Manipulativmassage nach Dr. Terrier

Eine Manipulativmassage ist ein anerkanntes Verfahren innerhalb der manuellen Techniken, bei welchem sich Mobilisation und Entspannungsbehandlung gekonnt miteinander vereinen. Diese Kombination eignet sich für verschiedene physische Erkrankungen und kommt im medizinischen Sektor häufig zum Einsatz. In dem Zusammenhang entstand die Methode bereits vor vielen Jahren und revolutionierte damals die bewährten Praktiken mit ihren innovativen Erkenntnissen über den Bewegungsapparat sowie dessen Rehabilitation.

Manipulativmassage – vielschichtiges System mit Wirksamkeit

Hinter dem Begriff „Manipulativmassage“ verbirgt sich eine Weichteiltechnik mit mobilisierendem Effekt, die für Gelenke und Wirbelsäule entwickelt worden ist. Sie untersteht den manuellen Therapieformen und dient der Behandlung von Disharmonien auf neuroarthromuskulärer Ebene.

Im Allgemeinen besteht eine solche Praktik aus wechselnden Massagetechniken in Verbindung mit der Gelenkmobilisation und der Dehnung von Nerven sowie Muskeln. Deshalb heißt jene Vorgehensweise auch Massage mit passiv-orientierter Mobilisierung.

Obwohl die Anwendung erst in der modernen Medizin ein großes Zielpublikum anspricht, gibt es sie schon seit vielen Generationen. Ihren Ursprung hatte die Manipulationstechnik nämlich vor rund 40 Jahren, als sie der Schweizer Mediziner Dr. med. J. C. Terrier erfand. Dieser war ein angesehener Facharzt für physikalische Medizin, Rheumatologie und Manualmedizin, der von 1918 bis 1992 gelebt hat. Terrier war sogar der Vorreiter für die Etablierung der Manualmedizin und erkannte mit der Manipulativmassage ein neuartiges Verfahren zur Behandlung der Wirbelsäule sowie der peripheren Gelenke. Aus dem Grund heißt die Manipulativmassage mitunter auch Therapie nach Terrier.

Nachdem er die komplexe Strategie entwickelt und ausgearbeitet hatte, setzte sich der Arzt intensiv für deren Anerkennung ein und optimierte das Verfahren kontinuierlich weiter. Mit der Zeit wurden ihre positiven Effekte auf den Bewegungsapparat dann deutlich und es gelang der Manipulativmassage, eine immer größer werdende Klientel anzusprechen.

Ab den 90er Jahren etablierte sich die Methodik infolgedessen auch in Deutschland, wo sie inzwischen in vielen Physiotherapiepraxen zu dem gängigen Leistungsspektrum gehört. Ihre positiven Eigenschaften und die Tiefenwirkung konnten sich bis heute fortwährend verbessern, doch das grundlegende Konzept verdankt sie noch immer den Erkenntnissen, die Terrier einst formuliert hat.

Prinzip der Manipulativmassage – Ausgleich von Dysfunktionen für mehr Vitalität

Die Manipulativmassage folgt einem aufwendigen Zusammenspiel mehrerer Komponenten, die ihre Wirksamkeit nach außen projizieren. Dabei verfolgt die Technik die Annahme, dass sich sämtliche Unregelmäßigkeiten in der Muskulatur und den Sehnen um das krankhaft veränderte Gelenk ertasten lassen. Jene sind das Resultat von diversen Spannungsunterschieden, die sich innerhalb des Gewebes gebildet haben.

Ziel ist es nun, solche Disharmonien zu beheben und dadurch den gesamten Krankheitsverlauf zu stoppen. Genau auf diesem Leitgedanken gründet die Manipulativmassage, denn sie lindert die Schmerzen durch verschiedene Massagetechniken und einen konstanten Zug auf die Gelenke, während gleichzeitig die Propriozeptoren stimuliert werden. Sie gelten als die Rezeptoren der Tiefensensibilität innerhalb des Bewegungsapparats und nehmen für den Heilungsverlauf einen hohen Stellenwert ein.

Die Manipulativmassage erzeugt infolgedessen eine zügige Verbesserung des Allgemeinzustands und ermöglicht es den Therapeuten, seine Patienten ohne großen Aufwand, aber nachhaltig zu behandeln. Der Masseur selbst muss dafür kaum Kraft anwenden und kann eine ergonomische Haltung bewahren, was der Technik ebenfalls einen Nutzen spendet. Die Massage mit passiver Mobilisierung ist heutzutage in unterschiedlichen Bereichen beheimatet, weil ihre Ganzheitlichkeit ein breit gefächertes Anwendungsspektrum erlaubt.

Folglich findet sich die Therapie als eigenständiges Verfahren oder im Verbund mit anderen Praktiken aus der Sportmedizin, der Prävention sowie der Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen. Je nach Behandlung zeigen sich dann vielfältige Effekte, die den Bewegungsapparat in seiner Vitalität unterstützen.

Wirkung der Manipulativmassage – anerkannte Technik mit Nachhaltigkeit

Die Therapie nach Terrier eignet sich für alle beweglichen Gelenke, reflexogene Bereiche um das Gelenk herum wie Muskelenden, Sehnenansätze oder die Sehnen selbst und die Wirbelsäule. Manchmal entsteht dabei eine Tiefenwirkung, die sich bis zu der Gelenkskapsel fortsetzt, denn eine Manipulativmassage dringt in sämtliche Hautschichten ein.

Grundsätzlich spricht das Verfahren daher ebenfalls die Haut und das Bindegewebe an, wobei hier die Effekte weniger deutlich sind. Sobald die Behandlung allerdings vollzogen wird, präsentiert sie verschiedene positive Veränderungen, die eine Vielzahl an Krankheitssymptomen therapieren, darunter:

  • die Arthrose
  • rheumatische Erkrankungen wie Weichteilrheuma
  • funktionelle Mobilitätsprobleme
  • Verspannungen von Muskeln und Sehnen
  • verschiedene Schmerzsyndrome
  • die Spondylose
  • HWS-, BWS-, LWS- und Schulter-Arm-Syndrom, auch chronischer Natur
  • Dysbalancen der Muskulatur
  • Verkürzungen der Muskeln
  • Gonalgie und Coxalgie
  • der Muskelhartspann

Die Manipulativmassage vereint diesbezüglich mehrere Vorteile, die dem Patienten eine rasche Verbesserung seiner Beschwerden gewährleisten. So gelingt es ihr, die einzelnen Gelenke auf schonende Art zu mobilisieren, Schmerzen zu verringern, Verklebungen aufzuheben, Triggerpunkte zu aktivieren und den Muskelaufbau zu fördern.

Weiterhin entsteht durch die Praktik eine optimale Durchblutung aller Weichteile, das Gewebe wird gezielt durch die Massagetechniken angesprochen und es kommt zu einer intensiven Entspannung. Deswegen wird eine Manipulativmassage gerne als Nachbehandlung von Verletzungen, Operationen oder Unfällen angewandt. Die Patienten sind dabei aus verschiedenen Altersgruppen und besitzen unterschiedliche physische Voraussetzungen.

Die Therapie nach Terrier kann gesunden Menschen demnach genauso einen Wohlfühlmoment bieten, wie sie Erkrankte sanft auf deren Heilungsprozess begleitet könnte. Bezogen darauf gibt es aber ebenfalls Gegenanzeichen, die eine solche Technik verhindert. Demzufolge darf sie nicht genutzt werden, wenn ein Patient überempfindlich in puncto Massagetechniken ist, einen Entzündungsprozess im Körper hat, unter Fieber leidet oder eventuelle schwerwiegende Krankheiten vorliegen. Zusätzlich sollte bei erheblichen Mobilitätsproblemen oder degenerativen Krankheiten des Bewegungsapparats vorab Rücksprache mit einem Mediziner gehalten werden. Insofern der Betroffene jedoch für die Massage geeignet ist, muss Selbige einem bestimmten Schema folgen.

Manipulativmassage am Bein

Manipulativmassage in der Praxis – aufwendiges Verfahren mit System

Damit die Therapie nach Terrier gelingt, sollte der ausübende Fachpraktiker zunächst eine Anamnese durchführen. Sie stellt sicher, dass alle körperlichen und psychischen Symptome aufgedeckt sowie in die Behandlung integriert werden.

Im Anschluss findet dann die eigentliche Massage statt, die sich als äußerst vielseitig darstellt. Der Patient wird hierfür in einem ruhigen Ambiente empfangen, wo er sich komplett auf die Technik einlassen kann. Eine bequeme Liege sowie eine optimale Raumtemperatur unterstützen den Effekt der Manipulativmassage noch.

Anfangs kommt es daraufhin zu der Mobilisation der betroffenen Körperteile. Sie werden möglichst breitflächig und mit genügend Halt gefasst, was am besten mithilfe von einem Gurt glückt. Folglich wird die Extremität geschient. Das sorgt dafür, dass der Therapeut die mobilisierenden Techniken gefahrlos und zielorientiert ausführen kann. Dies geschieht, indem er den Körperteil mit einer Hand und einem fortwährenden Zug bewegt, während er mit der anderen Hand die Massage absolviert.

Für Letztere sollte eine gleichbleibende Intensität berücksichtigt werden, damit die Wirkung einsetzen kann. Die Manipulativmassage sieht ebenfalls vor, dass der Therapeut seine Hand für einige Sekunden mit kontinuierlichem Druck auf der zu behandelnden Stelle ruhen lässt. Er wechselt innerhalb der Anwendung stetig zwischen Dehnungs- und Massagereiz.

Gängige Techniken sind dabei fasziale Griffe, die Friktion und das Gaping. Der dauerhafte Wechsel zwischen Druck und Dehnung ist wichtig, um der Massage eine nachhaltige Wirkung zu verleihen, könnte aber ebenso dazu beitragen, die Defizite im Bewegungsapparat überhaupt erst herauszufiltern. Gerade Dysfunktionen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, lassen sich auf diese Weise oft eindeutig feststellen.

Das Besondere an einer Manipulativmassage ist, dass sie nur eine kurze Behandlungszeit in Anspruch nimmt. Rund 10 Minuten braucht die Praktik, um effektiv zu sein, weswegen sie problemlos in jeden stressigen Alltag integriert werden könnte und weder Patient noch Masseur einen großen Aufwand abverlangt.

Manchmal nutzen Fachpraktiker aber auch eine Verbindung aus der Technik nach Terrier und anderen Therapien, darunter klassische Wellnessmassagen, Wärmeanwendungen, Elektro-Praktiken oder Mobilitätstraining. Somit erhöht sich die Wirkung der Methode und der Patient verspürt ein intensives Wohlgefühl.

Solche positiven Veränderungen kann die Manipulativmassage aber nur dann transportieren, wenn sie auf einem anspruchsvollen Konzept basiert. Das lässt sich nicht ohne genügend Kompetenzen anwenden, weswegen der Masseur über eine entsprechende Ausbildung verfügen muss.

Fundierte Qualifikation – durch Fachwissen zu hilfreicher Manipulativmassage

WIP:

Die Therapie nach Terrier ist äußerst komplex und benötigt eine lückenlose Expertise, um den gewünschten Effekt herzustellen. Ein solches Wissen erlernt der Therapeut aber nicht ohne eine vorangehende Ausbildung, die ihm sämtliche Details bezüglich der Manipulativmassage vermittelt.

Angefangen bei dem Prinzip, über die richtigen Techniken, bis zu der korrekten Ausführung muss der Wellnesstherapeut jegliche Zusammenhänge kennen, damit die Praktik zum Erfolg führt. Ansonsten könnte es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen, die eine Manipulativmassage beeinträchtigen. Speziell bei einer Anwendung in Verbindung mit der Rehabilitation nach operativen Eingriffen und Verletzungen erfordert der sensible Bewegungsapparat des Patienten äußerste Vorsicht.

Des Weiteren wäre es ratsam, einen Masseur mit der Behandlung zu beauftragen, der bereits Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln konnte. Dadurch weiß er, worauf er bei der Praktik achten muss und wie er eventuelle Vorerkrankungen in den Behandlungsplan einbetten kann. Für gewöhnlich findet die Massage in einer Physiotherapiepraxis statt, weil sie nicht zu den Wellnesstechniken zählt, sondern einen medizinischen Hintergrund besitzt.

Manipulativmassage am Bauch

Sie wird dafür von einem Arzt verordnet und ist Teil der Behandlung. So könnte sie auch in Kombination mit anderen Therapieansätzen wahrgenommen werden und begleitend zum Einsatz kommen. Trotzdem beherrschen manche Fachpraktiker aus der Wellnessbranche einige der Techniken und können sie in eine Entspannungsmassage einfließen lassen.

Für die nachhaltige Optimierung bestehender Beschwerden empfiehlt sich daraufhin, eine wiederholte Anwendung der Massage anzustreben, bis sich langfristige Besserungen zeigen und sich die Beschwerden reduziert haben. Gerne darf die Basis-Anwendung dafür gemäß dem Patienten abgewandelt werden, denn nicht jeder empfindet dieselben Abläufe und Techniken als angenehm. Das Wohlergehen hat oberste Priorität und sollte die Behandlung dominieren. Gerade da die Therapie kurzweilig ist, muss jeder Griff einen Mehrwert für die Gesundheit des Patienten haben.

Am Ende erweist sich die Manipulativmassage dann als effektive Maßnahme für die Gelenkmobilisation mit gleichzeitiger Verbesserung physischer Symptome.

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