06. Oktober 2016
Lesezeit ca. 18 Min.

Achtsame Wahrnehmung ist das Herzstück einer guten Wellness-Massage: Wer gelernt hat, Verspannungen und Anspannung im Gewebe aufmerksam zu ertasten, kann eine Massage genau auf das Wohlbefinden des Gastes abstimmen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie in einer Masseur-Ausbildung achtsam wahrnehmen lernen, warum die Grenze zur ärztlichen Behandlung dabei so wichtig ist und wie Sie mit Kunden einfühlsam kommunizieren.

Key Facts – Achtsame Massage & Masseur-Ausbildung

  • Achtsame Wahrnehmung: aufmerksames Ertasten von Muskeltonus und Gewebespannung als Kern jeder guten Massage.
  • Wahrnehmen statt diagnostizieren: Verspannungen ertasten ist keine medizinische Untersuchung.
  • Ziel: Entspannung, Erholung und Wohlbefinden – keine Heilung oder Schmerzbehandlung.
  • Kompetenzgrenze: Masseur ist kein Arzt, Heilpraktiker oder Physiotherapeut.
  • Verweispflicht: bei Schmerzen, Fieber oder Erkrankungen an ärztliche Fachleute verweisen.
  • Kommunikation: Vorgespräch, Nachfragen und respektvoller Umgang schaffen Vertrauen.
  • Ausbildung: an der SWAV-Akademie als flexible Online- oder ZFU-Hybrid-Variante mit Zertifikat.

Achtsame Wahrnehmung in der Massage

Jede wohltuende Massage beginnt nicht mit dem ersten Griff, sondern mit dem aufmerksamen Hinspüren. Achtsame Wahrnehmung bedeutet, dass Sie als Masseur oder Masseurin bewusst registrieren, wie sich das Gewebe unter Ihren Händen anfühlt, wie der Gast atmet und wie er auf Berührung reagiert. Diese Aufmerksamkeit ist kein esoterisches Beiwerk, sondern eine handwerkliche Grundfertigkeit, die den Unterschied zwischen einer beliebigen und einer wirklich wohltuenden Anwendung ausmacht.

Ruhiges Wellness-Stillleben mit gerollten weißen Handtüchern, Massageöl und glatten Steinen auf einer Holzbank
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI/künstlich erzeugt)

Menschen empfinden Berührung sehr unterschiedlich. Was die eine Person als angenehm lösend erlebt, kann für eine andere bereits zu kräftig sein. Deshalb lernen angehende Wellness-Masseure, feinfühlig zu beobachten und den Druck, das Tempo und die Technik fortlaufend anzupassen. Achtsamkeit richtet sich dabei in zwei Richtungen: nach außen auf den Gast und nach innen auf die eigene Körperhaltung und die eigenen Hände.

Der ursprüngliche Gedanke, dem Empfinden eines Menschen Aufmerksamkeit zu schenken, bleibt dabei zentral – allerdings im Sinne von Zuwendung und Wohlbefinden, nicht im Sinne einer medizinischen Schmerzbehandlung. Eine achtsame Fachkraft nimmt wahr, wo sich ein Mensch anspannt oder entspannt, und begegnet ihm mit Ruhe und Respekt. Diese Haltung schafft eine Atmosphäre, in der Erholung überhaupt erst möglich wird, denn viele Menschen können sich nur dann wirklich fallen lassen, wenn sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen.

Was achtsame Wahrnehmung im Praxisalltag bedeutet

Achtsamkeit lässt sich üben und in konkrete Handgriffe übersetzen. Im Verlauf einer Ausbildung entwickeln Sie ein Gespür dafür, welche Signale Ihnen ein Körper gibt und wie Sie darauf reagieren, ohne zu deuten oder zu diagnostizieren. Bevor die folgende Übersicht die wichtigsten Bausteine zusammenfasst, ist entscheidend zu verstehen: Wahrnehmen heißt registrieren und darauf eingehen, nicht bewerten im medizinischen Sinn.

  • bewusstes Ertasten von Muskeltonus und Gewebespannung
  • Beobachten von Atmung, Mimik und Körperspannung des Gastes
  • achtsames Anpassen von Druck, Tempo und Griffart
  • Wahrnehmen der eigenen Körperhaltung und Handgesundheit
  • Aufmerksamkeit für die Atmosphäre im Raum: Ruhe, Wärme, Licht

Diese Fähigkeiten sind erlernbar. In einer strukturierten Wellness-Massage-Ausbildung werden sie Schritt für Schritt aufgebaut, sodass die achtsame Wahrnehmung mit wachsender Praxis immer selbstverständlicher wird.

Achtsamkeit beginnt bei der eigenen Haltung

Wer über lange Zeit gute Massagen geben möchte, muss auch auf sich selbst achten. Eine ergonomische Körperhaltung, ein bewusster Einsatz des eigenen Körpergewichts statt reiner Handkraft und regelmäßige Pausen schützen Handgelenke, Schultern und Rücken. Achtsamkeit ist also nicht nur eine Fähigkeit im Umgang mit dem Gast, sondern auch ein Weg, die eigene Gesundheit im Beruf langfristig zu erhalten.

In der Ausbildung wird deshalb von Anfang an vermittelt, wie Sie ökonomisch und gelenkschonend arbeiten. Diese Selbstfürsorge zahlt sich aus: Wer entspannt und aufrecht arbeitet, überträgt diese Ruhe auch auf den Gast und kann feiner wahrnehmen, was das Gewebe unter den Händen signalisiert.

Verspannungen wahrnehmen – nicht diagnostizieren

Ein zentraler Teil der Massagearbeit ist das Ertasten von Verspannungen. Muskuläre Anspannung entsteht im Alltag sehr häufig: durch langes Sitzen, einseitige Belastung am Arbeitsplatz, Stress oder Bewegungsmangel. Viele Menschen spüren solche Verhärtungen selbst als unangenehmes Ziehen im Nacken, im Schulterbereich oder im Rücken und wünschen sich Entspannung und Wohlbefinden.

Als Wellness-Masseur nehmen Sie diese verspannten Bereiche mit den Händen wahr und gehen mit passenden Griffen einfühlsam darauf ein. Wichtig ist dabei eine klare Haltung: Sie stellen keine Diagnose. Das Ertasten eines Muskeltonus ist etwas anderes als eine medizinische Untersuchung. Sie beschreiben Ihre Wahrnehmung in Alltagssprache – etwa "hier fühlt sich die Muskulatur fester an" – und vermeiden jede Aussage über Ursachen, Krankheiten oder Behandlungen.

Diese Unterscheidung mag auf den ersten Blick spitzfindig wirken, sie ist aber der Kern eines seriösen Berufsverständnisses. Ein Gast, der über Verspannungen im Schulterbereich klagt, sucht in der Regel Entspannung und eine angenehme Auszeit. Sie können ihm genau das bieten, indem Sie mit ruhigen Griffen für ein Gefühl von Lockerung sorgen. Sobald jedoch der Verdacht auf ein gesundheitliches Problem im Raum steht, endet Ihr Zuständigkeitsbereich – und beginnt der von Ärztinnen, Ärzten und Physiotherapeuten. Diese Trennlinie im Kopf zu behalten, gehört zu den wichtigsten Lektionen einer guten Ausbildung.

So gehen Sie achtsam mit verspanntem Gewebe um

Der professionelle Umgang mit Verspannungen folgt einigen bewährten Prinzipien. Sie helfen Ihnen, wohltuend zu arbeiten und dabei innerhalb Ihrer Kompetenz als Wellness-Anbieter zu bleiben. Die folgenden Punkte fassen zusammen, worauf es ankommt, bevor der nächste Abschnitt die eigentliche Entspannungswirkung beleuchtet.

  • langsam und mit angemessenem Druck arbeiten, nie gegen Schmerz
  • Rückmeldung des Gastes einholen und ernst nehmen
  • keine Deutung von Ursachen oder gesundheitlichen Hintergründen
  • bei auffälligen Beschwerden freundlich an ärztliche Fachleute verweisen
  • das Ziel im Blick behalten: Entspannung und Wohlbefinden, nicht Therapie

Diese Grundhaltung schützt sowohl den Gast als auch Sie selbst. Sie sorgt dafür, dass die Massage als das erlebt wird, was sie ist: eine wohltuende Anwendung zur Entspannung.

Massage für Entspannung und Wohlbefinden

Eine achtsam ausgeführte Massage kann zum Wohlbefinden beitragen und vielen Menschen ein Gefühl von Ruhe und Erholung schenken. Die angenehme Berührung, die Wärme der Hände und die ruhige Atmosphäre helfen dabei, im Alltag Abstand vom Stress zu gewinnen. Massage ist damit ein klassisches Wellness-Angebot, das auf Entspannung und Lebensqualität zielt.

Viele Gäste beschreiben nach einer guten Massage ein Gefühl von Leichtigkeit und Gelöstheit. Diese Wirkungen sind subjektiv und individuell verschieden. Als Anbieter sprechen Sie deshalb von Entspannung, Wohlbefinden und Erholung – und nicht von Heilung oder der Behandlung von Beschwerden.

Gerade in einem stressigen Alltag hat dieses Angebot einen hohen Wert. Eine bewusst gestaltete Auszeit, in der jemand ganz für sich sein darf, ist für viele Menschen eine willkommene Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen. Die Massage wirkt hier über mehrere Kanäle zugleich: die angenehme Berührung, der ruhige Rhythmus, der Duft von Ölen und die stille, warme Umgebung. All das zusammen lädt zum Loslassen ein, ohne dass ein gesundheitliches Versprechen nötig oder erlaubt wäre.

Beliebte Techniken im Wellness-Bereich

In der Wellness-Massage kommen unterschiedliche Stile zum Einsatz, die sich in Druck, Rhythmus und Atmosphäre unterscheiden. Welche Technik passt, hängt vom Wunsch des Gastes und vom gewünschten Entspannungserlebnis ab. Bevor die folgende Liste einige verbreitete Ansätze nennt, sei betont: Alle dienen dem Wohlbefinden, nicht der Therapie.

  • klassische Streich- und Knetgriffe für ein Gefühl von Lockerung
  • Aromaöl-Anwendungen für ein sinnliches Entspannungserlebnis
  • Hot-Stone-Elemente, bei denen Wärme als angenehm empfunden wird
  • ruhige, achtsame Massagen mit langsamem, fließendem Rhythmus
  • Kopf-, Nacken- und Rückenmassagen für typische Anspannungszonen

Welche dieser Techniken Sie anbieten, entscheiden Sie nach Ihrer Ausbildung und Ihren Schwerpunkten. Wichtig bleibt in allen Fällen die achtsame, wertschätzende Grundhaltung gegenüber dem Menschen auf der Liege.

Die Rolle der Atmosphäre

Wohlbefinden entsteht nicht allein durch die Griffe, sondern durch das gesamte Erlebnis. Gedämpftes Licht, angenehme Wärme, ein dezenter Duft und ruhige Klänge bereiten den Rahmen, in dem sich ein Gast entspannen kann. Als Fachkraft gestalten Sie diese Umgebung bewusst und stimmen sie auf den jeweiligen Menschen ab. Manche Gäste mögen es ganz still, andere schätzen leise Musik im Hintergrund.

Diese Aufmerksamkeit für Details ist Teil der achtsamen Arbeit. Sie zeigt dem Gast, dass er willkommen ist und dass seine Erholung im Mittelpunkt steht. In der Ausbildung lernen Sie, wie Sie Raum, Materialien und Ablauf so vorbereiten, dass eine stimmige Wohlfühlatmosphäre entsteht.

Abgrenzung: Masseur ist kein Arzt oder Physiotherapeut

Eine der wichtigsten Kompetenzen im Beruf ist es, die eigenen Grenzen zu kennen und klar zu benennen. Ein Wellness-Masseur oder eine Wellness-Masseurin ist kein Arzt, kein Heilpraktiker und kein Physiotherapeut. Diese Berufe haben eigene, gesetzlich geregelte Ausbildungen und dürfen Krankheiten diagnostizieren und behandeln. Die Wellness-Massage bewegt sich bewusst in einem anderen Feld: dem der Entspannung, der Erholung und des Wohlbefindens.

Diese Abgrenzung ist kein Nachteil, sondern ein Zeichen von Professionalität. Wer seine Rolle klar kommuniziert, gewinnt Vertrauen und schützt sich zugleich rechtlich ab. Gäste schätzen es, wenn Sie ehrlich sagen, was eine Wellness-Massage leisten kann – und was in ärztliche oder physiotherapeutische Hände gehört.

Sprachlich zeigt sich diese Haltung im Alltag deutlich. Statt von "Behandlung", "Therapie" oder "Heilung" zu sprechen, verwenden Sie Begriffe wie Anwendung, Wohlfühlmassage, Entspannung oder Erholung. Auch in der Werbung und auf der eigenen Website bleiben Sie bei diesem Wortschatz. So vermeiden Sie Missverständnisse und machen von Anfang an klar, in welchem Rahmen sich Ihr Angebot bewegt. Wer diese Sprache verinnerlicht, wirkt seriös und vermittelt Gästen ein realistisches Bild dessen, was sie erwarten dürfen.

Wann Sie an Fachleute verweisen sollten

Es gibt Situationen, in denen eine Wellness-Massage nicht das richtige Angebot ist und in denen Sie freundlich, aber bestimmt an medizinische Fachleute verweisen. Diese Klarheit gehört zu einer verantwortungsvollen Berufsausübung. Die folgende Übersicht nennt typische Hinweise, bei denen ärztlicher Rat vorgeht – sie ersetzt keine vollständige Aufzählung, sondern schärft das Bewusstsein.

  • bei akuten oder anhaltenden Schmerzen ohne geklärte Ursache
  • bei Fieber, Entzündungen oder frischen Verletzungen
  • bei bestehenden Erkrankungen, für die ärztliche Betreuung läuft
  • in der Schwangerschaft, wenn Unsicherheit besteht
  • immer dann, wenn ein Gast Sie nach medizinischem Rat fragt

In all diesen Fällen gilt: Verweisen Sie an Ärztinnen, Ärzte oder Physiotherapeuten. So handeln Sie im Interesse Ihres Gastes und bleiben innerhalb Ihrer Kompetenz als Wellness-Anbieter.

Ein solcher Verweis ist niemals ein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Beweis von Verantwortung. Gäste erleben es als vertrauenswürdig, wenn Sie offen sagen, dass ein Anliegen besser in medizinische Hände gehört. Häufig kommen genau diese Menschen nach einer ärztlichen Abklärung zu Ihnen zurück, um dann in aller Ruhe eine entspannende Wohlfühlmassage zu genießen.

Achtsamer Umgang und Kommunikation mit Kunden

Massage ist ein Beruf der Nähe. Menschen legen sich vertrauensvoll in Ihre Hände, oft nur leicht bekleidet und in einer verletzlichen Situation. Deshalb ist eine achtsame, respektvolle Kommunikation genauso wichtig wie die Handtechnik. Sie schafft den Rahmen, in dem sich ein Gast sicher und wohl fühlt.

Gute Kommunikation beginnt schon vor der Anwendung mit einem freundlichen Vorgespräch, in dem Sie Wünsche, Vorlieben und mögliche Empfindlichkeiten klären. Während der Massage bleiben Sie aufmerksam für Rückmeldungen und passen Ihre Arbeit entsprechend an. Ein achtsamer Umgang bedeutet auch, Grenzen zu respektieren und niemals über den Kopf des Gastes hinweg zu entscheiden.

Ein oft unterschätzter Teil der Kommunikation ist das Schweigen. Nicht jeder Gast möchte während der Anwendung reden; viele genießen gerade die stille Zeit. Achtsamkeit heißt hier, das richtige Maß zu finden und zu spüren, ob ein Mensch Ruhe sucht oder Austausch schätzt. Ebenso wichtig ist die nonverbale Ebene: eine ruhige Stimme, klare Ansagen zu Positionswechseln und ein diskreter Umgang mit dem Handtuch geben Sicherheit und signalisieren Respekt.

Auch nach der Massage lohnt sich ein kurzer Abschluss. Ein freundliches Wort, ein Glas Wasser und der Hinweis, sich Zeit zum Aufstehen zu nehmen, runden das Erlebnis ab. Solche kleinen Gesten bleiben in Erinnerung und tragen wesentlich dazu bei, dass ein Gast sich rundum wohlgefühlt hat.

Bausteine einer wertschätzenden Kommunikation

Ein einfühlsamer Umgang mit Gästen lässt sich in konkrete Verhaltensweisen übersetzen, die Sie in der Ausbildung und im Praxisalltag verfeinern. Bevor die folgende Aufstellung sie bündelt, gilt der Leitgedanke: Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Technik.

  • freundliches Vorgespräch zu Wünschen und Empfindlichkeiten
  • klare, ehrliche Information über Ablauf und Grenzen der Anwendung
  • aufmerksames Nachfragen zu Druck und Wohlbefinden
  • diskreter, respektvoller Umgang mit Körper und Privatsphäre
  • ruhige, wertschätzende Sprache, die Vertrauen aufbaut

Wer Kommunikation als festen Teil der Massagearbeit versteht, hebt sich positiv ab. Zufriedene Gäste kommen wieder und empfehlen Sie weiter – gerade weil sie sich achtsam behandelt gefühlt haben.

Masseur werden – die Ausbildung an der SWAV-Akademie

Wer Massage professionell und mit einer achtsamen Grundhaltung anbieten möchte, braucht eine fundierte Ausbildung. Diese vermittelt nicht nur die einzelnen Griffe, sondern auch das Wissen um Anatomie, Hygiene, den passenden Umgang mit Gästen und die klaren Grenzen des Berufs. So entsteht das Handwerkszeug für eine sichere und wohltuende Praxis.

Die SWAV-Akademie bietet die Massage-Ausbildung als flexible Online-Ausbildung sowie als ZFU-Hybrid-Format mit Berliner Präsenztagen an. Sie lernen ortsunabhängig in Ihrem Tempo und vertiefen die praktischen Handgriffe in begleiteten Einheiten. Bevor die folgende Übersicht die Kernpunkte zusammenfasst, sei betont: Im Zentrum steht eine seriöse Wellness-Qualifikation.

Ein großer Vorteil des Online-Formats ist die freie Zeiteinteilung. Sie können die Ausbildung neben Beruf oder Familie absolvieren und die Lerninhalte so oft wiederholen, wie Sie möchten. Die praktischen Techniken üben Sie zunächst in Ruhe zu Hause und festigen sie anschließend in den Präsenzanteilen des ZFU-Hybrids unter fachlicher Begleitung. So verbinden sich flexibles Lernen und echtes Handwerk zu einer soliden Grundlage.

  • flexibles Online-Lernen, ergänzt durch Präsenzelemente im ZFU-Hybrid
  • solide Grundlagen in Anatomie, Grifftechnik und Hygiene
  • achtsamer Umgang mit Gästen und klare Kompetenzgrenzen
  • Vorbereitung auf eine Tätigkeit im Wellness- und Gesundheitsbereich
  • Abschluss mit Zertifikat als Nachweis Ihrer Qualifikation

Mit dieser Ausbildung schaffen Sie die Basis, um in einer Wellnesseinrichtung, einem Spa oder in der eigenen Praxis wohltuende Massagen anzubieten – professionell, achtsam und im klaren Bewusstsein Ihrer Rolle als Wellness-Fachkraft.

Der Bedarf an entspannenden Angeboten wächst seit Jahren, denn immer mehr Menschen suchen bewusst nach Auszeiten vom hektischen Alltag. Wer diesen Wunsch mit Fachwissen, achtsamer Wahrnehmung und einem respektvollen Umgang bedient, hat gute Aussichten – ob als Zusatzangebot im bestehenden Beruf, als Nebentätigkeit oder als eigenständige Selbstständigkeit. Die achtsame Massage ist damit nicht nur ein wohltuendes Handwerk, sondern auch eine zukunftsfähige berufliche Perspektive im wachsenden Wellness-Markt.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut

Aus meiner langjährigen Praxis: Die wertvollste Fähigkeit einer Wellness-Fachkraft ist es, ehrlich "Nein" sagen zu können. Wenn ein Gast über anhaltende Schmerzen klagt, ist der professionellste Griff der Hinweis auf eine Ärztin oder einen Physiotherapeuten. Eine Massage darf entspannen und guttun – sie ist aber nie ein Ersatz für medizinische Abklärung, und genau diese Klarheit macht Sie bei Gästen glaubwürdig.

Fazit

Achtsame Wahrnehmung ist der Schlüssel zu einer wohltuenden Massage: Wer Verspannungen aufmerksam ertastet, einfühlsam kommuniziert und die eigenen Grenzen klar kennt, sorgt für echtes Wohlbefinden – ohne die Rolle von Ärzten oder Physiotherapeuten zu übernehmen. Genau diese Haltung schafft Vertrauen bei Gästen. Wenn Sie Massage professionell und verantwortungsvoll anbieten möchten, ist die Massage-Ausbildung an der SWAV-Akademie der richtige Weg: flexibel als Online-Variante oder als ZFU-Hybrid mit Präsenztagen, mit solidem Fachwissen und Zertifikat.

Häufige Fragen zu Masseur Ausbildung

Was bedeutet achtsame Wahrnehmung in der Massage?

Achtsame Wahrnehmung heißt, bewusst zu registrieren, wie sich das Gewebe unter den Händen anfühlt, wie der Gast atmet und wie er auf Berührung reagiert. Sie passen Druck, Tempo und Technik fortlaufend an das Wohlbefinden an. Diese Aufmerksamkeit ist eine erlernbare handwerkliche Grundfertigkeit.

Darf ein Masseur Verspannungen diagnostizieren?

Nein. Ein Wellness-Masseur ertastet zwar Muskeltonus und Gewebespannung, stellt aber keine Diagnose. Das Ertasten ist keine medizinische Untersuchung. Ursachen oder gesundheitliche Hintergründe werden nicht gedeutet – dafür sind Ärzte und Physiotherapeuten zuständig.

Kann eine Massage Schmerzen behandeln?

Eine Wellness-Massage dient der Entspannung, Erholung und dem Wohlbefinden, nicht der Behandlung von Schmerzen oder Krankheiten. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden sollten Gäste immer ärztlichen oder physiotherapeutischen Rat einholen.

Worin unterscheidet sich ein Masseur von einem Physiotherapeuten?

Physiotherapeuten und Ärzte haben eine gesetzlich geregelte Ausbildung und dürfen Krankheiten diagnostizieren und behandeln. Ein Wellness-Masseur arbeitet im Bereich Entspannung und Wohlbefinden und behandelt keine Erkrankungen. Diese klare Abgrenzung ist ein Zeichen von Professionalität.

Wann sollte ein Masseur an einen Arzt verweisen?

Immer bei akuten oder unklaren Schmerzen, bei Fieber, Entzündungen, frischen Verletzungen, bestehenden Erkrankungen oder wenn ein Gast nach medizinischem Rat fragt. In solchen Fällen ist der Verweis an Ärzte oder Physiotherapeuten der verantwortungsvolle Weg.

Warum ist Kommunikation in der Massage so wichtig?

Massage ist ein Beruf der Nähe. Ein freundliches Vorgespräch, aufmerksames Nachfragen und ein respektvoller, diskreter Umgang schaffen Vertrauen und Sicherheit. Zufriedene Gäste kommen wieder und empfehlen Sie weiter, weil sie sich achtsam behandelt fühlen.

Wie werde ich Wellness-Masseur?

Über eine fundierte Ausbildung, die Anatomie, Grifftechnik, Hygiene, den Umgang mit Gästen und die Grenzen des Berufs vermittelt. Die SWAV-Akademie bietet die Massage-Ausbildung als flexible Online-Variante oder als ZFU-Hybrid mit Berliner Präsenztagen an, mit Zertifikat als Abschluss.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Gesetze im Internet: Heilpraktikergesetz – welche Tätigkeiten der Heilkunde vorbehalten sind
  2. Wikipedia: Physiotherapie – Abgrenzung zum Heilmittelbereich
  3. Wikipedia: Massage – Geschichte, Formen und Einordnung
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Bernd Steinrichter
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vor einer Woche
Tolles Webinar gehabt, sehr informativ und gut für die Prüfungsvorbereitung !
Marc Brene
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vor einer Woche
Sehr gutes Webinar. Pflichtveranstaltung für den Fernlehrgang "Fitnesscoach". Alle Inhalte wurden von Ralf super erklärt und zwischendrin immer mal noch kleine Tipps "aus der Praxis für die Praxis". Vielen Dank für zwei lustige und sehr informative Tage.
Thorsten R.
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Noémi Réman
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Denis Wilisch-Kolmstetter
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vor einem Monat
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Jessika Elling
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vor einem Monat
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Micha Friese
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vor 2 Monaten
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Andre Stix
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vor 2 Monaten
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Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor 2 Monaten
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab