12. September 2022
Lesezeit ca. 23 Min.

Ob beim Sport, im Alltag oder bei vorhandenen Rückenschmerzen: Eine starke Körpermitte ist die Basis für Ihre Vitalität. Darum sollten Sie regelmäßig auf ein effizientes Core Training achten. Ein Fitnesskonzept, bei welchem Sie gezielt die Körpermitte ansprechen, um eine gesunde Haltung zu fördern und Verletzungen sowie Dysbalancen präventiv zu verhindern. Was genau sich hinter dem Begriff Core Training verbirgt, für wen es geeignet ist und mit welchen Übungen Sie Ihre Körpermitte erfolgreich unterstützen, darüber berichten wir in unserem heutigen Ratgeber.

Key Facts — Core Training

  • Was ist der Core: Die gesamte Körpermitte (Rumpf) zwischen Hüfte und Zwerchfell — nicht nur die Bauchmuskeln
  • Beteiligte Muskeln: Rund 12 Muskelgruppen — gerade, schräge und tiefe Bauchmuskeln, Rückenstrecker, Beckenboden, Zwerchfell, Hüft- und Gesäßmuskulatur
  • Nutzen: Bessere Körperhaltung, stabilerer Rücken, mehr Gleichgewicht und ein geringeres Verletzungsrisiko beim Sport und im Alltag
  • Häufigkeit: Etwa 2× wöchentlich — viele Verbundübungen lassen sich gut in das bestehende Workout integrieren
  • Für wen: Für jeden geeignet — vom Leistungssportler bis zu Menschen mit viel Sitzzeit im Alltag
  • Plank als Basis: Der Plank (Unterarmstütz) ist die wichtigste Grundübung und lässt sich in vielen Variationen ausführen
  • Wichtig: Bei akuten Rückenschmerzen oder Vorerkrankungen vor Trainingsbeginn ärztlich abklären lassen

Welche Muskeln werden beim Core Training beansprucht?

Häufig wird das Core Training mit einem Training für die Bauchmuskeln gleichgesetzt. Allerdings gehören zu einer gesunden Körpermitte weit mehr als nur die reine Bauchmuskulatur. Insgesamt 12 unterschiedliche Muskeln werden während der Core Übungen angesprochen, darunter:

  • Die inneren schrägen Bauchmuskeln
  • Die tiefen Rückenmuskeln
  • Die Beckenbodenmuskeln
  • Das Zwerchfell
  • Die geraden Bauchmuskeln
  • Die untere Rückenmuskulatur mit Schwerpunkt auf den Rückenstrecker
  • Hüftmuskulatur
  • Vordere sowie hintere Oberschenkelmuskulatur
  • Äußere schräge Bauchmuskeln
  • Gesäßmuskeln

Für gewöhnlich lassen sich jene Muskelbereiche noch in die tiefen und die äußeren Core Muskeln unterteilen. Während Beckenbodenmuskeln, innere schräge Bauchmuskeln, tiefe Rückenmuskeln und Zwerchfell zu den tiefen Core Muskeln zählen, gehören alle anderen Muskelpartien zu den äußeren Core Muskeln. Sie alle haben bereits für sich selbst eine wichtige Funktion, erweisen sich aber im Verbund als unverzichtbar für eine stabile, bewegliche und beschwerdefreie Körpermitte.

Welche Vorteile hat das Core Training?

Ein Core Training vereint mehrere positive Eigenschaften, zum Beispiel:

1. Eine verbesserte Körperhaltung

Sie können nur dann eine mobile und kräftige Körpermitte erhalten, wenn Sie eine gesunde Körperhaltung nach außen transportieren. Diese stärkt Ihren Rücken und verhindert, dass Sie in sitzenden Positionen zusammensinken oder aber Ihr Nacken während der langen Bildschirmarbeit eine ungesunde Haltung einnimmt. Je widerstandsfähiger und stabiler Ihr Rumpf, desto besser die Körperhaltung und umso höher Ihre Prävention gegenüber Haltungsfehlern mit dazugehörigen Verspannungen, Verkrampfungen oder muskulären Dysbalancen.

2. Geringeres Verletzungsrisiko

Durch Core Übungen sorgen Sie für eine Körpermitte, die mehr Kraft besitzt und dadurch den unterschiedlichsten Leistungen wie einem Krafttraining oder auch einem intensiven Ausdauersport standhalten kann. Dies minimiert das Verletzungsrisiko und steigert zugleich Ihre sportliche Leistungsfähigkeit. Immerhin bedeutet eine geringere Gefahr für Unfälle, Stürze und ernsthafte Begleiterscheinungen mehr Freiraum für sportliche Aktivitäten und mehr Zeit sowie Power für ein sicheres Fitnessprogramm.

3. Kräftige Rumpfmuskeln

Einer der entschiedensten Vorteile des Core Trainings ist die Verbesserung der Rumpfmuskulatur. Mit spezifischen Übungen sorgen Sie dafür, dass sich Rumpfmuskeln langfristig sowie nachhaltig kräftigen lassen. Dadurch sind sie belastbarer für andere Trainingsarten und liefern Ihnen die ideale Basis für ein ganzheitliches Fitnesskonzept.

4. Verbessertes Gleichgewicht

Mit dem Core Training können Sie auch Ihr Gleichgewicht fördern. Immerhin setzen Krafttraining und Ausdauersport voraus, dass Sie sicher und ohne propriozeptive Probleme aktiv sein können. Je stärker die Rumpfmuskeln, desto größer Ihre Körperstabilität, was sich ebenfalls bei komplexen Bewegungen darauf auswirkt, dass Sie Ihr Gleichgewicht bewahren können.

5. Geringere Gefahr für Rückenschmerzen und Verkrampfungen

Eine gesunde Körpermitte kann Ihnen helfen, Schmerzen präventiv vorzubeugen und bereits bestehende Rückenprobleme zu lindern. Gemeinsam mit dem verringerten Verletzungsrisiko beim Sport oder bei alltäglichen Bewegungen und der erhöhten Belastbarkeit gelingt es also, mit einem Core Training Ihren gesamten Bewegungsapparat zu kräftigen und seine Mobilität zu unterstützen, was sich auf Ihr ganzheitliches Wohlbefinden auswirken kann.

Core-Training Übungen

Es gibt zahlreiche Übungen, die für ein erfolgreiches Core-Training geeignet sind. Nachfolgend stellen wir Ihnen unterschiedliche Techniken vor, mit denen Sie Ihre Körpermitte gesund und nachhaltig trainieren können. Achten Sie bei allen Übungen auf eine saubere Ausführung und eine gleichmäßige Atmung — Qualität geht vor Tempo.

1. Hip Thrust

Diese Übung eignet sich auch für Anfänger. Sie trainiert die gesamte Gesäß- und Rumpfmuskulatur.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in eine sitzende Position, Knie angewinkelt und setzen Sie sich mit dem Rücken gegen eine Bank
  2. Füße sind am Boden aufgestellt, Schulterblätter etwas höher platziert
  3. Lassen Sie nun Ihre Hüfte ganz langsam gen Decke nach oben wandern
  4. Spannung kurz halten
  5. Kehren Sie jetzt schnell in die Ausgangsposition zurück
  6. Führen Sie die Übung in gleichmäßigem Tempo aus
  7. Absolvieren Sie etwa 2-3 Wiederholungen
Core Training -- Hip Thrust

2. Mountain Climbers

Auch die Übung Mountain Climbers ist für Anfänger geeignet und trainiert hauptsächlich den Rumpf sowie den Hüftbeuger.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in die Position des Planks, Hände unter den Schultern, Fersen, Kopf sowie Schulterblätter formen eine gerade Linie
  2. Ziehen Sie das rechte Knie in Richtung Ihres Kinns und wiederholen Sie dies mit der anderen Seite
  3. Achten Sie darauf, dass je nur ein Fuß am Boden steht
  4. Erhöhen Sie die Geschwindigkeit mit jeder Wiederholung
Core Training -- Mountain Climbers

Tipp: Falls die Übung zu schwierig ist, könnten Sie Ihre Bewegungen langsamer ausführen oder abwechselnd nur einen Fuß heben und senken, statt mit beiden Füßen zu arbeiten.

3. Plank mit Hip-Dip

Wieder zeigt sich eine Übung für Anfänger, die den ganzen Rumpf trainieren soll.

Durchführung:

  1. Beginnen Sie in einer niedrigen Position des Planks, Unterarme am Boden aufliegend, Hände verschränkt, Füße schulterbreit voneinander entfernt
  2. Halten Sie die Schulter bitte flach und lassen Sie die Hüften von einer zur anderen Seite drehen, bis sie Bodenkontakt haben
  3. Wiederholen Sie diese Bewegung fortlaufend
  4. Übung einige Male ausführen, dann langsam aufhören
Core Training -- Plank mit Hip Dip

4. Plank und Rotation

Kommen wir nun zu einer Core Übung, die eher für Fortgeschrittene geeignet ist. Sie trainiert die seitlichen Rumpfmuskeln.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich wieder in eine niedrige Plank-Position, Unterarme flach am Boden, parallel zu Ihren Schulterblättern mit Kontakt zueinander
  2. Drehen Sie den Körper erst nach rechts, Füße rollen dabei gleichzeitig auf die rechte Seite, Fingerspitzen Ihrer rechten Hand strecken sich gen Decke
  3. Wieder in die Ausgangsposition zurückkehren
  4. Wiederholen Sie die Übung für die linke Seite
  5. Führen Sie die Übung mehrere Male in kontrolliertem Tempo aus

5. Reverse Hyperextensions

Mit dieser Übung für Fortgeschrittene trainieren Sie Ihren unteren Rückenbereich sowie den Hüftstrecker

Durchführung:

  1. Legen Sie sich auf den Bauch, Beine und Arme gestreckt, Gesicht nach unten gerichtet
  2. Spannen Sie die Bauchmuskeln an und heben Sie dabei die Arme sowie Beine, der Blick bleibt gen Boden
  3. Kehren Sie langsam in die Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie die Übung erneut
  4. Führen Sie die Übung mehrere Male mit kontrollierten Bewegungsabläufen aus

6. Seitlicher Plank mit Hip-Dip

Mit der Übung für fortgeschrittene trainieren Sie nicht nur Ihre gesamten Core Muskeln, sondern vor allem die seitliche Bauchmuskulatur

Durchführung:

  1. Legen Sie sich auf die linke Seite, linker Unterarm liegt am Boden, Finger zeigen von Ihrem Gesicht weg, rechte Hand zeigt gen Decke, Füße bleiben übereinander
  2. Begeben Sie sich jetzt in die seitliche Plank Position
  3. Lassen Sie die Hüften in Bodenrichtung fallen
  4. Schnelle jetzt sofort in die hohe Plank Position zurück
  5. Wiederholen Sie die Übung mehrfach
  6. Nach einem beendeten Satz, beginnen Sie auf der rechten Seite

Tipp:

Wenn die Übung zu schwierig ist, können Sie auch von einer hohen Plank Position als Anfang beginnen und sich auf den Boden zurückfallen lassen, während Sie sich zwischen den einzelnen Bewegungen Zeit lassen. Für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad dagegen sollten Sie eine Kurzhantel nutzen, auf Ihre Hüfte legen und die gesamte Zeit über mit den Oberarmen festhalten.

7. Supermann Plank

Diese Übung eignet sich eher für Fortgeschrittene und trainiert die ganzen Schultermuskeln sowie die Muskeln der Körpermitte. Außerdem können Sie mit der Übung Ihre Koordination steigern.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in eine niedrige Plank Position, Unterarme am Boden liegend, Ellbogen unterhalb der Schultern, Fersen als gerade Linie zwischen Kopf, Rücken sowie Beinen
  2. Richten Sie den Blick gen Boden und heben Sie die rechte Hand nach vorne, während Sie gleichzeitig das linke Bein nach oben heben
  3. Kehren Sie nun in die Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie die Übung für die andere Seite
Core Training -- Superman Plank

Tipp:

Sollte Ihnen diese Ausführung zu schwierig sein, können Sie die Bewegung langsamer ausführen und eine ausgedehnte Pause absolvieren.

8. Tragen der Kettlebells

Hierbei handelt es sich wieder um eine leichte Übung, die auch für Anfänger geeignet wäre und die Stabilität Ihrer Rumpfmuskeln verbessert

Durchführung:

  1. Nehmen Sie in jede Hand eine Kettlebell und stellen Sie sich gerade hin, Schulterblätter nach hinten und unten ziehen, Rumpfmuskeln anspannen, leicht die Füße in Außenrotation bringen
  2. Laufen Sie nun langsam vorwärts, ohne dabei Ihre Knie unnötig anzuspannen
  3. Drehen Sie wieder um und laufen Sie in die andere Richtung
  4. Wiederholen Sie die Übung mehrere Male und halten Sie zwischen den einzelnen Durchgängen eine kurze Pause

Tipp:

Achten Sie darauf, dass Sie immer gleichmäßig atmen und die Gewichte verringern, sobald sie Ihnen zu schwer werden.

9. Russian Twist

Eine Übung für Fortgeschrittene ist auch der Russian Twist, der ebenfalls die Rumpfstabilität steigern kann

Durchführung:

  1. Nehmen Sie eine Kugelhantel, eine Hantelscheibe oder eine Kurzhantel in Ihre Hände und setzen Sie sich auf den Boden, Beine im 45 Grad Winkel gebeugt, Fersen am Boden liegend, Zehen nach oben gerichtet
  2. Heben Sie die Fersen jetzt rund 15 cm vom Boden ab und lassen Sie das Gewicht in Ihrer Hand langsam sowie gleichmäßig über den Oberkörper seitwärts sowie zurück wechseln
Core Training -- Russian Twist

Tipp: Falls die Übung zu schwierig ist, lassen Sie Ihre Füße am Boden liegen, sollte die Übung zu einfach sein, steigern Sie das Gewicht.

10. Hollow Man

Diese Übung trainiert die Rumpfmuskulatur und eignet sich auch bei Schmerzen im unteren Rücken. Sie können sie als Anfänger oder Profi absolvieren, wobei Einsteiger eher die Knie gebeugt und das Kinn angezogen halten, während Profis die Übung sogar mit den Händen über den Kopf und den Beinen gen Boden gesenkt absolvieren.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich auf den Rücken, Beine im 45 Grad Winkel, Arme seitlich, Kinn gen Boden geneigt
  2. Legen Sie Ihren Rücken ganz flach auf den Boden, ziehen Sie Ihre Hüftknochen sowie den Brustkorb zusammen und achten Sie auf Bauchspannung
  3. Spannen Sie nun auch Oberschenkel und Gesäß an, tief atmen und Zwerchfell aktivieren
  4. Kinn anziehen und die Schultern nach unten
Core Training -- Hollow Man

11. V-Ups

Mit dieser Übung für Profis trainieren Sie die geraden Bauchmuskeln und die schrägen Bauchmuskeln sowie Ihren Hüftstrecker.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in Rückenlage, Arme über den Kopf gestreckt, Beine gestreckt, Füße nah beieinander
  2. Drücken Sie nun die Schultern gen Boden, und heben Sie Ihre Beine langsam an
  3. Rollen Sie die Schultern vom Boden ab, um den Oberkörper vom Boden anzuheben
  4. Achten Sie darauf, dass Ihr Körper ein V darstellt, sobald Beine und Hände zusammentreffen
  5. Gehen Sie langsam in die Ausgangsposition zurück

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Körper immer angespannt bleibt und die Beine gestreckt sind. Atmen Sie gleichmäßig ein und aus. Für Anfänger oder Fortgeschrittene sollte eher ein einfacher Crunch absolviert werden.

12. Walking Lunges

Diese Übung ist für Profis und trainiert die Stabilität der Körpermitte sowie die ganze Beinmuskulatur

Durchführung:

  1. Nehmen Sie eine Kugelhantel mittelschwerem Gewicht in jede Hand und platzieren Sie sich gerade aufgestellt
  2. Treten Sie mit dem linken Fuß vor und senken Sie gleichzeitig das rechte Bein gen Boden
  3. Der linke Fuß steht über dem linken Knöchel und wird immer weiter zum Boden gedrückt, damit Sie wieder in den aufrechten Stand kommen
  4. Begeben Sie sich wieder in die Ausgangsposition und wiederholen Sie die Übung mit dem rechten Fuß

Tipp:

Falls die Übung schwierig ist, absolvieren Sie sie lieber ohne Gewichte oder Sie wechseln zu einem Ausfallschritt

13. Crab Walk

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in den umgekehrten Vierfüßlerstand, Ihr Bauch zeigt gen Decke, Füße aufgestellt, Arme durchgedrückt, Fingerspitzen weisen nach hinten und die Knie sind angewinkelt
  2. Versuchen Sie jetzt, diese Position wenige Sekunden zu halten
  3. Nun bewegen Sie sich ganz langsam einige Meter vor und wieder zurück
  4. Diese Übung soll dazu beitragen, dass Sie sich wie eine Krabbe bewegen und Ihre Körperstabilität verbessert
Ulrich Pötter, Geschäftsführer der WIP GmbH

Mein Expertenrat aus 20+ Jahren Praxis als staatlich anerkannter Therapeut: Beim Core Training machen die meisten denselben Fehler — sie hetzen durch die Wiederholungen und vergessen die Körperspannung. Eine sauber gehaltene Plank über 20 Sekunden bringt mehr als 50 wacklige Crunches. Mein Tipp: Beginnen Sie mit zwei bis drei Grundübungen (zum Beispiel Plank, Mountain Climbers, Hip Thrust), die Sie wirklich beherrschen, und steigern Sie erst dann Umfang und Schwierigkeit. Achten Sie immer auf eine ruhige, tiefe Atmung — wer die Luft anhält, verliert die Rumpfspannung. Und ganz wichtig: Wenn Sie unter akuten Rückenschmerzen leiden oder eine Vorerkrankung haben, lassen Sie das Training vorab ärztlich abklären. Core Training kann Beschwerden vorbeugen, ist aber kein Ersatz für eine medizinische Behandlung.

Wie oft den Core trainieren?

Core Training sollte rund zweimal wöchentlich in das Workout eingebunden werden. Oftmals können aber auch schon viele Übungen des gewöhnlichen Trainingsprogramms mit einer Beanspruchung der Körpermitte kombiniert werden. Zum Beispiel Verbundübungen mit Gewicht.

Für wen ist Core Training geeignet?

Das Core Training ist für jeden Menschen wichtig, weil die starke Körpermitte in sämtlichen alltäglichen und sportlichen Bereichen entscheidend wäre. Daher bietet es sich nicht nur für Leistungssportler oder ambitionierte Hobby-Fitnessfreunde an, sondern auch für Personen, die viel sitzen oder aber generell etwas für ihre kräftige Körpermitte tun möchten.

Welche Ziele werden beim Core Training verfolgt?

Das Core Training dient hauptsächlich zur Beanspruchung der Bereiche zwischen Ihrer Hüfte und dem Zwerchfell, das heißt, den Muskeln die Ihren Unterkörper und den Oberkörper verbinden und dadurch für die bestmögliche Kraftübertragung zwischen den beiden Körperpartien verantwortlich sind. Je trainierter Ihre Körpermitte, desto stabiler wird auch Ihr Rumpf.

Was bedeutet Body Core Training?

Das Body Core ist eine spezielle Trainingsart, welche sich auf die Tiefenmuskulatur von Ihrem Stützapparat, also die geraden, seitlichen und schrägen Bauchmuskeln, die Muskeln des Rückens, der Hüfte, der Beine und des Beckens fokussiert.

Core Training und Planks

Der Plank ist eine sehr beliebte Übung für das Core Training, die Sie in verschiedenen Variationen ausführen können, darunter:

1. Plank Jack

Der waagerechte Hampelmann ist eine der Plank-Variationen für eine starke Körpermitte.

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich in den Unterarmstütz, Oberkörper sowie Unterarme stabil,
  2. Bewegen Sie Ihre Beine gleichzeitig hüpfend nach außen sowie nach innen und achten Sie auf eine stabile Hüfte sowie eine feste Spannung der Bauch- sowie Pomuskeln
Core Training -- Plank Jack

2. Army Crawl Plank

Durchführung:

  1. Begeben Sie sich wieder in die Ausgangsposition des Planks und bewegen Sie Ihre Knie aus dieser Position heraus abwechselnd und schnell über die Außenseite hin zu den Ellbogen
  2. Bilden Sie mit Rücken und Gesäß eine gerade Linie, das Becken bleibt stabil und schwingt nicht mit

3. Reverse Plank

Durchführung:

  1. Stützen Sie sich auf den Unterarmen oder den Handflächen mit ausgestreckten Armen ab, spannen Sie das Gesäß an und drücken Sie die Hüfte nach oben
  2. Spannung für 30 Sekunden oben halten, dann langsam wieder senken
Core Training -- Reverse Plank

Tipp: Steigern Sie die Übung, indem Sie aus der Position heraus Ihre Knie abwechselnd zur Brust heranziehen.

Sie suchen nach weiteren Core Training Übungen? Dann schauen Sie hier in die nachfolgenden Videos!

Wie oft und intensiv Sie Ihre Körpermitte trainieren, bleibt am Ende Ihnen überlassen. Wichtig ist aber, dass Sie ein effizientes und risikoarmes Core-Training in Ihr Workout einbauen, damit Sie langfristig von einer gesunden Körperhaltung profitieren, bei welcher Unter- und Oberkörper im harmonischen Einklang funktionieren.

Fazit

Core Training ist weit mehr als reines Bauchmuskeltraining: Es kräftigt die gesamte Körpermitte aus rund zwölf Muskelgruppen und bildet damit das Fundament für eine gesunde Haltung, ein stabiles Gleichgewicht und ein geringeres Verletzungsrisiko — im Sport wie im Alltag. Der Plank in seinen vielen Variationen ist dabei die zentrale Grundübung, ergänzt durch Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene wie Hip Thrust, Mountain Climbers oder Russian Twist. Schon zwei kurze, saubere Einheiten pro Woche reichen aus, um spürbare Fortschritte zu erzielen. Wichtig ist die korrekte Ausführung mit ruhiger Atmung und gehaltener Körperspannung statt möglichst vieler Wiederholungen. Wer bei Vorerkrankungen oder akuten Rückenschmerzen vorab ärztlichen Rat einholt und das Training langsam aufbaut, schafft sich eine starke, belastbare Körpermitte, die das ganzheitliche Wohlbefinden unterstützen kann.

Häufige Fragen zum Core Training

Wie oft sollte ich Core Training machen?

Für die meisten Menschen sind etwa zwei Einheiten pro Woche ideal. Die Rumpfmuskulatur braucht zwischen den Einheiten Erholung, damit sie sich aufbauen kann. Viele Verbundübungen aus dem normalen Krafttraining beanspruchen die Körpermitte ohnehin mit — Sie müssen also nicht jeden Tag ein separates Core-Workout einlegen. Wichtiger als die Häufigkeit ist die saubere Ausführung mit gehaltener Körperspannung.

Reicht der Plank allein für ein starkes Core?

Der Plank ist eine hervorragende Grundübung und trainiert viele Bereiche der Körpermitte gleichzeitig — als alleinige Übung ist er aber nicht optimal. Für eine ausgewogene Rumpfkraft sollten Sie auch rotierende und dynamische Übungen wie Russian Twist, Mountain Climbers oder Plank mit Rotation einbauen, damit die seitlichen und tiefen Muskeln ebenfalls angesprochen werden. Eine Mischung aus statischen und dynamischen Übungen liefert die besten Ergebnisse.

Ist Core Training auch für Anfänger geeignet?

Ja, Core Training ist für jedes Fitnesslevel geeignet. Beginnen Sie mit einfachen Übungen wie Hip Thrust, Mountain Climbers oder Plank mit Hip-Dip und steigern Sie Umfang und Schwierigkeit erst, wenn Sie die Bewegungen sauber beherrschen. Viele Übungen lassen sich problemlos vereinfachen — etwa durch langsameres Tempo oder das Weglassen von Zusatzgewichten.

Hilft Core Training gegen Rückenschmerzen?

Eine kräftige Körpermitte kann dazu beitragen, Rückenbeschwerden vorzubeugen und die Wirbelsäule zu stabilisieren, da Bauch- und Rückenmuskulatur als Einheit zusammenarbeiten. Core Training ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung. Bei akuten oder anhaltenden Rückenschmerzen sollten Sie die Ursache zuerst ärztlich abklären lassen und das Training nur nach ärztlicher Freigabe aufnehmen.

Brauche ich Geräte für ein effektives Core Training?

Nein. Die meisten der vorgestellten Übungen funktionieren komplett mit dem eigenen Körpergewicht und benötigen nur eine Matte und etwas Platz. Einige Übungen wie Russian Twist, Walking Lunges oder das Tragen der Kettlebells lassen sich mit Zusatzgewichten intensivieren — das ist aber optional und vor allem für Fortgeschrittene sinnvoll.

Wie lange dauert es, bis ich erste Ergebnisse sehe?

Bei regelmäßigem Training spüren viele Menschen schon nach wenigen Wochen eine stabilere Körpermitte und eine bessere Haltung. Sichtbare Veränderungen der Muskulatur hängen stark von Trainingshäufigkeit, Ernährung und individueller Veranlagung ab und brauchen erfahrungsgemäß einige Monate. Entscheidend für nachhaltige Fortschritte ist die Kontinuität — lieber regelmäßig kurz und sauber als selten und übertrieben.

Quellen & Weiterführende Literatur

  1. Wikipedia: Bauchmuskulatur — Überblick über Aufbau und Funktion der Bauch- und Rumpfmuskeln (de.wikipedia.org/wiki/Bauchmuskulatur)
  2. DocCheck Flexikon: Rumpfmuskulatur — medizinisches Nachschlagewerk zur Anatomie (flexikon.doccheck.com/de/Rumpfmuskulatur)
  3. Wikipedia: Core-Training — Grundlagen und Trainingsprinzipien des Rumpftrainings (de.wikipedia.org/wiki/Core-Training)
Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

Geschäftsführer & Ausbildungsexperte der WellnessInPerfektion WIP GmbH

Ulrich Pötter ist Gründer und Geschäftsführer der WellnessInPerfektion WIP GmbH und seit über 25 Jahren als staatlich anerkannter Therapeut tätig. Er ist Autor mehrerer staatlich zugelassener Fernlehrgänge (Klett-Verlag) und verantwortet die fachliche Qualität aller Lehrgänge.

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Über den Autor
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Ulrich Pötter

Der Autor Ulrich Pötter ist selbst staatlich anerkannter Therapeut und Präventionsexperte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit innovativen Ausbildungskonzepten in den Bereichen Massage, Fitness, Wellness, Heilpraktik und Prävention. Er hat fünf professionelle Akademien gegründet, bei denen er auch heute noch Geschäftsführer und Direktor ist.

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Sehr gut, gerne weiter mit WIP machen.
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