03. Januar 2017
Lesezeit ca. 15 Min.

HIIT (High Intensity Intervall Training) ist eine zeitsparende Form des Ausdauertrainings, bei der sich kurze, hochintensive Belastungsphasen mit kurzen Erholungsphasen abwechseln. Schon 15 bis 20 Minuten reichen, um Ausdauer, Sauerstoffaufnahme und Fettstoffwechsel wirksam zu fordern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie das Prinzip funktioniert, was der Nachbrenneffekt realistisch bringt, welche Formen es gibt und für wen HIIT geeignet ist – und wo Sicherheit und Grenzen liegen.

Key Facts – HIIT

  • Prinzip: Kurze, sehr intensive Belastungsphasen (oft über 90 % der maximalen Herzfrequenz) im Wechsel mit kurzen Erholungsphasen.
  • Dauer: Ein komplettes HIIT-Workout dauert inklusive Aufwärmen und Cool-down meist nur 15 bis 25 Minuten.
  • Wirkung: Verbessert die Ausdauer und die maximale Sauerstoffaufnahme (VO₂max) oft effektiver als gleichmäßiges Dauertraining.
  • Nachbrenneffekt (EPOC): Der Energieverbrauch bleibt nach dem Training erhöht – real, aber moderat, kein Freifahrtschein für unbegrenztes Essen.
  • Formen: Bekannte Varianten sind Tabata, das klassische 30/30-Intervall oder Kraftausdauer-Zirkel mit Burpees und Kniebeugen.
  • Zielgruppe: Geeignet für Menschen mit Grundfitness – blutige Anfänger und Personen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig einsteigen bzw. ärztlich abklären.
  • Sicherheit: Sauberes Aufwärmen, korrekte Technik und ehrliche Pausen sind Pflicht, denn die hohe Intensität erhöht das Verletzungs- und Überlastungsrisiko.

Was ist HIIT (High Intensity Intervall Training)?

High Intensity Intervall Training, kurz HIIT, ist eine besondere Form des Ausdauertrainings. Statt über eine lange Strecke gleichmäßig zu belasten, wechseln sich hier kurze, sehr intensive Belastungsphasen mit ebenso kurzen Erholungsphasen ab. Genau dieser Wechsel macht HIIT so effizient: In wenig Zeit erreichen Sie eine Trainingsreizstärke, für die ein klassischer Dauerlauf deutlich länger bräuchte.

Im Gegensatz zum klassischen Ausdauertraining, das den Körper über längere Phasen bei etwa 60 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit fordert, kommt es beim HIIT zu kurzen Leistungsspitzen. Dabei arbeitet der Organismus für wenige Sekunden nahe an seiner Belastungsgrenze, oft mit Herzfrequenzen von über 90 Prozent des Maximums. Danach folgt eine kurze Erholungsphase, in der sich der Stoffwechsel teilweise wieder normalisiert – in der Regel bleibt der Sportler dabei aber in leichter Bewegung, statt komplett zu pausieren.

Der praktische Vorteil ist offensichtlich: Wo ein Cardio-Training auf dem Heimtrainer schnell 60 bis 90 Minuten beansprucht, kommt ein wirksames HIIT-Workout oft mit 15 bis 20 Minuten aus. Gerade für Menschen mit wenig Zeit ist das ein starkes Argument – vorausgesetzt, die Intensität stimmt wirklich und die Intervalle werden sauber eingehalten.

Person beim intensiven HIIT-Workout im Fitnessstudio, sichtbar angestrengt während einer Belastungsphase
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI)

Damit HIIT funktioniert, müssen die Intervalle exakt überwacht werden. Nur wenn die Belastungs- und Erholungsphasen zeitlich stimmen, entfaltet das Training seine Wirkung. In der Praxis lassen sich HIIT-Einheiten grundsätzlich auf zwei Wegen umsetzen: mit klassischen Cardio-Übungen oder mit Kraftausdauer-Übungen. Beide Ansätze folgen demselben Prinzip, sprechen aber leicht unterschiedliche Schwerpunkte an.

Variante 1 – Klassische Cardio-Übungen

Klassisches Cardio-Training muss nicht immer nach dem Slow-and-Steady-Prinzip ablaufen. Nahezu jede Ausdauer-Aktivität lässt sich in ein Intervall-Konzept überführen. Durch kurze Sprints mit anschließender Tempoverringerung steuern Sie die Belastung beim Joggen, Radfahren oder an Cardiogeräten im Studio sehr gut. Diese Variante ist die gebräuchlichste, weil sie einfach umzusetzen und gut dosierbar ist.

Variante 2 – Kraftausdauer-Übungen

Alternativ setzen Sie klassische Kraftausdauer-Übungen wie Jumping Jacks, Kniebeugen oder Burpees zu einem HIIT-Workout zusammen. Sinnvoll ist es, anstrengende Übungen mit leichteren zu kombinieren. In der Belastungsphase absolvieren Ihre Klienten zum Beispiel in schneller Folge Burpees, während in der Erholungsphase eine ruhigere Übung wie der Unterarmstütz an der Reihe ist. So bleibt der Puls hoch, ohne dass die Technik unter der Erschöpfung zusammenbricht.

Das Prinzip: Wie eine HIIT-Einheit aufgebaut ist

Ein durchdachtes HIIT-Workout folgt keinem Zufall, sondern einem klaren Aufbau. Für optimale und vor allem sichere Ergebnisse orientieren Sie sich am vierphasigen Modell des High Intensity Intervall Trainings. Jede Phase hat ihre eigene Funktion – und keine davon sollten Sie überspringen, gerade nicht das Aufwärmen.

1. Aufwärmphase

Auch wenn viele das Aufwärmen für Zeitverschwendung halten: Beim HIIT ist es unverzichtbar. Die kurzen, intensiven Belastungen fordern Muskulatur, Bänder, Sehnen und Gelenke stark, und ein kalter Körper ist deutlich verletzungsanfälliger. Ein Warm-up von 5 bis 10 Minuten bringt den Organismus auf Arbeitstemperatur. Ein lockerer Lauf oder ein paar Minuten auf dem Rudergerät sind ideal.

2. Hochintensive Phase

In der hochintensiven Phase findet die eigentliche Trainingsbelastung statt. Wie lange ein Intervall dauert, hängt vom Leistungsstand ab. Anfänger sind mit 15 Sekunden pro Intervall bereits ordentlich gefordert, während fortgeschrittene Sportler auch 30 bis 40 Sekunden schaffen. Entscheidend ist, dass in dieser Phase wirklich hohe Intensität erreicht wird – sonst ist es kein HIIT, sondern nur ein zügiges Training.

3. Erholungsphase

Die Erholungsphase folgt unmittelbar auf die Belastung und richtet sich ebenfalls nach der Trainingserfahrung. Für den Einstieg ist eine Pause von bis zu 45 Sekunden sinnvoll. Mit wachsender Fitness lässt sich die Erholungsphase schrittweise auf etwa 10 bis 20 Sekunden verkürzen. Wichtig: Die Pause ist Teil des Trainings, kein Luxus – wer sie zu stark kürzt, riskiert einen Formeinbruch und schlechte Technik.

4. Cool-down

Nach dem letzten Intervall – je nach Niveau bestehen HIIT-Einheiten aus etwa 8 bis 12 Intervallen – schließt sich ein Cool-down an. Es gibt dem Körper Zeit, die Stoffwechselrate und die Pulsfrequenz schonend herunterzufahren. Leichtes Joggen, Walken oder Gehen über einige Minuten sind hier passend und helfen, das Herz-Kreislauf-System kontrolliert zu beruhigen.

Wie HIIT wirkt: Ausdauer, Sauerstoff und der Nachbrenneffekt (ehrlich)

Der Erfolg von HIIT beruht auf einem einfachen physiologischen Mechanismus. In der Belastungsphase zwingt das Training den Organismus, die Stoffwechselaktivität stark hochzufahren, was einen hohen Sauerstoffbedarf auslöst. In der Erholungsphase ist der Körper damit beschäftigt, den Stoffwechsel wieder zu normalisieren – auch das kostet Energie. Dieses schnelle Aufeinanderfolgen von Belastung und Erholung setzt einen kräftigen Trainingsreiz.

Ein zentraler Effekt ist die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO₂max). Sie gilt als wichtiger Marker für die Ausdauerleistungsfähigkeit, und HIIT kann sie oft effektiver steigern als reines Dauertraining bei gleichem Zeitaufwand. Parallel wird die Herz-Kreislauf-Fitness gefordert, und der Körper lernt, intensive Belastungen besser zu tolerieren. Dazu kommt die Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, die den Stoffwechsel während der Belastung ankurbeln.

Beim Thema Fettverbrennung lohnt sich Ehrlichkeit. HIIT unterstützt den Fettstoffwechsel und führt zum sogenannten Nachbrenneffekt (EPOC – Excess Post-exercise Oxygen Consumption): Nach einer intensiven Einheit bleibt der Energieverbrauch für einige Zeit erhöht, weil der Körper in die Regeneration investiert. Dieser Effekt ist real und messbar – aber er ist moderat. Er verbrennt nicht über Stunden hinweg riesige Kalorienmengen, wie manche Werbeversprechen suggerieren. Wer abnehmen möchte, kommt um eine passende Ernährung und eine insgesamt negative Energiebilanz nicht herum. HIIT ist ein wirksames Werkzeug, aber kein Wundermittel und kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil.

Bekannte HIIT-Formen (Tabata & Co.)

HIIT ist ein Oberbegriff, unter dem sich verschiedene konkrete Protokolle sammeln. Sie unterscheiden sich vor allem in der Länge der Intervalle und im Verhältnis von Belastung zu Pause. Die folgenden Formen gehören zu den bekanntesten und eignen sich gut, um Ihr Training abwechslungsreich zu gestalten.

  • Tabata: Das klassische Tabata-Protokoll besteht aus 20 Sekunden maximaler Belastung und 10 Sekunden Pause, achtmal wiederholt – also nur 4 Minuten pro Runde. Es ist sehr fordernd und wirklich nur bei hoher Intensität sinnvoll.
  • 30/30-Intervalle: 30 Sekunden intensive Belastung, 30 Sekunden Erholung. Ein gutes, ausgewogenes Format für Einsteiger mit Grundfitness und leicht zu takten.
  • 45/15-Intervalle: 45 Sekunden Belastung, 15 Sekunden Pause. Deutlich anspruchsvoller, da die Erholungsphase kurz ist – eher für Fortgeschrittene.
  • Kraftausdauer-Zirkel: Mehrere Kraftübungen (Burpees, Kniebeugen, Mountain Climbers) im Intervall aneinandergereiht, mit kurzen Pausen dazwischen.
  • Sprint-Intervalle: Kurze, maximale Sprints (etwa 20 bis 30 Sekunden) mit langen Erholungsphasen – sehr intensiv und nur für gut Trainierte geeignet.

Welche Form passt, hängt vom Trainingsziel und vom Fitnessniveau ab. Tabata und Sprint-Intervalle sind extrem intensiv und für Einsteiger oft zu viel. Wer neu einsteigt, fährt mit längeren Pausen und moderateren Intervallen sicherer und baut sich so eine solide Grundlage auf.

Beispiel-Workout für Einsteiger

Das folgende Workout zeigt, wie eine anfängerfreundliche HIIT-Einheit konkret aussehen kann. Es setzt eine gewisse Grundfitness voraus und geht behutsam mit der Intensität um. Hören Sie bzw. Ihre Klienten dabei stets auf den Körper und brechen Sie ab, wenn Schwindel, Schmerzen oder starke Atemnot auftreten.

  • Aufwärmen (5–10 Min.): Lockeres Joggen auf der Stelle, Armkreisen, leichte Kniebeugen – der Körper soll warm und die Gelenke mobil sein.
  • Intervall 1–8: Jeweils 30 Sekunden Belastung im Wechsel mit 45 Sekunden aktiver Pause (langsames Gehen auf der Stelle).
  • Übungsauswahl: Abwechselnd Jumping Jacks, Kniebeugen, langsame Mountain Climbers und zügiges Marschieren mit hohem Knie.
  • Intensität: Die Belastung sollte fordernd sein, aber ohne Technikverlust machbar. Ein kurzer Satz sollte gerade noch möglich sein.
  • Cool-down (5 Min.): Langsames Gehen und leichtes Dehnen, um Puls und Atmung zu beruhigen.

Mit zunehmender Fitness können Sie die Belastungsphasen verlängern, die Pausen verkürzen oder anspruchsvollere Übungen wie Burpees ergänzen. Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit ausreichend Regeneration dazwischen sind für die meisten Einsteiger ein guter Richtwert.

Experten-Tipp: Die häufigste Ursache für Frust und Verletzungen beim HIIT ist ein zu schneller Start. Beginnen Sie lieber mit längeren Pausen und moderateren Intervallen, als sich von Anfang an zu übernehmen. Als Trainer achten Sie besonders auf die Bewegungsqualität: Sobald die Technik unter der Erschöpfung leidet, ist es Zeit für eine Pause – nicht für die nächste Wiederholung. Sauberkeit vor Tempo, immer.

Vorteile & Grenzen von HIIT

HIIT hat sich nicht ohne Grund etabliert, denn die Vorteile sind handfest. Genauso ehrlich gehören aber die Grenzen dazu, damit Sie und Ihre Klienten realistische Erwartungen haben. Die folgenden Punkte fassen beide Seiten zusammen.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Zeiteffizienz: In 15 bis 25 Minuten lässt sich ein wirksamer Trainingsreiz setzen – ideal bei knappem Zeitbudget.
  • Ausdauergewinn: Die maximale Sauerstoffaufnahme und die Herz-Kreislauf-Fitness verbessern sich oft deutlich.
  • Stoffwechselreiz: Der Nachbrenneffekt erhöht den Energieverbrauch nach dem Training moderat.
  • Flexibilität: HIIT funktioniert mit und ohne Geräte, im Studio wie zu Hause.

Dem stehen klare Grenzen gegenüber, die Sie nicht ignorieren sollten:

  • Hohe Belastung: Die Intensität ist anstrengend und fordert Herz-Kreislauf-System und Gelenke stark.
  • Verletzungs- und Überlastungsrisiko: Bei schlechter Technik oder zu wenig Regeneration steigt die Gefahr von Verletzungen und Übertraining.
  • Nicht für jeden geeignet: Untrainierte Anfänger und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein.
  • Motivationshürde: HIIT ist unbequem, und Muskelkater am Folgetag lässt manche schnell wieder aufhören.

Unter dem Strich ist HIIT ein sehr effektives Werkzeug – aber eben ein Werkzeug, das mit Verstand dosiert werden muss. Mehr ist hier nicht automatisch besser; Regeneration ist Teil des Erfolgs.

Für wen HIIT geeignet ist – und Sicherheit

HIIT eignet sich am besten für Menschen, die bereits eine gewisse Grundfitness mitbringen und ihren Körper an regelmäßige Bewegung gewöhnt haben. Für blutige Anfänger ohne jede Grundlage ist die hohe Intensität dagegen oft ungeeignet: Das Risiko, sich zu überfordern, die Technik zu verlieren oder sich zu verletzen, ist zu hoch. Sinnvoller ist es, zunächst über einige Wochen eine Basis mit moderatem Ausdauer- und Krafttraining aufzubauen und HIIT erst dann behutsam einzuführen.

Besondere Vorsicht ist bei bestehenden Vorerkrankungen geboten. Wer unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Gelenkproblemen oder anderen chronischen Beschwerden leidet, sollte vor Beginn eines intensiven Intervalltrainings ärztlichen Rat einholen. Auch nach längeren Trainingspausen, in der Schwangerschaft oder bei starkem Übergewicht ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Diese Empfehlung ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, sondern soll dazu ermutigen, sie einzuholen.

Damit HIIT sicher bleibt, gelten einige Grundregeln, die Sie ernst nehmen sollten:

  • Immer aufwärmen: Ein kaltes Training in die volle Intensität ist ein klassischer Fehler und erhöht das Verletzungsrisiko.
  • Technik vor Tempo: Sauber ausgeführte Bewegungen sind wichtiger als möglichst viele Wiederholungen.
  • Auf Warnsignale achten: Bei Schwindel, Brustschmerz, Übelkeit oder ungewohnter Atemnot sofort abbrechen.
  • Regeneration einplanen: Zwischen intensiven Einheiten gehören Ruhetage – zwei bis drei HIIT-Einheiten pro Woche sind für die meisten genug.
  • Individuell dosieren: Intervalllänge und Pausen an den tatsächlichen Leistungsstand anpassen, nicht an Vorbilder aus dem Netz.

HIIT in der Fitnesstrainer-Ausbildung

Für angehende Fitnesstrainerinnen und Fitnesstrainer ist HIIT ein wertvolles Werkzeug, das aber Fachwissen voraussetzt. Ein gut ausgebildeter Trainer erkennt, welcher Klient bereit für intensive Intervalle ist und welcher zunächst eine Grundlage braucht. Er dosiert Belastung und Pause richtig, korrigiert die Technik und erkennt Warnsignale rechtzeitig – genau hier liegt der Unterschied zwischen einem wirksamen und einem riskanten Training.

In der Ausbildung lernen Sie die trainingswissenschaftlichen Grundlagen kennen: wie Belastung und Erholung zusammenspielen, wie Sie Intensität objektiv steuern und wie Sie Trainingspläne individuell auf Ziele und Voraussetzungen Ihrer Kunden abstimmen. Dazu gehört auch das Wissen, wann von HIIT abzuraten ist – etwa bei bestimmten Vorerkrankungen. So können Sie Ihren Klienten helfen, ihre Ziele effizient und sicher zu erreichen, statt sie zu überfordern.

Bei der SWAV Wellness Akademie vermitteln wir Ihnen genau diese theoretischen und praktischen Grundlagen. Sie lernen, HIIT-Konzepte kompetent anzuwenden und in stimmige Gesamtpläne einzubinden – eine solide Basis für Ihre Arbeit als Fitnesstrainer.

Fazit

HIIT ist eine anstrengende, aber sehr effiziente Form des Ausdauertrainings. Wer wenig Zeit hat, aber über eine Grundfitness verfügt, kann damit Ausdauer, Sauerstoffaufnahme und Stoffwechsel wirksam fordern. Der Nachbrenneffekt ist real, aber moderat – HIIT ersetzt weder eine passende Ernährung noch einen gesunden Lebensstil und ist kein Wundermittel. Entscheidend sind sauberes Aufwärmen, gute Technik, ehrliche Pausen und der Respekt vor der hohen Intensität, besonders bei Vorerkrankungen.

Sie möchten HIIT und weitere Trainingsformen fundiert vermitteln können? In der Fitnesstrainer-Ausbildung der SWAV Wellness Akademie lernen Sie flexibel und online die Grundlagen, um Ihre Klienten sicher und wirksam zu begleiten. Informieren Sie sich jetzt über unsere Online-Ausbildungen und starten Sie in Ihre Trainerkarriere.

Häufige Fragen zu HIIT

Wie oft pro Woche sollte man HIIT machen?

Für die meisten Trainierenden sind zwei bis drei HIIT-Einheiten pro Woche sinnvoll, mit ausreichend Regeneration dazwischen. Da die Intensität hoch ist, braucht der Körper Erholungszeit. Tägliches HIIT ist für die meisten weder nötig noch empfehlenswert und erhöht das Risiko für Überlastung.

Ist HIIT für Anfänger geeignet?

Für blutige Anfänger ohne Grundfitness ist HIIT in der vollen Intensität meist zu fordernd. Sinnvoller ist es, zunächst über einige Wochen eine Basis mit moderatem Training aufzubauen und HIIT dann behutsam mit längeren Pausen einzuführen. Bei Vorerkrankungen sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie viele Kalorien verbrennt der Nachbrenneffekt wirklich?

Der Nachbrenneffekt (EPOC) erhöht den Energieverbrauch nach dem Training tatsächlich, allerdings in moderatem Umfang. Er verbrennt nicht über viele Stunden hinweg große Kalorienmengen, wie manche Werbeaussagen behaupten. Wer abnehmen möchte, sollte HIIT mit einer passenden Ernährung und einer negativen Energiebilanz kombinieren.

Wie lange dauert ein HIIT-Workout?

Ein komplettes HIIT-Workout dauert inklusive Aufwärmen und Cool-down meist nur 15 bis 25 Minuten. Die eigentliche intensive Phase besteht oft aus 8 bis 12 kurzen Intervallen. Genau diese Zeiteffizienz macht HIIT so attraktiv für Menschen mit vollem Terminkalender.

Was ist der Unterschied zwischen HIIT und Tabata?

Tabata ist eine spezielle, sehr intensive Form von HIIT. Das klassische Tabata-Protokoll besteht aus 20 Sekunden maximaler Belastung und 10 Sekunden Pause, achtmal wiederholt – also nur 4 Minuten. HIIT ist der Oberbegriff und umfasst auch weniger extreme Intervallformate wie 30/30 oder 45/15.

Ist HIIT bei Herz-Kreislauf-Problemen erlaubt?

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder anderen Vorerkrankungen sollte vor dem Start eines intensiven Intervalltrainings unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. HIIT belastet das Herz-Kreislauf-System stark. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung, sondern soll dazu ermutigen, sie einzuholen.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Hochintensives Intervalltraining
  2. Wikipedia: Ausdauer
  3. Wikipedia: Krafttraining
© 2026 swav-berlin.de • Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Hinweis: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn Sie über solche Links einkaufen, erhalten wir ggf. eine Provision – für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Affiliate-Links beeinflussen nicht unsere redaktionelle Auswahl oder Bewertung der Inhalte.
Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

Sicher und bequem bezahlen
Bezahlmethode PayPal
Bezahlmethode Sepa
Bezahlmethode Klarna
Noch Fragen? Unsere E-Mail Adresse
ZFU-Zulassung Nr. 7387521 – Massage-Ausbildung
ZFU-Zulassung Nr. 7387621 – Fitness-Ausbildung

Google Bewertung
4.9

Basierend auf 1343 Bewertungen

WellnessInPerfektion WIP GmbH
4.9
1343 Rezensionen
Profilbild von Jessika Elling
in der letzten Woche
Die Referenten waren super freundlich und mega lieb. ALLE Fragen wurden beantwortet, auch wenn diese bereits im Skript geklärt waren. Durch die entspannte Art wurden mir innerhalb kürzester Zeit meine "Sorgen" genommen. Auch wenn ich ein Prüfungsschisser bin, bin ich froh von einem der beiden im nächsten Jahr geprüft zu werden. ALLE Daumen hoch, weiter so!!!! Und vielen lieben Dank! Jessika
Jessika Elling
Profilbild von Liane Winzenried
in der letzten Woche
Ganz tolle Schulung alles mit Ruhe und sehr genau erklärt ich empfehle jedem das Team und die Schulung alles perfekt und professionell
Liane Winzenried
Profilbild von Micha Friese
in der letzten Woche
Live Online Schulung Für Fachpraktiker Massage. Sehr professionell und kurzweilig. Theorie und Praxis wurden sehr gut erklärt. Es wurde auf alle Fragen eingegangen. Freue mich schon auf das Präsenzseminar. Gruss vom Bodensee....
Micha Friese
Profilbild von Engel Sandra
vor einem Monat
Sehr gut, gerne weiter mit WIP machen.
Engel Sandra
Profilbild von Katarzyna Wieczerzak
vor einem Monat
Katarzyna Wieczerzak
Profilbild von Andre Stix
vor einem Monat
Absolut empfehlenswert – eine tolle Erfahrung! Ich habe hier meine Ausbildung zum Fachpraktiker/in für Massage, Wellness & Prävention absolviert und bin einfach nur begeistert. Schon die Online-Vorbereitung war klasse: Super strukturiert, und alle Inhalte zu den einzelnen Massagen standen vorab perfekt zur Verfügung. ​Die 4 Präsenztage vor Ort in Berlin waren dann das absolute Highlight. Unglaublich informativ, mit ganz viel praktischer Anwendung und direkter Hilfestellung. Ein riesiges Dankeschön an Diana für die tolle Durchführung! Sie hatte wirklich immer ein offenes Ohr für uns und hat uns die besten Tipps und Tricks aus der Praxis gezeigt. Auch an Ulli ein großes Danke für die tolle und reibungslose Vorbereitung der Kurse. ​Ihr seid ein tolles Team, es war eine wunderschöne Zeit und eine großartige Erfahrung für mich. Macht weiter so!
Andre Stix
Profilbild von Heike Regenberg
vor einem Monat
Ich kann dieses Seminar und besonders die Dozentin Diana von Herzen weiterempfehlen. Diana ist ein unglaublich herzlicher, empathischer und kompetenter Mensch. Sie hatte während des gesamten Kurses immer ein Lächeln im Gesicht und schaffte es, eine angenehme und entspannte Lernatmosphäre zu schaffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie aufmerksam sie auf die Teilnehmer eingegangen ist. Sie merkte sofort, wenn die Konzentration nachließ oder wir etwas müde wurden, und schaffte es mit ihrer motivierenden Art immer wieder, alle zu begeistern und mitzunehmen. Ihre Leidenschaft für das Thema ist in jeder Minute spürbar. Sie vermittelt ihr Wissen mit viel Freude, Geduld und Authentizität. Man merkt einfach, dass dieser Beruf ihre Berufung ist und sie ihn mit ganzem Herzen lebt. Vielen Dank für diese wunderbare Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen. Diana ist eine Dozentin, die man so schnell nicht vergisst!
Heike Regenberg
Profilbild von Ab Ab
vor einem Monat
Der Ablauf verlief ohne jegliche Komplikationen. Die Lehrkräfte und Dozenten waren äußerst freundlich. Die Korrekturen erfolgten stets in kürzester Zeit. Auf Anfragen erhielt ich prompt und kompetent Rückmeldungen. Ich beabsichtige, mich auch zukünftig für Studiengänge an dieser Institution anzumelden und diese dort zu absolvieren. Meine Zufriedenheit ist hoch, weshalb ich diese Einrichtung uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ab Ab
Profilbild von chokthawee s
vor 2 Monaten
Vielen Dank für das tolle Webseminar! Die zwei Tage haben mir sehr gut gefallen. Die Inhalte waren äußerst lehrreich und verständlich vermittelt. Ich konnte viel mitnehmen und fühle mich jetzt bestens auf die Prüfung vorbereitet. Vielen Dank auch für die vielen hilfreichen Informationen und Tipps😁
chokthawee s