07. April 2017
Lesezeit ca. 17 Min.

Die Akupunktur-Massage ist eine energetische Meridian-Massage, die auf den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beruht. Statt mit Nadeln wird dabei mit den Händen und speziellen Massagestäbchen entlang der sogenannten Meridiane gearbeitet. Nach der Lehre der TCM sollen so Energiebahnen stimuliert werden – viele Menschen empfinden die Behandlung als entspannend und wohltuend. Dieser Beitrag erklärt Konzept, Ablauf und Grenzen der Methode.

Key Facts – Akupunktur-Massage

  • Prinzip: energetische Meridian-Massage aus dem Umfeld der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – ohne Nadeln.
  • Werkzeuge: Hände, Fingerdruck und ein rundes Massagestäbchen (Akupunkturköpfchen) zum Bestreichen der Meridiane.
  • Verwandte Methode: die Akupunktmassage nach Penzel (APM), 1950er-Jahre, als westlich systematisierte Variante.
  • Theoretische Grundlage: Qi und Meridiane sind traditionelle Vorstellungen der TCM und wissenschaftlich nicht belegt.
  • Wirkung: kann als entspannend und wohltuend empfunden werden – kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Behandlung.
  • Kontraindikationen: u. a. Schwangerschaft, akute Entzündungen, offene Haut, Fieber – im Zweifel ärztlich abklären.
  • Zielgruppe der Ausbildung: Masseure, Wellness- und Präventionsfachkräfte, die ihr Repertoire fernöstlich erweitern möchten.

Was ist die Akupunktur-Massage?

Die Akupunktur-Massage ist eine manuelle Behandlungsform, die ihre Wurzeln im Gedankengut der Traditionellen Chinesischen Medizin hat. Anders als bei der klassischen Akupunktur kommen dabei keine Nadeln zum Einsatz. Stattdessen werden bestimmte Punkte und Linien auf der Haut – die nach der Lehre der TCM als Meridiane bezeichnet werden – mit den Fingern, mit sanftem Druck oder mit einem runden Massagestäbchen bestrichen und stimuliert.

Der Grundgedanke stammt aus einem über 2.500 Jahre alten medizinischen Weltbild. Nach der Vorstellung der TCM fließt eine Lebensenergie namens Qi durch den Körper und soll für ein inneres Gleichgewicht sorgen. Wichtig zur Einordnung: Qi, Meridiane und Energiefluss sind traditionelle Konzepte und aus Sicht der modernen Naturwissenschaft nicht belegt. Sie beschreiben ein historisch gewachsenes Erklärungsmodell, keine physiologisch nachgewiesenen Strukturen. Viele Menschen erleben die ruhige, streichende Berührung der Akupunktur-Massage dennoch als angenehm und entspannend.

Hände eines Therapeuten stimulieren mit einem runden Massagestäbchen die bekleidete Schulter- und Rückenpartie
© WellnessInPerfektion WIP GmbH (KI)

Gerade weil die Haut bei dieser Technik nicht verletzt wird, ist die Akupunktur-Massage nicht allein Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Sie hat sich zu einem beliebten Betätigungsfeld für Masseure sowie für Fachkräfte im Bereich Wellness und Prävention entwickelt, die ihr Angebot um eine fernöstliche Komponente erweitern möchten. Sie sollten dabei stets im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine Entspannungs- und Wohlfühlanwendung handelt – nicht um eine Heilbehandlung.

Die Geschichte der Akupunktur

Das Wort Akupunktur kommt aus dem Lateinischen und Chinesischen und bedeutet sinngemäß »mit der Nadel stechen«. Dieser Zweig der Traditionellen Chinesischen Medizin ist mehr als 2.500 Jahre alt und findet sich in seiner ältesten schriftlich festgehaltenen Ausprägung in der berühmten Sammlung medizinischer Schriften, die unter dem Namen »Innere Klassiker des Gelben Kaisers« (Huangdi Neijing) bekannt wurde. Ehemals mit Nadeln aus fein bearbeitetem Stein durchgeführt, wurden Technik und Materialien bis ins chinesische Mittelalter hinein verfeinert. Bereits im Jahr 1341 kannte man 349 Akupunkturpunkte, die größtenteils bis heute in der Akupunktur-Topologie zu finden sind.

Ihren Weg nach Europa trat die Methode im frühen 17. Jahrhundert an, als portugiesische Missionare davon berichteten. Nach den Bemühungen der niederländischen Ärzte Willem ten Rhijne und Engelbert Kaempfer, die Akupunktur in Europa bekannt zu machen, dauerte es noch bis ins 19. Jahrhundert, bis erste anerkannte Akupunkturpraxen auf dem europäischen Kontinent und in den USA entstanden. Bis heute ist die Akupunktur eine der weltweit bekanntesten Methoden aus dem Umfeld der TCM.

Meridiane und das Energiefluss-Konzept der TCM

Im Zentrum der Akupunktur wie auch der Akupunktur-Massage steht nach der Lehre der TCM die Lebensenergie Qi. Diese soll durch zahlreiche sogenannte Meridiane durch den Körper fließen und für ein inneres Gleichgewicht verantwortlich sein. Es ist ausdrücklich zu betonen, dass es sich hierbei um ein traditionelles Modell handelt: Weder Qi noch die Meridiane lassen sich anatomisch nachweisen, und ihre Existenz gilt aus wissenschaftlicher Sicht als nicht belegt.

Nach diesem traditionellen Konzept sollen die Meridiane den gesamten Körper wie ein Netzwerk durchziehen. Gerät der postulierte Energiefluss – so die Vorstellung – aus dem Gleichgewicht, könne sich das nach der Lehre der TCM als Missempfinden oder Unwohlsein bemerkbar machen. Die klassische Akupunktur nutzt feine Nadeln, um Reizpunkte entlang dieser Bahnen zu stimulieren. Die Akupunktur-Massage übersetzt denselben Gedanken in eine nadelfreie, manuelle Technik. In beiden Fällen gilt: Die Konzepte beschreiben ein Erklärungsmodell, keine gesicherte medizinische Wirkkette.

Wichtig für ein realistisches Verständnis ist die Trennung zwischen dem historischen Modell und dem tatsächlichen Erleben. Eine sanfte, achtsame Berührung entlang festgelegter Linien kann von vielen Menschen als beruhigend und wohltuend wahrgenommen werden. Solche Entspannungseffekte sind nachvollziehbar – sie belegen jedoch nicht die Existenz von Meridianen oder Qi, sondern sprechen für die generelle Wirkung ruhiger, zugewandter Berührung.

Abgrenzung zur Akupunktur – ganz ohne Nadeln

Der wichtigste Unterschied zwischen der klassischen Akupunktur und der Akupunktur-Massage ist offensichtlich: Bei der Massage wird die Haut nicht durchstochen. Während bei der Akupunktur feine Nadeln an ausgewählten Reizpunkten gesetzt werden, arbeitet die Akupunktur-Massage ausschließlich von außen – mit Fingern, Handballen und einem stumpfen Massagestäbchen. Aus diesem Grund entfällt das Verletzungsrisiko der Nadeltechnik weitgehend.

Bevor man die klassische Akupunktur betrachtet, lohnt ein Blick auf ihren typischen Ablauf. Im Anschluss an ein eingehendes Gespräch legt sich die zu behandelnde Person entspannt auf eine Massageliege. Auf Basis der individuellen Einschätzung werden feine Nadeln an ausgewählten Reizpunkten gesetzt, wobei die Maxime gilt, nur so wenige Punkte wie nötig zu verwenden – in der Regel etwa 16 bis 20. Nach circa 20 bis 30 Minuten werden die Nadeln wieder entfernt. Solche Behandlungen gehören ausschließlich in fachkundige, entsprechend ausgebildete Hände.

Da die Akupunktur die Haut durchdringt, gibt es klare Grenzen: Bei blutverdünnenden Medikamenten, akuten Hauterkrankungen, offenen Wunden oder Fieber ist besondere Vorsicht geboten. Genau hier kommt die nadelfreie Akupunktur-Massage ins Spiel. Sie kann für Menschen interessant sein, die eine Nadelbehandlung scheuen – etwa aus Angst vor Nadeln – und die stattdessen eine sanfte, äußerliche Anwendung bevorzugen. Sie ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose und keine notwendige medizinische Behandlung.

Die Akupunktmassage (APM) als verwandte Methode

Eng verwandt mit der energetischen Akupunktur-Massage ist die Akupunktmassage, kurz APM. Diese Methode wurde in den frühen 1950er-Jahren durch den deutschen Masseur und Bademeister Willy Penzel entwickelt und in ihrer heutigen Form nach ihm benannt (Akupunktmassage nach Penzel). Ziel Penzels war es, die aus dem chinesischen Denken stammenden Vorstellungen in eine westlich nachvollziehbare, systematische Behandlungslogik zu überführen.

Die Akupunktmassage erinnert in ihrer Grundidee an die chinesische Tuina-Massage. Statt Nadeln zu setzen, reizt die Akupunktmassage die Meridiane per Druck und mit einem Stäbchen. Auch bei der Akupunktmassage steht das traditionelle Modell der Energiebahnen im Mittelpunkt – mit demselben Hinweis wie zuvor: Es handelt sich um ein historisch gewachsenes Konzept, nicht um einen wissenschaftlich gesicherten Wirkmechanismus. Wer die Akupunktmassage erlernen möchte, sollte daher ein Grundverständnis für diese traditionellen Vorstellungen mitbringen und sie realistisch einordnen können.

Ein praktischer Vorteil der Akupunktmassage ist ihr niedrigschwelliger Zugang. Weil bei ihr keine Haut verletzt wird, ist die Anwendung nicht auf Mediziner beschränkt. Bevor die typischen Berufsgruppen aufgezählt werden, sei betont, dass eine fundierte Ausbildung dennoch unverzichtbar ist – sowohl für die Technik als auch für das Erkennen von Grenzen. Zu den Menschen, die sich klassischerweise in Richtung Akupunktmassage weiterbilden, zählen:

  • Masseurinnen und Masseure
  • medizinische Bädermeister
  • Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Fachkräfte aus der Pflege

Im Zentrum einer Akupunktmassage-Ausbildung stehen vor allem die verschiedenen energetischen Muster, die nach der Lehre der TCM unterschiedliche Missempfindungen begleiten sollen. Anspruchsvoll ist dabei, diese Muster überhaupt einordnen zu können – die traditionelle Systematik unterscheidet beispielsweise mehrere Formen von Kopfschmerzen, denen jeweils eigene energetische Muster zugeordnet werden. Auch hier gilt: Diese Zuordnungen sind Teil des traditionellen Modells und kein diagnostisches Verfahren im medizinischen Sinn.

Der Ablauf einer Akupunktur-Massage Schritt für Schritt

Eine Akupunktur-Massage folgt in der Praxis meist einem nachvollziehbaren Ablauf. Bevor die eigentliche Massage beginnt, wird nach der Lehre der TCM zunächst die energetische Situation eingeschätzt. Dies geschieht durch das leichte Bestreichen der Haut mit den Fingern. Ein raues Hautempfinden wird dabei traditionell als Hinweis auf einen Energiestau gedeutet, ein glattes, widerstandsloses Empfinden als Hinweis auf eine lokale Energieleere. Diese Deutungen gehören zum traditionellen Modell und sind nicht als medizinische Diagnose zu verstehen.

Ist diese Einschätzung erfolgt, beginnt die eigentliche Anwendung. Die behandelnde Person bestreicht gezielt die Meridiane – bei liegender und meist entkleideter, mit Tüchern bedeckter Klientel. Dazu wird der etwa drei Millimeter große, runde Kopf des Massagestäbchens entlang der Energiebahnen geführt. Nach dem traditionellen Verständnis sollen diese Streichungen die Meridiane »auffüllen«; ergänzt werden sie durch gezielte, sanfte Druckreize. Die einzelnen Schritte lassen sich vereinfacht so zusammenfassen:

  • Vorgespräch und Klärung möglicher Kontraindikationen
  • Einschätzung der Hautbeschaffenheit entlang der Meridiane (nach TCM-Modell)
  • streichende Stimulation der Energiebahnen mit Stäbchen und Händen
  • ergänzende, dosierte Druckreize an ausgewählten Punkten
  • ruhige Nachruhephase, damit die Anwendung als entspannend nachwirken kann

Eine weitere Technik aus dem TCM-Umfeld, die manche Anwender ergänzend heranziehen, ist die Ohrreflexzonen-Betrachtung. Ihr liegt die traditionelle Vorstellung zugrunde, dass sich am Ohr zahlreiche Zonen finden, die jeweils Körperregionen zugeordnet werden. Auch dies ist ein Modell aus der TCM und kein medizinisch gesichertes Diagnoseverfahren. Insgesamt erfordert die saubere Durchführung einer Akupunktur-Massage ein hohes Maß an Erfahrung, Fingerspitzengefühl und ein klares Bewusstsein für die Grenzen der Methode.

Ulrich Pötter, staatlich anerkannter Therapeut
Ulis Expertentipp: Aus meiner langjährigen Praxis als staatlich anerkannter Therapeut rate ich Ihnen, die Akupunktur-Massage stets ehrlich als Entspannungs- und Wohlfühlanwendung zu kommunizieren – und nicht als Therapie gegen konkrete Krankheiten. Wer Beschwerden hat, gehört zuerst ärztlich abgeklärt. Genau diese klare Einordnung schafft Vertrauen bei Ihren Kundinnen und Kunden und schützt Sie rechtlich. Legen Sie in der Ausbildung besonderen Wert darauf, Kontraindikationen sicher zu erkennen.

Anwendungsbereiche der Akupunktur-Massage

Die Akupunktur-Massage wird vor allem im Wellness- und Präventionsbereich zur allgemeinen Entspannung und zum Wohlbefinden eingesetzt. Viele Menschen empfinden die ruhige, streichende Berührung als angenehm und beruhigend. Wichtig ist die klare Sprache: Die Methode behandelt oder heilt keine Krankheiten, sondern zielt auf ein Gefühl von Entspannung und Körperbewusstsein.

Bevor typische Anlassbereiche genannt werden, sei dieser Rahmen ausdrücklich betont. Menschen suchen eine Akupunktur-Massage häufig aus folgenden Gründen auf – immer im Sinne von Entspannung und Wohlbefinden, nicht als medizinische Behandlung:

  • allgemeine Entspannung und Stressausgleich im Alltag
  • Wunsch nach einer nadelfreien Alternative zur Akupunktur (etwa bei Nadelangst)
  • Wohlfühlanwendung im Wellness- und Präventionskontext
  • Interesse an einer achtsamen, körperorientierten Auszeit
  • begleitende Entspannung zusätzlich zu – nicht anstelle von – ärztlicher Betreuung

Wer unter anhaltenden oder unklaren Beschwerden leidet, sollte diese in jedem Fall ärztlich abklären lassen. Die Akupunktur-Massage kann eine angenehme Ergänzung zum persönlichen Wohlbefinden sein, ersetzt jedoch niemals eine medizinische Diagnose oder Therapie.

Kontraindikationen – wann Vorsicht geboten ist

So sanft die Akupunktur-Massage auch ist, gibt es Situationen, in denen sie nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden sollte. Eine seriöse Ausbildung legt großen Wert darauf, dass Sie diese Grenzen sicher erkennen. Bevor die einzelnen Punkte aufgeführt werden, gilt der Grundsatz: Im Zweifel ist ärztlicher Rat einzuholen, und bei akuten Beschwerden hat die medizinische Abklärung immer Vorrang.

Zu den wichtigsten Kontraindikationen und Vorsichtsgründen zählen:

  • Schwangerschaft – hier nur nach ärztlicher Rücksprache und durch erfahrene Fachkräfte
  • akute Entzündungen sowie Fieber
  • offene Wunden, frische Verletzungen und großflächige Hauterkrankungen
  • akute Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Dermatitis im Behandlungsbereich
  • schwere Erkrankungen – hier gehört die Behandlung in ärztliche Hände
  • schwerwiegende psychische Erkrankungen
  • allgemeines Unwohlsein oder Kreislaufschwäche am Behandlungstag

Diese Aufzählung ersetzt keine individuelle Beratung. Sie verdeutlicht aber, dass verantwortungsvolles Arbeiten immer bedeutet, im Vorfeld zu klären, ob eine Anwendung überhaupt sinnvoll und sicher ist. Bestehen Unsicherheiten, sollte die Massage verschoben und zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden.

Ausbildung und Selbstanwendung

Wenn Sie Ihr Repertoire als Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention erweitern möchten, ist die Akupunktur-Massage ein spannendes Feld. In einer entsprechenden Ausbildung lernen Sie den Umgang mit den speziellen Massagestäbchen, das Bestreichen der Meridiane und – besonders wichtig – das sichere Erkennen von Kontraindikationen. Gerade weil die theoretische Grundlage auf traditionellen Vorstellungen beruht, gehört zu einer guten Ausbildung auch die Fähigkeit, die Methode ehrlich und rechtssicher einzuordnen.

Bevor Sie an eine Anwendung bei anderen Menschen denken, empfiehlt sich ein behutsamer Einstieg. Für die private Selbstanwendung gilt: Bleiben Sie bei sanftem, angenehmem Druck, meiden Sie verletzte oder entzündete Hautpartien und hören Sie auf Ihren Körper. Eine Selbstanwendung dient allein dem eigenen Wohlbefinden und ist keine Behandlung. Sobald Beschwerden auftreten oder länger anhalten, ist der Weg zur Ärztin oder zum Arzt der richtige.

Eine strukturierte Weiterbildung bietet den Vorteil, dass Sie Technik, Theorie und die notwendige Vorsicht gemeinsam erlernen. So können Sie die Akupunktur-Massage seriös als Wohlfühlangebot in Ihr Portfolio aufnehmen – mit klarem Bewusstsein dafür, was die Methode leisten kann und was nicht.

Fazit

Die Akupunktur-Massage und die verwandte Akupunktmassage (APM) nach Penzel sind sanfte, nadelfreie Anwendungen aus dem Umfeld der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie beruhen auf den traditionellen Vorstellungen von Qi und Meridianen – Konzepten, die wissenschaftlich nicht belegt sind und als historisches Erklärungsmodell zu verstehen sind. Als achtsame, streichende Berührung werden diese Massagen von vielen Menschen als entspannend und wohltuend empfunden. Sie behandeln oder heilen jedoch keine Krankheiten. Wer die Methode seriös anbieten möchte, kommuniziert sie als Wohlfühlanwendung, achtet konsequent auf Kontraindikationen wie Schwangerschaft, Entzündungen oder offene Haut und verweist bei Beschwerden an die ärztliche Abklärung. In dieser klaren Einordnung liegt der eigentliche Wert – für Ihre Kundinnen und Kunden ebenso wie für Ihre eigene Professionalität.

Häufige Fragen zur Akupunktur-Massage

Ist die Akupunktur-Massage dasselbe wie Akupunktur?

Nein. Bei der klassischen Akupunktur werden feine Nadeln in die Haut gesetzt. Die Akupunktur-Massage kommt vollständig ohne Nadeln aus und arbeitet ausschließlich von außen – mit den Händen, sanftem Druck und einem runden Massagestäbchen entlang der nach der Lehre der TCM beschriebenen Meridiane.

Was ist die Akupunktmassage nach Penzel (APM)?

Die Akupunktmassage nach Penzel ist eine in den 1950er-Jahren vom deutschen Masseur Willy Penzel entwickelte, westlich systematisierte Variante. Statt mit Nadeln arbeitet die Akupunktmassage mit Druck und einem Stäbchen entlang der Meridiane. Auch sie beruht auf traditionellen TCM-Vorstellungen, die wissenschaftlich nicht belegt sind.

Kann die Akupunktur-Massage Krankheiten heilen?

Nein. Die Akupunktur-Massage ist eine Entspannungs- und Wohlfühlanwendung und behandelt oder heilt keine Krankheiten. Viele Menschen empfinden sie als angenehm und beruhigend. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie diese immer ärztlich abklären lassen.

Wann sollte man auf eine Akupunktur-Massage verzichten?

Vorsicht ist unter anderem bei Schwangerschaft, akuten Entzündungen, Fieber, offenen Wunden und großflächigen Hauterkrankungen geboten. In solchen Fällen sowie bei Unsicherheit sollten Sie zunächst ärztlichen Rat einholen, bevor eine Anwendung erfolgt.

Wer darf eine Akupunktur-Massage durchführen?

Da die Haut nicht verletzt wird, ist die Anwendung nicht auf Mediziner beschränkt. Häufig erlernen sie Masseure, Fachkräfte für Wellness und Prävention oder Physiotherapeuten im Rahmen einer Ausbildung. Eine fundierte Schulung ist dennoch wichtig, besonders um Kontraindikationen sicher zu erkennen.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Akupunktur
  2. Wikipedia: Meridian (TCM)
  3. Wikipedia: Traditionelle Chinesische Medizin
  4. Wikipedia: Akupressur
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Über den Autor
Autorenbild Ulrich Pötter
Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Jessika Elling
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vor 2 Monaten
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chokthawee s