Grundausstattung für die Massagepraxis - An diesem Material sollte nicht gespart werden

Jeder Masseur ist nur so gut wie sein Handwerkszeug. Das gilt nicht nur für die perfektionierte Anwendung von erlernten Massagetechniken, sondern auch für die richtige Praxisausstattung.

Wer seine Ausbildung zum Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention erfolgreich absolviert hat und sein Zertifikat in den Händen hält, möchte verständlicherweise sofort loslegen. Bevor Sie allerdings Ihren ersten Kunden behandeln, sollten Sie wissen, welches Material Sie überhaupt benötigen, um einen erfolgreichen Start hinzulegen. Was wird also benötigt und worauf ist dabei zu achten?

Warum Sie nicht am Material sparen sollten

Wer seine Karriere als Fachpraktiker startet, sollte wissen, was gutes Material ausmacht. Der Fokus liegt auf hochwertigen Standardmaterialien beziehungsweise einer guten Grundausstattung, die die Basis für langfristig professionelles Arbeiten ist. Sind die bedeutendsten Materialen vorhanden, kann nach und nach weiteres Spezialequipment angeschafft werden, um die Angebotspalette durch exotische Massagen zu erweitern.

Die wichtigsten Materialen für Fachpraktiker

  • Massageliege
  • Spannbett-Überzug
  • Wärmeauflage
  • Massageöl
  • Handtücher, Decken
  • Kissen, Knierolle

Alles steht und fällt mit einer guten Massageliege

Neben den eigenen Händen ist die Massageliege das wichtigste Werkzeug eines jeden Fachpraktikers, denn diese wird im Grunde für jede Art der Massage benötigt. Da die Liege während der Anwendung nicht unerheblichen mechanischen Belastungen durch das Gewicht des Klienten sowie durch die Massagegriffe ausgesetzt ist, muss sie hohen Qualitätsstandards entsprechen. Dies betrifft zum Beispiel die Einsteckstäbe des Kopfteils, die aus Gründen der Materialermüdung aus Metall und nicht, wie so oft, aus Kunststoff sein sollten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anpassbarkeit der Massageliege an Ihre individuellen Anforderungen als Fachpraktiker, denn Ergonomie ist gerade bei dieser körperlichen Arbeit besonders wichtig. Ideal ist also eine höhenverstellbare Liege, die einen großen Spielraum für die Variation der Arbeitshöhe zulässt. Diese Arbeitshöhe sollte zwischen 64 cm und 85 cm liegen. Auch für das Wohlbefinden des Kunden ist eine hochwertige Massageliege wichtig, denn auf einer knarzenden Liege, die im schlimmsten Fall noch unbequem ist, ist es mit der Entspannung nicht zum Besten bestellt. Abhilfe verschafft eine Liege mit einer Polsterdicke von mindestens 7 cm und einer Breite von nicht mehr als 70 cm. Eine ergonomisch verstellbare Unterteilung der Liegefläche, die sich an den Körper anpasst, ist ebenfalls sinnvoll.

Eine angenehme Spannbettauflage

Ergänzt wird eine gute Massageliege durch hochwertige Spannbettauflagen, die Ihnen nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern auch einladend aussehen und Ihren Kunden damit gleich ein angenehmes Gefühl geben. Eine solche Auflage sollte im Idealfall aus Stretchmaterial bestehen und über einen ringsum führenden Gummizug verfügen, sodass sich die Auflage faltenfrei glättet. Darüber hinaus empfiehlt sich auch die Verwendung hautfreundlicher und pflegeleichter Materialien, die sich bei mindestens 60 Grad Celsius waschen lassen. Um ein stimmiges Ambiente zu schaffen, macht es zudem Sinn, die Farbe so zu wählen, dass sie zur restlichen Ausstattung der Behandlungsräume passt.

Wärmeauflagen für die richtige Massagetemperatur

Da sich kalte Muskeln nicht besonders gut behandeln lassen, liegt die empfohlene Raumtemperatur für die Zeit der Massagebehandlung zwischen 22 und 25 Grad Celsius. Neben der Regulation der Raumtemperatur empfiehlt sich als zusätzliche Maßnahme die Verwendung einer Wärmeauflage, die unmittelbar unter der Spannbettauflage der Massageliege platziert wird. Allerdings muss auch an dieser Stelle auf die Qualität geachtet werden. Im Fokus stehen dabei zunächst die richtigen Maße. Am besten ist es, wenn die Auflage die gesamte Liegefläche abdeckt und über Fixierbänder verfügt, sodass sie vor dem Verrutschen gesichert werden kann. Idealerweise handelt es sich um ein Modell, das auch dann auf der Liege bleiben kann, wenn es nicht in Gebrauch ist. Das erspart Ihnen viel Zeit und Arbeit.

Auf der technischen Seite sollte eine gute Wärmeauflage auf der gesamten Fläche eine konstante Temperatur abgeben, ohne an einzelnen Stellen zu heiß zu werden. Um ein ideales Behandlungsumfeld für Ihre Kunden zu schaffen, lohnt sich ein Modell, dessen Temperatur sich über eine elektronische Regelung stufenweise anpassen und mit Hilfe einer integrierten Anzeige leicht überwachen lässt. Zusätzliche Mechanismen wie eine automatische Abschaltung sowie ein Überhitzungsschutz, der die Wärmeabgabe an die Körpertemperatur anpasst, komplettierten die Anforderungen an eine gute Wärmeauflage.

Die Wahl der richtigen Öle

Da bei den meisten grundlegenden Massagetechniken Massageöl zur Anwendung kommt, gehört dieses selbstredend auch zu einer hochwertigen Basisausstattung in jeder Massagepraxis. Bei der Beschaffung dieser Verbrauchsmaterialien sollte nicht gespart werden, denn sowohl für Sie als auch für den Klienten sind hochwertige und vor allem konservierungsstofffreie Öle aus biologischer Produktion am besten. Zusätzlich sollten Sie hypoallergene Öle vorhalten, um auch für Allergiker optimale Bedingungen zu schaffen.

Vor und Nachteile typischer Massageöle:

 

Basisöl
Aprikosenöl
Avocadoöl
Distelöl
Mandelöl
Jojobaöl
Traubenkernöl
Vorteile
oxidationsstabil, preiswert, hoher Gehalt an Vitamin B und E
wird gut aufgenommen, leichte Verteilbarkeit
günstig, lange Haltbarkeit
preisgünstig, reizlindernde Wirkung
entzündungshemmend, hautpflegend, zieht schnell ein
fördert Hautdurchblutung, reich an Antioxidanzien
Nachteile
kurze Haltbarkeit
vergleichsweise hochpreisig
sehr stark fettend
kurze Haltbarkeit
vergleichsweise hochpreisig
kann die Haus austrocknen

Fazit & Ausblick

Die Anschaffung hochwertiger Materialien ist verständlicherweise insbesondere dann von höchster Wichtigkeit, wenn Sie nach Ihrer Ausbildung an der SWAV-Akademie eine eigene Praxis eröffnen möchten. Aber auch wenn Sie angestellt arbeiten, sollten Sie sich nicht scheuen, das Thema Materialqualität anzusprechen, denn eine hochwertige Ausstattung macht sich letzten Endes sowohl in Ihrer Tasche als auch in der Tasche Ihres Arbeitgebers bemerkbar.

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