprache an den Anfang.

Möchten Sie funktionelle Trainingsmethoden wie das Sling Training nicht nur selbst nutzen, sondern professionell anleiten? In den Online-Ausbildungen von SWAV erwerben Sie flexibel und praxisnah das nötige Fachwissen, um als Fitnesstrainerin oder Fitnesstrainer durchzustarten und Ihre Kundschaft sicher und kompetent zu begleiten.

Häufige Fragen zum Sling Training

Was ist Sling Training genau?

Sling Training – auch Schlingen- oder Suspension-Training – ist eine funktionelle Trainingsmethode, bei der Sie mit zwei höhenverstellbaren Schlingen und dem eigenen Körpergewicht arbeiten. Der Widerstand entsteht über den Körperwinkel zur Aufhängung, während die instabilen Bänder ständig ausgeglichen werden müssen.

Welche Muskeln trainiert Sling Training?

Neben der jeweiligen Zielmuskulatur wird durch die instabile Aufhängung besonders die Rumpf-, Stütz- und Tiefenmuskulatur beansprucht. Weil natürliche, mehrgelenkige Bewegungen im Vordergrund stehen, werden ganze Muskelketten statt einzelner isolierter Muskeln gefordert.

Ist Sling Training für Anfänger geeignet?

Ja. Die Intensität lässt sich stufenlos über die Fußposition und den Körperwinkel regulieren, sodass Einsteiger sanft starten können. Wichtig sind eine saubere Technik, eine sichere Befestigung und eine langsame, schrittweise Steigerung.

Welche Ausrüstung brauche ich für Sling Training?

Sie benötigen lediglich einen Schlingentrainer und einen stabilen Fixpunkt, der Ihr volles Körpergewicht sicher trägt – etwa einen Deckenhaken, einen Türanker, ein Reck oder einen tragfähigen Ast. Das geringe Packmaß macht die Methode besonders flexibel.

Kann Sling Training beim Muskelaufbau helfen?

Als Form des Kraft- und Kraftausdauertrainings mit dem eigenen Körpergewicht kann Sling Training den Kraftaufbau fördern, insbesondere in Kombination mit klassischem Krafttraining. Die konkreten Ergebnisse hängen von Trainingsreiz, Belastungssteuerung, Ernährung und Regeneration ab.

Worauf muss ich aus Sicherheitsgründen achten?

Prüfen Sie vor jeder Einheit die Befestigung auf festen Sitz und Belastbarkeit, halten Sie die Rumpfspannung und führen Sie die Übungen kontrolliert aus. Steigern Sie die Belastung nur langsam. Bei Vorerkrankungen, nach Verletzungen oder Operationen sollten Sie vor dem Training ärztliche Rücksprache halten.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Schlingentraining
  2. Wikipedia: Funktionelles Training
  3. Wikipedia: Krafttraining
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Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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